Artikel im SZ-Newsletter: Stillen als Religionsersatz
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Lovis
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Re: Artikel im SZ-Newsletter: Stillen als Religionsersatz
Die angesprochene Stillgruppe kommt mir bekannt vor. Und weder die Besucherinnen noch die Stillberaterinnen in dieser Gruppe sind so fanatisch-benebelt, wie die Autorin behauptet. Da werden einfach (wie auch bei dem Text von MissChippy) Sachen völlig aus dem Zusammenhang gerissen.
Und die Behauptung, zum Stillen müsse man sich halb nackt machen, zeigt mir schon deutlich, wieviel Erfahrung mit dem Stillen bzw. Stillenden die Autorin haben dürfte. Aber sie hat ja auch nach 10 Monaten abgestillt und ist auf Recherchereise gefahren (ob sie das andere Kind überhaupt gestillt hat, erwähnt sie komischerweise nicht mal).
Der Inhalt ist mies recherchiert, und der Tonfall geht ja wohl gar nicht.
Und die Behauptung, zum Stillen müsse man sich halb nackt machen, zeigt mir schon deutlich, wieviel Erfahrung mit dem Stillen bzw. Stillenden die Autorin haben dürfte. Aber sie hat ja auch nach 10 Monaten abgestillt und ist auf Recherchereise gefahren (ob sie das andere Kind überhaupt gestillt hat, erwähnt sie komischerweise nicht mal).
Der Inhalt ist mies recherchiert, und der Tonfall geht ja wohl gar nicht.
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Lösche Benutzer 1828
Re: Artikel im SZ-Newsletter: Stillen als Religionsersatz
ich schwanke zwischen Grausen, dass es solche Meinungen noch immer gibt und dass da viele dumme Vorurteile wieder geschürt werden und Schmunzeln....hey, schmeißt euch in eure Batikshirts, ach nee, die tollen neumodernen Stillshirts, schnappt den tollen Kinderwagen (welcher soll das denn sein?) und trefft euch zum gemeinsamen fanatischen Stillen......unglaublich...... 
- Ena montana
- ist nicht mehr wegzudenken
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Re: Artikel im SZ-Newsletter: Stillen als Religionsersatz
1gast liest gerade hier im forum 
Ena montana
mit junikäfer E. (2006) und maikäfer T. (2010)
und zwillingssternen für immer im herzen (2008)
mit junikäfer E. (2006) und maikäfer T. (2010)
und zwillingssternen für immer im herzen (2008)
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Ehut
Re: Artikel im SZ-Newsletter: Stillen als Religionsersatz
... und? Wenn das die Autorin ist, kann ich ihr gerne mal sagen dass sie eindeutig 'nen Knall hat und sowas nix mit Journalismus zu tun hat.Ena montana hat geschrieben:1gast liest gerade hier im forum
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Lösche Benutzer 3486
Re: Artikel im SZ-Newsletter: Stillen als Religionsersatz
Ich bin erschrocken. Ein solcher Artikel in der SZ. Helft mir, ist das nicht die Süddeutsche?
Die Region Deutschlands, in der Mütter nach gemeiner Ansicht, glaubt man den Statistiken, immer noch an den Herd gehören. Stillend ließe sich das entgegen der Ansicht - hier zeigt sich unzureichende Recherche und Erfahrung - der Autorin ganz gut vereinbaren.
Ich denke auch, dass MissChippy schauen sollte, in wie weit sie dieses völliges aus dem Zusammenhang gerissene und dadurch völlig entstellte Zitat rechtlich verfolgen lässt. Ich finde es klasse, dass auch die Mods das verfolgen wollen. Ich gehöre zu dieser Community und noch überhaupt nicht im faschistischen Lichte betrachtet. Ja, ich fühle mich persönlich angegriffen, weil auch ich mein ein-einhalbjähriges ohne Hemmungen stille. Und das ohne einem verklärten Romantismus zu verfallen und alles andere zu verteufeln.
Die Feststellung, dass Stillen das beste für das Kind sei, macht den gesamten Artikel widersinnig. Was will diese Autorin? Geht sie mit ihrem Kind auch schwerkrank ins Krankenhaus und sagt dem Arzt: "Ach, ich bin da nicht faschistisch. Geben Sie ihm ruhig die zweit- oder drittbeste Behandlung."
Ich wirklich völlig fassungslos und würde gerne, wenn ich nur einen Funken Sinn darin sehen würde, dieser Frau meine Meinung und der Redaktion meine Meinung geigen.
Die Region Deutschlands, in der Mütter nach gemeiner Ansicht, glaubt man den Statistiken, immer noch an den Herd gehören. Stillend ließe sich das entgegen der Ansicht - hier zeigt sich unzureichende Recherche und Erfahrung - der Autorin ganz gut vereinbaren.
Ich denke auch, dass MissChippy schauen sollte, in wie weit sie dieses völliges aus dem Zusammenhang gerissene und dadurch völlig entstellte Zitat rechtlich verfolgen lässt. Ich finde es klasse, dass auch die Mods das verfolgen wollen. Ich gehöre zu dieser Community und noch überhaupt nicht im faschistischen Lichte betrachtet. Ja, ich fühle mich persönlich angegriffen, weil auch ich mein ein-einhalbjähriges ohne Hemmungen stille. Und das ohne einem verklärten Romantismus zu verfallen und alles andere zu verteufeln.
