Schneeschieber benötigt - Chaos pur

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Missie
ist nicht mehr wegzudenken
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Re: Schneeschieber benötigt - Chaos pur

Beitrag von Missie »

Ist ist's dann nur von Januar bis März super sauber und den Rest des Jahres muss ich nicht putzen... 😬 🙈
Drei Jungs:
Januar 2014, März 2016, Februar 2020

Ranas
hat viel zu erzählen
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Re: Schneeschieber benötigt - Chaos pur

Beitrag von Ranas »

JoJu hat geschrieben:
04.06.2020, 09:51
AnnieMerrick hat geschrieben:
04.06.2020, 08:54
Meine Lösung nach gestrigen knetdesaster. Ich hab alles was rumlag auf den balkon getan gefühlt 1 kg knete zusammen gewischt und gesagt, alles was auf dem balkon liegt räum ich nicht weg. Wenn es regnet wird es nass und landet im müll
Und? hat es was gebracht? Also außer Tränen und Wut? Mein Mann hat auch solche Ideen und ich finde es echt furchtbar. Meine Kids brauchen konkrete Aufträge, was wohin weggeräumt werden soll. Nur mit der Aufforderung, dass sie jetzt aufräumen sollen sind sie überfordert und wissen nicht, wo sie anfangen sollen. Also geht es bei uns kleinschrittig im Sinne von:
Räume deine Schleich-Pferde in die Schublade
Pack das Puzzle ins Regal
Die Autos in die Schublade usw.

Anfangs hatte ich die Schubladen mit Bildern des Inhalts beklebt, damit beide wissen was drin ist. Genauso hab ich es beim Bastelschrank gemacht. Das hilft beim Ordnung machen, wenn man direkt weiß, wo es hin kommt.
Es ist zwar total OT, aber warum findest du Annies Lösung so schlimm? Natürlich nicht als erste Konsequenz, wenn es unaufgeräumt ist, aber wenn sich das Kind wiederholt weigert, (gemeinsam, kleinschrittig) aufzuräumen?
Ich finde es auch blöd, wenn mein Papa dem Kleinen androht, dass er Spielzeug wegschmeißt, weil er es in seinen Augen nicht pfleglich genug behandelt (dann geht es halt irgendwann kaputt, da muss man es nicht absichtlich vorher entsorgen), aber beim Aufräumen? Was wäre denn da die "natürliche Konsequenz"? Alles, was mir da einfällt, gefällt MIR nicht: keine brauchbare Knete mehr - das Kind spielt eh fast nur mit Autos, ich bin froh, wenn er mal was anderes macht. Alles verdreckt - dem Kind ziemlich egal. Er findet irgendwas nicht - Wutanfall, irgendwer anders soll suchen, Aufräumen ist dann trotzdem nicht. Und vor allem im Wohnzimmer hätte ich nicht die Geduld, auf irgendeine natürliche Konsequenz zu warten...
Sorry, ziemlich lang für OT, aber das interessiert mich wirklich, wie man so eine Situation bedürfnisorientiert lösen soll :oops:
Nina mit V (01/2017) und T (01/2019)

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JoJu
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Re: Schneeschieber benötigt - Chaos pur

Beitrag von JoJu »

Ich hätte es einfach nicht auf den Balkon geräumt mit der Ansage, dass es in den Müll kommt. Ich wäre auch verärgert und hätte es auch zusammen geräumt, aber dann in Keller, Dachboden whatever. So wäre es auch „weg“ gewesen, aber etwas zu entsorgen fände ich heftig. Da fehlt einfach noch der Weitblick beim Kind Müll=für immer weg.

Und bei uns hätte es auch schlicht funktioniert und nur zu mehr Wut und Tränen geführt.
Wintermädchen (08.01.2015, ungeplante Hausgeburt)
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rueckenwind
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Re: Schneeschieber benötigt - Chaos pur

Beitrag von rueckenwind »

Ich stelle mir gerade vor, mein Mann würde mir androhen, mein Nähzeug das im Wohnzimmer rumfliegt, einfach nach draußen in den Regen zu stellen....

Das klingt doch völlig absurd. Ich kann das Gefühl dahinter wirklich sehr gut verstehen, aber eine sinnvolle Lösung, die auch nur annähernd auf Augenhöhe gefunden wurde, ist das doch nicht? Wir sprechen immer wieder darüber, wie wir wohnen wollen, wie unsere individuellen Bedürfnisse aussehen und manchmal kollidieren, wie man gut spielen kann, was man wirklich braucht und wie wir alle unseren Beitrag leisten können. Natürlich gibt es Streit und leider reagiere ich aus Wut oder Überforderung manchmal ganz ähnlich. Aber als einen großen Erziehungs- und Aufräumerfolg kann man das m.M.n. nicht verbuchen.
T. mit Rumpeltochter (04.11), Purzelsohn (08.13) und Flitzeline (08.19)

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Larala
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Re: Schneeschieber benötigt - Chaos pur

Beitrag von Larala »

