radikales abstillen?
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AnnaKatharina
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Re: radikales abstillen?
Um ein Weiteres Beispiel hinzuzufügen:
Meien Tochter ist ab ihrem 1. Geburtstag 4 Tage die Woche zu einer Tagesmutter gegangen.
Bei uns ging einschlafen nur mit Brust oder Tragen.
Nach einer langsamen, liebevollen, tränenlosen Eingewohnung hat sie bei der TaMu ohne Probleme geschlafen. Anfangs hat die TaMu sie im Arm gehalten, nachher hat siie sich dazu gesetzt oder gelegt.
Gestillt habe ich sie bis sie 2,5 Jahre alt war. Dann wollte sie nicht mehr.
Und auch beim abendlichen in's Bett bringen war es irgendwann so, dass sie die Brust wollte, wenn ich da war, wenn der Papa sie gebracht hat, ging es aber auch hervorragend ohne Brust, mit Schmusen und Schnuller.
Du siehst also, auch Stillkinder können von anderen Menschen in den Schlaf begleitet werden. Es spricht also nichts dagegen, die Vormittage mit Oma auszudehnen, inclusive Mittagessen und Mittagsschlaf.
Ohne dir zu nahetreten zu wollen: Dir scheint es schlecht zu gehen. Du wirkst so, als seiest du schon über deine Grenzen gegangen, was die Berdürfnisserfüllung deiner Tocher angeht. Das Problem ist anscheinend nicht das Stillen, sondern die mangelnden Freiräume, die du nicht hast.
Meine Erfahrung ist übrigens: Wenn es mir schlecht geht, dann spiegelt meine Tochter das. Je überforderter ich mich fühle, desto unausgeglichener wird sie. Für uns funktioniert es gut, bei 'unerwünschtem' Verhalten (exzessives Klammern, ständiges Jammern, Aggressivität, etc) erstmal gut zu schauen, wie es uns Eltern geht. Und eher daran zu arbeiten, dass es uns wieder besser geht. Z.B. indem wir uns Entlastung organisieren.
Ich würde in deiner Situation ersteinmal nichts am Stillen und der Schlafsituation ändern (außer eines von Beidem stört dich wirklich massiv!), sondern den Fokus darauf legen, tagsüber Freiräume für dich zu schaffen. Den Omavormittag ausbauen. Die TaMu-Eingewöhnung evtl. wieder aufnehmen. 2x2 Studen halte ich allerdings für Quatsch, das ist so wenig Zeit, das reicht evtl. icht für eine gute Beziehung. Und bringt dir halt auch nicht wirklich Entlastung. Und ansonsten knallhart deinen Mann in die Verantwortung nehmen. 1. Priorität ist, dass es dir besser geht!
Grüße,
Anna-Katharina
Meien Tochter ist ab ihrem 1. Geburtstag 4 Tage die Woche zu einer Tagesmutter gegangen.
Bei uns ging einschlafen nur mit Brust oder Tragen.
Nach einer langsamen, liebevollen, tränenlosen Eingewohnung hat sie bei der TaMu ohne Probleme geschlafen. Anfangs hat die TaMu sie im Arm gehalten, nachher hat siie sich dazu gesetzt oder gelegt.
Gestillt habe ich sie bis sie 2,5 Jahre alt war. Dann wollte sie nicht mehr.
Und auch beim abendlichen in's Bett bringen war es irgendwann so, dass sie die Brust wollte, wenn ich da war, wenn der Papa sie gebracht hat, ging es aber auch hervorragend ohne Brust, mit Schmusen und Schnuller.
Du siehst also, auch Stillkinder können von anderen Menschen in den Schlaf begleitet werden. Es spricht also nichts dagegen, die Vormittage mit Oma auszudehnen, inclusive Mittagessen und Mittagsschlaf.
Ohne dir zu nahetreten zu wollen: Dir scheint es schlecht zu gehen. Du wirkst so, als seiest du schon über deine Grenzen gegangen, was die Berdürfnisserfüllung deiner Tocher angeht. Das Problem ist anscheinend nicht das Stillen, sondern die mangelnden Freiräume, die du nicht hast.
Meine Erfahrung ist übrigens: Wenn es mir schlecht geht, dann spiegelt meine Tochter das. Je überforderter ich mich fühle, desto unausgeglichener wird sie. Für uns funktioniert es gut, bei 'unerwünschtem' Verhalten (exzessives Klammern, ständiges Jammern, Aggressivität, etc) erstmal gut zu schauen, wie es uns Eltern geht. Und eher daran zu arbeiten, dass es uns wieder besser geht. Z.B. indem wir uns Entlastung organisieren.
