Stillen nach Bedarf - Spuckproblem

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

Moderatoren: Anjamaria01, klecksauge, SchneFiMa, Mondenkind

Benutzeravatar
stjaerna
ist nicht mehr wegzudenken
Beiträge: 1701
Registriert: 29.05.2009, 09:42
Wohnort: Unterfranken

Stillen nach Bedarf - Spuckproblem

Beitrag von stjaerna »

Huhu,

komme grad vom KIA und bin nun mal wieder am Zweifeln, ob ich's "richtig" mache...
Ich stille (noch nicht von Anfang an, aber inzwischen seit ein paar Wochen) nach Bedarf. Die Kleine nutzt das so, dass sie mal 6 Stunden aushält (nachts..) und manchmal auch fast stündlich kommt. Für mich kein Problem - aber der Doc meinte heute, das solle ich lassen, weil es das Spucken (sie spuckt viel, v.a. erbricht sie auch teilweise nach 1,5 -2 h "Buttermilch", also flockig) begünstigt.
Ist die SAche mit dem "Mindestabstand" aber nicht veraltet?
ER meinte, ich solle lieber überbrücken, sprich mal abgekochtes WAsser oder Fencheltee geben. Wo ich mitlerweise aber eigentlich dagegen bin. :shock: bin etwas konfus jetzt ... :roll:
Wie sind Eure Erfahrungen?
Hatte jemand ähnliche Probleme?

Vielleicht geh ich mal dazu über, sie zwar nach Bedarf zu stillen, aber wenn sie nicht "richtig" trinkt - sprich die Brust anweint, ständig ausspuckt und eher unmotiviert ist, sie wieder weg zu nehmen und lieber so mit viel Körperkontakt zu schmusen. Bin aber total unsicher grade :-(
Kinder müssen mit Erwachsenen sehr viel Nachsicht haben. (A. d. Saint-Exupéry)
Stjaerna mit Räubertochter 2009 und zwei Sternchen im Herzen.
Benutzeravatar
lucca77
Profi-SuTler
Beiträge: 3101
Registriert: 20.01.2009, 14:17
Wohnort: Oberfranken

Re: Stillen nach Bedarf - Spuckproblem

Beitrag von lucca77 »

Hallo,

die Sache mit dem Mindestabstand ist mehr als veraltet...

Meine Kinder haben beide reichlich und lange Zeit gespuckt - dabei bekam der Große abgepumpte Mumi alle 3-4 Stunden und die Kleine die Brust ganz nach Bedarf - und bei Beiden war die Spuckerei ähnlich heftig. Ich denke deswegen, dass es keinesfalls mit den Stillabständen zusammenhängt und würde deswegen auch nicht überbrücken.

Wenn Deine Maus natürlich nicht trinken will - klar kannst Du dann auch einfach kuscheln, versuch es doch mal! Bauchweh bzw. ein Bäuerchen "quersitzen" hat sie aber keins, wenn sie die Brust immer wieder ausspuckt?

Alles Gute Euch - Du machst das schon richtig!
Liebe Grüße A. mit den zwei Pubertieren (12/06 und 05/08) - schon lange nicht mehr stillend und tragend und doch immer noch gern hier
Benutzeravatar
stjaerna
ist nicht mehr wegzudenken
Beiträge: 1701
Registriert: 29.05.2009, 09:42
Wohnort: Unterfranken

Re: Stillen nach Bedarf - Spuckproblem

Beitrag von stjaerna »

Ach und noch eine Frage hinterher:
Wie haltet ihr das mit dem Essen? Wenn ich auf alles achten würde, was mein KIA heute losgelassen hat (von roten Früchten bis ...) dann kann ich eigentlich nichts mehr essen was irgendwie Vitamine hat, geschweige denn schmeckt :cry:
Kinder müssen mit Erwachsenen sehr viel Nachsicht haben. (A. d. Saint-Exupéry)
Stjaerna mit Räubertochter 2009 und zwei Sternchen im Herzen.
Benutzeravatar
stjaerna
ist nicht mehr wegzudenken
Beiträge: 1701
Registriert: 29.05.2009, 09:42
Wohnort: Unterfranken

Re: Stillen nach Bedarf - Spuckproblem

Beitrag von stjaerna »

Bauchweh bzw. ein Bäuerchen "quersitzen" hat sie aber keins, wenn sie die Brust immer wieder ausspuckt?
Bauchweh kann manchmal schon sein,.. denke, dass sie dann Trost an der Brust sucht?
Gar nicht so einfach, die kleinen Würmchen zu verstehen, vor allem wenn man doch Neuling auf dem Gebiet des Mama-Seins ist!
Kinder müssen mit Erwachsenen sehr viel Nachsicht haben. (A. d. Saint-Exupéry)
Stjaerna mit Räubertochter 2009 und zwei Sternchen im Herzen.
Benutzeravatar
lucca77
Profi-SuTler
Beiträge: 3101
Registriert: 20.01.2009, 14:17
Wohnort: Oberfranken

