Federwiege, eigenes Bett oder Familienbett

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

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Erdbeer
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Federwiege, eigenes Bett oder Familienbett

Beitrag von Erdbeer » 20.12.2017, 20:10

Hallo zusammen

Ich bin neu im Forum und habe bisher nur mitgelesen. Ich bin momentan ein bisschen verzweifelt und wäre froh über Tips und Anregungen. Es geht im Grunde um das Thema Schlafen und Federwiege. Ich muss sehr ausholen. Meine Kleine ist nun 4 Monate alt. Ihr Schlafverhalten ist seit der Geburt eher schlecht das heisst sie kommt in der Nacht je nach Phase alle ein bis max. 3.5 Stunden. In der Nacht schläft sie im Kinderbett auf einer ergonomischem Matraze von Cocoonababy in unserem Zimmer. Das Einschlafen am Abend war bisher meist kein grosses Problem. Sie braucht absolute Ruhe und null Reize und meine Nähe. In der Nacht kommt sie dann meistens zu mir ins Bett da ich nicht mehr aufstehen mag. Ich habe sie sehr gern bei mir aber da ich mich beim Träumen häufig stark bewege und ausschlage ist mir das zu gefährlich. Aber sie schläft bei mir am ruhigsten. Der Vormittagsschlaf macht sie in der Trage oder auf meinem Arm. Da sie wo anders nicht oder schlächt einschläft und nach einer halben Stunde kommt. Der Nachmittagsschlaf macht sie eingemummelt im Kinderwagen draussen. Dort schläft sie sehr schnell ein. Im Kinderwagen und bei mir schläft sie am besten und längsten. Da in letzter Zeit die Nacht schlechter war, das heisst schlechtes einschlafen und dann stündliches oder am Abend all 10 Minütiges verwachen. Habe ich in der Verzweiflung die teure Federwiege Wombagee gekauft. Momentan ist es wieder bischen besser zu mindest in der Nacht. Jedoch ist es an der Zeit sie von dieser Cocoonamatraze zu entwöhnen da sie zu gross ist und ich brauche ein neuer Schlafort. Und ich kann mich nicht entscheiden was am Besten ist und ob ich die Federwiege wirklich behalten soll. Eigenes Bett, im Bett bei mir oder Federwiege. Momentan versuche ich es mit dem Vormittagsschlaf in der Wiege und versuche sie daran zu gewöhnen. Bin aber nicht sicher ob es wirklich förderlich ist da sie schnell übereizt ist. Was habt ihr für Erfahrungen mit der Federwiege? Lohnt sich die Angewöhnung und wie habt ihr die Kleinen an die Wiege gewöhnt. Können die Kleinen besser durchschlafen oder dient es nur als Einschlafhilfe. Ausserdem ist es ja wieder nur für eine kurze Zeit. Also ev doch besser ans eigene Bett gewöhnen? Ich weiss einfach nicht mehr was richtig ist. Ich mache momentan ein durcheinander mit dem schlafen und habe keine Linie mehr. Am liebsten hätte ich sie die ganze Zeit bei mir aber das geht nicht und ich mag auch nicht mehr. Das einzige was bisher klappte war das Ritual Einschlafen am Abend. Und ich weiss nicht ob ich mit der Federwiege das auch noch zu nichte mache. Entschuldigung für den langen Text. Ich hoffe auf eure Anregungen und Tips

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Mandala345
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Re: Federwiege, eigenes Bett oder Familienbett

Beitrag von Mandala345 » 20.12.2017, 20:40

Hallo Erdbeere,
Ich denke du solltest einfach nach deinem Gefühl gehen. Wenn du deine Tochter am liebsten immer bei dir hättest, dann versuche es doch einmal eine Nacht im Elternbett. Meiner Erfahrung nach bewegt man sich instinktiv im Schlaf weniger bzw so dass man sein Kind nicht verletzt, wenn es neben(bzw. auf) einem liegt. Außerdem könnte es durch den intensiveren Körperkontakt auch sein, dass sie weniger oft Stillen möchte in der Nacht, da sie dich ja auch so spüren und sich sicher fühlen kann.
PS: Vielleicht täte es dir auch gut sich unter Tags gemeinsam mit deiner Tochter zB aufs Sofa zu legen wenn du Nachts wie du schreibst eher wenig zum Schlafen kommst.
Alles Gute
Anna
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NIN
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Re: Federwiege, eigenes Bett oder Familienbett

