"Braucht" man einen Onbu?

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Jule24102018
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"Braucht" man einen Onbu?

Beitrag von Jule24102018 »

Hallo ihr Lieben!
Das Mitlesen hier im Forum hat auch mir schon sehr viel geholfen. Nun haben wir auch eine Frage, bei der ich auf rege Antworten hoffe😘:
Ich (1,69cm, schlank, Statur: alles "eine Linie") und mein kleiner Tragling (15Monate alt, läuft noch nicht frei, aber an der Hand, 83cm, 15kg) lieben unsere Wrapconversion von Girasol, sie ist für uns beide "perfekt".
Ich neige zu Verspannungen im Nacken-/Schulterbereich, aber das war und ist mit dieser "Trage" nie ein Problem. Wir tragen i.R. auf dem Rücken.

Nun meine Frage: wenn unsere Kleine mal läuft: "braucht" man einen Onbu? Ich stelle es mir aufwendig/nervig vor, sie während eines Stadtbummels/Zoobesuchs "immer wieder" einzubinden, dabei binde ich grundsätzlich gerne... aber bei "Hop on Hop off" ist vielleicht eben ein Onbu oder eine andere Lösung besser? (Die normalen Spaziergänge zum Schlafen würde ich weiterhin gerne in unserer Wrapcon machen...)

Und wenn Onbu: welcher? Mir gefällt der Huckepack sehr gut... passt er zu unserer Statur, kann jemand aus Erfahrung/ vom Trageberatungsteam hier vielleicht berichten?

Ich bin offen für Überlegungen aller Art!

Vielen lieben Dank im Voraus!
Liebe Grüße,
Katrin mit Jule

pqr
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Re: "Braucht" man einen Onbu?

Beitrag von pqr »

Ich habe ja einen Onbu und meine Bilanz wäre eher nein.
Ich nutze meist lieber ein Half Buckle und bin da auch sehr schnell.
Viele Grüße
pqr

pqr mit Mini 04/2015
und Mini2 12/2017

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soda
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Re: "Braucht" man einen Onbu?

Beitrag von soda »

Da hilft im Zweifel auszuprobieren.

Ich hatte beim ersten Kind 1000 Sachen und hab am Ende nur einen Didytai und einen Fullbuckle richtig richtig häufig benutzt.

Beim zweiten Kind habe ich ab kurz nach Geburt den Sling sehr sehr oft benutzt und bin mit allen anderen nicht richtig warm geworden. Überhaupt wurde dieses Kind viel weniger getragen, als es mal älter war (weil es zB auch gern geschoben wird, oder nur „ArmArm“ gut findet).

Onbu hab ich zwei probiert, fand beide auf Dauer unbequem. Aber andere schwören darauf!
Tina + T (* 2013) und T (05/2017)

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hmpfchen
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Re: "Braucht" man einen Onbu?

Beitrag von hmpfchen »

Meine Tochter ist älter, aber leichter als dein Sohn. Ich trage sie noch relativ oft, aber im Onbu finde ich sie immer recht schwer. Deshalb benutze ich ihn auch recht selten. Beim Onbu hängt das ganze Gewicht auf den Schulten, wenn du da eh schon zu Problemen neigst, wäre ich vorsichtig und würde nicht gleich etwas kaufen, sondern auf jeden Fall in Ruhe ausprobieren.

unsichtbar
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Re: "Braucht" man einen Onbu?

Beitrag von unsichtbar »

Ich trage gern mit Onbu. Bei so kurzen Strecken. Am liebsten mit dem Lumo von Tragebaby und dem Onbu von Madame Jordan
LG
Unsichtbar

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anirahtaK
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Re: "Braucht" man einen Onbu?

Beitrag von anirahtaK »

ich fand den Onbu toll, weil so schön praktisch - aber nur zum mal eben kurz einkaufen ums Eck. Für alles länger taten mir die Schultern einfach viel zu weh. Wenn du da eh schon Probleme hast, dann ist es sicher nicht sinnvoll, das ganze Gewicht auf die Schulter zu packen.

