Extrem viel Milch, Tragen von Oberbekleidung kaum möglich, Angst vor Gedeihstörung

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Lyrahey
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Extrem viel Milch, Tragen von Oberbekleidung kaum möglich, Angst vor Gedeihstörung

Beitrag von Lyrahey »

Hallo,
ich schreibe hier, weil ich mich in einem Thread von 2017
"2. Brustentzündung/Milchstau in 3 Wochen" so wiedererkannt habe und hoffe ebenfalls so gute Hilfe zu finden.
Unsere Stillgeschichte ist lang, obwohl meine Kleine erst 7 Wochen alt ist. Ich möchte es aber unbedingt schaffen und bin gleichzeitig völlig fertig und überlege ob Abstillen nicht doch die bessere Alternative ist.
Es gibt eigentlich drei Probleme:
1. Ich habe zu viel Milch und einen starken Milchspendereflex. Die Brüste sind meist übervoll und knotig. Morgens sind es Felsen. Es spritzt beim Stillen heraus, meine Kleine verschluckt sich und hat viele Pupse und meist explosionsartiges Kacka. Meine Kleine trinkt die Brust nie "leer". Nur wenn sie sich Mal schnell hintereinander meldet (1,5h) und dann gut trinkt, ist die Brust zwar gefüllt aber weich. Dass eine Brust Mal komplett "leer" war (im Sinne von labbrig weich) habe ich in 7 Wochen zweimal erlebt.
Ich blockstille seit 9 Tagen. Habe es schon einmal für 72h gemacht. Es ist etwas besser geworden.
Seit 2 Tagen ist es wieder schlechter, obwohl sich nichts geändert hat. Beide Brüste laufen sowieso häufig aus. Aber seit gestern läuft die rechte Brust sehr häufig aus und ich bekomme es durch Zuhalten kaum unterdrückt. Daher würde ich sagen, glaubt die rechte Brust der Bedarf ist erhöht und wird sehr schnell voll und gespannt. Ich blockstille eigentlich alle 4h. Da meine Kleine einen 2-3h Rhythmus hat, ergibt sich dann immer eine Stillpause pro Brust von 6-7h. Anfangs musste ich mehr ausstreichen. Mittlerweile weniger. Aber seit gestern müsste ich rechts fast stündlich ausstreichen. Mache ich aber nicht. Allerdings wird rechts dadurch schnell rötlich, hart und schmerzhaft. Ich musste eben das Blockstillen unterbrechen und die Kleine wecken, da es gefühlt ein Milchstau war. Quarkwickel, Kühlelemente, retterspitz sind unsere besten Freunde seit 6 Wochen und ich kann sie eigentlich nicht mehr sehen. Ich kühle permanent. Tagsüber und nachts. Vielleicht mal eine 2 stündige Pause am Tag. Ich habe zudem 4-5 Tassen Salbeitee getrunken pro Tag. Bin jetzt auf Sweatosan umgestiegen und schleiche mich da langsam heran. Vorgestern eine, gestern zwei, heute wahrscheinlich drei. Beim ersten Tag hatte ich das Gefühl, dass es gut wirkt. Gestern war online Rückbildung, da habe ich von der ersten nichts gemerkt, abends von der zweiten vielleicht.

2. Wenn ich tagsüber das haus verlasse oder wie gestern den Rückbildungskurs mache, dann geht es meinen Brüsten nach 1h schlecht. Sie werden durch die Kleidung sehr warm, schwellen an, die Brustwarze verschwindet fast und sie werden sehr voll. Der msr wird ausgelöst oder die Stilleinlagen drücken ihn ab, sodass sich die Brüste füllen. Das schränkt mich sehr ein und belastet mich. Ich komme nicht länger als 1h aus dem Haus und schon das kostet mich viel Brustpflege. Ich kann meine Kleine nicht ins Tragetuch nehmen und sie fürs Bäuerchen oder zum Kuscheln nicht auf die Brust legen. Das macht mich sehr traurig, weil eigentlich ist es mir ein großes Bedürfnis und ich bin auch gerne an der frischen Luft.
Aufgrund von Corona muss man derzeit ja nicht viel raus, sonst wüsste ich gar nicht was ich machen soll. Aber wie soll das in der Zukunft werden, wenn man sich Mal wieder mit Freunden und Familie treffen will? Oder ich Vorlesungen habe?
Ich trage Zuhause oben ohne. Unterwegs einen stillbh/stilltop und ein lockeres Oberteil. Es schnürt nichts ein. Mehr Kleidung ertrage ich kaum. Ohne Stillunterteil würde ich auslaufen und alles tränken und der T-Shirt Stoff reibt dann schmerzhaft über die Brustwarzen.
Ich habe für unterwegs diese Kühldonuts. Allerdings nützen sie mit dem Fleece herum nichts. Ohne Fleece reicht die Kälte für 10 Minuten. Natürlich muss ich wegen der vielen Milch und dem Milchspendereflex Stilleinlagen tragen. Die blauen Kühlelemente drücken unterwegs so auf die Brust, dass diese "gemolken" wird. Das kurbelt ja wieder die Milchproduktion an. Daher kann ich diese nicht nehmen. Ich habe hier von getränkten, gekühlten Stilleinlagen gelesen. Das habe ich auch probiert. Aber die sind so hart, dass sie an den Brustwarzen reiben und sie sind so unbiegsam, dass sie mir in die Brüste drücken und es Dellen gibt.

