Nichtempfehlenswerte Bücher

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Nicole
ist nicht mehr wegzudenken
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Nichtempfehlenswerte Bücher

Beitrag von Nicole »

Und das hier ist der Giftschrank. Da dürft Ihr all die Bücher reinschreiben, die wir NICHT empfehlen können.
Nicole mit 3 wundervollen Kindern und * *

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Bolline
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Ich hab "Jedes Kind kann schlafen lernen" geschenk

Beitrag von Bolline »

Ich hab "Jedes Kind kann schlafen lernen" geschenkt bekommen.
Irgendwie scheint es ja das MEISTERWERK unter meinen Bekannten zu sein. Soll ich mal ehrlich sein, da könnt ich ko....

Und soll ich Euch noch was sagen?
Irgendwie haben alle Kids, deren Eltern das wirklich durchgezogen haben einen kleinen Schaden. Ich meine es jetzt nicht böse, die Kleinen können ja wirklich nix dafür. Aber so manches Verhaltensmuster ist echt bei allen zu erkennen...

Das gleich gilt für "Jedes Kind will schlafen - Die sanfte Alternative"
:oops: schäm - das hab ich mir selbst gekauft :oops:
Der Titel hörte sich SANFT an, aber ist im Endeffekt das gleiche wie Jedes Kind kann schlafen lernen...

Also beide für den GIFTSCHRANK
Sonnenschein (3/05) und Froscherl (7/07)
Mama (6/77) und Papa (1/73)

Sie: "Hast du alles?", er nimmt ihre Hand & sagt "Jetzt schon."

Ich blogge nun auch... Projekt 365: http://bollineswelt.blogspot.com/

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Verena
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Beitrag von Verena »

ich finde auch, dass man mit "jedes Kind kann..." behandelte Kinder irgendwie wiedererkennt :(
Ganz liebe Grüße von Verena (02/78 ) mit großem Sohn (11/04) und auch schon wieder großer Tochter (02/08 )

FREIHEIT bedeutet, dass man nicht alles so machen muss, wie andere Menschen. Astrid Lindgren

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Rachel&5Mädels
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Beitrag von Rachel&5Mädels »

Verena hat geschrieben:ich finde auch, dass man mit "jedes Kind kann..." behandelte Kinder irgendwie wiedererkennt :(


Wie denn ?

neugierige Grüsse

Rachel
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Verena
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Beitrag von Verena »

hmmm... schwer zu beschreiben. Ich frage mich bei einigen Kindern in unserem Bekanntenkreis: "Was haben die Eltern bei dem/der nur falsch gemacht?" Ruppiges Verhalten oder stark in Sich gekehrt fällt mir da auf, unsoziales Verhalten.

Nach und nach stellt sich bei den für mich auffälligen Kindern heraus, dass sie ein Schlafprogramm genossen haben :(

Das sind meine Beobachtungen. Hast Du auch welche?
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Rachel&5Mädels
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Beitrag von Rachel&5Mädels »

Verena hat geschrieben:hmmm... schwer zu beschreiben. Ich frage mich bei einigen Kindern in unserem Bekanntenkreis: "Was haben die Eltern bei dem/der nur falsch gemacht?" Ruppiges Verhalten oder stark in Sich gekehrt fällt mir da auf, unsoziales Verhalten.

Nach und nach stellt sich bei den für mich auffälligen Kindern heraus, dass sie ein Schlafprogramm genossen haben :(

Das sind meine Beobachtungen. Hast Du auch welche?


Aurélie ist sehr in sich gekehrt, hat sogar Angst vor anderen Kinder :(. Beim KiA, wenn viele Kinder im Wartezimmer sind, versteckt sie sich hinter dem Sofa.

Sie hat ganz sicher kein Schlafprogramm genossen, hat immer bei uns geschlafen, würde getragen und gestillt.

Ich weiss nicht, ob man das daran festmachen kann :?, vielleicht in einigen Fällen, aber nicht immer.

Liebe Grüsse

Rachel
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Verena
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Beitrag von Verena »

[quote="Rachel&5Mädels

Ich weiss nicht, ob man das daran festmachen kann :?, vielleicht in einigen Fällen, aber nicht immer.
[/quote]

Da hast Du sicherlich Recht.
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Bolline
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Schlafen "lernen"

Beitrag von Bolline »

Ich sehe das auch immer wieder.
Wobei natürlich jede Regel eine Ausnahme genießt.

Grad die Kinder die "verzogen" wirken. Wurden es nicht. Hört man genauer hin, wurden sie eher streng erzogen und genossen ein Schlafprogramm. Ist mir einfach mal so aufgefallen...
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Rachel&5Mädels
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Beitrag von Rachel&5Mädels »

Hmm ich weiss jetzt nicht... diese Aussage lösen etwas seltsame Gefühle in mir aus.

Meine Kinder sind allesamt zu Hause "frech" :twisted: ;), und auswärts soooo lieb und vor allem schüchtern.

