Schlafritual bei 17 Monate altem Kind

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CiJay
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Re: Schlafritual bei 17 Monate altem Kind

Beitrag von CiJay » 10.12.2017, 06:19

Alsooooo, wegen dem hinlegen und direkt raus gehen dachte ich mir gestern komm, ich versuche es noch Mal mit in den Schlaf begleiten, jeder Mensch verändert sich ja im Laufe seines Lebens und Kinder sowieso noch, vielleicht braucht sie es jetzt ja wieder.

Und es war eine Katastrophe. :-(

Ständig fing sie an zu weinen. Meine Hand nahm sie nur um zu versuchen ob sie sich hoch ziehen an ihr. Fussmassage wurde Mal kurz für ein paar Sekunden Entspannung akzeptiert. Habe ich sie getragen find sie direkt an zu heulen.
Ich lag neben ihr, ich saß neben ihr, ich stand neben ihr. Ich habe sie gestreichelt, ich habe meine Hand nur auf sie gelegt, ich habe sie nur angeschaut und ich habe es daneben gesessen mit geschlossenen Augen. Ein Versuch war schlimmer als der andere.

Sie war wirklich soooo müde. Es war am Ende mehr Kampf als alles andere. Am Schluss habe ich die Spieluhr angelassen und das Licht ausgeschaltet (normalerweise bleibt das Licht wenigstens an). Es gab einen kurzen Protestschrei (klar, sonst gehe ich ja immer sofort raus, diesmal könnte ich mich ja wieder umentscheiden) und dann das übliche gequengel. Ruck zuck war sie eingeschlafen.

Fazit, sie in den Schlaf begleiten zu wollen hat wie zuletzt immer das Gegenteil bewirkt. Anstatt sich in den Schlaf begleiten zu lassen nimmt sie es als Aufforderung (alleine) spielen zu gehen.

Sie kommt ja sehr stark nach mir. Wenn sie auch beim schlafen nach mir kommt wird sie nie sich in den Schlaf kuscheln lassen. Ich brauche schon immer Hintergrundgeräusche in Form von Musik, Hörspiele oder eben vom TV. Der TV lässt mich auch gut schlafen wenn er nicht lange läuft (also Sleeptimer an), auch wenn ich Musik/Radio bevorzuge. Mich darf auch keiner kuscheln. Mein Mann macht mich sofort wach sobald er mich anfasst im Schlaf. Und auch bei mir muss es dunkel sein. Je dunkler umso besser kann ich einschlafen. Mein Mann hat früher immer TV im Bett geschaut, er kam aber erst ins Bett als ich schon schlief. Damals habe ich nur mit Augenmaske geschlafen weil ich sonst immer vom TV nochmal wach wurde.
Und das war bei mir als Kind schon so. Ich weiß, dass ich früher bei meinen Eltern ins Bett gelegt wurde weil sie da einen kleinen TV hatten. Damit habe ich viel besser geschlafen, ging glaube ich eine Jahre so.

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Re: Schlafritual bei 17 Monate altem Kind

Beitrag von kibana » 11.12.2017, 12:42

aber wenn es doch ohne Begleitung "klappt" ist doch super. Und wenn sie dann kurz quengelt (bestimmt ja wegen Müdigkeit) und dann trotzdem sehr schnell schläft würde ich das so hinnehmen und weiter machen wie bisher.
Ist doch nicht schlimm wenn sie alleine einschlafen möchte. Lass sie die Minute quengeln, und gut ist :-)
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Re: Schlafritual bei 17 Monate altem Kind

Beitrag von CiJay » 17.12.2017, 14:16

kibana danke für diese Worte. Alle sagen immer in den Schlaf begleiten, nicht schreien lassen, aber zwischen schreien und quengeln unterscheidet fast nie jemand bzw. wollen auch viele nicht unterscheiden oder ist fur viele gleich gesetzt.
Wenn dein Kind aber IMMER quengelt und man mit bekommt das sonst irgendwie niemand das Problem hat kommt man doch irgendwann Mal ans grübeln was man besser machen könnte.
Ich denke mehr können wir wirklich nicht tun, wahrscheinlich Brauch sie diese Hartnäckigkeit und diese exakte Grenze. Derzeit fängt sie manchmal nah einer Weile das schreien an, wir gehen dann wieder rein, manchmal müssen wir sie auch raus holen, aber wenn sie dann noch etwas bucher schauen darf oder spielen, manchmal reicht auh wickeln geht's wie gewohnt, also mit einfach hinlegen, etwas quengeln und gut ist dann.