3. Das Gewicht meiner Kleinen beschäftigt mich auch. Laut Kinderarzt und Hebamme reichen ihnen eine Zunahme von 100g/Woche. Unsere Stillberatung meint, dass ist viel zu wenig. Die Kleine halte nie ihre Perzentile. Mein Freund und ich sind beide schlechte Zunehmer. Meine Schwester und meine einzige Nichte auch. Meine Nichte ist 16 Monate alt, trägt 80 und wiegt ich meine 9-10kg. Meine Schwester und ich mussten beide als Kinder zur Ernährungsberatung, weil wir so schlecht zugenommen haben. Wir waren immer sehr weit unten auf der Perzentile. Meine Tochter ist mit erstaunlichen 3700g geboren. Ihr niedrigster Gewicht war 3450g Zuhause. Am ich glaube 16. Tag hatte sie ihr Geburtsgewicht wieder.


Euer Baby ein Junge oder ein Mädchen?
Ein Mädchen.

* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, wenn ja, mit was (Muttermilch, Formulanahrung)? Schreibt bitte die Mengen auf (wie oft und wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Einen Tag lang im Krankenhaus auf der Intensiv, da war sie ca. 24h alt.
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: Wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Meist meldet sie sich alle 2-3h. Sie trinkt meist kurz so 5-10 Minuten. Powerbetankung. hin und wieder, wenn die Brust leerer ist, dann auch Mal 15 min. Manchmal meldet sie sich noch für "Nachtisch" ein paar Minuten später. Wie lang sind die Schlafpausen? Meist tagsüber 2h, nachts 3h. Ganz selten länger.
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? We häufig hat es Stuhlgang?
So 6x gut Pipi. Kacka hat sie sehr häufig und explosionsartig gemacht. So 6x pro Tag. Seit 2 Tagen kämpft sie eher und macht 2-3 fester riesige Portionen Kacka. Sie macht sehr viele Pupse.

* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Es war ein holpriger Start. Im Kreissaal wurde gesagt machen Sie mal. Das hat aber geklappt. Danach erbracht sie ganz viel Fruchtwasser, sodass sie die Nacht bei den Schwestern geschlafen hat, weil ich dachte sie erstickt im Schlaf. Niemand sagte mir, dass man ein Baby am Anfang ganz häufig anlegen muss. Am Morgen wurde sie mir gebracht, dann hab ich es nochmal versucht, hat nicht geklappt. Dann ging es direkt zur U1. Dort wurde Unterzucker festgestellt und das Zungenband wurde durchtrennt. Ich sollte sie zur Blutstillung dann anlegen. Funktionierte mithilfe der Schwester nicht, auch mit Stillhütchen nicht. Schließlich bekam sie ein Fläschchen und musste gegen Mittag auf Intensiv. Dort bekam sie nur Fläschchen. Ich durfte wegen Corona ja nur 2h dort sein. Ich habe dann auf eigenen Wunsch abgepumpt, da ich Angst hatte sonst keinen Milcheinschuss zu bekommen. Dies hab ich nur 2x gemacht, weil sie dann schon wieder zu mir gekommen ist. Im Krankenhaus bekam sie dann immer Brust mit Stillhütchen (links Flachwarze, rechts konnte sie das Vakuum trotz Hilfe nicht halten und die Brustwarze war wund) und hinterher Fläschchen. Zuhause habe ich das Fläschchen weggelassen, weil ich ab da sehr viel Milch hatte.

