Einschlafen ist schwierig!

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

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trallalla
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Einschlafen ist schwierig!

Beitrag von trallalla »

Liebes Forum... mich beschäftigt das Thema Einschlafstillen sehr. Unsere Kleine nimmt seit ein paar Wochen den Schnuller nicht mehr, seither ist das Einschlafen eine grosse Sache. Früher habe ich ihr nach dem Stillen den Schnuller geben können und sie ist gut eingeschlafen. Nun habeb wir folgende Situation :

- sie schläft tagsüber meiner Meinung nach wenig. 3x 0.5h, manchmal an der Brust, manchmal kann ich sie ins Beistellbett legen, manchmal schafft sie in der Tragehilfe länger. Sie wirkt nach dem Aufwachen unausgeschlafen und muss manchmal weinen-was mir leid tut. Zum Schlafen weiterzubewegen ist sie selten. Hat jemand den ultimativen Tipp wie sie länger schlafen kann?
- sie schläft praktisch nur an der Brust ein. Ich wollte das nie-und mich stresst es sehr-ich möchte dass mein Partner sie auch ins Bett bringen kann. Ich befürchte, dass wir das Einschlafstillen nicht wegkriegen, wenn ich nun nichts unternehme! Hat jemand dazu Erfahrungen?
- Schreien lassen durch Brust verweigern ist aber für mich keine Option. Momentan löse ich sie immer beim Stillen kurz vor d Einschlafen ab, setze sie an wenn sie wieder unruhig wird, bis sie definitiv ohne saugen einschlafen konnte. Ist diese Entwöhnungsmethode erfgsversprevchend? Hat jemand Erfahrung damit?
- vorhin hatten wir folgende Situation: sie war sehr müde-weder tragen noch stillen half. Ich wusste nicht mehr was machen, also habe ich sie in meinen Armen geschaukelt, bis sie nach 15 Minuten verzweifeltem Schreien einschlief. Ich mache mir viele Gedanken und es tut mir so leid dass sie so einschlafen musste und habe Angst dass sie Schaden davonträgt. Die gleiche Situation hatten wir gestern und vorgestern. Kennt das jemand? Wie soll ich das vermeiden, oder soll ich es geschehen lassen, vielleicht muss sie so Druck abbauen? Ich hielt sie die ganze Zeit in den Armen...

Mein grosses Dilemma: ich möchte dass sie beim Einschlafen nicht so sehr aufs Stillen angewiesen ist, bringe es aber nicht über mich, ihr die Brust zu verweigern und sie schreiend einschlafen zu lassen. Gibt es einen anderen Weg?

Ach ja, sie ist 4.5 Monate alt und gestillt-mit Fingerfood und Brei beginnen wir langsam. Nachts schläft sie eigentlich super-zuerst ca.7h und danach noch 3-4h. Abends nach dem Einschlafen wacht sie quasi immer nach 0.5h nochmals auf-manchmal lässt sie sich so beruhigen, manchmal muss ich sie nochmals für 3-4 Schlücke ansetzen.

So, es tat schon gut meine Sorgen mal aufzuschreiben - viielleicht hat nun jemand von euch noch etwas hilfreiches dazu zu sagen!

pqr
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Re: Einschlafen ist schwierig!

Beitrag von pqr »

Klingt alles ganz normal für mich. Sowohl Schlafdauer ( 3 mal 30 min) als auch das Einschlafen an der Brust.
Anstrengend, aber altersgemäß und evolutionäres Erbe.
Ich würde mir keinen Stress machen und es aussitzen.
Bei anderen Personen kann man oft leichter auch ein anderes Einschlafritual etablieren. Also Mama stillt, Papa trägt, o.ä.
Du schriebst nur vom Nuckel, ginge alternativ Einschlaftragen nicht? Rituale mit Körperkontakt entsprechen oft eher der Natur der meisten (Steinzeit)Babys.
Viele Grüße
pqr

pqr mit Mini 04/2015
und Mini2 12/2017

pqr
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Re: Einschlafen ist schwierig!