Ich würde in deiner Situation ersteinmal nichts am Stillen und der Schlafsituation ändern (außer eines von Beidem stört dich wirklich massiv!), sondern den Fokus darauf legen, tagsüber Freiräume für dich zu schaffen. Den Omavormittag ausbauen. Die TaMu-Eingewöhnung evtl. wieder aufnehmen. 2x2 Studen halte ich allerdings für Quatsch, das ist so wenig Zeit, das reicht evtl. icht für eine gute Beziehung. Und bringt dir halt auch nicht wirklich Entlastung. Und ansonsten knallhart deinen Mann in die Verantwortung nehmen. 1. Priorität ist, dass es dir besser geht!
Grüße,
Anna-Katharina
Mit K1 (2010) und K2 (2015)
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nido56
- Dipl.-SuT
- Beiträge: 4493
- Registriert: 07.02.2013, 15:11
Re: radikales abstillen?
Hallo,
ich habe jetzt nicht alle Antworten gelesen, aber es klingt, als spraechst Du von meinem Sohn: extrem auf mich bezogen, sehr weinerlich, schlechter Schlaefer, anderen Kindern gegenueber eher ablehnend bis agressiv... Das kommt mir alles bekannt vor. Er ist jetzt 2.5, ich habe ihn nachts mit 18 Monaten und tagsueber mit 2 Jahren abgestillt (aus persoenlichen Gruenden), und im Familienbett schlaeft er bis heute. Das Abstillen hat nichts, aber auch gar nichts an seinem Verhalten geaendert, weder zum Positiven noch zum Negativen. Erst in den letzten zwei Monaten kann ich beobachten, dass er sich immer oefter problemlos von mir trennt. Ich denke, er ist einfach erst jetzt kognitiv weit genug, um wirklich zu verstehen, wenn ich ihm erklaere, dass ich jetzt weggehe, aber z.B. zum Abendessen wieder da bin. Gehe ich ohne genaue Erklaerung weg, ist auch heute noch Land unter.
Mit gleichaltrigen Kindern ist er heute sehr selektiv. Er hat Freunde, die er mag und mit denen er gerne spielt. Alle anderen interessieren ihn im besten Falle nicht besondern, im schlechtesten Falle werden sie klar abgelehnt. Aber auch da wird er inzwischen nicht mehr koerperlich aggressiv sondern sagt ihnen, dass sie weggehen sollen. Auch nicht so schick, aber immerhin kommt dabei niemand zu Schaden. Mit aelteren Kindern klappt es normalerweise problemlos.
So, nun kommt aber der grosse Unterschied zwischen uns: Ich arbeite Vollzeit, mein kleiner Pirat geht seit er 5 Monate alt ist ganztags in die Krippe (wo er selbstverstaendlich auch von Anfang an ohne Stillen Mittagsschlaf hielt - zuhause laaaange undenkbar) und war auch schon haeufiger mit dem Papa (mit dem ich mir die Kinderbetreuung fast 50:50 teile) ueber Nacht allein, wenn ich auf Geschaeftsreise war. Klappt alles. Aber wenn ich wieder greifbar bin, geht es den ganzen Tag "Mamaaaaa..."
Es kann also bei uns nicht daran liegen, dass er zu wenig Zeit ohne mich verbringt, und gestillt wird er ja nun auch schon eine Weile nicht mehr. Er braucht einfach fuer die emotionale Entwicklung etwas mehr Zeit als andere. Manchmal nervt mich das enorm (vor allem, die Schwierigkeiten mit anderen Kindern), aber ich wehre mich dagegen, ihn zu pathologisieren. Und ich sehe ja auch, dass es langsam aber sicher besser wird. Ich kann mir vorstellen, dass ich auch schlechter damit klarkaeme, wenn ich praktisch 24/7 mit ihm allein waere. Es gibt durchaus Montage, an denen ich froh bin, arbeiten zu gehen. Dann aergere ich mich ueber meinen Chef und bin anschliessend wieder sehr gluecklich, nach Hause zu meinem suessen Piraten gehen zu koennen
Ich schliesse mich also den Stimmen an, die Dir raten, Dir irgendwo Freiraeume zu schaffen. Ich finde, man kann es den Papas auch durchaus zumuten, dass sie sich bemuehen, zusammen mit ihren Sproesslingen eigenen Einschlaf- und Beruhigungsrituale zu finden. Bei uns hat das tatsaechlich immer gut geklappt, wenn ich offensichtlich nicht da war. Weiss der Kleine mich hingegen im Nebenraum, kann Papa sich sein Einschlafritual an die Backe schmieren.
