Der "Wir sind verrückt und sanieren - Fred" :-)

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travelmate
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Re: Der "Wir sind verrückt und sanieren - Fred" :-)

Beitrag von travelmate »

Zur Einblasdämmung, tyaris:
Wir lassen die Hohlraumschicht einblasen. Da weiß ich aber gar nicht, womit. Wir haben ja mittlerweile wirklich viele Leute hier im Haus gehabt, u.a. weil wir so viele Angebote fürs Dach eingeholt haben. Drei Freunde von uns sind Bauingenieure, einer davon auch Energieberater. Dann unser Energieberater... und alle haben uns für die Hohlschicht genau ein Unternehmen genannt. Es ist wohl so, dass man das Equipment für das Einblasen recht einfach beschaffen kann und sich viele wegen der Nachfrage in den letzten Jahren in diesem Bereich selbstständig gemacht haben. Allerdings ist es eben überhaupt nicht ratsam einfach mal eben so die Hohlschicht einzublasen. Das Unternehmen, das zu uns kommen wird, so habe ich es verstanden, geht mit Sonden und Kameras überall in die Hohlschicht und stimmt dann genau ab, was und wie eingeblasen wird.
Zur Einblasdämmung am Dach wurde uns ebenso dringlich geraten, auf renommierte und erfahrene Handwerker zurück zu greifen. Das macht der Zimmerer auch nicht selber, sondern es kommt jemand, der nur das macht: Dächer mit Zellulose einblasen. Da ist die Gefahr wohl, dass nicht mit genügend Druck eingeblasen wird und dann sackt die Zellulose im Laufe der Zeit nach, so dass quasi Löcher in der Dämmung entstehen. Und somit kältere und wärmere Stellen am Dach, bzw im Innenraum, was zu Feuchtigkeitsbildung führen kann. Oder es wird nicht komplett bis zum First eingeblasen und dann hat man den oberen Teil halt nach wie vor kalt. Einblasdämmung am Dach ist arbeitsaufwändig. Die Sparren müssen diffusionsoffen aber mechanisch dicht mit einer Folie umklebt werden. Früher wurde immer so vorgegangen beim Dämmen. Aber weil das so lange dauert und fehleranfällig ist, wird bei normalen Dämmmatten die Folie einfach obendrüber gelegt. Das macht ein Dach gedämmt mit Einblasdämmung auch noch wieder teurer.
Die Geschossdecke dämmen wir nicht. 1. wird ja die Außenhülle komplett gedämmt und 2. bauen wir den Dachboden momentan noch nicht aus. Dann würden wir uns mit Trittschall befassen.
Mama von zwei Jungs (Sommer 2016 und Sep. 2019) :sling_doppel_2: :tt_ruecken_2:

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Mutterhenne
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Re: Der "Wir sind verrückt und sanieren - Fred" :-)

Beitrag von Mutterhenne »

Zweierlei hat geschrieben:
24.10.2020, 14:34
Bani hat geschrieben:
24.10.2020, 07:00
So, ich werde mich hier auch mal einlesen. Unser Haus ist zwar "nur" Bj. '79, aber ich will Fliesen raus machen, wir werden tapezieren und streichen in allen Zimmern, Holzdecken streichen und bestimmt noch das eine oder andere was ich gerade noch nicht auf dem Schirm habe. Außerdem werden Bad und Küche neu gemacht und das Dach muss neu gedeckt und gedämmt werden.

Im Moment mache ich mir Gedanken ums Fliesen raus machen. Mit dem Bohrhammer ran traue ich mir zu. Aber Fliesenkleber entfernen? Was nimmt man da für eine Maschine? Der Baumarkt bietet hier diverses zum Ausleihen an. Die jetzige Besitzerin meinte die Fliesen seien sehr gut verklebt... :? Habt ihr Tipps?
Generell musst du aufpassen, weil im Fliesenkleber in dem Baujahr auch Asbest verarbeitet sein kann, d.h. falls du das Zeug raushämmerst oder schleifst (wäre schlimmer) werden die Fasern frei.
Und in unserem Bad (Bj. 83) hat der Fliesenleger die Fliesen einfach überklebt und überspachtelt, das sieht total gut aus und man ahnt nicht das die alten Fliesen noch drunter sind.
Uiuiui...das ist ein guter Hinweis. Wir wollen auch Fliesen raushauen und den Untergrund (historische Schwarzweißfliesen aus den 1920ern) retten. Ich recherchiere mal ob 1983/84 noch Asbest verwendet wurde - eigentlich nicht, oder??
"Die meisten Zitate im Internet sind falsch." (Aristoteles)

Grüße von der Henne
mit Superheldin (09/2013), Piepselchen (11/2018) und den Schutzengel-* (März 2012, November 2017).