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Re: Schlafritual bei 17 Monate altem Kind

Beitrag von CiJay » 17.12.2017, 14:21

Ich denke übrigens auch, dass das quengeln wegen Müdigkeit ist und sie dann aber vielleicht nicht schlafen will ihr Körper es aber in dem Moment einfordert. Ich habe auch schon immer einschlafprobleme, vielleicht ist das auch "ihre Art" mit ihrem Einschlafproblem umzugehen, ich hoffe man versteht was ich meine

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Re: Schlafritual bei 17 Monate altem Kind

Beitrag von CiJay » 17.12.2017, 14:21

Ich denke übrigens auch, dass das quengeln wegen Müdigkeit ist und sie dann aber vielleicht nicht schlafen will ihr Körper es aber in dem Moment einfordert. Ich habe auch schon immer einschlafprobleme, vielleicht ist das auch "ihre Art" mit ihrem Einschlafproblem umzugehen, ich hoffe man versteht was ich meine

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Re: Schlafritual bei 17 Monate altem Kind

Beitrag von kibana » 19.12.2017, 13:41

Mach dir nicht soviele Gedanken. Ich finde schon, dass zwischen schreien und quengeln ein gewaltiger Unterschied ist. Schreien lassen ist doof. Macht man nicht! Aber wenn es echt nur ein kurzes quengeln ist, finde ich das überhaupt nicht schlimm. Da alles andere ja die Situation noch verschlimmert denke ich- ihr macht das genau richtig so für sie.
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Re: Schlafritual bei 17 Monate altem Kind

Beitrag von CiJay » 23.12.2017, 02:08

Es tut gut sowas Mal zu hören!
Heutzutage wird man ja sofort klein gemacht wenn die Kinder quengeln. Wenn wir nicht konsequent sind nutzt sie es sehr massiv aus. Aber wir erkennen Protestschreien und "es ist was" schreien sehr deutlich.
Hin und wieder probiert sie nämlich es mit Protestschreien, wie gesagt sobald Mal was von der Norm abweicht. Nach 1-2 versuchen ist das auch vorbei. Aber wenn wir bei diesen Protestschreien nachgeben tanzt sie uns nicht nur auf der Nase sondern erhöht sich allgemein das schreien. Als wenn sie sich daran gewöhnt bei jedem Pups zu schreien.

Man macht sich einfach irgendwann Gedanken. Sie schreit und quengelt seit Geburt schon sehr viel. Meine Nachbarin (Tagesmutter) hatte mich mehrfach sogar angesprochen deswegen. Seit sie dort in Betreuung ist hat das nachfragen aufgehört und sie versteht das eigentlich nix ist. Als wenn es ihre Art zu kommunizieren ist. Es ist nicht nur anstrengend es tut einem leid.man will sein Kind nicht ständig leiden sehen. Und eben beim schlafen erst Recht nicht wenn man es dort alleine im Bett zurück lässt, was ja leider die Methode mit dem (mit Abstand) wenigsten Gejammer ist....

Es ist übrigens besser geworden wieder. Mal besser Mal schlechter. Gerade scheint sie gerne noch "heimlich" zu spielen wenn wir raus sind. Nachdem sie 2x plötzlich im Dunkeln stand (Musik und Spieluhr gehen nach 60 Min aus, länger geht nicht) und das Geheul groß war geht sie jetzt schon freiwillig früh genug zum schlafen ins Bett, wenn sie überhaupt noch raus geht :-D

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Re: Schlafritual bei 17 Monate altem Kind

Beitrag von SpicyChili2 » 23.12.2017, 11:39

Habe ich das richtig verstanden? Du lässt dein kleines Kind über eine Stunde abends im Bett/Zimmer alleine rumturnen? Das tut mir fürs Kind irgendwie leid zu lesen. Die ist doch noch so klein! Hast du keine Angst, dass da mal was passiert?

Wir hatten auch ein Mädel mit großen Einschlafschwierigkeiten. Bei uns half vorallem Ruhe, Liebe, Geborgenheit und ein exakt durchgeplanter Tag mit viel Auslauf und Ruhephasen. Ich glaube im Alter von 17 oder 18 Monaten haben wir auch den Mittagsschlaf abgeschafft und das durch Ruhephase und frühes Zubettgehen ersetzt. Das hat prima geholfen.
Und Abendritual heißt bei uns nicht, dass man noch allen möglichen Zirkus veranstaltet (Spieluhr, YouTube und Licht) und dann hofft, dass das Kind von alleine einschläft. So Dinge wie Spieluhr, Licht oder YouTube hätten bei uns genau das Gegenteil bewirkt.

Bei uns hat sich das mittlerweile so entwickelt, dass ich gegen 17 Uhr das Abendbrot mache, wir alle zusammen gemütlich essen. Gegen 17:30h gehen wir ins Bad und machen noch kleines und großes Geschäft, dabei Lesen wir was. Dann werden Zähne geputzt und wir gehen zusammen hoch. Da werden die Mädels dann fertig gemacht, was nochmal eine riesige Gaudi ist. Die Mädels springen nackig umher, die Große übt nochmal Purzelbäume und es wird nochmal getanzt. Wenn das fertig ist und die Mädels angezogen sind, dann kuscheln wir als Familie nochmal zusammen und wünschen uns eine gute Nacht und jeder geht in sein Bettchen.