Beitrag von pqr »

Vielleicht hilft es Dir, Dir klar zu machen, dass das Einschlafstillen keine schlechte Angewohnheit ist, sondern der Natur der Babys entspricht und angeboren ist. Lange Zeit der Menschheitsgeschichte war das ein Garant für Sicherheit und Nahrung.
Viele Grüße
pqr

pqr mit Mini 04/2015
und Mini2 12/2017

Montse
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Re: Einschlafen ist schwierig!

Beitrag von Montse »

Das klingt jetzt vielleicht ein bisschen esoterisch, aber ich lese da bei dir relativ viel Stress raus, was das Thema einschlafen betrifft, und ich kann mir gut vorstellen dass deine Kleine den Stress spürt und irgendwie auch übernimmt.

Könntest du dir vorstellen etwas (innerlich?) zu verändern dahingehend, dass für DICH das einschlafen deiner Tochter angenehmer wird?

Bei uns ist meine kleine in dem Alter oft einfach "nebenher" eingeschlafen, bei mir eigentlich immer an der Brust. Also egal wo ich war oder was ich gemacht habe, irgendwann wollte sie stillen und ist dann meist darüber eingeschlafen. Und das ganze Schläfchen über hat sie dann eigentlich weiter genuckelt. Mich hat das überhaupt nicht gestört und ich bin selbst dadurch total gut runtergekommen und war immer froh über diese kleinen Pausen.

Mein Mann konnte sie in dem Alter problemlos in der tragehilfe in den Schlaf bringen, sie blieb dann das ganze Schläfchen über bei ihm. Bei mir hat das erst viel später ohne Brust geklappt.
mit Sommerkind 2018

victogro
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Re: Einschlafen ist schwierig!

Beitrag von victogro »

Kann mich den Antworten nur anschließen. Klingt normal und ich habe mir vor ein paar Monaten auch viele Gedanken gemacht so nach dem Motto:“Der gewöhnt sich zu sehr daran... Das wird für immer so sein“ und dann habe ich meinen Frieden mit geschlossen und diese Pausen auch als Auszeiten für mich genutzt und mit geschlafen und jetzt will ich es nicht mehr missen ehrlich gesagt.
Was ich sagen will - das Thema einschlafen ist sehr viel entspannter geworden, seit ich das positiv sehe. Was mir geholfen hat war mal zu Googlen und zwar nicht nach „Problem Einschlafstillen“ sonder „Vorteile Einschlafstillen“. Seitdem bin ich der Ober-Fan von Einschlafstillen und die Community hier hilft auch.
Mein Mann konnte bisher immer den Kleinen in den Schlaf in der Trage tragen. Wenn ich die am Wochenende in den Wald schicke, dann kommen die teilweise erst nach 3 Stunden zurück, weil der Kleine das so genießt so nah am Papa zu schlafen.
Eine gute zeitlang hat es hier Daheim nur mit Einschlafstillen im Bett geklappt, aber dann gab es plötzlich mal einen Tag wo es nicht geklappt hat. Dann hat mein Mann ihn genommen und auf dem Pezziball geschaukelt und nach 5 Minuten ist er eingeschlafen. Seit ca 2 Wochen ist das nun so. Also was ich damit sagen will - es wird immer verschiedene Phasen geben - vertrau auf dein Baby und geh darauf ein, wenn du merkst, was es will und was nicht.
Nun, ich habe es schon öfter gelesen, dass es Frauen sehr stresst mit dem Einschlafstillen. Wenn es bei dir „nur“ die Angst ist, dass er sich daran „zu sehr“ gewöhnt, dann würde ich dir die Angst gerne nehmen mit der Erfahrung, die ich gemacht habe. Das langsame und vorsichtige ablösen, wenn das Baby einschläft, ist prinzipiell eine gute Idee. Auf jeden Fall hat es bei uns gut geklappt und mittlerweile dockt er eigenständig in den meisten Fällen ab. Man muss etwas geduldig sein, weil das auch ein Lernprozess ist, aber habe damit gute Erfahrungen gemacht.
Vicky mit Mäuserich 01/2019

Zööö
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Re: Einschlafen ist schwierig!