Beitrag von NIN » 20.12.2017, 20:55

Herzlich willkommen erstmal!
Diese Matratze musste ich erstmal googeln, kannte ich noch garnicht. Also prinzipiell vorweg kann ich erstmal sagen Du musst Dich garnicht für eine Variante "entscheiden". Wir hatten einen sehr schlecht schlafenden Sohn, der nur beim Tragen im absolut dunklen Zimmer eingeschlafen ist oder unterwegs in der Trage/Kinderwagen. Also Kombination aus Reizarmut und Bewegung. Und auch nachts war lange viel Körperkontakt nötig. Die Federwiege kannte ich damals noch nicht und hatte auch keine. In meinem Umfeld kenne ich abe ein paar, die sie sehr gerne nutzen, da hilft wohl nur ausprobieren. Eine Freundin hat sie sehr sehr lange gemacht genutzt, ihr Kind machte darin bis über 2 Jahre den Mittagschlaf. Meine Schwester hat sie kunterbunt benutzt, eine relativ lange Phase tagsüber für alle Schläfchens und nachts als "Backup", wenn garnichts mehr ging. Sie hatte sie über dem Ehebett hängen und dann ne Schnur an der Feder, dass sie im Liegen anschupsen konnte, weil sie einfach nicht mehr rumlaufen konnte mit Kind. Ihr kleiner mochte die Wiege relativ plötzlich mit 10 Monaten nicht mehr...warum auch immer.
Ansonsten haben wir, wie viele hier, mit der Variante, dass man ein normales Kindergitterbett (70x140) an das Elternbett andockt (eine Seite ohne Gitter) gute Erfahrungen gemacht. Man kann Kind entweder etwas auf Abstand haben und z.B. noch ein Stillkissen dazwischenlegen, dann ist es fast wie ein "eigenes Bett" oder eben enger zusammenrücken. Manchmal reicht dann auch nur eine Hand rüberzulegen, aber da ist natürlich jedes Kind anders und es kann sich auch noch mehrfach ändern :wink: Der große Vorteil ist, dass man nicht extra aufstehen muss. Und oft ist es ein Vorteil, wenn man die Kinder früher hört und schneller "eingreifen" kann, dann kommen oft beide Seiten wieder schneller zur RUhe. Das hat bei uns sowieso oberste Priorität, wir schlafen so, wie alle zu am meisten Schlaf kommen.
Was ich noch sagen kann, beim ersten Kind (das wie gesagt auch sehr schlecht in den Schlaf gefunden hat und immer viel zutun gebraucht hat), habe ich bei den vielen Tips von außen immer das Gefühl bekommen: "Wenn Du jetzt nicht alles richtig machst, dann hast Du für immer verloren". Also wenn er jetzt nicht alleine im Bettchen einschlafen kann, dann kann er es nie oder wenn ich ihn zum einschlafen durch die Gegend trage, dann kann er es nie anders... Beim zweiten Kind habe ich das viel intuitiver gehandhabt und einfach immer so gemacht, wie es aktuell am besten passte.

Wir haben übrigens aktuell unsere 2 in`s eigene bett "ausquartiert" (um Platz für Nr. 3 zu schaffen) und es klappt erstaunlich gut. Der Zeitpunkt an dem sie wieder bei uns schlafen variiert, aber wenn wir morgens aufwachen und haben kein Kind bei uns im bett, dann fühlen wir uns schon sehr "alleine". Das hätten wir vor 6 Jahren auch nicht geglaubt...
VLG NIN

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Erdbeer
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Re: Federwiege, eigenes Bett oder Familienbett

Beitrag von Erdbeer » 20.12.2017, 21:27

Oh vielen Dank für eure schnellen Antworten. Meine Kleine hat früher sehr viel geweint und auch heute noch kann sie sehr gut und lang protestieren/reklamieren und ist sehr ungeduldig. Sie braucht ihre Routine und Struktur und dann ist sie zufrieden. Darum setzt mich das auch noch ein bisschen unter Druck da ich sie nicht verwirren und durcheinander bringen möchte. Und NIN da hast du Recht dann macht man sich noch den Druck das man ihr etwas angewöhnt. Aber eigentlich stimmt es man sollte auf sein Gefühl hören. Das ändert bei mir momentan nur ständig. Und beim schlafen ist es mir tatsächlich schon passiert dass ich ausgeschlagen habe. Aber es hat ihr zum Glück nichts gemacht. Aber ich werde wohl nicht drum rum kommen alles auszuprobieren. Ich versuche das mit dem Beistellbett und als alternative noch die Federwiege. Ich hoffe ich kann ihr die Cocoonamatratze abgewöhnen.