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Mutterhenne
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Re: Der "Wir sind verrückt und sanieren - Fred" :-)

Beitrag von Mutterhenne »

Mutterhenne hat geschrieben:
25.10.2020, 21:29
Zweierlei hat geschrieben:
24.10.2020, 14:34
Bani hat geschrieben:
24.10.2020, 07:00
So, ich werde mich hier auch mal einlesen. Unser Haus ist zwar "nur" Bj. '79, aber ich will Fliesen raus machen, wir werden tapezieren und streichen in allen Zimmern, Holzdecken streichen und bestimmt noch das eine oder andere was ich gerade noch nicht auf dem Schirm habe. Außerdem werden Bad und Küche neu gemacht und das Dach muss neu gedeckt und gedämmt werden.

Im Moment mache ich mir Gedanken ums Fliesen raus machen. Mit dem Bohrhammer ran traue ich mir zu. Aber Fliesenkleber entfernen? Was nimmt man da für eine Maschine? Der Baumarkt bietet hier diverses zum Ausleihen an. Die jetzige Besitzerin meinte die Fliesen seien sehr gut verklebt... :? Habt ihr Tipps?
Generell musst du aufpassen, weil im Fliesenkleber in dem Baujahr auch Asbest verarbeitet sein kann, d.h. falls du das Zeug raushämmerst oder schleifst (wäre schlimmer) werden die Fasern frei.
Und in unserem Bad (Bj. 83) hat der Fliesenleger die Fliesen einfach überklebt und überspachtelt, das sieht total gut aus und man ahnt nicht das die alten Fliesen noch drunter sind.
Uiuiui...das ist ein guter Hinweis. Wir wollen auch Fliesen raushauen und den Untergrund (historische Schwarzweißfliesen aus den 1920ern) retten. Ich recherchiere mal ob 1983/84 noch Asbest verwendet wurde - eigentlich nicht, oder??
Tja, leider doch. Wurde erst 1993 verboten - das war mir überhaupt nicht klar. Also doch nicht Topfschleifer kaufen und selber machen?
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Zweierlei
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Re: Der "Wir sind verrückt und sanieren - Fred" :-)

Beitrag von Zweierlei »

Schleifen wäre ganz fies, weil im Staub ja dann Asbestfasern wären - dann lieber vorher testen lassen ob überhaupt Asbest drin ist.
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Mutterhenne
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Re: Der "Wir sind verrückt und sanieren - Fred" :-)

Beitrag von Mutterhenne »

Zweierlei hat geschrieben:
26.10.2020, 09:49
Schleifen wäre ganz fies, weil im Staub ja dann Asbestfasern wären - dann lieber vorher testen lassen ob überhaupt Asbest drin ist.
Haben heute Proben eingeliefert, Ende der Woche gibts das Ergebnis. Drückt uns die Daumen...!
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Zweierlei
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Re: Der "Wir sind verrückt und sanieren - Fred" :-)

Beitrag von Zweierlei »

Alle Daumen sind gedrückt!!
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Tyaris
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Re: Der "Wir sind verrückt und sanieren - Fred" :-)

Beitrag von Tyaris »

