Kinder die aufräumen?

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Tinkerbell82
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Re: Kinder die aufräumen?

Beitrag von Tinkerbell82 »

Meine Kinder waren vor einigen Monaten auch nicht die super Aufräumer. Meistens habe ich aufgeräumt (wir haben aber auch den Anspruch das es mehr als einmal pro Woche ordentlich sein soll) und ca 1 mal pro Woche die Kinder. Dadurch hat sich auch nicht so viel angesammelt an Chaos.

Ein wirkliches Bewusstsein zum Thema Ordnung und Sauberkeit und auch was wir Erwachsene dafür tun müssen war aber nicht vorhanden. Das kam erst als meine Kinder bei einem Kumpel spielten wo wirklich heilloses Chaos (ich würde auch sagen Dreck, aber dafür haben Kinder ja kein Auge) herrscht. Das hat ihnen gezeigt WIEVIEL eigentlich weg geräumt werden muss. Und das es nix nutzt das nur einmal zu machen. Außerdem sahen sie das sie sich mit so einer Unordnung nicht wohl fühlen.
Was auch noch einen Aha-Effekt hatte. Wir haben so ein Buch mit Krabbeltieren. Da sind auch Milben abgebildet. Das große Kind ekelt sich extrem vor denen. In Kombi mit seiner Hausstaub Allergie ist es ihm nun auch wichtig das die Viecher nicht in seinem Zimmer sind (in Form von Staub).
LG Tinkerbell
mit kleinem Prinzen *28.07.2012 , großem Wunder *03.02.2014 und unserem Sommerglück *05.08.2019

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ixmix
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Re: Kinder die aufräumen?

Beitrag von ixmix »

Oh, der aufräumen für den Grundschüler klingt super.

Und die Erkenntnis nach dem Besuch auch. Tinkerbell, magst du verraten, welches Buch du meinst?

Ich hab in der Theorie "gelernt" (auf einen GfK Seminar), dass jeder Mensch sein eigenes Bedürfnis nach Ordnung hat, jeder zieht seine Grenze da anders. Mein Kind stört die Unordnung auch nicht, somit bleibt mir nur, entweder selber aufzuräumen oder mein Bedürfnis nach mehr Ordnung auszudrücken und auf Kooperation zu hoffen. Dazu kommt, dass ich meinen Kind ständig vorlebe, dass aufräumen (und Haushalt allgemein) total negativ und langweilig ist.
Mit hilft diese Erkenntnis momentan dabei, es gelassener zu sehen und einmal mehr alleine aufzuräumen, bei der restlichen Umsetzung bin ICH FÜR MICH leider noch nicht weiter gekommen.
LG Miriam
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Tinkerbell82
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Re: Kinder die aufräumen?

Beitrag von Tinkerbell82 »

@ixmix
Für meinen 5 jährigen ist aufräumen auch immer noch nicht so einfach. Es hat zwar eigentlich jedes Teil seinen Platz, bzw ne Kiste. Trotzdem landen viele Sachen in den falschen Behältern. Da muss ich dann auch von zeit zu zeit durch sortieren.
Wichtig war bei uns auch noch das wir wirklich genug Stauraum haben.
Das Buch war von der Bücherei ausrangiert und uralt wie ich gerade gesehen hab 😅
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LG Tinkerbell
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Nachtblau
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Re: Kinder die aufräumen?

Beitrag von Nachtblau »

A propos Buch; wir haben mal "Such deine Sachen zusammen, Wolle Bär" gekauft. Wird hier auch immer wieder gerne genommen und manchmal kann ich dadurch zum Sprotterich auch einfach mal nur "Wolle Bär" sagen, das ist für beide Seiten etwas entspannter, aber es ist klar, was los ist. An dem Buch hat mir besonders gefallen, dass es in dem Fall nicht die Eltern waren, zwischen denen der Konflikt war, sondern zwischen großem und kleinem Bruder, wo der ordentliche immer zu spät gekommen ist, weil der andere noch so lange seine Sachen suchen muss. Ich finde es immer recht hilfreich, wenn man über solche Themen mit etwas Abstand zu sprechen kommen kann. Die entspannte Atmosphäre beim Vorlesen hilft dabei imo.
Sprotterich (09/12), Kleine Krabbe (03/15)
gestillt, getragen und familiengebettet

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Yelma
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Re: Kinder die aufräumen?

Beitrag von Yelma »

Als mega unordentliches Kind und Jugendliche, die jetzt ordentlich ist kann ich mal beitragen, wo das Problem war:

-Es muss einfach sein (wenn die Brettspiele nur tetrisartig in einer bestimmten Reihenfolge in den Schrank passen macht das keiner)
-es muss übersichtlich sein. Wenn Boxen hinter Schranktüren stehen ist das blöd, besser von oben einsehbare Kisten in offenen Regalen. Auch lieber leerer als Vollgestopft
-es muss die möglichkeit bestehen, etwas zu erhalten, zb sortierte Legosteine in Dosen und Plätze im Regal für fertige Bauten
-einfach reinwerfen ist immer gut
-wegwerfen können ist auch ne Tugend

Meine erste Bude sah furchtbar aus, es wurde schleichend besser. Durch entrümpeln und eher leere Schubladen und Fächer fällt es mir viel leichter, Ordnung zu halten.
🐝Pupselchen 07/2017
🐢Schildkröte 03/2020

Linda81
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Re: Kinder die aufräumen?

Beitrag von Linda81 »

Mir geht’s wie Yelma und ich möchte hinzufügen:
„Aufgeräumt“ muss klar definiert sein (der Fußboden ist frei, die Fensterbank auch, die Bücher stehen ordentlich im Regal). Ich fand es in meinem Zimmer oft aufgeräumt und bekam von meinem Vater dann Ärger, weil er es eben nicht so sah. Was ich aber genau ändern sollte und wie, hat er nicht gesagt.
Linda mit Sohnio (10/2014), dem Freudenstrahl (01/18) und der Überraschung (01/21)

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