Mathe-Frage, ich brauche Denkhilfe :)

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Chris-Cross
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Mathe-Frage, ich brauche Denkhilfe :)

Beitrag von Chris-Cross » 16.02.2018, 14:28

Hallo ihr Lieben,

gibt es hier Jemanden, die oder der in Mathe bewandert ist und mir hilft, meinen Knoten im Gehirn zu lösen?

Ich habe eine Menge A und eine Menge B.
Von A und B existieren jeweils Teilmengen, ich nenne sie mal in Kleinbuchstaben a und b.
Nun ist b ca. 4,5 mal die Menge von a. b ist = ca. 630 und a = ca. 150.
Aber B ist etwas kleiner als A.
Wenn ich jeweils die Prozente rechne, so ist a 0,1 von A und b 0,6 von B.

Nun meine Frage: Sage ich nun, dass b das Vierfache von a ist (gemessen an den Zahlen)
oder dass b das Sechsfache von a ist (gemessen an den Prozentwerten im Verhältnis zu A und B)

Ich vergleiche Zahlen aus verschiedenen Jahren und es würde sich natürlich toller anhören, wenn ich schreibe "der Wert hat sich versechsfacht", aber vielleicht ist das ja falsch, wenn ich es so formuliere? :roll:

Ich bin Geisteswissenschaftlerin, daher tu ich mich gerade sehr schwer :oops: :lol:

Ich bin um jede Hilfe dankbar!!
Liebe Grüße von Christine mit Winterkind ( 01/08 )Bild und Winterkleinkind ( 02/14 ) Bild

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Angua
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Re: Mathe-Frage, ich brauche Denkhilfe :)

Beitrag von Angua » 16.02.2018, 14:38

Chris-Cross hat geschrieben:
16.02.2018, 14:28
Hallo ihr Lieben,

gibt es hier Jemanden, die oder der in Mathe bewandert ist und mir hilft, meinen Knoten im Gehirn zu lösen?

Ich habe eine Menge A und eine Menge B.
Von A und B existieren jeweils Teilmengen, ich nenne sie mal in Kleinbuchstaben a und b.
Nun ist b ca. 4,5 mal die Menge von a. b ist = ca. 630 und a = ca. 150.
Aber B ist etwas kleiner als A.
Wenn ich jeweils die Prozente rechne, so ist a 0,1 von A und b 0,6 von B.

Nun meine Frage: Sage ich nun, dass b das Vierfache von a ist (gemessen an den Zahlen)
oder dass b das Sechsfache von a ist (gemessen an den Prozentwerten im Verhältnis zu A und B)

Ich vergleiche Zahlen aus verschiedenen Jahren und es würde sich natürlich toller anhören, wenn ich schreibe "der Wert hat sich versechsfacht", aber vielleicht ist das ja falsch, wenn ich es so formuliere? :roll:
so sehr Mathe find ich das ja nicht^^
Letztlich kommt es drauf an, was wichtig ist.
Sind die Großbuchstaben zum Beispiel Nähwerke, die ich begonnen habe und Kleinbuchstaben die beendeten, dann ist nicht wirklich relevant, was noch rumfährt, sondern was ich fertig bekommen habe und meinem Kind anziehen kann. (also ich habe in Zeitraum B viermal so viel genäht wie in Zeitraum A)
Wenn es darum geht, zum Beispiel die Wirksamkeit eines Medikaments zu prüfen, dann ist der Anteil das interessante. (also Medikament B ist sechsmal besser als Medikament A)

Je nachdem, wie deine Zahlen genau sind, kann auch sein, dass du verfünffacht rechtfertigen kannst (630 und 150 geben das nicht her, aber die ca. 4,5 schon). Einfach, um noch eine Zahl ins Rennen zu werfen 8)
Wir sind zu viert: N. kam 11/2014, M. 12/2017.
Gestillt werden beide, im großen Bett schlafen dürfen sie auch beide, aber die Große muss schon laufen, der Kleine wird getragen.

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Re: Mathe-Frage, ich brauche Denkhilfe :)

Beitrag von wildmotzi » 16.02.2018, 16:08

Chris-Cross hat geschrieben:
16.02.2018, 14:28
Hallo ihr Lieben,

gibt es hier Jemanden, die oder der in Mathe bewandert ist und mir hilft, meinen Knoten im Gehirn zu lösen?

Ich habe eine Menge A und eine Menge B.
Von A und B existieren jeweils Teilmengen, ich nenne sie mal in Kleinbuchstaben a und b.
Nun ist b ca. 4,5 mal die Menge von a. b ist = ca. 630 und a = ca. 150.
Aber B ist etwas kleiner als A.
Wenn ich jeweils die Prozente rechne, so ist a 0,1 von A und b 0,6 von B.