ich habe jetzt nicht alle Antworten gelesen, aber es klingt, als spraechst Du von meinem Sohn: extrem auf mich bezogen, sehr weinerlich, schlechter Schlaefer, anderen Kindern gegenueber eher ablehnend bis agressiv... Das kommt mir alles bekannt vor. Er ist jetzt 2.5, ich habe ihn nachts mit 18 Monaten und tagsueber mit 2 Jahren abgestillt (aus persoenlichen Gruenden), und im Familienbett schlaeft er bis heute. Das Abstillen hat nichts, aber auch gar nichts an seinem Verhalten geaendert, weder zum Positiven noch zum Negativen. Erst in den letzten zwei Monaten kann ich beobachten, dass er sich immer oefter problemlos von mir trennt. Ich denke, er ist einfach erst jetzt kognitiv weit genug, um wirklich zu verstehen, wenn ich ihm erklaere, dass ich jetzt weggehe, aber z.B. zum Abendessen wieder da bin. Gehe ich ohne genaue Erklaerung weg, ist auch heute noch Land unter.
Mit gleichaltrigen Kindern ist er heute sehr selektiv. Er hat Freunde, die er mag und mit denen er gerne spielt. Alle anderen interessieren ihn im besten Falle nicht besondern, im schlechtesten Falle werden sie klar abgelehnt. Aber auch da wird er inzwischen nicht mehr koerperlich aggressiv sondern sagt ihnen, dass sie weggehen sollen. Auch nicht so schick, aber immerhin kommt dabei niemand zu Schaden. Mit aelteren Kindern klappt es normalerweise problemlos.
So, nun kommt aber der grosse Unterschied zwischen uns: Ich arbeite Vollzeit, mein kleiner Pirat geht seit er 5 Monate alt ist ganztags in die Krippe (wo er selbstverstaendlich auch von Anfang an ohne Stillen Mittagsschlaf hielt - zuhause laaaange undenkbar) und war auch schon haeufiger mit dem Papa (mit dem ich mir die Kinderbetreuung fast 50:50 teile) ueber Nacht allein, wenn ich auf Geschaeftsreise war. Klappt alles. Aber wenn ich wieder greifbar bin, geht es den ganzen Tag "Mamaaaaa..."
Es kann also bei uns nicht daran liegen, dass er zu wenig Zeit ohne mich verbringt, und gestillt wird er ja nun auch schon eine Weile nicht mehr. Er braucht einfach fuer die emotionale Entwicklung etwas mehr Zeit als andere. Manchmal nervt mich das enorm (vor allem, die Schwierigkeiten mit anderen Kindern), aber ich wehre mich dagegen, ihn zu pathologisieren. Und ich sehe ja auch, dass es langsam aber sicher besser wird. Ich kann mir vorstellen, dass ich auch schlechter damit klarkaeme, wenn ich praktisch 24/7 mit ihm allein waere. Es gibt durchaus Montage, an denen ich froh bin, arbeiten zu gehen. Dann aergere ich mich ueber meinen Chef und bin anschliessend wieder sehr gluecklich, nach Hause zu meinem suessen Piraten gehen zu koennen
Ich schliesse mich also den Stimmen an, die Dir raten, Dir irgendwo Freiraeume zu schaffen. Ich finde, man kann es den Papas auch durchaus zumuten, dass sie sich bemuehen, zusammen mit ihren Sproesslingen eigenen Einschlaf- und Beruhigungsrituale zu finden. Bei uns hat das tatsaechlich immer gut geklappt, wenn ich offensichtlich nicht da war. Weiss der Kleine mich hingegen im Nebenraum, kann Papa sich sein Einschlafritual an die Backe schmieren.
nido mit dem Piraten (01/2012)
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evilina
- Herzlich Willkommen
- Beiträge: 7
- Registriert: 30.08.2014, 09:54
Re: radikales abstillen?