Ich glaube auch, du musst schauen, was dir am wichtigsten ist und da anfangen. Ich kann z.B. ganz gut mit Dreck leben, aber nicht mit Unordnung. Also, wenn der Boden und die Arbeitsfläche in der Küche freigräumt sind, fühle ich mich schon viel wohler. Die Krümel auf dem Boden und den Fett-Anschlag im Spülbecken kann ich dann gut liegen lassen. Klar, irgenwann wird hier auch mal durchgesaugt und die Spüle geputzt, aber für mein Wohlfühl-Gefühl macht das einen viel kleineren Unterschied.
Wir haben auch ganz klar Chaos-Ecken und -Zimmer, wo ich die Sachen hinstapele, wenn ich gerade keinen besseren Platz dafür finden kann. Dafür sind andere Flächen leer und Räume aufgeräumt. Für mich wirkt das ordentlicher als wenn sich das Chaos gleichmäßig über die ganze Wohnung verteilt. Es nimmt aber den Stress raus, weil nicht alles pikobello sein muss. Ich kann mich besser motivieren an einigen Stellen aufzuräumen, wenn ich dafür woanders mein unordentliches Selbst sein darf.
MM85i hat geschrieben:
02.06.2020, 10:44
Ich komm rein und meine Schuhe und Jacke liegen in der Ecke, weil die anderen Plätze voll sind.
Wir haben einen sehr kleinen Flur mit wenig Platz. Wir haben eine Hakenleiste mit 6 Haken für die Großen und eine Kinder-Hakenleiste, dazu zwei Fächer für Handschuhe, Sonnenbrillen etc. Was da hilft: Nur die Jacken und Schuhe im Flur lagern, die man vom Wetter her tatsächlich braucht. Alle Wintersachen kommen im Frühling in den Kleiderschrank im Schlafzimmer. Auch schicke Sachen für bestimmte Anlässe müssen nicht ständig im Flur stehen. Das sind zweimal im Jahr zehn Minuten umräumen.
Alles "schimpfen" mit den Großeltern bringt null, außer dass mein Mann und ich uns regelmäßig in die Haare bekommen. Schwägerin meinte auf das zu Groß geratene Geschenk: ist nicht mein Problem, sollen wir umziehen....
Es fühlt sich am Anfang komisch an, aber du kannst da echt strenger durchgreifen. Es belastet dich, so viel Kram zu haben, da musst du dir das überflüssige Schenken von anderen echt nicht antun. Ich habe bei meiner Mutter und Schwiegermutter schon demonstrativ Geschenke dort im Hausflur stehen lassen oder ihnen wieder in die Hand gedrückt mit "Brauchen wir nicht." Das merken die sich ganz schnell. Auch selber Kisten mit Kram zu den (Schwieger-)Eltern bringen wirkt super. Dann hast du es los, und sie merken, wie lästig das ist.
Bei dem Kommentar deiner Schwägerin frage ich mich echt, warum sie euch überhaupt was schenkt, wenn es ihr scheinbar scheißegal ist, ob ihr daran Freude habt oder nicht. Das ist doch total schräg.
mit der Ritterin vom "Ni" 5/17

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Dorkas
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Re: Schneeschieber benötigt - Chaos pur

Beitrag von Dorkas »

Bei (angekündigten) Geschenken bin ich inzwischen auch sehr deutlich.
Meistens kommen diese von meinen Eltern, die wir aufgrund der Entfernung nur alle paar Wochen/Monate sehen. Sie möchten dann natürlich den Enkeln eine Freude machen, was ich ja auch verstehe. Aber meine Eltern wissen, dass es bei uns immer etwas unordentlich aussieht, daher haben sie meine Bitte „Bitte nur Sachen schenken, die verbraucht werden können. Ihr wisst, dass das Kinderzimmer schon zu voll ist.“ direkt verstanden und umgesetzt. So gab es letztens Straßenmalkreide, was total in Ordnung ist.
Also wenn ich Besuch erwarte und weiß, dass die Kinder was geschenkt bekommen werden, dann sage ich vorher deutlich, dass bitte kein neues Puzzle / 137. Kuscheltier / Spielzeugauto geschenkt werden soll.
Und wenn doch ein neuer Teddy geschenkt wird, für den definitiv kein Platz mehr ist, dann frage ich anschließend mein Kind, welchen Teddy er lieber behalten möchte: den neuen oder einen von seinen alten. „One in, one out“.
Dorkas mit Spätzchen (11/2016) an der Hand und Mausi (09/2019) vorm Bauch.

