Gedankenchaos rund ums Stillen

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Fulloflove
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Gedankenchaos rund ums Stillen

Beitrag von Fulloflove »

Hallo Ihr Lieben,

ich glaube, ich muss mich ein wenig "sortieren", und würde mich über ein paar Meinungen und/oder fachliche Ratschläge freuen.

Die Frage, um die es sich dreht, ist "Abstillen oder nicht?".

Die Frage stellt sich aktuell recht akut...

- Weil ich sehr abgenommen habe und körperlich echt nicht fit bin.
- Weil der Wunsch nach einem Geschwisterchen so langsam aufkommt

Eigentlich wollte ich tandemstillen, wollte unsere Tochter bestimmen lassen, wie lange... Was meine körperliche Verfassung angeht, hab ich aber das Gefühl, meine Reserven sind irgendwie aufgebraucht. Ich glaube ich kann nicht zwei Kinder stillen, also rein von der Kraft her. Bin jetzt schon recht wacklig auf den Beinen. Blutbild und Schilddrüse waren in Ordnung. Ich habe aber auch psychisch viel Stress, vielleicht liegt es auch daran.

Dazu kommt, dass ich in meiner ersten Schwangerschaft fast durchgehend Schmerzen im Bauch hatte (Krämpfe?) und viel Magnesium genommen habe. Meine Frauenärztin sagte, das Trinken an der Brust könne dazu führen, dass sich die Gebärmutter zusammenzieht. Es könnte damit also wieder genauso werden wie in der ersten Schwangerschaft, damit würde ich also das Risiko einer Fehlgeburt erhöhen. Das will ich auf keinen Fall! Meine Mutter hatte mehrere FG, und schon in meiner ersten Schwangerschaft hatte ich durchgehend Angst, dass mir das auch passiert. Meine FÄ rät mir daher, vor einer erneuten Schwangerschaft zumindest stark zu reduzieren (im Moment stillen wir ja noch fast voll).

Manchmal glaube ich, das Abstillen würde mir schwerer fallen als meiner Tochter, denn der Gedanke daran macht mich soo traurig. Ich habe aber anscheinend sowieso ein Problem, sie loszulassen, und ich frage mich, ob es mit weniger stillen leichter wäre. Und nur wegen mir weiter zu stillen, wäre ja auch falsch, es geht ja um sie...

Puh, so viele Gedanken, manchmal ist mir ganz schwindlig davon... Danke fürs Lesen!



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Lösche Benutzer 7681

Re: Gedankenchaos rund ums Stillen

Beitrag von Lösche Benutzer 7681 »

Ich kann dazu gar nicht so viel sagen, aber dein letzter Satz sticht mir sehr ins Auge : du hast ein Problem damit, deine Tochter loszulassen.
Ja! Natürlich! Und das ist auch gut und richtig so, dein Kind ist ein Baby, noch nicht mal ein Jahr alt!

Lass doch noch ein paar Monate vergehen, bestimmt kommt die Mens bald.
Und wenn du grade körperlich eh nicht fit bist (das liegt meist nicht am stillen!) wäre eine Schwangerschaft vielleicht keine gute Idee.
diefue
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Re: Gedankenchaos rund ums Stillen

Beitrag von diefue »

Hallo Du,

ich war auch so völlig erschöpft und kraftlos. Blutbild und Schilddrüse war ok.

Dann habe ich gelesen, dass sowas auch von einem Vitamin D Mangel kommen kann. Habe dann diesen Blutwert bestimmen lassen (ist bei mir nicht im Standard-Blutbild dabei gewesen) und hatte einen schwerwiegenden Mangel.

Nach ein paar Tagen hochdosierter Einnahme war bei mir die Kraft zurück. Ich bin wie ausgewechselt.

Vielleicht eine Idee. Ansonsten alles Liebe - Du wirst den richtigen Weg für Euch finden!
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seka
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Re: Gedankenchaos rund ums Stillen

Beitrag von seka »

Hallo Fulloflove!

Meine Gedanken zu deinem Bericht:
Zu dem Thema: kann Stillen eine FG beeinflussen kann ich nicht beurteilen;
Das Abstillen stelle ich mir schwierig vor- du hast geschrieben ihr stillt fast voll - und ich habe den Eindruck Abstillen würde dir noch mehr psychischen Druck machen, da du es wie du schreibst ja eigentlich nicht willst.

Das Loslassen glaube ich steht nicht in direkter Beziehung zum Stillen. Meine Tochter ist 9,5 Monate und wir stillen nur noch abends und nachts aber sie will trotzdem immer bei mir sein. Unser Großer(6 Jahre) hat mich auch ca. 2 Jahre sehr stark gebraucht und hat dann voll Vertrauen die Welt erkundet. Beim zweiten Kind bin ich in dieser Beziehung entspannter.