Nun meine Frage: Sage ich nun, dass b das Vierfache von a ist (gemessen an den Zahlen)
oder dass b das Sechsfache von a ist (gemessen an den Prozentwerten im Verhältnis zu A und B)

Ich vergleiche Zahlen aus verschiedenen Jahren und es würde sich natürlich toller anhören, wenn ich schreibe "der Wert hat sich versechsfacht", aber vielleicht ist das ja falsch, wenn ich es so formuliere? :roll:
Ich bin eher im Bereich Mathe zu Hause, vielleicht ist das auch Quatsch, was ich schreibe. Aber ich denke, der Wert hat sich nicht versechsfacht, weil 150*6 nicht 630 ist, nicht mal ansatzweise. Die richtige Formulierung wäre "der prozentuale Anteil hat sich versechsfacht", oder nicht?
mit grossem Kleinkind (12/10) und kleinem Kleinkind (05/12)

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Re: Mathe-Frage, ich brauche Denkhilfe :)

Beitrag von Chris-Cross » 16.02.2018, 16:12

Ich danke Dir für Deine Antwort. Ist es also Ansichtssache bzw. es wird individuell entschieden und gibt es kein übliches Vorgehen? Da war ich mir nämlich nicht sicher, ob man nicht evtl. in der Regel nur Prozentwerte oder konkrete Zahlen miteinander vergleicht...

Ich würde natürlich gerne die größere Zahl wählen, weil das meine Argumentation stützt. Nur ist es ein journalistischer Text und ein sensibles Thema, da wäre es doof, wenn es hinterher heißt, die Autorin kann nicht rechnen, vergleicht Äpfel mit Birnen und sowieso, Lügenpresse :twisted: :undwech:

Ah, jetzt sehe ich wildmotzis Antwort. Das klingt logisch! Die Formulierung "prozentualer Anteil" klingt aber sehr schwierig, das in einem Artikel.. Ich glaube, dann nehme ich doch eher vervierfacht und den bloßen Wert..
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Re: Mathe-Frage, ich brauche Denkhilfe :)

Beitrag von wildmotzi » 16.02.2018, 16:15

Spontan würde ich mal suchen, wie das formuliert wird... Sowas gibt es doch oft, die Anzahl der Sitze im Bundestag oder so wird doch ich immer absolut und prozentual angegeben.
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Re: Mathe-Frage, ich brauche Denkhilfe :)

Beitrag von suttine » 16.02.2018, 16:25

Die Fallzahl (oder was du auch hast) ist stark gestiegen, weil 630 etwas mehr als das Vierfache von 150 ist.
Der prozentuale Anteil ist stark gestiegen, weil es 0,6% statt 0,1% sind.
Bevor du mit Vierfachem und Sechsfachem anfängst, würde ich mir erstmal die Signifikanz der Unterschiede anschauen.

Edit: Ich sehe euch in der Vorschau. Dann isses wurscht, ob du das Vierfache oder das Sechsfache nimmst, du musst nur sauber formulieren, ob du dich auf relative oder absolute Anteile beziehst.
(Aber der Signifikanztest würde mich trotzdem noch interessieren ;-) ich tippe nämlich auf nicht signifikant.)
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Re: Mathe-Frage, ich brauche Denkhilfe :)

Beitrag von Chris-Cross » 16.02.2018, 16:33

0,6 und 0,1 klingt recht wenig, das stimmt. Aber als nicht signifikant würde ich das aufgrund des Themas nicht einschätzen. Ich werde dann mal so formulieren, dass klar wird, dass der Anteil stark gestiegen ist, weil die Gesamtzahl sich reduziert hat. Und am besten mit den Zahlen und nicht den Prozentwerten arbeiten, sonst irritiert es eventuell doch zu sehr..
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Re: Mathe-Frage, ich brauche Denkhilfe :)

Beitrag von suttine » 16.02.2018, 16:45

Chris-Cross hat geschrieben:
16.02.2018, 16:33
0,6 und 0,1 klingt recht wenig, das stimmt. Aber als nicht signifikant würde ich das aufgrund des Themas nicht einschätzen.
OK, Missverständnis.
Ich vermute, dass du aufgrund der Zahlen keine statistisch signifikante Veränderung nachweisen kannst (je nachdem, welche alpha-Fehler du zulässt, wir arbeiten eigentlich immer mit 0,05).
Deswegen kann es trotzdem real so sein, dass dieser Anstieg real bedeutsam ist.
Die Statistik gibt immer nur Wahrscheinlichkeiten für bestimmte Hypothesen an, aber sie kann nicht entscheiden, was im echten Leben wichtig ist oder nicht.
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Re: Mathe-Frage, ich brauche Denkhilfe :)

Beitrag von Chris-Cross » 16.02.2018, 16:55

Jetzt habe ich Mal gegoogelt und auch gemerkt, dass es Dir um die Statistik geht. Das wusste ich nicht und leider ist Statistik auch echt nicht mein Ding, sonst hätte ich die Ausgangsfrage sicherlich auch nicht gehabt.
Den Test habe ich nicht gemacht, ich vermute, dass ich dafür auch meinen Mann brauche, der mir bislang auch in Hausarbeiten immer bei der Statistik und Auswertung von Daten geholfen hat.
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Re: Mathe-Frage, ich brauche Denkhilfe :)

Beitrag von suttine » 19.02.2018, 11:48

Hallo Chriss-Cross,

Es hat mir keine Ruhe gelassen, ich musste deine Zahlen in meine Statistiksoftware stecken ;-)
Ich hatte deine Fallzahlen unterschätzt, die Mengen A und B sind ja riesengroß. Deshalb ist der Unterschied ganz klar signifikant. Also alles gut, weitermachen.

Lg suttine
mit S. (12/2015)

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