DerStoepsel
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Re: Schneeschieber benötigt - Chaos pur

Beitrag von DerStoepsel »

Ich habe nicht alles gelesen, deshalb gibt es vielleicht meinen Vorschlag schon.
Mir fällt es auch schwer mit den beiden Kindern Ordnung zu halten, mein Mann hilft aber zum Glück oft nach der Arbeit sehr gut mit (er ist seeehr ordnungsliebend 😊)
Mir hat ein Ratgeber gut geholfen. Magic Cleaning von Marie Kondo. Gut investierte 10 Euro 😉
Habe ein paar Sachen schon umgesetzt und es ist wirklich praktikabel und mein Kleiderschrank ist zb schon viel ordentlicher und sortierter als vorher und bleibt es auch 💪
🥳😇😎
Sohn Nr. 1: 05/17
Sohn Nr. 2: 03/20

schneebesen
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Re: Schneeschieber benötigt - Chaos pur

Beitrag von schneebesen »

Hi, ich wollte dir Mut machen. Ich finde der erste Schritt ist sich der Situation bewusst zu werden und was verändern wollen. Hier fing es auch mit Babysteps an. Timer stellen und mal hier mal da 5 oder 10 Minuten Sachen einsammeln und verräumen oder gleich wegschmeisen. Und dann Routinen einführen. Seit Corona ist das alles wieder viel schwieriger und an manchen Tagen geht da echt auch nicht viel bei mir. Aber ich habe letztens zufällig ein Video gesehen, dass wir vor 2 Jahren aufgenommen hatten und wie es damals hier aussah :oops: war echt noch viieelll schlimmer als jetzt.
Mit zwei kleinen Kindern ist es echt manchmal zum verzweifeln. Oft habe ich mich abends gefragt, was ich heute eigentlich geschafft habe. Mir hat ein Gedanke hier aus dem Forum geholfen, den ich gelesen hatte: Das Chaos ist nicht innerhalb von einer Woche gekommen, da kann es auch nicht in einer Woche wieder weg sein. :wink:
unterwegs mit Frühlingsmädchen ´15, Sommerjunge ´17 und erwartetes Herbstwunder `20

Meist unterwegs mit Handy, sorry für evtl. Rechtschreibfehler

Elena
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Re: Schneeschieber benötigt - Chaos pur

Beitrag von Elena »

JoJu hat geschrieben:
04.06.2020, 12:55
AnnieMerrick hat geschrieben:
04.06.2020, 12:07
JoJu hat geschrieben:
04.06.2020, 09:51


Und? hat es was gebracht? Also außer Tränen und Wut? Mein Mann hat auch solche Ideen und ich finde es echt furchtbar. Meine Kids brauchen konkrete Aufträge, was wohin weggeräumt werden soll. Nur mit der Aufforderung, dass sie jetzt aufräumen sollen sind sie überfordert und wissen nicht, wo sie anfangen sollen. Also geht es bei uns kleinschrittig im Sinne von:
Räume deine Schleich-Pferde in die Schublade
Pack das Puzzle ins Regal
Die Autos in die Schublade usw.

Anfangs hatte ich die Schubladen mit Bildern des Inhalts beklebt, damit beide wissen was drin ist. Genauso hab ich es beim Bastelschrank gemacht. Das hilft beim Ordnung machen, wenn man direkt weiß, wo es hin kommt.
Keine tränen keine wut! Sondern "stimmt!" Komm ich helfe auch und ALLE haben weggeräumt und festgestellt das es so schöner ist.
Verrückt. Das ging bei meinem nie im Leben.
Ich denke, das ist auch sehr altersabhängig. :wink: Und auch abhängig vom Charakter. Ich hab da drei sehr unterschiedliche Kinder...

Zum Aufräumen-Lernen finde ich bei kleinen Kindern kleinschrittige Anweisungen und kräftige Mithilfe total wichtig. Aber bei größeren Kindern finde ich es auch extrem wichtig, dass nicht jeder Schritt täglich neu ausdiskutiert wird, sondern dass derjenige, der unter dem Chaos der anderen leidet, auch mal sauer wird und eine klare Ansage macht. Annies Kind kommt in wenigen Monaten in die Schule, da finde ich ihr Vorgehen nicht abwegig.
Hier gehts zu meinen Bewertungen:
viewtopic.php?f=352&t=216642

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AnnieMerrick
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Re: Schneeschieber benötigt - Chaos pur

Beitrag von AnnieMerrick »

JoJu hat geschrieben:
06.06.2020, 08:18
Ich hätte es einfach nicht auf den Balkon geräumt mit der Ansage, dass es in den Müll kommt. Ich wäre auch verärgert und hätte es auch zusammen geräumt, aber dann in Keller, Dachboden whatever. So wäre es auch „weg“ gewesen, aber etwas zu entsorgen fände ich heftig. Da fehlt einfach noch der Weitblick beim Kind Müll=für immer weg.

Und bei uns hätte es auch schlicht funktioniert und nur zu mehr Wut und Tränen geführt.
Keller und dachboden haben wir nicht. Als natürliche Konsequenzen wären gewesen. Bücher voll Knete,.eine schicke stolperfalle =unfall,.spielzeug /bücher kaputt, weil zwerg draufdritt.

Natürlich weiß das kind müll= weg für immer.
Viele Grüße
AnnieMerrick mit Maus (6/14) und Spatz (6/18)
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Ich reduziere meine Onlinezeit und antworte unter Umständen erst einige Tage später.

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