Ja, Ihr habt wirklich Recht. Ich bin teils sehr über meine Grenzen gegangen und habe wahrscheinlich Papa und Oma zu wenig zugetraut bzw. eingespannt. Die Schwierigkeit liegt aber wirklich darin, dass mein Freund seeehr viel arbeiten muss. Zum Beispiel ist er jetzt (um 21 Uhr) noch nicht wieder zuhause und konnte unserer Kleinen noch nicht einmal gute Nacht sagen
Daran wird sich auch so bald nichts ändern... es sei denn er wechselt den Job!
Auch die Oma ist noch berufstätig. Arbeitet oft auch sonntags. Also, das mit den Freiräumen für mich gestaltet sich nicht wirklich einfach. Aber nachdem ich Eure Beiträge gelesen habe, habe ich wieder Hoffnung, dass wir irgendwie unseren Weg finden. Der Papa soll an seinem nächsten freien Tag mal den Mittagsschlaf übernehmen und ich verschwinde, dann ist die Oma mal dran usw. Ich werde mich verkrümeln, sobald ich kann! (Allerdings will ich ja auch, dass wir mal zu Dritt was unternehmen!)
Im Kiwa schläft die Kleine nicht so besonders... noch nie...
Mal schauen wie es wird. Vielen Dank für Eure Ermutigungen und Tipps!
Auch die Oma ist noch berufstätig. Arbeitet oft auch sonntags. Also, das mit den Freiräumen für mich gestaltet sich nicht wirklich einfach. Aber nachdem ich Eure Beiträge gelesen habe, habe ich wieder Hoffnung, dass wir irgendwie unseren Weg finden. Der Papa soll an seinem nächsten freien Tag mal den Mittagsschlaf übernehmen und ich verschwinde, dann ist die Oma mal dran usw. Ich werde mich verkrümeln, sobald ich kann! (Allerdings will ich ja auch, dass wir mal zu Dritt was unternehmen!)
Im Kiwa schläft die Kleine nicht so besonders... noch nie...
Mal schauen wie es wird. Vielen Dank für Eure Ermutigungen und Tipps!
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luna24
- ist nicht mehr wegzudenken
- Beiträge: 1195
- Registriert: 03.02.2010, 22:42
Re: radikales abstillen?
Gewisse Freiräume kann man sich auch im Alltag mit Kind schaffen. Ich bin AE und ich glaube, ich habe von Anfang an (unbewusst) von meinem Sohn relativ viel Selbständigkeit verlangt, eben damit ich für ihn da sein kann, ohne meine eigenen Bedürfnisse zu sehr zurückzustecken. Stillen war für meinen Sohn extrem wichtig (er hat sich zum 4.Geburtstag aus eigenem Entschluss abgestillt) oder auch mit mir zusammen im Bett schlafen (bei Oma und Oma übernachtet er erst seit kurzem aus eigenem Wunsch), ich habe ihn bis 3,5 Jahre getragen (danach wollte er nicht mehr), viel Körperkontakt ist bis heute wichtig - Jenseits dessen hat er sich sehr früh auch schon viel alleine beschäftigt - und dadurch eine unheimliche Kreativität entwickelt, ein bisschen vielleicht sogar aus der Not heraus, weil ich konnte nicht stillen, tragen, kuscheln etc. und dann noch den ganzen Tag als Spielpartnerin zur Verfügung stehen (andere Kinder fand er lange eher uninteressant). Das hat für uns eigentlich immer gut funktioniert. Und ja, mein Sohn musste und muss da sicher bis zu einem gewissen Grad zurückstecken, auf der anderen Seite hat er an anderen Stellen auch viel mehr Freiheiten als in einer größeren Familie, wo man ja die Bedürfnisse von allen irgendwie aufeinander abstimmen muss.
Für mich ist es schon auch wichtig, Zeit für mich ohne Kind und Arbeit zu haben, das wird mit zunehmendem Alter auch leichter, aber genauso wichtig finde ich eine Alltagsgestaltung, in der auch für die Bedürfnisse der Mutter Raum ist. Radikales Abstillen wäre in dem Sinne ein ziemlich krasses Signal, hier ist meine Grenze erreicht, ich habe auch meine eigenen Bedürfnisse. Ich denke, da gibt es andere Wege, auch wenn das dann vielleicht eher eine langsame kontinuierliche Entwicklung und mit viel Ausprobieren verbunden ist.
