Erfahrungsberichte und Links zum Thema Schreien lassen

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

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Alex
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Erfahrungsberichte und Links zum Thema Schreien lassen

Beitrag von Alex » 07.11.2006, 20:52

Hallo Ihr Lieben,

neiiin, natürlich nicht, um Lenja zu ferbern... :wink:

Aber es gab hier doch mal einen Link zu dem Bericht einer Familie, die ihre Tochter geferbert haben und die das gar nicht gut verpackt hat. Sie war danach total neben der Spur, in sich gekehrt, das Vertrauen zerstört.

Den Bericht suche ich ganz dringend, da eine Bekannte ihren Sohn gerade ferbert. Der Kleine hat eh schon enorme Trennungsängste und schreit geradezu panisch, sobald sich eine Tür zwischen ihm und seiner Mutter schließt - egal, wer sonst noch im Raum ist. Nun wird er regelmäßig zum Babysitten weggeben, weil "er muss das ja endlich mal lernen" und damit er endlich wieder durchschläft, wird er halt geferbert. Ich habe das mal vor dem Ferbern erlebt - da saß zumindest sein Vater noch neben dem Bett und er hat trotzdem so doll und panisch geschrien, dass ich die Tränen in den Augen stehen hatte... :(

"Schlafen und Wachen" habe ich ihr bereits gegeben - das kann sie gerade nicht lesen, weil sie ja erstmal "Jedes Kind kann schlafen lernen" auslesen muss... :roll: Wieso wir Lenja nicht ferbern habe ich auch schon ganz sachlich erklärt - fruchtet auch nicht. Deshalb möchte ihr jetzt mal diesen Bericht zeigen. Das MUSS doch wachrütteln!

Es wäre lieb, wenn Ihr mir helfen könntet, den Link zu finden - ich habe nichts gefunden. :?

Liebe Grüße, Alex
Liebe Grüße, Alex mit Lenja (24.07.05), Mila (13.11.07) und Jano (17.11.09)

ClauWi-Azubine

kabafreak

Beitrag von kabafreak » 07.11.2006, 21:02

Zwar nicht das was Du gesucht hast, aber das fand ich gut:

link defekt

und hier das Interview wo sich Ferber distanziert:

http://www.booknoise.net/johnseabrook/s ... self/baby/
(ziemlich weit unten)


Ansonsten find ich einige Rezensionen bei Amazon zu den Buch gut..


Vielleicht hilft das ja schon mal ;-)

Wobei die Erfolgsquote recht gering ist Mütter die von diesem Buch überzeugt sind wieder davon abzubringen, leider gelang es mir nicht...

...drück die Daumen für das Wuzel
Zuletzt geändert von kaehde am 22.08.2011, 18:12, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: link defekt

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Beitrag von Gluehsternchen » 07.11.2006, 21:05

Ich hatte diesen Link hier mal eingesetzt, aber ich find ihn auch nicht, er muß hier im Forum sein ;-)

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Beitrag von Gluehsternchen » 07.11.2006, 21:06

ich habs : link defekt (08/11)
Zuletzt geändert von kaehde am 22.08.2011, 18:13, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: link defekt
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Iris
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Beitrag von Iris » 07.11.2006, 21:18

hier steht eine interessante Stellungnahme. link defekt 08/11(vermutlich entspricht der Inhalt dem hier:
ch habe mich viel mit dem Thema beschäftigt. Ich glaube nicht, dass Ferbern unbedingt zu bleibenden Schäden führen muss, kann es aber trotzdem nicht empfehlen. Was auf jeden Fall dagegen spricht, ist, dass es den meisten Eltern doch völlig gegen die Instinkte geht. Das kann nicht richtig sein. Hilfreich finde ich die Informationen über Schlafen und die Schlussfolgerung, dass es ungünstige Einschlafhilfen gibt. Nach meiner Erfahrung ist da was dran.
Wenn deine Freundin dringend eine Lösung sucht, und zum Ferbern schon bereit ist, wird ihr der gute Sears nicht helfen, weil er davon ausgeht, dass eine Mutter das gut aushalten kann, wenn das Kind ständig wach wird.
Vielleicht ist die "No cry sleep solution" was für sie? Gibt es leider nur auf Englisch.
Etwas lasch, aber für mich gut war: "Schlaf gut, mein Kind" von Patricia Noll & Hartmut Horn. Gibt es bei uns in der Katholischen Offentlichen Bücherei.
Zuletzt geändert von kaehde am 22.08.2011, 18:16, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: link defekt
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Beitrag von duduja » 08.11.2006, 08:01