Re: Stillen nach Bedarf - Spuckproblem

Beitrag von lucca77 »

Wegen des Essens: ich hab beim ersten Kind von meiner Hebi eine Liste mit "verbotenen " Nahrungsmitteln bekommen, danach wäre ich wohl innerhalb kürzester Zeit an Mangelernährung zugrunde gegangen :roll: . Ich hab in den ersten Monaten ein wenig aufgepasst mit blähenden Nahrungsmitteln (Hülsenfrüchte, rohe Zwiebeln, Kohl etc.) und mit Zitrusfrüchten bzw. solchen die viel Säure enthalten. Dann hab ich nach und nach immer mal was ausprobiert, also z.B. auch mal Lauch gegessen und einfach beobachtet, ob meine Kleine reagiert - letztendlich war dies nie der Fall, nur nach exzessivem Erdbeerkonsum meinerseits bekam sie Ausschlag... :oops:
Liebe Grüße A. mit den zwei Pubertieren (12/06 und 05/08) - schon lange nicht mehr stillend und tragend und doch immer noch gern hier
Benutzeravatar
mayra
Homo sapiens SuTtensis
Beiträge: 10209
Registriert: 16.01.2008, 11:02

Re: Stillen nach Bedarf - Spuckproblem

Beitrag von mayra »

Mein kleiner Mann hat auch seehr viel gespuckt und hat immer nach Bedarf gestillt. Ich würde an deiner Stelle so weitermachen wie bisher. Meine KiÄ hat mir erklärt, dass sie eben einfach das, was zuviel ist, wieder raus haben wollen. Und solange dein Kind gut zunimmt, würde ich mir gar keine Gedanken machen. Linus hat auch teilweise so halb verdaute Milch nach längerer Zeit gespuckt. Sogar jetzt spuckt er noch, wenn er wie heute aus Kummer (kriegt Zähne) zuviel Milch intus hat, weil er sich so lange an der Brust getröstet hat... ;-)

Wegen dem Essen: ich würde einfach normal weiteressen. Nur wenn es viele Blähungen o.ä. gibt, kann man ja mal überlegen wo es herkommt. Ich habs so gemacht und bin damit gut gefahren!!
mayra mit Schlawiner 07/08 und Lockenkopf 07/10
BildBild
kabafreak

Re: Stillen nach Bedarf - Spuckproblem

Beitrag von kabafreak »

unsere kleine spuckt auch sehr viel,
zum einen hat sie noch nicht raus an der brust zu nuckeln ohne das milch rauskommt, wenn sie eben nicht hungrig ist sondern nur nuckeln will und zum anderen schluckt sie viel luft und beim bäuern kommt auch immer material mit.
seitdem wir sie nach dem stillen mehr aufrecht halten, kann die luft besser entweichen und sie spuckt weniger. wir behelfen uns mit einem schnuller wenn sie sich über die fliessende milch beim brustnuckeln aufregt.
monsmasima
ist gern hier dabei
Beiträge: 72
Registriert: 30.05.2009, 17:55
Wohnort: Insel Usedom

Re: Stillen nach Bedarf - Spuckproblem

Beitrag von monsmasima »

Mein Sohn hat auch viel gespuckt, manchmal noch Stunden nach dem letzten Stillen. (So "flockig" wird es auch, ohne das neue Milch dazukommt.) Es war für mich aber keinerlei Zusammenhang mit der Stillhäufigkeit zu erkennen (habe immer nach Bedarf gestillt), mit meinem Essen auch nicht (ich habe eigentlich alles gegessen, außer in der allerersten Zeit).
Er hat super zugenommen und so habe ich mir keine Gedanken gemacht und bin halt immer mit Spucktuch rumgelaufen.
Seit er ungefähr ein halbes Jahr alt war, wurde es weniger. Er hatte dann so Spucktage, an denen er viel gespuckt hat, und Tage an denen er fast gar nicht gespuckt hat. Mittlerweile hat es sich quasi vollständig gegeben.
mit Simon (Juni 08)
Benutzeravatar
Robo-mami
Dipl.-SuT
Beiträge: 4922
Registriert: 05.11.2008, 13:33

Re: Stillen nach Bedarf - Spuckproblem

Beitrag von Robo-mami »

Wie alt ist dein Kind?
Hast du ne Hebamme die sich gut mit dem stillen auskennt?
Am besten wäre es du würdest dir zusätzlich noch Hilfe von ner Stillberatung suchen. HIer im Forum gibt es einige die ne Ausbildung bei ASF oder bei LLL gemacht haben.

