Aggressives Einschlafstillen

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

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schneebesen
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Re: Aggressives Einschlafstillen

Beitrag von schneebesen »

Zum "kampfstillen" kann ich folgendes sagen.
Ich habe die zweite Brust konsequent weggepackt, also BH und Oberteil drüber. Ausserdem bin ich wieder zur Wiegehaltung zurück gekehrt und habe nicht mehr im liegen einschlafgestillt. Ich habe drauf geachtet wie am Anfang wirklich Bauch an Bauch das Kind zu haben, das schränkt die Bewegung schon etwas ein. Die obere Hand festhalten war natürlich nicht gewollt, aber ich habe meine freie Hand ohne Druck auf die obere Schulter des Kindes gelegt. Das war gleichzeitig auch noch gut zum runterkommen. Vielleicht hilft dir ja davon etwas.
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jessy80
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Re: Aggressives Einschlafstillen

Beitrag von jessy80 »

Einen Tipp habe ich nicht für dich, aber hier hat der mittlere den Mittagsschlaf mit 15 Monaten abgeschafft und schläft seit dem so ca von 19.30 bis 06.30
Räuberbande (04/02; 03/15; 07/16) *(02/14)

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jessy80
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Re: Aggressives Einschlafstillen

Beitrag von jessy80 »

Ich korrigiere ich, es war mit 18 Monaten.
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Pirouge
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Re: Aggressives Einschlafstillen

Beitrag von Pirouge »

marmeladetigerin hat geschrieben:
28.05.2020, 10:58
Hmm.... er ist ein (ungeplantes :mrgreen: ) Wunschkind, seeeehr harmonische Schwangerschaft, schreckliche Geburt, aber gefühlsmäßig ist es das nicht. Er war schon im Bauch unglaublich quirlig und ist es auch jetzt: das ist nichts Schlimmes, aber er braucht (bzw. brauchte) ungemein viel Hilfe bei der Reizverarbeitung. Ich glaube, das trifft es eher: aufgrund seiner Lebhaftigkeit tut er sich sehr sehr schwer abzuschalten und zur Ruhe zu kommen. Ich denke, das ist mehr etwas "Charakterliches" und ich würde ihm gerne helfen dabei.
Das ist ja gut, wenn du das so klar im Gefühl hast. Dann kommt mir als Gedanke zum Stillen noch - kannst du das später beginnen? Wenn er eh nicht gleich einschläft, erstmal noch im abgedunkelten Zimmer (Fenster verdunkeln, Lichtschalter irgendwie sichern) im Bett kuscheln, toben, Fingerspielchen machen, Tiere spielen etc. Also Dunkelheit (so dunkel, wie er es toleriert), Mamas Aufmerksamkeit, Geborgenheit, Bewegung, Lachen. Und erst dann die Brust anbieten. Bei meinen beiden ist es manchmal so (gewesen), dass ich vergessen kann, gleich die Brust anzubieten, sondern erst noch durchs-Bett-Kugeln angesagt ist.
Das an der anderen Brustwarze knibbeln hat mich auch wahnsinnig gemacht und ich habe die andere Brust in der Zeit immer entweder mit dem Oberarm zugehalten oder im Liegen die obere Seite gestillt, dass ich auf der anderen Seite drauf lag.
...mit x 12/14 und y 11/19

Goldhamster
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Re: Aggressives Einschlafstillen

Beitrag von Goldhamster »

Leider kein Rat, nur solidarisches Winken- die Kleine mit 16 Monaten ist genauso drauf 🙈
Pirouge, deine Tipps finde ich toll, ich denke, das werde ich probieren. Mein Mann war bisher dagegen, dass im Bett noch gespielt etc wird, aber der muss ja auch nicht stundenlang Einschlafstillen 😉und ich glaube, sie braucht einfach noch ein bisschen, um im Bett "anzukommen" und sich aufs schlafen einzustellen.
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Pirouge
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Re: Aggressives Einschlafstillen

Beitrag von Pirouge »

Goldhamster hat geschrieben:
28.05.2020, 21:01
Leider kein Rat, nur solidarisches Winken- die Kleine mit 16 Monaten ist genauso drauf 🙈
Pirouge, deine Tipps finde ich toll, ich denke, das werde ich probieren. Mein Mann war bisher dagegen, dass im Bett noch gespielt etc wird, aber der muss ja auch nicht stundenlang Einschlafstillen 😉und ich glaube, sie braucht einfach noch ein bisschen, um im Bett "anzukommen" und sich aufs schlafen einzustellen.
Berichte mal, wie es bei euch klappt! Irgendwo hatte ich mal etwas schönes gelesen, dass kräftig lachen vor dem Einschlafen nochmal den Stress des Tages rauslässt und die Bindung verstärkt. Das klingt irgendwie schön.
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marmeladetigerin
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Re: Aggressives Einschlafstillen

Beitrag von marmeladetigerin »

schneebesen hat geschrieben:
28.05.2020, 13:20
Zum "kampfstillen" kann ich folgendes sagen.
Ich habe die zweite Brust konsequent weggepackt, also BH und Oberteil drüber. Ausserdem bin ich wieder zur Wiegehaltung zurück gekehrt und habe nicht mehr im liegen einschlafgestillt. Ich habe drauf geachtet wie am Anfang wirklich Bauch an Bauch das Kind zu haben, das schränkt die Bewegung schon etwas ein. Die obere Hand festhalten war natürlich nicht gewollt, aber ich habe meine freie Hand ohne Druck auf die obere Schulter des Kindes gelegt. Das war gleichzeitig auch noch gut zum runterkommen. Vielleicht hilft dir ja davon etwas.
Das ist ein super Tipp, ich danke Dir!! Schau, auf so naheliegende Dinge kommt man nicht, wenn man schon so halb-wahnsinnig ist, das versuche ich heute gleich.
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Re: Aggressives Einschlafstillen