Beitrag von Zööö »

Meine kleine ist etwas jünger und ich bin froh,dass sie langsam mit einachlafstillen so halbwegs einschlafen kann. Ganz ohne ist keines der Kinder eingeschlafen. Sie is noch so klein , ich finde du machst dir da zu viele Gedanken.
Viele Grüße
ich und
Großer Wurm *November 2014 und Würmchen *November 2016 und Würmli Juni 2019

Melody
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Re: Einschlafen ist schwierig!

Beitrag von Melody »

Hier eine Stimme das Einschlafstillen weiter zu praktizieren. :5:
Ich hatte nämlich eher das umgekehrte Problem; das Kind wollte nicht einschlafstillen. Bisschen genuckelt, dann am Busen rumgezerrt, dann auf mir rumgeturnt. DAS war ätzend! Hätte mir gewünscht, es hätte mit stillen funktioniert... meine Tochter musste ich monatelang im Kinderwagen in den Schlaf schuckeln, natürlich nachdem ich sie gestillt hab... :?

Mein kleinster ging vom einschlafstillen auch zum einfach-ins-Bett-legen über. Ist nicht gesagt, dass es „nie aufhört“.
Sohn *01/2013
Sohn *04/2015 +04/2015
Tochter *07/2016
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Nane85
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Re: Einschlafen ist schwierig!

Beitrag von Nane85 »

Zum Einschlafstillen wurde ja schon viel geschrieben. Die Methode, die du beschreibst, damit sie nicht an der Brust einschläft, wird auch im Buch "schlafen statt schreien" erklärt. Ich weiß aber gerade nicht, für welches Alter das dort erwähnt wird.

Vielleicht kann ja dein Partner das Baby ins Bett bringen? Sie werden dann schon ihren eigenen Weg entwickeln. Bei uns ist das gerade undenkbar, weil sogar beim Papa gefremdelt wird. Sie ist auch 4,5 Monate alt.

Und zu den 3x30 Minuten: Normal! Das hat meine Mittlere auch gemacht. Mein Baby schläft jetzt öfter, aber auch immer nur 30 Minuten. Bei der Mittleren hat sich das geändert, als sie nur noch einen Mittagsschlaf gemacht hat, da schlief sie plötzlich zwei Stunden am Stück. Kann sich also alles noch ändern!
Nane85 mit den Mädels (02/13 & 06/15 & 06/19)

trallalla
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Re: Einschlafen ist schwierig!

Beitrag von trallalla »

Danke für eure Antworten! Die geben mir gerade ein wenig Perspektive. Ich glaube ich habe mich schon ein bisschen in das Thema verschossen und versuche die Sache nun entspannter anzugehen und vor allem Vertrauen in die Kleine zu haben, dass das schon irgendwann klappt. Habe mitmeinem Partner abgemacht dass wir sie nach dem Stillen versuchen ins Bett zu legen... wenn sie sich aber in Rage zu schreien droht dann stille ich sie in den Schlaf.
Zum guten Glück geht es ihr ja gut und sie ist gesund-das 'Problem' besteht nur in meinem Kopf-und ja, wahrscheinlich ändert das Ganze noch ein paar mal!

Ninalein
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Re: Einschlafen ist schwierig!

Beitrag von Ninalein »

Hier auch ein Kind, das von mir abends immer noch einschlafgestillt wird. Von den Großeltern und dem Papa lässt er sich aber trotzdem anders ins Bett bringen. Hat nur ein wenig Geduld und Zeit gebraucht.

Mach Dir wirklich keinen Stress.
...mit Sohnemann unterwegs seit 10/2017.

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