Bei Aurélie bekomme ich oft zu hören sie sei eine "Mimose". Sie hat viel Angst vor anderen Kinder, vor Lärm, Trubel, ist anhänglich und sehr klammernd. Sie zeigt viel von einem Kind mit mangelndem Urvertrauen :cry: , und wenn ein Kind viel Liebe, Nähe erfahren hat dann Aurélie, ich hab sie den ganzen Tag getragen, gestillt wann immer sie wollte, sie hat im FB geschlafen, usw... Deswegen versteh ich das nicht, ihre Reaktionen oftmals. Deswegen denk ich auch, andere Faktoren spielen eine ebenso grosse Rolle, wie Veranlagung z.B.

Seid mir jetzt nicht böse, ja ?

Liebe Grüsse

Rachel
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karonik
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Beitrag von karonik »

Hm, also zum Einen habe ich ja hier nie einen Hehl draus gemacht, dass mir dieses Buch sehr geholfen hat, meinen beiden kleinen Kinder auf wirklich schöne Art ihr eigenes Schlaf- und Einschlafgefühl nicht abzuerziehen!

Ich habe nach Lesen dieses Buches (was mir übrigens von einer Ober- Öko- Tante empfohlen wurde) so paar Grundregeln zum Einschlafen begriffen, die für uns gut realisierbar und vertretbar und logisch waren. Damals war Ronja grad ca. 3 Monate alt und ich checkte, dass ich ja genau schon wieder alles tat, um ihr das Einschlafen nur mit "Einschlafhilfe" beizubringen, ich stillte sie in den Schlaf, hatte Sorge, sie ordentlich bäuern zu lassen (Oh Gott, das Kind könnte ja wach werden davon), und wenn sie beim ins Bett legen aufwachte, dann legte ich sie halt noch mal an, ebenso wenn ich sie auf unsrem stillte und sie dann einschlief- kaum stand ich auf, wach und u-bäh. Also noch mal ran, und das Ganze wiederholte sich endlos.

Nachdem ich das Buch gelesen hatte, verstand ich eins- halt stopp, du musst sie ja wach ins Bett legen, nach einem schönen Einschlafritual,: Also, sagen, Ronja geht jetzt heia schlafen, noch ein schönes Lied, Spieluhr, streicheln. Dachte erst, das klappt doch nie, aber es ging ganz wunderbar: Baby wusste, ja ich gehe jetzt schlafen, Mama hat mir ein Lied gesungen, ich bin hier in meinem schönen Bettchen, das ist o.k., auch wenn Titti nicht dabei ist. Und so lernte sie, allein in ihrem Bett einzuschlafen.

Ebenso Karlotta. Allerdings hatte ich da auch noch den Stubenwagen, und in den ersten Wochen hatte ich den dann oft bei, grad, wenn sie ihre furchtbaren Koliken hatte.

Bei beiden Kindern ein und dasselbe: Sie schlafen in ihren Betten schön ein, und wenn man sie da noch kurz mit sich selbst erzählen oder laut schöne Lieder singen hört, merkt man, dass sie sich dabin wohl und beileibe nicht "abgeschoben" fühlen!

Wichtig ist natürlich auch, dass man das nicht nach JEDER Stillzeit so macht: Wir haben sie so nur zu den "Hauptschlafzeiten" ins Bett gelegt, also mittags und abends. Dazu gehört auch nach wie vor, dass, wenn Karlottchen sich mal selbst "festschläft" beim Vormittagsschläfchen, ich sie nach spätestens einer Std. wecken muss, sonst macht sie keinen Mittagsschlaf. Ja, nu könnte man auch wieder sagen, also, doch, also weckt die ihr Kind mitten aus dem Schlaf, das ist ja wohl das Letzte. Nur- tu ich dies nicht, schläft sie in aller Ruhe 3- 4 Std. durch, kann dann keinen Mittagsschlaf machen und gerät völlig aus dem Ruder, d.h., ich hab dann den ganzen Nachmittag/ Abend ein schlecht gelauntes, wild brüllendes und unzufriedenes Baby, das sich absolut nicht wohlfühlt, und da auch keinen Schlaf mehr findet.

Sie schläft übrigens auch weder im KiWa noch im Ergo noch beim sonstwie tragen ein.

Ja, letztens meinte meine 1 TaMu ganz neidisch, wie ich denn das nur mache, dass Lottchen so schön durchschläft, ihre (3- Jährige) muss sie jeden Abend bis zu 3- 4 Std. ins Bett begleiten (danebenliegen, Hand halten, sie sei fertig, übermüdet, na und für sie bleibe gar kein Raum mehr.

Ich lieh ihr das Buch, sagte was zu den 3 Grundregeln, die ich daraus entnommen hatte, und nach 3 Tagen (ohne Mist) kam sie strahlend an- du, es funktioniert, Lea schläft ganz allein und fühlt sich wohl dabei, und das alles ohne Geheule! (Kurz darauf "setzten" sie ein zweites Babylein an, kommt im Dezember!)