Die Feststellung, dass Stillen das beste für das Kind sei, macht den gesamten Artikel widersinnig. Was will diese Autorin? Geht sie mit ihrem Kind auch schwerkrank ins Krankenhaus und sagt dem Arzt: "Ach, ich bin da nicht faschistisch. Geben Sie ihm ruhig die zweit- oder drittbeste Behandlung."
Ich wirklich völlig fassungslos und würde gerne, wenn ich nur einen Funken Sinn darin sehen würde, dieser Frau meine Meinung und der Redaktion meine Meinung geigen.
- Mariepia
- alter SuT-Hase
- Beiträge: 2190
- Registriert: 06.12.2008, 09:12
- Wohnort: Rodgau
Re: Artikel im SZ-Newsletter: Stillen als Religionsersatz
Also ich saß gerade ungläubig dämlich grinsend vor dem Artikel. Tut mir leid, aber das kann ich einfach nicht ernst nehmen. Muss immer noch darüber lachen.
Eine Frechheit ist das natürlich mit dem Zitieren und der Namensnennung des Kindes.
Aber ansonsten stehe ich da absolut drüber...
Eine Frechheit ist das natürlich mit dem Zitieren und der Namensnennung des Kindes.
Aber ansonsten stehe ich da absolut drüber...
Liebe Grüße von Marie mit Pia 09/08 + Raphael06/10 und Phillipp 09/12
Ich blogge nun auch: http://piechens.blogspot.com
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xknäckebrotx
Re: Artikel im SZ-Newsletter: Stillen als Religionsersatz
Die Süddeutsche Zeitung ist politisch tendenziell eher im linken Spektrum anzusiedeln (was auch immer das jetzt heißen mag, auf jeden Fall wirst du in dieser Zeitung keine Frauen-An-Den-Herd-Propaganda finden).Frieher hat geschrieben:Ich bin erschrocken. Ein solcher Artikel in der SZ. Helft mir, ist das nicht die Süddeutsche?
Die Region Deutschlands, in der Mütter nach gemeiner Ansicht, glaubt man den Statistiken, immer noch an den Herd gehören. Stillend ließe sich das entgegen der Ansicht - hier zeigt sich unzureichende Recherche und Erfahrung - der Autorin ganz gut vereinbaren.
- Jula82
- ist nicht mehr wegzudenken
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- Registriert: 15.05.2008, 23:03
- Wohnort: Hessen
Re: Artikel im SZ-Newsletter: Stillen als Religionsersatz
das ist ja heftig! einfach nur schlecht und absolut nicht ernstzunehmen.
ist das etwa meine stillgruppe? viele kommen da ja nicht in frage in berlin im gemeindezentrum...
hach, wir sind schon stillfaschisten. *meinfeschesbellybuttonshirthochschiebunddasgierigekleinkindranlass*
Liebe Grüße
Julia
mit der großen Motte (geb. 07/2008)
Trageberatung
Julia
mit der großen Motte (geb. 07/2008)
Trageberatung
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Lösche Benutzer 3486
Re: Artikel im SZ-Newsletter: Stillen als Religionsersatz
Na wenn ich mir da die Äußerungen der Frau Oskar Lafontains anschaue, da bin ich mir da gar nicht mehr so sicher.xknäckebrotx hat geschrieben:Die Süddeutsche Zeitung ist politisch tendenziell eher im linken Spektrum anzusiedeln (was auch immer das jetzt heißen mag, auf jeden Fall wirst du in dieser Zeitung keine Frauen-An-Den-Herd-Propaganda finden).Frieher hat geschrieben:Ich bin erschrocken. Ein solcher Artikel in der SZ. Helft mir, ist das nicht die Süddeutsche?
Die Region Deutschlands, in der Mütter nach gemeiner Ansicht, glaubt man den Statistiken, immer noch an den Herd gehören. Stillend ließe sich das entgegen der Ansicht - hier zeigt sich unzureichende Recherche und Erfahrung - der Autorin ganz gut vereinbaren.
ja, ja ich weiß, sie spiegelt mit ihrer Meinung nicht unbedingt das Bild ihrer Partei.
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xknäckebrotx
Re: Artikel im SZ-Newsletter: Stillen als Religionsersatz
Sie fährt ja sogar GEGEN die Parteilinie und deswegen gabs Kontroversen ohne Ende.Frieher hat geschrieben: Na wenn ich mir da die Äußerungen der Frau Oskar Lafontains anschaue, da bin ich mir da gar nicht mehr so sicher.
ja, ja ich weiß, sie spiegelt mit ihrer Meinung nicht unbedingt das Bild ihrer Partei.
Das hat aber jetzt nichts mit der SZ an sich zu tun und dem Rückschluss darauf, dass die SZ sich in die bevorzugte Familienpolitik ihrer "Heimatregion" einreiht