Hör auf dein Gefühl!
Alles Gute!
seka mit sohn (juli/2008) und tochter (nov/2013)
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hora
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Re: Gedankenchaos rund ums Stillen

Beitrag von hora »

Ich bin der festen Überzeugung, daß stillen bei bestimmten Frauen zu FGen führen können. Ich selbst gehöre dazu. Es ist zwar nicht wissenschaftlich nachgewiesen und sicherlich auch nur schwer zu beweisen, aber es ist doch merkwürdig, daß ich alle Kinder verloren habe, solange ich das Kätzchen noch stillte - und ein Jahr darüber hinaus. Ich denke, mein Körper hat mir damit zu verstehen gegeben, daß er der Doppelbelastung nicht gewachsen ist. Tandemstillen war auch immer mein großer Wunsch, aber es sollte nicht sein. Dennoch wäre der Wunsch nach einem weiteren Kind für mich nie der Grund zum Abstillen gewesen. Das kann später so zu Rivalitäten zwischen den Kindern führen! Ich sehe das bei meinen beiden Großen. Den Tiger konnte ich aus gesundheitlichen Gründen nur 8 Wochen stillen, das Kätzchen kam 4 Jahre in den Genuß. Das gibt schon manchmal Neid!
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hora mit Meister und drei weiblichen Minuten: Tiger (05.2000), Kätzchen (02.2003), sieben Sternchen im Herzen und
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Da ich immer aus dem Netz fliege, bitte ich bei Tippfehlern um Nachsicht. Korrekturlesen klappt momentan nicht, weil ich in der Zwischenzeit schon wieder gekickt werden könnte - und dann ist mein Post weg.
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deidamaus
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Re: Gedankenchaos rund ums Stillen

Beitrag von deidamaus »

Das Hormon Prolaktin wird auch gerne als "Brutpflegehormon" bezeichnet. D.h. Stillen führt schon dazu, dass man sein Kind mehr bemuttert wie ohne Stillen und damit schlechter loslassen kann. Das ist ja genau so von der Natur gewollt.

Liebe Grüße
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Re: Gedankenchaos rund ums Stillen

Beitrag von CarpeDiem »

Ich würde auf jeden Fall noch mehr bestimmen als nur die Standardsachen beim Blutbild. Wurde Ferritin getestet? Der war bei mir total im Eimer, obwohl alle anderen Werte noch okay waren, aber schon niedrige Untergrenze.
Wie sehen die SD Werte in echt aus? Bei mir wurde Hashimoto und ne UF bei TSH 2.7 übersehen, ich musste auf mehr an Untersuchungen bestehen. Der neue Grenzwert wurde ignoriert und mein Befinden sowieso.

Ich denke das Dich das abstillen traurig machen würde und es ggf. zu Eifersucht unter Geschwistern führen kann. Und ne erneute Schwangerschaft so direkt dahinter ist anstrengend. Ich war seit 2011 quasi durchgehend schwanger. War wieder schwanger als Katharina 9 Monate war, endete leider in einer FG und bin dann direkt wieder schwanger geworden. Und ich konnte Katharina nur 4.5 Monate stillen.

Ist es wirklich das stillen das Dich so erschöpft, oder das alles drum rum, erstes Kind, zu Hause usw. Vielleicht würde Zeit für Dich Dir gut tun?


Iphonitis, Autokorrektur kann für viel Gelächter sorgen.
am 14.02.2012 wurde Katharina H. I. mit 51cm und 3730g geliefert
am 11.12.2013 wurde Annika C. S. mit 52cm und 4270g geliefert
am 16.06.2015 wurde Friederike L. J. mit 52cm und 4105g geliefert


K: unendlich geliebt, stolze große Schwester, wird groß
A: unendlich geliebt, wird groß, stolze große Schwester
F: unendlich geliebt, gestillt, getragen, familiengebettet, macht uns komplett


unvergessen unser Dezembersternchen Pünktchen 2012
Traglingsmama
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Re: Gedankenchaos rund ums Stillen

Beitrag von Traglingsmama »

Bevor du wirklich abstillst, will ich den Gedanken, das Stillen nur zu reduzieren noch in den Raum werfen. Falls es wirklich das Stillen ist, dass dich so auslaugt, dann müssze weniger Stillen ja schon helfen. Und du kannst es jederzeit wieder hochfahren...

Bei mir hat das Stillen allerdings immer eher Entlastung gebracht. Ins Bett bringen geht schneller, jegliches Beruhigen geht schneller... Du musst weniger aktiv tun. Wenn es mir körperlich nicht gut ging, habe ich das besonders gemerkt. Wenn die Kids mit dauerplappern und " Mama, spiel bitte aktiv mit mir" anfangen, kann eine Stillpause beiden Kraft schenken. Oder einen Trotzanfall schnell beenden, oder oder oder...
Mit der Kleinen (02/2020), der Mittleren (02/2013), dem Großen (03/2011) und * (2010)
Fulloflove
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Re: Gedankenchaos rund ums Stillen

Beitrag von Fulloflove »

Ich wollte mich nur kurz mal melden. Hier ist gerade einiges im Umbruch, leider geht es mir nicht so gut und ich komme nicht zum Schreiben. Ich hab Euch aber nicht vergessen und melde mich bald wieder!


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Re: Gedankenchaos rund ums Stillen

Beitrag von warmbäuchlein »

Mein Kleiner ist gleich alt wie Dein Kind.

Ich stille auch noch sehr viel.

Ich habe bis jetzt noch keinen Zyklus und ich glaube, ich werde unter dem Stillen auch nicht so schnell schwanger werden... obwohl ich auch langsam wieder gerne schwanger werden würde.


Abstillen kommt für mich noch nicht in Frage. Reduzieren ist schwierig... tja, da ich demnächst wieder voll arbeite, wird es sich aber tagsüber zumindest von selbst ergeben. Bleiben nur die Nächte - angeblich ist ja das Nachtstillen vor allem ES-unterdrückend...

Ich bin einerseits auch ungeduldig, andererseits sehe ich es so, dass mein Körper eben noch nicht bereit ist.
Bei Dir dürfte es ja noch etwas schlimmer sein, wenn Du Dich so schlecht fühlst.

Wobei müde und ausgelaugt fühle ich mich auch. Aber ich glaube bei mir liegt das an anderen Sachen, als dem Stillen... :?
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