Ich hab bei meinen Jungs auch geferbert.....bei den ersten beiden, kurz vor der Geburt des Dritten. Und bei meinem zweiten Sohn hab ich hinterher fast selber Aggressionen bekommen - er ist nämlich nach 5 Minuten ohne Probleme eingeschlafen, statt wie zuvor 2 Stunden Theater zu machen..... :roll: ....Ich war sauer auf mich, dass ich das Theater so lange mitgemacht hatte, anstatt früher mal konsequent zu sein! Womit ich jetzt nicht meine, ihn schreien zu lassen!!! Für unseren Großen war es dagegen schlimm. Er ist sonst nach 5 Minuten mit Mama am Bett eingeschlafen und hat damals eine Dreiviertelstunde geweint - zwar "nur" einen Abend lang, danach war es gut, aber mit tut das heute noch in der Seele Leid!!!

Ich würde auch NIE vor einem Jahr mit irgendeinem "Schlafprogramm" anfangen, meine Kids sind beim andeutungsweisen Versuch immer gleich krank geworden!!! :shock:

Und wie man ein Kind alleine lassen kann, wenn es sichtlich Angst hat, verstehe ich sowieso nicht!

Für unsere kleineren Kinder war es eh kein Problem! Sie mussten ja nicht aus dem Elternbett in ein eigenes Zimmer, sondern haben einfach zu ihren Geschwistern gewechselt. Ich bin immer noch baff, wie gut das bei Nici geklappt hat. Er schläft ja seit zwei Wochen im eigenen Bett bei seinen Schwestern im Zimmer und hat sich von der ersten Nacht an geweigert, nach dem Aufwachen nachts bei uns im Bett weiterzuschlafen :lol: . Mittlerweile schläft er fast immer durch - und der einzige Preis dafür ist, dass er eben jetzt nachts Windeln trägt und nicht mehr windelfrei ist - aber damit könne wir gut leben!
Liebe Grüße, Duduja - und die wilde SIEBEN mit 13, 15, 17, 19, 22, 24 und 26 und zwei Sternenkindern


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Luema
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Beitrag von Luema » 08.11.2006, 08:28

Erfahrungsberichte? Ja, da kann ich einen schreiben. Ich oute mich hier mal ganz mutig und mit viel Angst, von euch allen geköpft zu werden, als Ex-Ferber-Mama. :cry: :cry: :cry: :cry: :cry:

Also, es war so:

Ich bin mit dem Ferbern aufgewachsen. Meine Mama hat uns nicht nur geferbert, sondern ohne zwischendurch nach uns zu schauen eine halbe STunde am Stück schreien lassen. Für mich war das die Norm, und ich kannte es nicht anders. Später lernte ich dann schon auch wenige Leute kennen, die gegen das schreien-lassen waren, aber ich kannte sie zu wenig gut, als dass mich das beeinflusst hätte. Mit Entsetzen hörte ich "Schauergeschichten" von Kindern, die mit einem Jahr nachts noch nicht durchschliefen oder die Mama oder Papa zum Einschlafen brauchten... SOWAS sollte mir nie passieren, dachte ich.

Mir hat es immer sehr weh getan, meine Kleine schreien zu hören. Deshalb hab ich es lange nicht getan. Als dann aber unsere Einschlafprobleme begannen, und immer schlimmer wurden, dachte ich, nun müsse ich doch mal auf aufs Ferbern zurückgreifen. Ich hab dann Luisa schreien gelassen. :cry: :cry: :cry: Sie schrie ausdauernd, verzweifelt und lange, und ich weinte im Wohnzimmer mit. Ich rechnete mit höchstens 5 abenden, an denen das nötig sein würde. Aber da habe ich mich verrechnet, und zwar (zum Glück) gründlich.

