Hören diese Phasen irgendwann auf?

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

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Lösche Benutzer 24537

Re: Hören diese Phasen irgendwann auf?

Beitrag von Lösche Benutzer 24537 » 15.02.2018, 14:39

Spielen im Elternbett ginge zwar, würde mir aber nichts bringen. Sie will auf meinem Schoß sitzen dabei und die Spielsachen sind alle im Wohnzimmer. Da kann ich dann auch aufstehen und dorthin gehen. Mich hinlegen während sie neben mir unzufrieden quakt kann ich nicht.

Sie schläft zurzeit für ihre Verhältnisse auch viel zu wenig und ist quasi dauermüde. Die zweite Hälfte der Nacht ist ein ständiger Wechsel von einer Brust zur anderen. Die doofen Zähne leisten ihren Beitrag. Tagsüber findet sie gerade nur Aufmerksamkeit pur gut, also Schabernack machen. Oder mit ihr durch die Stadt gehen. Den Weg dorthin und wieder zurück schon wieder nicht. Richtig Einkaufen auch nicht. Alles doof. Kuscheltiere sprechen lassen im Spielzeugladen hingegen super. Spazieren gehen mit Hund auch doof.

Was ICH dabei am blödsten finde: es versteht keiner in meinem Umfeld, dass das ANSTRENGEND ist. Dass ich müde bin. Dass ich mir EINE STUNDE Pause wünsche. Mein Kind ist doch so süß! Warum freue ich mich denn nicht einfach daran? Ja! Ich bin schon echt ne doofe Mutter, wenn ich nicht 20 Stunden am Tag wie ein fröhlicher Flummi durch die Gegend hüpfe.

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Re: Hören diese Phasen irgendwann auf?

Beitrag von Pünktchen54 » 19.02.2018, 11:00

Hi Kalotta,
Mensch, klar ist das anstrengend! Ich hab auch Tage da hab ich einfach "keine Lust" die ganze Zeit das Töchterlein zu bespaßen. Wir haben im Moment auch mal wieder so eine schwierige Phase.
Einschlafen abends klappte normalerweise immer super, jetzt will sie immer wieder aufstehen und ich hab die letzten Wochen meine Abende im Bett bei ihr verbracht und mein Mann sitzt alleine auf dem Sofa.
Draußen im Tuch hilft derzeit nur Kopf sanft auf der Brust halten und am besten noch die eine Tuchbahn vors Gesicht halten, da Madame soooo ablenkbar bist und alles sooo spannend, egal, wie müde sie ist und egal, ob es "nur" die Hunderunde im Wald ist.
Tagsüber zu Hause läuft es jetzt leider manchmal so schlecht, dass sie gar nicht runterkommt und so habe ich sie mit leichtem Druck in meinem Arm und wenn sie merkt, wie müde sie ist, fängt sie an zu weinen. Ich erzähle ihr eine Geschichte oder wiege sie und streichle sie und nach ein paar kurzen (oder langen) Minuten ist sie dann soweit, dass sie, kaum die Brust im Mund, tief schläft.

Vielleicht ist es bei deiner Tochter ja ähnlich, dass die Welt grad einfach zu spannend ist und sie merken muss, wie müde sie ist.
Mit Töchterlein 04/17

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Re: Hören diese Phasen irgendwann auf?

Beitrag von DaisyDog » 13.03.2018, 17:04

jaja, die Schuldgefühle...

ich finde, du hast absolut Recht, sauer zu sein. Es wissen immer alle alles besser und das nervt.

ich gebe zu, ich habe meine Kleine auch schon mal ein blödes Mistbalg genannt. Also als sie es noch nicht verstanden hat, natürlich.
Jetzt ist sie 4 und wir haben uns trotzdem lieb. Meine Mutter hat auch gesagt, dass sie oft ausgerastet ist, als ich klein war. Jetzt bin ich erwachsen, ich habe sie ebenfalls lieb und fühle mich nicht traumatisiert.

Und fühl dich auch nicht mies, wenn die Kleine bei anderen Leuten ganz anders ist als bei dir. Wäre sie ständig bei denen, würde sie da auch irgendwann ihre Macken zeigen. Du bist die vertrauteste Person, darum probiert sie bei dir alles aus. Außerdem dürfen die anderen Klugsch+++ öfter mal durchschlafen. Ausgeruht wärst du auch anders drauf.

Sei ruhig sauer. Sei ruhig mal frustriert. Gleichgültig darfst du nicht sein, das ist wichtig.
chacka!

Lösche Benutzer 24537

Re: Hören diese Phasen irgendwann auf?

Beitrag von Lösche Benutzer 24537 » 13.03.2018, 21:58

Ja, auf die diversen Kommentaroren um uns herum bin ich schon ab und an sauer ;)
Auf mein Kind aber nicht und das ist mir wichtig. Wenn ich sauer auf mein Kind wäre, weil es sich mit dem Einschlafen schwer tut, dann würde da meinem Gefühl nach etwas nicht stimmen. Manchmal fühlt es sich aber an, als würden diese "hin und her Einschlafbegleitungen" meine Nerven zermalen. Ich weiß nicht, wie ich es besser formuleiren kann. Es ist ein bisschen wie Kreidequietschen oder so etwas. Wenn sie sich zum zehnten Mal wach strampelt, dann ist in mir der Impuls, aufzuspringen und laut "Scheiße" zu rufen. Ich erlaube es mir dann in diesen Situationen, laute Frustgeräusche in mein Kopfkissen hinein zu machen. Damit hat die Kleine kein Problem. VIelleicht denkt sie "Oh, Mama ist gerade knatschig", aber sie empfindet das nicht als gegen sich gerichtet und das ist es auch nicht. Das "Ne" von vor einiger Zeit allerdings war gegen sie oder auf sie gerichtet und das war nicht Ordnung von mir. Ich empfinde es als nicht in Ordnung, MEINEN Frust gegen mein Kind zu richten. Schießlich bin ich erwachsen und habe Möglichkeiten, meine Impulse zu steuern. Älteren Kindern sage ich durchaus "Mensch, das ist doch Mist" wenn sie gerade Mist bauen, aber das unterscheidet sich in meinen Augen grundlegend davon, ein sich vor Müdigkeit windendes Baby anzuraunzen. Und ja, ich habe mir fest vor genommen, mein Kind niemals anzubrüllen und bislang macht mir das nichtmals Mühe. Toitoitoi für die Zukunft.

... je entspannter ich bin und je weniger Erwartung ich an meine Tochter habe, desto harmonischer läuft das Einschlafen hier. Und das bedeutet ja, dass tatsächlich mehr ICH das "Problem" bin, als sie. Ich arbeite an mir ;) Und an unseren Lebensumständen, auf das wir alle entspannter werden. Jetzt, nachdem wir eine Woche Zahnen mit extrem wenig Schlaf gemeistert haben, schläft sie gerade wie eine Weltmeisterin. Das besteht wohl Nachholbedarf...

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