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Re: Federwiege, eigenes Bett oder Familienbett

Beitrag von NIN » 21.12.2017, 09:33

Mit dem "angewöhnen" hatte ich anfangs auch Angst. Mir hilft es inzwischen zu sagen, dass sich Kinder auch gut an etwas anderes gewöhnen. Ich muss ja nicht nur, weil ich vielleicht will, dass mein Kind mit 10 Jahren allein in seinem Bett schläft, davor 10 Jahre aushalten, dass es schwierig ist. Das "Umgewöhnen" ist manchmal garnicht so schwierig. Und wenn ihr jetzt 4 Monate ne gute Lösung hattet, dann hat sich das ja schon "gelohnt". Mein Sohn hat ca 5,5 Monate nur "gepuckt" in ein Handtuch zur Ruhe gefunden. Was meinst Du wie oft ich gedacht habe, dass ich das ja nicht ewig so machen kann... aber in der zeit hat es uns allen zu viel Ruhe verholfen. Von einem Tag auf den anderen ging es einfach nicht mehr...er hat sich da angefangen zu drehen. Dann kamen 2 Wochen, die echt mies waren, weil er abends einfach nicht in den Schlaf gefunden hat. Ab da haben wir ihn im dunklen Zimmer getragen. Das hat anfangs auch mal länger gedauert, später oft nur 5-10 min. Und es war stressfreier als so manches bettgeh-Drama mit 10 mal rein und raus und trösten, das ich bei Freundinnen gesehen habe. Und vor allem es hat viel länger gedauert.
Das erste Jahr ist ja eine rasante Entwicklung und ständige Veränderung, das wirst Du noch merken, da steht ihr jetzt gerade am Anfang. Aber daducrhc, dass sich das Kind auch ständig daran "gewöhnt", dass es mehr wahrnimmt, mehr kann, mehr versteht, gewöhnt es sich auch an Dinge die Du veränderst. Strukturen sind nichts schlechtes und bei der Einschlafsituation hilft es Kindern sicher, wenn es die Situation wieder erkennt und man nicht ständig etwas ändert, aber die wichtigste Konstante solltest immer DU sein. Dann ist der genaue Ort, die Matratz etc. garnicht mehr so wichtig. In vielen Ratgebern wird immer Bettgehritualen soviel Bedeutung zugemessen. Im Alter Deiner Tochter finde ich aber weniger ist mehr. Mein zweites Kind hat oft nur eine frische Windel gekriegt, wenn sie z.B. schon völlig übermüdet war, Babys Klamotten tagsüber sind ja genauso bequem. Was andere oft erzählt haben, mit Baden, cremen, massieren, schnickschnack...da hatten meine abends garnicht den "Nerv" für...also wenn Du schreibst sie ist ungeduldig, dann mach wirklich nur eine "kurze" Routine. Andersrum wird sie es sicher nicht aus dem Konzept bringen, wenn da mal ne Kleinigkeit wegfällt. Oder wenn mal abends garnichts klappt, das hatten wir bei beiden Kindern, dann kann man sie auch mal in die Trage packen und ne Runde um den Blpck laufen oder in der Wohnung. Wenn sie tags dabei gut einschläft, warum nicht auch abends. Bevor ich das das erste mal gemacht habe, dachte ich auch "oh Gott, dann muss ich das immer machen". Ist aber völliger Quatsch. Selbst bei viel älteren Kindern machen solche "ausnahmen" nichts aus. Vorgestern hat sich unsere Kleine geweigert in ihrem Bett einzuschlafen und wollte ins Familienbett obwohl es jetzt schon eine Weile gut geht. An dem Abend waren wir spät dran, die Nerven waren bei allen einfach nicht mehr so gut. Dann ist sie halt im großen Bett eingeschlafen. Am nächsten Tag wieder problemlos im Kinderzimmer... Routinen sind was tolles, aber keine Angst sie auch mal zu brechen. Machen wir Erwachsenen bei uns ja quasi ständig.
VLG NIN

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Re: Federwiege, eigenes Bett oder Familienbett

Beitrag von Erdbeer » 21.12.2017, 14:49

Danke für deine Antwort das beruhigt mich. Unser Ritual ist momentan auch nur Windeln Schlafanzug und Schlafsack anziehen dann kurz Spieluhr mit Rauschen an und mit Mami kuscheln und Händchen halten. Aber das klappt wirklich nur bei mir und nicht mit meinem Mann. Ratschläge von Bekannten und Eltern verunsichern manchmal da man oft hört das man das Kind verwöhnt und übertreibt und sie im eigenen Bett schlafen lassen soll. Das hätte bei Ihnen geklappt. Und dann fühlt man sich mit dem Problem alleine. Sie war von Anfang an schwierig was das weinen und schlafen anbelangte und ich kenne niemand in meinem Umfeld wo es auch so war. Und dann hat man das Gefühl alles falsch zu machen. Darum tut es immer gut so etwas zu lesen. Diese Nacht habe ich sie von Anfang an, jedoch immer noch mit diesem Maträtzchen, zu mir genommen und sie gehalten und sie hatte zum ersten Mal 4 Stunden am Stück geschlafen! Stillen und Windeln wechseln musste ich auch nicht so oft. Entweder hat ihre Verdauung umgestellt oder es lag an der Schlafsituation. Ich bin gespannt auf diese Nacht. Das wäre super wenn es klappt. Ich ändere jetzt eins nach dem andern.

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