Moppetüte *12.12
- eines Tages fällt dir auf, dass du 99% gar nicht brauchst -

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Pelufer
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Re: "Braucht" man einen Onbu?

Beitrag von Pelufer »

Eventuell musst du dich durchprobieren. Beim Großen war der Bondolino auf dem Rücken super, Madame dagegen ist in Tuch und Onbu bequemer zu tragen
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posy
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Re: "Braucht" man einen Onbu?

Beitrag von posy »

Hallo und herzlich willkommen!

Onbuhimo und WrapCon - das ist ein ziemlicher Gegensatz!
Durch den fehlenden Hüftgurt hast Du alles Gewicht auf den Schultern - während es bei der WrapCon weit verteilt ist.
Ich gebe meinen Vorschreiberinnen recht: Wenn Du jetzt schon zu Verspannungen neigst, ist es wahrscheinlich, dass ein Onbuhimo nicht die richtige Art Tragehilfe ist.

Aber: Mit Tragehilfen ist es ähnlich wie beim Schuhekaufen: Am Ende hilft nur Ausprobieren.

Mittlerweile gibt es viele Hersteller, die auch Onbuhimos anbieten. Der Huckepack hat sehr schön gepolsterte Träger, Madame Jordan auch. Der von Kokadi ist von den Abmessungen nah an Madame Jordan. Dafür hat Fidella ein besonders kleines Packmaß. Den Onbuhimo von Didymos mag ich gern, weil die Schnallen zum Festziehen gut zu betätigen sind.

Vielleicht wäre eine Hybrid-Trage etwas für Euch? Da hast Du die Möglichkeit, einen Fullbuckle umzubauen in einen Onbuhimo. Das bietet zum Beispiel Buzzidil an mit dem BuzziBu oder auch Limas.
Liebe Grüße von Nina mit der Großen (05/07), dem Mittleren (10/09) und dem kleinen Wassermann (2/2013)

Zertifizierte ClauWi-Trageberaterin in/um Berlin: http://www.baby-tragen-berlin.de/
Mitglied im Tragenetzwerk

Immer noch wichtig: Hebammen für Deutschland

Jule24102018
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Re: "Braucht" man einen Onbu?

Beitrag von Jule24102018 »

Erstmal ganz lieben Dank für eure Antworten bislang!

Meine Überlegung ist: würde ein Onbu grundsätzlich Sinn machen oder bietet er eigentlich keinen echten ZEITLICHEN Vorteil gegenüber Wrapcon oder Ergobaby (hätten wir auch), weil es zB von der Zeit bis Kind drinnen keinen Vorteil bietet... dann wollte ich ihn nämlich wohl gar nicht. Mir gefällt nur die Vorstellung von ruckzuck rein und raus. Aber ist das wirklich so viel schneller?
Evtl. ist es ja auch unpraktisch, dass man immer etwas suchen muss, wo man sein Kind drauf setzt, wenn man den Onbu anlegt und man ist mit FB/HB besser bedient...
Und wollen Lauflinge dann wirklich ständig rein/raus? Klar sind da alle Kinder und Tragemsmis verschieden...

Genau deswegen würden mich eure Erfahrungen interessieren... - es ist unser erstes Kind, ich hab' da keine echte Vorstellung vom Trage-/Laufalltag - bislang ist sie ein überzeugter Tragling...
Jede eurer Meinung ist wertvoll!

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newmanekineko
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Re: "Braucht" man einen Onbu?

Beitrag von newmanekineko »

Meine Kinder wollten eine zeitlang tatsächlich immer rein und raus.
Ich finde den Onbu nicht schneller, mit FB oder HB habe ich die Kinder mindestens genauso schnell auf dem Rücken.
Der Vorteil beim Onbu ist m.M.n. "nur" das geringe Packmaß, also dass man ihn für den Notfall in der Handtasche dabei haben kann.
Viele Grüße!

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