Es wurde nicht besser. Es wurde viiiieeeel schlimmer. Mein kleiner Schatz konnte bis anhin tagsüber immer gut schlafen, und es gab nie Theater. Aber nun ging gar nichts mehr. Sie schrie, sobald ich sie ins Bettchen legte, sobald sie mich nicht mehr sah, sobald ich Anstalten machte, das Zimmer zu verlassen. Und das war nicht nur weinen, da war Panik in der Stimme, wirkliche Panik. Abends natürlich auch.
Bis anhin hatte meine Kleine auch nicht geweint, wenn sie erwacht war nach dem Mittagsschlaf. Sie hat schön gespielt im BEttchen. Aber nun schrie sie los, sobald sie auch nur ein Auge offen hatte.
Sie hat auch immer schön druchgeschlafen. Aber das war vorbei. Nachts erwachte sie mit panischem Schreien.

Da stoppte ich das "Programm," und zwar radikal. Ich suchte im I-Net nach Infos, und fand dann auch verschiedene Erfahrungsberichte die meine ERfahrung bestätigten.

Was ich da an fünf Abenden zerstört habe an Vertrauen, brauchte Wochen, bis es wieder heilte in der kleinen Kinderseele. Ich habe es nur geschafft, indem ich zuverlässig auf jedes Weinen und Jammern geantwortet habe, indem ich sie einfach in den Schlaf gestillt habe, ihr abends viel Nähe gegeben habe und keine Minute mehr schreien liess.

Ich stehe mit meiner Haltung dem schreienlassen gegenüber ziemlich alleine da. Werde auch angegriffen deswegen. Aber ich bin davon geheilt. Und rate allen Eltern vom Schreien-lassen ihrer Kinder ab, denn was da zerstört wird an Vertrauen, kann massive Folgen haben.
Zuletzt geändert von Luema am 08.11.2006, 08:46, insgesamt 1-mal geändert.
Liebe Grüsse von Maria
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Beitrag von Flieder » 08.11.2006, 08:29

luema hat geschrieben:ERfahrungsberichte? Ich schreib dir mal ne PN.


hoffentlich keine eigenen.....
liebe grüsse
steffi + mini 6Jahre

Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt. (Albert Einstein)

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Beitrag von Luema » 08.11.2006, 08:50

Ich schreib dir doch keine PN, denn ich habe mich entschieden, den ERfahrungsbericht (siehe oben) zu veröffentlichen. WEr Mist baut, muss dazu stehen können. Auch im Risiko, geköpft zu werden. (zum Glück geht das hier nur schriftlich und nicht real!)

Und nun, auf mich mit Gebrüll!

Wobei ich denke, ich bin durch mein schlechtes Gewissen genügend gestraft.
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Beitrag von Alexandra » 08.11.2006, 10:36

Liebe Maria,

wer nun noch nie sein Kind auch nur eine Minute hat weinen lassen, um wenigstens schnell aufs Klo zu gehen oder sich die Zähne fertig zu putzen, der darf den ersten Stein nehmen...

Respekt für Deinen Mut, das hier zu schreiben und noch viel größeren Respekt, daß Du, wenn auch mit Schaden, aber selbst eingesehen hast, was man mit dieser Methode anrichten kann! Ich selber weiß auch, wie unendlich schwer es ist, sich aus anerzogenen Mustern zu lösen und ich finde es toll, daß Du es geschafft hast!

Ich denke auch eher nicht, daß Deine Tochter dauerhaft geschädigt ist, und wenn sie erstmal 18 ist, werden ihr bestimmt genug andere Sachen einfallen, um sie Dir aufs Butterbrot zu schmieren :P :lol:

Nein, hier wird Dich niemand köpfen.

Liebe grüße Alex
Dem ganz Großen 05/00, dem Großen 06/04, dem bald Großen 01/08, der kleinen Schwester 11/13 an der Hand und Mondmädchen Luna Nicole (*+ 9/11) für immer im Herzen

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