Beitrag von marmeladetigerin »

Pirouge hat geschrieben:
28.05.2020, 14:14
Das ist ja gut, wenn du das so klar im Gefühl hast. Dann kommt mir als Gedanke zum Stillen noch - kannst du das später beginnen? Wenn er eh nicht gleich einschläft, erstmal noch im abgedunkelten Zimmer (Fenster verdunkeln, Lichtschalter irgendwie sichern) im Bett kuscheln, toben, Fingerspielchen machen, Tiere spielen etc. Also Dunkelheit (so dunkel, wie er es toleriert), Mamas Aufmerksamkeit, Geborgenheit, Bewegung, Lachen. Und erst dann die Brust anbieten. Bei meinen beiden ist es manchmal so (gewesen), dass ich vergessen kann, gleich die Brust anzubieten, sondern erst noch durchs-Bett-Kugeln angesagt ist.
Das an der anderen Brustwarze knibbeln hat mich auch wahnsinnig gemacht und ich habe die andere Brust in der Zeit immer entweder mit dem Oberarm zugehalten oder im Liegen die obere Seite gestillt, dass ich auf der anderen Seite drauf lag.
Das ist auch ein guter Tipp, danke! Ich glaube, er ist nach einem langen Tag schon so - verzeihung - busenwahnsinnig, dass er unbedingt an die Brust will, dann aber doch noch nicht schlafen möchte.... Das mit dem im Liegen die obere Seite stillen mache ich auch, aber er schafft es oft, sein Händchen doch irgendwie darunterzuzwängen und zu "fummeln". WAH.
Aber ich bin zuversichtlich, wir schaffen das.

Ich hoffe, er braucht doch noch länger ein Mittagsschläfchen. So einen langen Tag ohne Pause kann ich mir noch nicht wirklich vorstellen. Vielleicht erst, wenn ruhigere Tätigkeiten möglich sind (Hörbücher)? Momentan ist ja alles Bewegung, Bewegung, Bewegung, Spielzeug ist mäßig bis überhaupt nicht interessant, Bilderbücher gehen!
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Re: Aggressives Einschlafstillen

Beitrag von marmeladetigerin »

luise90 hat geschrieben:
28.05.2020, 11:47
Hallo,
mein kleiner ist zwar erst 10 Monate, aber deine Beschreibung kommt mir schon jetzt bekannt vor und irgendwie macht es mir etwas Angst.
Ich kenne auch das Verhalten abends beim einschlafenstillen und diese betrunken sein.
Ich behelfe mir im Moment meistens mit Tragen. Ich weiß nicht ob das langfristig gesehen klug ist, aber es schont meine Nerven sehr.
Ich finde es auch sehr schwierig abends den richtigen Moment abzupassen. Tagsüber schaffe ich es meistens, weil wir ja auch noch keine Kita oder durch corona anderes Programm haben. Aber abends klappt das sehr selten, da ist er einfach immer zu aufgedreht.
Habt ihr sowas schonmal probiert, also kurz vorm ins Bett gehen spazieren gehen?
Das haben wir auch schon gemacht, Kind schon total bettfertig mit Schlafsack in den Kinderwagen und spazieren gegangen. Da wurde er dann Bett schwer und konnte einschlafen.

Aber ich weiß auch, dass das nicht unbedingt eine Lösung die man sich so wünscht aber vllt wenn die Nerven blank liegen?

Vorm schlafen in der krippe fürchte ich mich auch etwas, aber ich versuche mich nicht schon vorher wild zu machen.

Also von mir eher solidarische Grüße als gute Ratschläge.
Mach' Dir nicht jetzt schon Gedanken, man weiß nie, wie es sich entwickelt! Wir hatten - obwohl es immer schon anstrengend war - von ca. Monat 13/14 bis 17 wirklich eine angenehme und harmonische Phase, gerade, als er auf nur mehr ein Schläfchen umgestellt hat und dann ordentlich müde war zu Mittag/gen Abend! Es war herrlich! Ich habe auch ewig lange nur getragen, da er den Kinderwagen konsequent verweigert hat. Und dann ging es plötzlich. Und jetzt wieder nicht mehr, aber es tut sich auch gerade sehr viel, entwicklungstechnisch: das Laufen, das Sprechen beginnen, der Kindergarten.... ich glaube, es ist insgesamt einfach viel.
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Re: Aggressives Einschlafstillen

Beitrag von luise90 »

schneebesen hat geschrieben:
28.05.2020, 13:20
Zum "kampfstillen" kann ich folgendes sagen.
Ich habe die zweite Brust konsequent weggepackt, also BH und Oberteil drüber. Ausserdem bin ich wieder zur Wiegehaltung zurück gekehrt und habe nicht mehr im liegen einschlafgestillt. Ich habe drauf geachtet wie am Anfang wirklich Bauch an Bauch das Kind zu haben, das schränkt die Bewegung schon etwas ein. Die obere Hand festhalten war natürlich nicht gewollt, aber ich habe meine freie Hand ohne Druck auf die obere Schulter des Kindes gelegt. Das war gleichzeitig auch noch gut zum runterkommen. Vielleicht hilft dir ja davon etwas.
Uui, ja das Hand auf die Schulter legen bzw Oberarm hilft wirklich etwas.
Ich habe auch immer das Gefühl, die Trage funktioniert so gut, weil er da in seiner Bewegung eingeschränkt und umhüllt ist.
Aber wirklich pucken würde in dem Alter wohl kaum noch toleriert werden.
Mit Wubbi 07/19

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