Andere Sichtweise zum: Zu Bett gehen
Moderator: Giraeffchen
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Re: Andere Sichtweise zum: Zu Bett gehen
Also, ich lege mich mit Felix eigentlich immer zur relativ gleichen Zeit hin. Aber manchmal _kann_ er einfach nicht schlafen und er ist so wahnsinnig koopereativ. Er bleibt liegen, und versucht zu schlafen.
Das sind die Momente, wo ich dann auch sage, Komm, wir stehen jetzt noch mal auf. Oder er darf noch spielen, aber ich bleib liegen (weil ich so müde bin).
Und das klappt immer.
Wenn ich aber mal vernagelt bin, dann werd ich irgendwann wütend, wenn er es wagt, nicht einzuschlafen und wenn ich aus der Situation draußen bin, seh ich immer wieder, dass es viel leichter ist, mit ihm zu schwingen.
Das sind die Momente, wo ich dann auch sage, Komm, wir stehen jetzt noch mal auf. Oder er darf noch spielen, aber ich bleib liegen (weil ich so müde bin).
Und das klappt immer.
Wenn ich aber mal vernagelt bin, dann werd ich irgendwann wütend, wenn er es wagt, nicht einzuschlafen und wenn ich aus der Situation draußen bin, seh ich immer wieder, dass es viel leichter ist, mit ihm zu schwingen.
LG Drachenblut mit ihrer 3köpfigen Brut 
Erfahrungen sind wie Apfelkuchen:
am besten selbstgemacht!
(Tochter 1997, Sohn 1998, Sohn 2007)
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Schokomonster
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Re: Andere Sichtweise zum: Zu Bett gehen
Hallo Mascha!
Da hast du etwas sehr wichtiges angesprochen, wie ich finde. Vor lauter Kinderliebe und "Selbstbestimmung", die man den Kleinen aufdrücken will, vergessen viele, dass wir halt Verantwortung tragen, uns um die Kinder kümmern müssen. Wichtige Entscheidungen werden oftmals unter den oben genannten Vorwänden auf diese armen Wesen abgewälzt, weil die meisten Leute heute leider nicht mehr in der Lage sind, ihre Verantwortung zu tragen und mal eine Entscheidung zu fällen.
Manche gehen so weit, dass sie einem dreijährigen sagen "Wenn du dir abends nicht die Zähne putzen willst, musst du nicht. Dann kommt aber der Zahnteufel". Das kann schon zum putzen anregen, wenn es das aber nicht tut, steht man dumm da: Inkonsequent (und damit unverlässlich!) sein und das Zähneputzen trotzdem verlangen, oder in Kauf nehmen, dass das Kind Zahnschmerzen bekommt? Die Folgen sind vom Erwachsenen schon absehbar, aber doch vom Kind nicht. Anderes Beispiel: Hausaufgaben. Ja, ist toll, wenn das Kind bis zur 6. Klasse keine Lust drauf hat und man ihm sagt, dass es dann halt irgendwann arbeitslos sein wird. Toll die Verantwortung abgewälzt... Dann kommt das Kind auf eine Hauptschule, ist eigentlich völlig unterfordert und landet tatsächlich irgendwann in der Gosse. War ja seine Entscheidung, gell?
Da hast du etwas sehr wichtiges angesprochen, wie ich finde. Vor lauter Kinderliebe und "Selbstbestimmung", die man den Kleinen aufdrücken will, vergessen viele, dass wir halt Verantwortung tragen, uns um die Kinder kümmern müssen. Wichtige Entscheidungen werden oftmals unter den oben genannten Vorwänden auf diese armen Wesen abgewälzt, weil die meisten Leute heute leider nicht mehr in der Lage sind, ihre Verantwortung zu tragen und mal eine Entscheidung zu fällen.
Manche gehen so weit, dass sie einem dreijährigen sagen "Wenn du dir abends nicht die Zähne putzen willst, musst du nicht. Dann kommt aber der Zahnteufel". Das kann schon zum putzen anregen, wenn es das aber nicht tut, steht man dumm da: Inkonsequent (und damit unverlässlich!) sein und das Zähneputzen trotzdem verlangen, oder in Kauf nehmen, dass das Kind Zahnschmerzen bekommt? Die Folgen sind vom Erwachsenen schon absehbar, aber doch vom Kind nicht. Anderes Beispiel: Hausaufgaben. Ja, ist toll, wenn das Kind bis zur 6. Klasse keine Lust drauf hat und man ihm sagt, dass es dann halt irgendwann arbeitslos sein wird. Toll die Verantwortung abgewälzt... Dann kommt das Kind auf eine Hauptschule, ist eigentlich völlig unterfordert und landet tatsächlich irgendwann in der Gosse. War ja seine Entscheidung, gell?