Für mich ist es schon auch wichtig, Zeit für mich ohne Kind und Arbeit zu haben, das wird mit zunehmendem Alter auch leichter, aber genauso wichtig finde ich eine Alltagsgestaltung, in der auch für die Bedürfnisse der Mutter Raum ist. Radikales Abstillen wäre in dem Sinne ein ziemlich krasses Signal, hier ist meine Grenze erreicht, ich habe auch meine eigenen Bedürfnisse. Ich denke, da gibt es andere Wege, auch wenn das dann vielleicht eher eine langsame kontinuierliche Entwicklung und mit viel Ausprobieren verbunden ist.
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honigtopf2010
- Profi-SuTler
- Beiträge: 3921
- Registriert: 22.11.2010, 21:29
Re: AW: radikales abstillen?
Liebe Emilia,
wenn du zur KÄ oder zur Psychologin gehst und sagst, dass ihr ein Problem hättet, euer Kind wäre jetzt so oder so... dann werden sie das in aller Regel auch als Problem definieren. Dafür sind sie nämlich da: für Probleme. Manchmal scheinen sie dabei aber auch das Gesunde bzw. normale aus den Augen zu verlieren. Dein Kind ist zwei! So ziemlich alle Kinder um dieses Alter herum sind sich da ähnlich. Ob mit oder ohne stillen. Und trotzdem scheint es bei gestillten Kindern so zu sein, das lese ich hier die Jahre, die ich im Forum bin, dass es noch einmal für ein paar Wochen eine aktivere Phase des Stillens gibt. War bei uns ganz genau so . Das ist normal. Ich finde die Hinweise der KP befremdlich. Zweijährige beginnen gerade erst in Interaktion mit anderen Kindern zu gehen. Nämlich in dem Maße, wie sie erkennen, dass sie eine eigenständige Person sind. Das dauert verschieden lange und ist natürlich von Ängsten begleitet. Sie suchen die Rückversicherung, was bei euch das vertraute Stillen ist. Das heißt trotzdem nicht, dass du das hinnehmen musst, wenn es dich belastet. Denn gleichzeitig ist dies der Zeitraum, indem die Mütter evolutionstechnisch das nächste Kind bekamen und die größeren Kinder mehr in den Familienverband über gegangen sind. Du kannst, so glaube ich, euch beiden helfen, indem du zuallererst daraus keine Problemdefinition machst. Es ist normal. Dann schaust du nochmal mit der Tagesmutter. Wichtig ist: du musst das Gefühl haben, dass es richtig ist. Dein Kind wird das spüren. Und dann auch nochmal mit Oma probieren. Lass sie ihren Weg finden dein Kind zum Mittagschlaf zu legen. Das muss nicht deiner sein. Das gleiche abends. Vielleicht kann dein Mann mit dir im Wechsel sie zu Bett bringen? Das alles wird anstrengend sein - zuerst -aber scheinbar brauchst du einfach mehr Zeit für dich und das ist ok! Zum nächtlichen Abstillen kannst du hier noch einmal nach 'Abstillen nach Gordon' suchen. Wenn du tagsüber weniger stillen möchtest, dann sind jusls Tipps hierzu auch immer sehr gut:
Wenn ihr den ganzen Tag zusammen seid, wird durchaus schon mal aus Langeweile gestillt: Ablenken, Essen, Trinken anbieten, auch mal aktiv Nein sagen.
Bezüglich der Kindergruppe: da ist der soziale Druck unter den Eltern viel größer als unter den Kindern. Vielleicht mag sie keine Musik
?
LG!