travelmate hat geschrieben:
25.10.2020, 19:43
Zur Einblasdämmung, tyaris:
Wir lassen die Hohlraumschicht einblasen. Da weiß ich aber gar nicht, womit. Wir haben ja mittlerweile wirklich viele Leute hier im Haus gehabt, u.a. weil wir so viele Angebote fürs Dach eingeholt haben. Drei Freunde von uns sind Bauingenieure, einer davon auch Energieberater. Dann unser Energieberater... und alle haben uns für die Hohlschicht genau ein Unternehmen genannt. Es ist wohl so, dass man das Equipment für das Einblasen recht einfach beschaffen kann und sich viele wegen der Nachfrage in den letzten Jahren in diesem Bereich selbstständig gemacht haben. Allerdings ist es eben überhaupt nicht ratsam einfach mal eben so die Hohlschicht einzublasen. Das Unternehmen, das zu uns kommen wird, so habe ich es verstanden, geht mit Sonden und Kameras überall in die Hohlschicht und stimmt dann genau ab, was und wie eingeblasen wird.
Zur Einblasdämmung am Dach wurde uns ebenso dringlich geraten, auf renommierte und erfahrene Handwerker zurück zu greifen. Das macht der Zimmerer auch nicht selber, sondern es kommt jemand, der nur das macht: Dächer mit Zellulose einblasen. Da ist die Gefahr wohl, dass nicht mit genügend Druck eingeblasen wird und dann sackt die Zellulose im Laufe der Zeit nach, so dass quasi Löcher in der Dämmung entstehen. Und somit kältere und wärmere Stellen am Dach, bzw im Innenraum, was zu Feuchtigkeitsbildung führen kann. Oder es wird nicht komplett bis zum First eingeblasen und dann hat man den oberen Teil halt nach wie vor kalt. Einblasdämmung am Dach ist arbeitsaufwändig. Die Sparren müssen diffusionsoffen aber mechanisch dicht mit einer Folie umklebt werden. Früher wurde immer so vorgegangen beim Dämmen. Aber weil das so lange dauert und fehleranfällig ist, wird bei normalen Dämmmatten die Folie einfach obendrüber gelegt. Das macht ein Dach gedämmt mit Einblasdämmung auch noch wieder teurer.
Die Geschossdecke dämmen wir nicht. 1. wird ja die Außenhülle komplett gedämmt und 2. bauen wir den Dachboden momentan noch nicht aus. Dann würden wir uns mit Trittschall befassen.
Danke für deinen Bericht :)
Da habt ihr natürlich reichlich Fachleute im Bekanntenkreis, sowas ist ja nie verkehrt. Dach lohnt bei uns nicht, da es nicht bewohnt werden soll bzw. der Dachboden auch zum angrenzenden Nebengebäude offen ist. Daher "nur" die Geschossdecke. Die Außenwände sind zum Großteil schon von den Vorbesitzern gedämmt worden.
Ich bin gerade auch noch etwas skeptisch, wir hatten auf der Messe mit zwei Firmen geredet, beide befassen sich nur mit Dämmung. Die einen meinten gleich, Zellulose einblasen und dann haben die wohl vormontierte OSB-Module, damit die Decke begehbar ist (so hab ich es zumindest verstanden). Schlüssel bekommen wir hoffentlich am Wochenende, dann wollten die mal vorbei kommen und ein Angebot machen. Von den anderen habe ich gerade einen Rückruf bekommen, der "Verkäufer" auf der Messe wollte es an die Fachleute weitergeben... Am Telefon meinte der "Fachmann" dann eben was von "gar kein Problem... Glaswolle... Rigips... Dampfsperre..." :shock: Der Preis, den er mal eben so in die Luft gesagt hat, war mehr als das doppelte der anderen Firma. Auf mein Nachfragen, ob das denn für altes Lehmfachwerk so ginge (Architekt und alles was ich bisher dazu gehört hab, schreit NEIN), war er irritiert und hat aufgelegt :roll:

@ Mutterhenne: Daumen sind gedrückt.
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Grashüpfer
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Re: Der "Wir sind verrückt und sanieren - Fred" :-)

Beitrag von Grashüpfer »

Na da seid ihr ja an einen richtigen Fachmann geraten.
So nervig, dass man sich bei der ganzen Renoviererei immer vollkommen auf die Handwerker verlassen muss und hoffen, dass sie wissen was sie tun und keinen Mist bauen und erzählen.
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Re: Der "Wir sind verrückt und sanieren - Fred" :-)

Beitrag von samoe »

Sagt mal, hat jemand von euch eine ältere Holztreppe (ca. 25 Jahre) schon mal mit Laminat/Vinyl verkleidet? Was wird sowas kosten, wenn man es machen lässt und wie "einfach" lässt sich das selbst machen. Ich würde es nicht bekleben wollen, sondern schon mit solchen "fertige Klickplatten". Oder die Alternative was kostet abschleifen und neu lackieren? Wurde sehr ordentlich mit Parkettlack damals versiegelt.
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Re: Der "Wir sind verrückt und sanieren - Fred" :-)

Beitrag von Tyaris »

Zu Treppen: bei meinen Eltern (gebaut in den 60ern), die wollten die alte Holztreppe abschleifen und neu lackieren lassen. Im Endeffekt war der Preisunterschied zu einer neuen so gering und die Nachteile der alten Treppe (quietschen) so groß, dass es eine neue geworden ist. Wir haben hier im alten Haus (Baujahr um 1900) die akte Treppe von geklebtem Teppich befreit, den Kleber abgeschliffen, die Stufen dunkel gewachst. Den Rest angeschliffen und überlackiert. Allerdings in Eigenleistung.
Tyaris mit dem kleinen Milchmonster (9/19)

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