Zwei Mausekinder - sehnlichst erwartet und von Tag zu Tag mehr geliebt
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Sagittaria
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Re: Andere Sichtweise zum: Zu Bett gehen
Naja, aber trotzdem zwinge ich mein Kind NIE dazu Zähne zu putzen - es gibt dann halt keine Süßigkeiten - das wirkt auch
Ich denke feste, im Sinne von starre Grenzen sind super schlecht für Kinder, weil willkürlichund nicht nachvollziehbar.
Flexible Grenzen, wie es sie das Leben ganz von selbst vorgibt finde ich dagegen sehr wichtig
...natürlich ABER immer nur, wenn es dem Kind gut geht, es gesund ist etc.
Ich denke feste, im Sinne von starre Grenzen sind super schlecht für Kinder, weil willkürlichund nicht nachvollziehbar.
Flexible Grenzen, wie es sie das Leben ganz von selbst vorgibt finde ich dagegen sehr wichtig
...natürlich ABER immer nur, wenn es dem Kind gut geht, es gesund ist etc.
LIEBE Grüße,
Denise, Anna (12/2007), Mika (05/2010), Jonathan (08/2013) und Lebens/Liebespartner Thomas
Trageberatung - Trageschule ClauWi - GK, AK und Zerti
Denise, Anna (12/2007), Mika (05/2010), Jonathan (08/2013) und Lebens/Liebespartner Thomas
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Mascha80
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Re: Andere Sichtweise zum: Zu Bett gehen
Nun ja, vom "zwingen" halte auch ich nichts, wie ich ja auch schrieb. Aber man kann einem Kind durchaus mit Bestimmtheit sagen, dass Zähneputzen dazu gehört. Und darüber muss man auch nicht diskutieren, finde ich. Klar sollte es, wenn möglich, für ein Kind nachvollziehbar sein, warum es dies oder jenes tun oder lassen sollte. Und wenn es keine Zähne putzen möchte, dann würde ich als Mutter sagen "Ich weiß, dass du das grad blöd findest, versteh ich auch, es gibt ja Schöneres auf der Welt als Zähne zu putzen - und trotzdem muss es sein." Ich glaub, wenn man einem Kind von Anfang an Regeln u.ä. auf diese Weise vermittelt, gibt es auch nur in Ausnahmefällen richtig argen Widerstand.Sagittaria hat geschrieben:Naja, aber trotzdem zwinge ich mein Kind NIE dazu Zähne zu putzen - es gibt dann halt keine Süßigkeiten - das wirkt auch![]()
Ich denke feste, im Sinne von starre Grenzen sind super schlecht für Kinder, weil willkürlichund nicht nachvollziehbar.
Flexible Grenzen, wie es sie das Leben ganz von selbst vorgibt finde ich dagegen sehr wichtig![]()
...natürlich ABER immer nur, wenn es dem Kind gut geht, es gesund ist etc.
Wenn mein Kind permanent keine Zähne putzen will, würd ich mich schon fragen, was ich da irgendwie falsch vermittelt hab.
Und von "starren" Grenzen hatte ich ja im übrigen auch nicht geschrieben. Das ist hoffentlich aus meinem Post deutlich geworden.
Mascha mit Novembersöhnchen 2009
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Montana
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Re: Andere Sichtweise zum: Zu Bett gehen
Ui, habt ihr hier viel geschrieben!
Zum Thema voll-und-ganz-das-kind-bestimmen-lassen und verantwortungsvolle Grenzen:
Ich habe den Artikel reingestellt, weil er wie gesagt mal andere Sichtweisen zeigt. Dies heißt jedoch nicht, dass ich allem voll und ganz zustimme. Wie ihr teils schon gesagt habt, muss es erstens auf die jeweilige Familiensituation passen und auch Grenzen (wobei ich leiber das Wort "Rahmen" verwende) müssen sein. Aber wenn man manche Dinge lockerer als die Norm handhabt und andere Instinkte hat, wie man sein Kind aufwachsen lassen möchte, dann tun einem solche Artikel ganz gut.
Wir handhaben es so, dass wir duchaus eine gewisse Zeitspanne ansetzen, in der Elena ins Bett sollte. Wobei dies auch immer abhängig ist, vom letzten Tagschlaf, etc. Wenn sie aber noch nicht einschläft, sondern noch aufgekratzt oder noch nicht müde ist, dann lassen wir sie einfach noch rumspielen (wobei wir selber nicht mehr groß was mit ihr machen, wir machen dann eher unser Ding, während die Kleine halt dabei ist). Wenn sie zulange wach ist, gehe ich mit ihr ins Bett, ansonsten stehe ich nach dem Einschlafstillen nochmal auf.