Die Kleine hat es von Anfang an so gemacht, dass sie da schon langsam ihr Däumchen genommen hat und sich umgedreht hat und sich in den Schlaf geknurrt. Die ist total pflegeleicht.

Die Große war da immer anders. Da machen wir das Licht komplett aus und legen uns mit ihr hin und geben ihr ein Händchen oder sie kuschelt sich in die Hand rein. Wenn sie müde war, dann hat sie noch viel gezappelt und dann ist sie irgendwann eingeschlafen. Aber einer von uns war immer (!) dabei. Das hat manchmal schon 1,5 Stunden gedauert. Das war dann aber auch immer deswegen, weil sie noch nicht müde war. Zwischen zwei Schlafphasen braucht sie immer 12 Stunden Wachphasen. Bedeutet, wenn sie ausnahmsweise mal bis 7 oder 8 Uhr morgens geschlafen hat, weil zB die Nacht blöd war, dann brauchen wir auch nicht versuchen, sie vor 19 bzw 20 Uhr hinzulegen. Das ist heute noch so.

Mittlerweile ist sie 3 (seit Oktober) und wir sind soweit, dass sie keine Einschlafbegleitung mehr braucht. (Womit sie glaub ich sehr früh dran ist im Vergleich zu anderen Forumskindern). Sie kuschelt sich nun ohne Angst ins Bett im.dunklen Zimmer und singt ihre Kindergartenlieder bis sie eingeschlafen ist. Aber sie weiß auch, dass wir sofort ins Zimmer kommen, wenn sie uns braucht.

So, lange Rede kurzer Sinn. Vielleicht kannst du dir ja ein paar Ideen aus unseren Ritualen herausnehmen. Es sei aber nochmal deutlich gesagt, dass das eine Entwicklung war und so gewachsen ist und aus vielen frustrierenden und kräftezehrenden Abenden bestand und gescheiterten "Experimenten". Aber ich bereue nicht, mein Kind täglich begleitet zu haben, weil ich es schlimm finde, so kleine Kinder quengeln oder weinen zu lassen. Kinder möchten den Eltern gefallen und mit ihnen kooperieren, aber sie haben auch nur begrenzte Möglichkeiten. Trotzdem möchten sie dir nicht "auf der Nase herumtanzen". Man muss sie nur mit verständigen und liebevollen Augen betrachten und vorallem ihnen kindgerecht begegnen. Das heißt, auch mal zu schauen, ob das Kind genug Bewegung und Ruhephasen hatte oder überhaupt müde genug ist, um ins Bett zu gehen und einen gut strukturierten Tag. Ja, und natürlich viel viel Sicherheit. Das war hier immer ganz wichtig. Die Sicherheit, dass Mama und Papa da sind.
Viele Grüße von SpicyChili

und Lieselotte, dem frechen Flitzezwerg (10/14) , Brummhilde, der knuddeligen Schmusemaus (11/16) und dem sehnlichst herbeigewünschten Krümeldrei unterm Herzen (vET 11/18)

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Re: Schlafritual bei 17 Monate altem Kind

Beitrag von kibana » 23.12.2017, 13:08

SicyChili,

hast du dir alles durchgelesen?
Sie schrieb doch, dass sie gerne begleiten möchte, ihr Kind dann aber überhaupt niocht schläft und schreit. Am besten klappt es eben, wenn sie alleine im Bett einschläft.
Hört sich auch für mich komisch an, aber solche Kinder gibt es nunmal. Das hat nichts mit stundenlangem quengeln lassen zu tun. Cijay ist doch selber verunsichert und weiß nicht so Recht wie sie damit umgehen soll, finde es daher etwas unfair sie auch noch anzugreifen sie würde ihr Kind quengeln lassen.
Ich habe gelesen, sie hat alles versucht, und die "harte Tour" scheint für sie halt die beste zu sein.
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Re: Schlafritual bei 17 Monate altem Kind

Beitrag von SpicyChili2 » 30.12.2017, 19:30

Also ich habe herausgelesen, dass das Baby über eine Stunde (oder noch länger) in einem hellem Zimmer herumturnt anstatt zu schlafen. Das liest sich für mich nicht so, als ob das ideal läuft. Für mich wäre es jedenfalls nicht ideal, wenn so ein kleines Kind so lange alleine im Zimmer ist und weiß Gott was anstellen könnte. Ich wollte nur meine Erfahrungen teilen, da es bei uns ähnlich war. Ich hoffe nicht, dass sich die TE angegriffen fühlt. Wenn sie ihr Kind nicht in den Schlaf begleiten kann oder will, dann würde sie doch nicht nach Tipps fragen???
Viele Grüße von SpicyChili

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