ich brauche mal ein wenig Rat, Zuspruch, einen Tritt in den Hintern oder was auch immer ... ich weiß es selber nicht so genau.
Und zwar geht es ums Stillen. Meine Tochter ist mittlerweile fast 16 Monate alt. Wir stillen immer noch. Und ich hab es auch immer sehr gerne gemacht. Und eigentlich mach ich es auch immer noch gerne und möchte es auch irgendwie noch nicht so recht aufgeben. Eigentlich ...
Nun ist es aber so, dass ich immer öfter mal an den Punkt komme, an dem ich denke: irgendwie macht es Dir gerade keinen richtigen Spaß mehr. Und das ist nicht nur Nachts, wenn die Kleine das x-te Mal ankommt und Nuckeln will, sondern auch tagsüber sinkt meine Bereitschaft zum "Stillen nach Bedarf" immer mehr. Häufig ertappe ich mich dabei, dass ich meiner Kleinen das Stillen dann verwehre, weil ich gerade einfach keine Lust habe. Was auch durchaus schon zu Tränen geführt hat. Aber ich kann dann oft einfach nicht über meinen Schatten springen.
Ich komme mir so mies vor, wenn ich ihr das Stillen verweigere, weil sie es anscheinend doch noch sehr braucht.
Ich weiß einfach nicht, wie ich es jetzt weitermachen soll. Ich will ja gar nicht ganz aufhören. Allerdings glaube ich, dass so ein ständiges hin- und her für meine Tochter schwer zu verstehen ist und das es für sie besser ist, wenn ich wenigstens eine klare Regelung treffe, wann gestillt werden darf und wann nicht.
Ich habe immer gedacht, ich stille so lange weiter bis meine Tochter sich von selber abstillt. Momentan hab ich nur leider das Gefühl, dass ich das einfach nicht schaffe. Und ich weiß noch nicht mal genau warum. Das macht mich irgendwie total traurig und ich komme mir wie eine schlechte Mutter vor, weil ich es nicht mehr schaffe, ihr das Stillen immer und überall zu ermöglichen.
Was mach ich denn nun? Ich weiß genau, wenn ich jetzt komplett abstillen würde, würde ich es innerhalb kürzester Zeit sehr bereuen. Hat jemand vielleicht schon mal eine ähnliche Erfahrung gemacht und kann mir sagen, was ihr dagegen getan habt?
Der hilflos guckende Erdnuckel