Je nach Müdigkeit fällt hier auch mal das Abendessen aus (wir stillen ja noch und ich gebe ggf. eine spätere kleine Mahlzeit) oder wurde auch schon mal später nachgeholt, als die Kleine sich dann doch nochmal dazu entschied wach zu bleiben;-)
Vile mache ich übrigens auch am Alter abhängig, bei uns fängt es erst langsam an, dass ich stärker auf die "Erziehung" achte.
So, die Kleine hat Hunger, ich muss wohl raus hier;-)
Zum Thema voll-und-ganz-das-kind-bestimmen-lassen und verantwortungsvolle Grenzen:
Ich habe den Artikel reingestellt, weil er wie gesagt mal andere Sichtweisen zeigt. Dies heißt jedoch nicht, dass ich allem voll und ganz zustimme. Wie ihr teils schon gesagt habt, muss es erstens auf die jeweilige Familiensituation passen und auch Grenzen (wobei ich leiber das Wort "Rahmen" verwende) müssen sein. Aber wenn man manche Dinge lockerer als die Norm handhabt und andere Instinkte hat, wie man sein Kind aufwachsen lassen möchte, dann tun einem solche Artikel ganz gut.
Wir handhaben es so, dass wir duchaus eine gewisse Zeitspanne ansetzen, in der Elena ins Bett sollte. Wobei dies auch immer abhängig ist, vom letzten Tagschlaf, etc. Wenn sie aber noch nicht einschläft, sondern noch aufgekratzt oder noch nicht müde ist, dann lassen wir sie einfach noch rumspielen (wobei wir selber nicht mehr groß was mit ihr machen, wir machen dann eher unser Ding, während die Kleine halt dabei ist). Wenn sie zulange wach ist, gehe ich mit ihr ins Bett, ansonsten stehe ich nach dem Einschlafstillen nochmal auf.
Je nach Müdigkeit fällt hier auch mal das Abendessen aus (wir stillen ja noch und ich gebe ggf. eine spätere kleine Mahlzeit) oder wurde auch schon mal später nachgeholt, als die Kleine sich dann doch nochmal dazu entschied wach zu bleiben;-)
Vile mache ich übrigens auch am Alter abhängig, bei uns fängt es erst langsam an, dass ich stärker auf die "Erziehung" achte.
So, die Kleine hat Hunger, ich muss wohl raus hier;-)
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Sigurd
- hat viel zu erzählen
- Beiträge: 228
- Registriert: 09.05.2010, 21:54
- Wohnort: Wien
Re: Andere Sichtweise zum: Zu Bett gehen
ich finde den artikel interessant. bei uns würde es nicht funktionieren, da ich sonst mein studium nie beenden könnte. ich schreibe bzw. lerne abends... sehr zermürbend, aber es muss sein, da untertags an arbeiten nicht zu denken ist.
Clauwi-Trageberaterin (GK 09/10, AK 10/11) mit Sohn (10/09) - Zerti eingereicht 
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Lösche Benutzer 2872
Re: Andere Sichtweise zum: Zu Bett gehen
Unsere Tochter zeigt uns seit kurzem nun auch wie sie einschlafen möchte. Das variiert. Gestern abend kuschelnderweise. Ich sollte die Füße massieren. Das wollte sie bisher noch nie
Heute hat sie sich tagsüber zwei mal in den Buggy gesetzt und geschimpft bis wir mit ihr raus sind. Innerhalb kürzester Zeit war sie dann eingeschlafen. Während des Zahnens davor durften wir sie nicht großartig anfassen, sollten teils aber in der Nähe bleiben und dann hat sie weinend und sich hin und her werfend in den Schlaf gefunden. Das fand ich schwierig *seufz*
Wir fahren momentan ganz gut damit sie einfach machen zu lassen. Mal schauen wie es weiter geht. Regelmäßige Einschlafzeiten haben wir bisher nicht. Das hängt auch sehr stark vom Mittagsschlaf ab. Ich bin gespannt ob sich das irgendwie einpendelt.
Wir fahren momentan ganz gut damit sie einfach machen zu lassen. Mal schauen wie es weiter geht. Regelmäßige Einschlafzeiten haben wir bisher nicht. Das hängt auch sehr stark vom Mittagsschlaf ab. Ich bin gespannt ob sich das irgendwie einpendelt.