wenn du zur KÄ oder zur Psychologin gehst und sagst, dass ihr ein Problem hättet, euer Kind wäre jetzt so oder so... dann werden sie das in aller Regel auch als Problem definieren. Dafür sind sie nämlich da: für Probleme. Manchmal scheinen sie dabei aber auch das Gesunde bzw. normale aus den Augen zu verlieren. Dein Kind ist zwei! So ziemlich alle Kinder um dieses Alter herum sind sich da ähnlich. Ob mit oder ohne stillen. Und trotzdem scheint es bei gestillten Kindern so zu sein, das lese ich hier die Jahre, die ich im Forum bin, dass es noch einmal für ein paar Wochen eine aktivere Phase des Stillens gibt. War bei uns ganz genau so . Das ist normal. Ich finde die Hinweise der KP befremdlich. Zweijährige beginnen gerade erst in Interaktion mit anderen Kindern zu gehen. Nämlich in dem Maße, wie sie erkennen, dass sie eine eigenständige Person sind. Das dauert verschieden lange und ist natürlich von Ängsten begleitet. Sie suchen die Rückversicherung, was bei euch das vertraute Stillen ist. Das heißt trotzdem nicht, dass du das hinnehmen musst, wenn es dich belastet. Denn gleichzeitig ist dies der Zeitraum, indem die Mütter evolutionstechnisch das nächste Kind bekamen und die größeren Kinder mehr in den Familienverband über gegangen sind. Du kannst, so glaube ich, euch beiden helfen, indem du zuallererst daraus keine Problemdefinition machst. Es ist normal. Dann schaust du nochmal mit der Tagesmutter. Wichtig ist: du musst das Gefühl haben, dass es richtig ist. Dein Kind wird das spüren. Und dann auch nochmal mit Oma probieren. Lass sie ihren Weg finden dein Kind zum Mittagschlaf zu legen. Das muss nicht deiner sein. Das gleiche abends. Vielleicht kann dein Mann mit dir im Wechsel sie zu Bett bringen? Das alles wird anstrengend sein - zuerst -aber scheinbar brauchst du einfach mehr Zeit für dich und das ist ok! Zum nächtlichen Abstillen kannst du hier noch einmal nach 'Abstillen nach Gordon' suchen. Wenn du tagsüber weniger stillen möchtest, dann sind jusls Tipps hierzu auch immer sehr gut:
Wenn ihr den ganzen Tag zusammen seid, wird durchaus schon mal aus Langeweile gestillt: Ablenken, Essen, Trinken anbieten, auch mal aktiv Nein sagen.
Bezüglich der Kindergruppe: da ist der soziale Druck unter den Eltern viel größer als unter den Kindern. Vielleicht mag sie keine Musik
LG!
die Große 03/10 und der Lütte 03/13 - Breast in Peace!
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warmbäuchlein
- ist nicht mehr wegzudenken
- Beiträge: 1134
- Registriert: 31.03.2014, 21:20
Re: radikales abstillen?
Ich möchte noch einen Gedanken da lassen:
Kann der Papa wirklich nicht etwas mehr Zeit für die Familie haben?
Ich finde, wenn man Eltern wird, dann ändert das eben vieles. Schade, wenn Väter dann diese Zeit nicht nutzen.
Ich bin ehrlich der Meinung: Wenn man es wirklich will, finden sich immer Wege.
Einfach am WE bewusst Familienzeit nehmen. Abends mal nicht so spät heimkommen.
Ich weiß gar nicht, wie Du das als quasi AE alles so schaffst seit 2 Jahren. Ich wäre schon am Ende, wenn mein Mann mich nicht tatkräftig unterstützen würde. Ein Kind ist seeeehr anstrengend und aus meiner Sicht alleine nicht schaffbar (siehe auch, wie die "echten" AE hier im Thread sich entsprechend Hilfe organisiert haben).
Kann der Papa wirklich nicht etwas mehr Zeit für die Familie haben?
Ich finde, wenn man Eltern wird, dann ändert das eben vieles. Schade, wenn Väter dann diese Zeit nicht nutzen.
Ich bin ehrlich der Meinung: Wenn man es wirklich will, finden sich immer Wege.
Einfach am WE bewusst Familienzeit nehmen. Abends mal nicht so spät heimkommen.
Ich weiß gar nicht, wie Du das als quasi AE alles so schaffst seit 2 Jahren. Ich wäre schon am Ende, wenn mein Mann mich nicht tatkräftig unterstützen würde. Ein Kind ist seeeehr anstrengend und aus meiner Sicht alleine nicht schaffbar (siehe auch, wie die "echten" AE hier im Thread sich entsprechend Hilfe organisiert haben).
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Neuhier
- ist nicht mehr wegzudenken
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- Registriert: 07.06.2013, 17:09
Re: radikales abstillen?
Es gäbe ja auch die Möglichkeit das Kind mittags nicht zu wecken sondern länger schlafen zu lassen (und selbst die Auszeit zu nutzen) damit es abends länger wach ist und sich der Papa kümmern kann, wenn er denn schon so spät heimkommt (und man selbst dann mehr Freiraum hat).
Zumal wenn der kindliche Rhythmus eh so ist, dass es mittags von sich aus länger schläft.
Zumal wenn der kindliche Rhythmus eh so ist, dass es mittags von sich aus länger schläft.
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