ICh kenn mich leider nicht wirklich aus, habe nur bei der Kleinen jetzt eine super Stillzeit, weil ich auf m einen Bauch gehört habe und nicht auf das Gewäsch von Ärzten oder anderen Leuten. Leider sind manche KiÄ keine guten Ratgeber, wenn es ums stillen geht. Sehr viele sind der Meinung nach 3 Monaten reicht die Milch und deren ZUsammensetzung nicht mehr für das Baby und du mußt zufüttern. Viele hier können dir Lieder von solchen Ärzten singen. :roll:

Stillen nach Bedarf ist super und laß dir von niemanden einreden es wäre schlecht...... Das spuck Problem kommt meiner Meinung nach nicht davon. Wie lange spuckt dein Kind schon? Was fütterst du alles? Du hast oben geschrieben, das du nicht von Anfang an gestillt hast, wie war euer umstieg? Hat vielleicht dein Kind irgendwas aufgeschnappt (MDV), weshalb es spucken könnte? Könnte es sein das es Kiss ist?

Sollte es am Essen liegen würdest du es nur raus finden wenn du probierst. Aber ob es wirklich so ist, kann cih dir net sagen, weil in einem Buch habe ich gelesen, das es beim essen für die Mutter keien Einschränkungen gibt, solange es das Kind verträgt. Also auch Zitrusfrüchte, Erbeeren und Co wären erlaubt, solange man sie weg läßt falls das Kind wund oder so wird.

Sorry das ich dir jetzt keinen Fachmännischen Rat geben kann. ICh hoffe das Alex, Nicole oder die anderen Stillberaterinnen vielleicht schnell dir noch was schreiben. ICh drück dir die Daumen.
Licht und Liebe Robo-mami

Ps: meine Leertaste klemmt leider ab und an.
Benutzeravatar
stjaerna
ist nicht mehr wegzudenken
Beiträge: 1701
Registriert: 29.05.2009, 09:42
Wohnort: Unterfranken

Re: Stillen nach Bedarf - Spuckproblem

Beitrag von stjaerna »

Robo-mami hat geschrieben:Wie alt ist dein Kind?
Sie ist jetzt 9 Wochen. Seit wir Camomilla geben, spuckt sie nur noch an 5 Tagen die Woche heftig ;-)
Hast du ne Hebamme die sich gut mit dem stillen auskennt?
Hmm.. hab ne tolle Hebi, aber ob sie sich auf DIESEM Gebiet wirklich gut auskennt, weiß ich ned.
Wie lange spuckt dein Kind schon?
Solang ich denken kann - na, die ersten 2, 3 Wochen glaub ich noch nicht so. Ich habe das leider nicht aufgeschrieben.
Was fütterst du alles? Du hast oben geschrieben, das du nicht von Anfang an gestillt hast, wie war euer umstieg? Hat vielleicht dein Kind irgendwas aufgeschnappt (MDV), weshalb es spucken könnte?
nur Muttermilch.
Anfangs im Krankenhaus liefs nicht so gut, da hat man 1 1/2 Tage zugefüttert.
Bis vor 2, 3 Wochen hat sie ganz gelegentlich auch mal nen Tropfen Fencheltee bekommen, hab das allerdings aufgegeben, aufgrund der Ratschläge hier im Forum.
Könnte es sein das es Kiss ist?
Laut der Symptomliste hat sie nicht genug Symptome, die dafür sprechen, denke ich.
Allerdings hat sie sehr wohl eine Blockade in der HWS gehabt, laut Osteopathin, bei der wir in 5 Wochen einen weiteren Termin haben.
Sollte es am Essen liegen würdest du es nur raus finden wenn du probierst. Aber ob es wirklich so ist, kann cih dir net sagen, weil in einem Buch habe ich gelesen, das es beim essen für die Mutter keien Einschränkungen gibt, solange es das Kind verträgt. Also auch Zitrusfrüchte, Erbeeren und Co wären erlaubt, solange man sie weg läßt falls das Kind wund oder so wird.
Jup... ich hab auch das Gefühl, ich kann essen was ich will. Mal spuckt sie, mal nicht. Mal lass ich dies weg, meine kurz "hey, jetzt ist's besser" - lass es weiter weg, und es geht wieder los.
Nur auf Lauch / Knoblauch / Zwiebeln scheint sie mit Blähungen zu reagieren. Wird's halt nicht gegessen und gut :)
Kinder müssen mit Erwachsenen sehr viel Nachsicht haben. (A. d. Saint-Exupéry)
Stjaerna mit Räubertochter 2009 und zwei Sternchen im Herzen.
Antworten

Zurück zu „Stillforum“