Vorbereitung aufs Stillen?

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Loewenmama
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Vorbereitung aufs Stillen?

Beitrag von Loewenmama »

Hallo,

ich habe eine Frage und hoffe ihr könnt mir helfen.

Ich bin in der 38. SSW und habe bereits einen Sohn der bald 3 wird.

Bei meinem Sohn war das Stillen leider eine Katastrophe. Ich hatte nie mit Problemen gerechnet und dachte Stillen sei einfach das Natürlichste der Welt.
Mein Sohn wurde geboren und es kam einfach kein Milch. Nicht mal ein Tröpfchen. Nix. Nur starke Schmerzen in der Brust. Ab und zu kam mal jemand um mir beim Anlegen zu helfen, aber jede Schwester hatte da ihre eigenen Ideen (Stillhütchen etc.).
Am 3. Tag hat er dann nur noch vor Hunger gebrüllt und hatte auch bereits 10% seines Geburtsgewichts abgenommen.

Im Krankenhaus habe ich also keine große Hilfe erhalten außer einer Milchpumpe die aber auch nix gebracht hat. Man hat mir geraten ein Fläschchen zu geben und das habe ich, unwissend wie ich war und gestresst mit Dauerschreikind, dann auch getan.
Es war leider der Anfang vom Ende. Als nach 6 Tagen endlich ein bisschen Milch dank Milchpumpe gekommen ist war mein Sohn so auf die Flasche fixiert, dass er nicht mehr an die Brust wollte. Es war auch immer nur sehr wenig Milch und ich konnte eigentlich nie einen richtigen Milcheinschuss feststellen. Meine Brust war immer sehr weich und auch nicht größer als normal.

Nach 3 Monaten blieb dann auch beim Abpumpen die Milch weg und das war das Ende. Die Zeit des Pumpens war für mich auch extrem anstrengend denn ich musste immer ewig lange pumpen bei sehr mageren Ergebnis. Ich habe also 3 Monate eigentlich nur gepumpt und sterilisiert. Meine Hebi konnte mir damals nicht helfen. Ich denke sie hatte auch nicht wirklich viel Ahnung.

Ich habe mir Monate Vorwürfe gemacht, dass so etwas selbstverständliches nicht geklappt hat.

Ich hoffe natürlich das bei Nr. 2 alles anders wird. Allerdings bekomme ich langsam Angst denn von Vormilch oder ähnlichem keine Spur. Die Brust hat sich auch überhaupt nicht verändert.

Gibt es etwas das ich vorab schon tun kann um die Milchproduktion anzuregen? Oder etwas das ich meiden sollte?
Vom Pfefferminztee habe ich mich schon vor Wochen verabschiedet. Frage mich ob die Zahnpaste mit Kräutern (ist auch Salbei drin) vielleicht auch schuld sein könnte.

LG
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awa
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Re: Vorbereitung aufs Stillen?

Beitrag von awa »

Malzbier hat bei mir die Milchproduktion total angeregt (tut es immer noch wie verrückt).
Meine Hebi sagte ich soll Tees mit Pfefferminz und Salbei drin meiden, ebenso nicht damit würzen.

Ich kann als stillende Erstmama nur mit meinen Erfahrungen dienen, denke aber, dass sich die Experten hier noch zu Wort melden werden.

Stillen ist zwar, wie du sagst, was ganz natürliches, aber es ist in der jetztigen Gesellschaft so ein Randphänomen, dass wir es ganz neu lernen müssen. Einfach weil um uns rum nicht ständig stillende Mütter sitzen bei denen wir es uns abgucken könnten. Hast du eine Stillberaterin vor Ort? Falls nicht, versuche doch dich mit einer in Verindung zu setzen. Sie kann dich schon vor der Stillzeit unterstützen! In der Stillzeit natürlich sowieso ;-)

Bei mir kam übrigens vor Geburt auch keine Vormilch. Das fing erst nach dem KS an, musste dazu aber auch pumpen. Milcheinschuss hatte ich nie so gespürt wie es immer beschrieben wurde.

Ich drück dir ganz fest die Daumen, dass es diesmal besser klappt!
AFS-Stillberaterin


Ich hab keine Erfahrung im Muttersein. Keine Anleitung, keine Einarbeitungszeit, kein Failsafe. Ich weiß also *die ganze Zeit über nicht* ob ich es "richtig" mache.
Und: ich habe nur den einen Versuch.
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Teazer
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Re: Vorbereitung aufs Stillen?

Beitrag von Teazer »

(((Loewenmama))) Tut mir leid, dass es beim ersten Mal nicht geklappt hat!

Um Dir erst einmal die Sorge wegen der fehlenden Vormilch zu nehmen: Ich hatte das auch nicht und der Milcheinschuss kam auch erst später, aber wir stillen bis heute. Das ist also kein Zeichen.

Auch geringes Abpump-Volumen bedeutet rein gar nichts. Ich kenne z.B. eine Frau, die Zwillinge voll stillt, aber keinen Tropfen abgepumpt bekommt. Ein gesundes Kind saugt auch immer stärker als eine Pumpe. Also von so etwas nicht entmutigen lassen.

Ich würde Dir empfehlen, dass Du Dir jetzt schon eine Stillberaterin suchst (AFS, IBCLC, LLL), mit ihr schon mal Deine Sorgen besprichst. Sie könnte Dich dann auch direkt nach der Geburt begleiten, so dass Dich die widersprüchlichen Infos des wechselnden Personals nicht fertig machen.

Was ich Dir sonst noch empfehlen würde:

- Viel Körperkontakt mit Deinem Baby.
- Häufig anlegen, auch wenn vermeintlich "Nichts" kommt. Ihr müsst beide das Stillen üben!
- Kein Schnuller (zumindest die ersten Wochen); wenn Du im KH gebärst, dann schon im Kreißsaal darauf bestehen, das das vermerkt wird.
- Sollte zufüttern wirklich notwendig sein, dann darauf bestehen, dass keine Flasche benutzt wird, sondern z.B. Löffel, kleine Becher, Fingerfeeder, ...
- Lass Dich im Wochenbett verwöhnen, bekochen, ...
- Stillkugeln, Stilltee, Kraftsuppe, Malzbier, ... Keine Garanten, aber schaden tut's auf keinen Fall! :D

Ich wünsche Dir, dass es dieses Mal klappt!!!!
Viele Grüße von Teazer (Stillmodteam)

"Mit einer Kindheit voller Liebe aber kann man ein halbes Leben hindurch für die kalte Welt haushalten." (Jean Paul)
AP estab. 2009, 2011 & 2014
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