Zu den Grundregeln gehört übrigens nicht das Schreienlassen! Steht da nirgends, dass du Baby schreien lassen sollst! Nur, wen, dann max. die Zeit, länger ist für so´n Kleines nicht zumutbar! (Unsre "Ahnen" erzählen uns ja immer, Brüllen lasse, bis Ruhe ist). Und immer zeigen, dass du da bist, damit Baby- Kind seine Sicherheit und sein Vertrauen behält.

Auch werden Krankheitssituationen und Babys unter einem halben Jahr explizit ausgeklammert (hab soweit möglich, d.h., wenn´s für Babys akzeptabel und ohne Weinen war, schon früher mit diesen Grundprinzipien angefangen). Als meine Ronja ihre permanenten MOE hatte, ging das natürlich gar nicht, wobei sie auch bei uns im bett nie schlafen konnte.

Also, folgende 3 Punkte waren- sind für mich daraus relevat:
1. Zu bestimmten, festen Zeiten schlafen legen (natürlich nicht auf die Minute, aber in Grundzügen)
2. wach ins Bett legen
3. nach einem festen, schönen Einschlafritual ins Bett legen.



Wenn jetzt jemand sagt, das ist alles trotzdem nix für mich und ich will das nicht und ich will Familienbett, dann ist das auch o.k., aber bitte nicht alle, die das anders sehen, so verteufeln und als Kinderquäler oder so hinstellen! das ist echt unfair! Meine Kinder haben dabei nicht geweint, und so, wie ICH DAS BUCH VERSTANDEN UND INTERPRETIERT HABE, ist das eine Möglichkeit, Kindern OHNE FOLTER UND SCHREIENLASSEN selbst einschlafen zu lernen zu erleichtern!

Mein Nikita wuchs leider anders auf, der schlief nur beim Stillen, im TT oder ich neben ihm, auch stundenlang Händchen halten mit mir neben sich, bis er ca. 3 war. Kann nicht sagen, dass das gut war. Im Nachhinein weiß ich, dass und was ich hätte anders machen können.

Das Problem ist, dass weder er noch ich damit zufrieden waren, ich war völlig ausgelaugt, meine Freundin fragte mich irgendwann mal, dass es doch nicht sein könne, dass ich es nicht mal schaffe, mir die Haare zu waschen, also das müsste doch gehen- tja, war rund um die Uhr beschäftigt, Nachtschlaf über Jahre 2- 3 Std., und auch Nikita bekam so viel zu wenig Schlaf!

Wie gesagt, man MUSS das ja nicht gut finden, aber bitte auch nicht verteufeln und den Kindern irgendetwas zuschreiben!!! Das ist echt gemein und ziemlich verletzend, ich stigmatisiere ja auch nicht alle Kinder nach Elternbett! Gut, Verena, du hast das ja schon relativiert, danke!
>Irgendwie haben alle Kids, deren Eltern das wirklich durchgezogen haben einen kleinen Schaden. Ich meine es jetzt nicht böse, die Kleinen können ja wirklich nix dafür. Aber so manches Verhaltensmuster ist echt bei allen zu erkennen...<

So, alllso, mein Großer schlief nur im Tragen, Stillen oder "Beiliegen". war ist völlig schüchtern, zurückhaltend bis verklemmt und in der Gesellschaft Gleichaltriger wird er zwar geachtet (Trotz seiner Besonderheiten- kein Alkohol, kein Tabak o.a., wilde Parties hasst er), fühlt sich aber unwohl und kann sich kaum durchsetzen!- Kein Schlafprogramm!

Die beiden Mädels hab ich dem "Schlafprogramm unterzogen", wenn ihr´s denn so nennen wollt, obwohl halt ohne Zwang!

Meine Ronja ist wild und ungezügelt, schwer zu steuern, aber in der Gruppe superlieb und sehr sozial, kommt auch überall gut durch (Falls du, Nicole, grad mitliest- ich weiß, du magst das Buch auch nicht-, aber ist dir an ihr irgendeine soziale oder Kommunikationsschwäche aufgefallen? Außer, dass sie ähnlich ist in ihrer Art wie deine Emma???). Und sie kann sich in der Gruppe super gut durchsetzen, für ihre Interessen eintreten und ist auch hilfsbereit!

Na, und Karlottchen ist da nun ganz anders, sie ist einfach nur lieb und ausgeglichen und durch ihre ruhige Art auch unter den Kindern sehr beliebt, kann auch ganz ausgelassen gackern und rumalbern, aber nix Wildes, Forderndes, so wie die Große! Gut, o.k., bei ihr unbekannten Menschen oder in Menschenmassen ist sie sehr irritiert und mag das nicht- aber ist das nicht auch "normal" für ne Einjährige"?

Naja, was ist schon "normal", und was ist "unnormal" Und ich weiß auch, dass ich so´n bisschen "spinne", wobei ich das auch o.k. finde, und so lange man seinem Kind damit nix antut, sollte man das auch akzeptieren!

Kann ja auch andere in ihrem Anderssein akzeptieren!

Liebe Grüße! Grit
Karlotta *22.05.2004 Ronja *26.12.1998 Nikita *11.04.1987

Jeder hat das Recht auf seine eigene Meinung, aber er hat keinen Anspruch darauf, dass andere sie teilen. M.R.

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