Die Kleine war die ersten zwei Wochen sehr müde, nahm nur super langsam zu und Zuhause ist sie noch gelber geworden. Laut Hebamme aber normal. Laut Krankenhaus sollten wir sie alle 2h zum Stillen wecken, laut Hebamme eigentlich nach Bedarf stillen, aber sie wachte nicht auf. Es war ein Kampf sie beim Stillen wach zu halten. Fuß kitzeln oder irgendwelche Punkte im Gesicht reiben und drücken ein Witz. Ein kalter Waschlappen im Gesicht war teilweise das einzige was half. Durch die paar Anlegeversuche im Krankenhaus hatte ich kaputte Brustwarzen. Trotz Stillhütchen schmerzhaft.
Wir suchten dann eine Stillberaterin. Sie zeigte mir richtiges Anlegen und empfahl ein größeres Stillhütchen. Damit heilten die Brustwarzen ab.
Sie war es aber die ständig über die Perzentile redete und auf keinen Fall stillen nach Bedarf, wegen einer drohenden Gedeihstörung. Viel Anlegen sollte ich und ich hatte ja schon so volle Brüste...Zusätzlich war das Zungenband ihrer Meinung nach nicht richtig durchgeschnitten. Sodass wir es nachschneiden haben lassen (für viel Geld bei ihrem Mann, hinterher haben wir erfahren, dass sie das wohl immer empfiehlt und unser Vertrauen in sie ließ nach).
Wir sind dann wegen dem Perzentilengerede vor der U3 zum Kinderarzt und sollten schaurn, ob sie 1/6 ihres Gewichts trinkt. Mit Waage. Das tat sie. Plötzlich nahm unsere Maus an einem Tag 150g zu und alles war wieder im Lot. Kinderarzt und Hebamme sind wie gesagt zufrieden mit 100g.
Da meine Brüste inzwischen Felsen waren, trotz Kühlung usw empfahl die Stillberatung Blockstillen für 24h und 3 Tassen Salbeitee. Das Stillhütchen sollte ich belassen, da die Brüste viel zu prall waren. Ich habe einfach 72h blockgestillt, dann merkte ich leichte Besserung und hörte auf. Weil ich nach 24h nichts nerkte. Das war in Lebenswoche 4. Es wurde wieder schlechter (wahrscheinlich wegen verändertem Trinkverhalten im Wachstumsschub). Sodass ich seit dem 1. Mai (Woche 6 wieder Blockstille).
Grundsätzlich ist es minimal besser geworden. Aber es ist immer noch viel zu viel und ich habe jetzt zusätzlich die zur Stauung neigende rechte Brust.
Die U3 Ende April war unauffällig. Laut Hebamme und Kinderarzt sollen wir nach Bedarf stillen. Laut Stillberatung weiterhin nicht. Sie machte uns immer wieder Angst mit der Perzentilen und wie soll sich je Angebot und Nachfrage einpendeln, wenn sich das Kind nicht selbst äußern darf? Da wir aus dem Umfeld zunehmend hörten, dass die Stillberatung wohl wirtschaftliche Ziele verfolgt (sie hat sich z.b. nur einmal kurz meine Brüste angeschaut und einmal das Anlegen und sonst nur von Perzentile und Zungenband geredet), möchten wir mit ihr nicht mehr zusammenarbeiten und stillen die Kleine seit 2 Wochen nach Bedarf. Sie meldet sich regelmäßig alle 2-3h, manchmal eher, manchmal schläft sie 4h (das ist sehr selten).

Meine Kleine trinkt seit der vielen Milch immer sehr schnell. So 5-10min. Manchmal wenn die Brust weicher ist entspannt 15min. Pro Mahlzeit meist 80-100ml. Manchmal 120ml. Sie hat ein hohes Saugbedürfnis und hat ständig ihre Händchen im Mund. Überall steht, dass man die Kleinen nuckeln lassen soll. Das steigert ja aber die Nachfrage, daher möchte ich es nicht. Wir testen seit einer Woche mit Schnuller (nur wenn wir unsicher sind ob sie Hunger hat). Hat sie Hunger spuckt sie ihn aus, ist sie müde nimmt sie ihn nuckelt und schläft fast sofort ein. Dann nehmen wir ihn wieder raus oder sie spuckt ihn aus.
Ich nehme zwischendurch immer Mal das Stillhütchen beim Stillen ab. Sie interessiert sich wohl für die Brustwarze. Leckt dran. Ich habe es schon 1x bei der Flachwarze und 2x bei der normalen Warte geschafft dass sie für einen Moment richtig dran trinkt.


* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Ja Hütchen und Schnuller.

* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Ja Hebamme (kommt erstmal nicht mehr, wusste nicht weiter), Stillberatung (nicht mehr), Kinderarzt)


Letztes verlässliches Gewicht der Kleinen war
am
23.04. 4090g Kinderarzt
Unsere Waage aus der Apotheke hat große Schwankungen trotz Eichung bei mehrfachen Wiegen hintereinander. Es besteht derzeit aus Sicht von Hebamme und Kinderarzt ja kein Problem, weshalb wir immer nur für uns grob schauen und immer dreimal Wiegen und dann den Mittelwert nehmen.
09.05. 4420g Zuhause
Sie hat bisher immer stagniert mit dem Gewicht und dann Sprünge gemacht.

Vielleicht mag uns ja jemand helfen. Ich bin ziemlich fertig, der Alltag wird durch Brüste und Milch und Angst um das Gewicht bestimmt. Tut mir leid, dass es so viel Text ist, aber die Geschichte ist lang.

Liebe Grüße Lyra und Mausi

Sommermama2017
ist nicht mehr wegzudenken
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Re: Extrem viel Milch, Tragen von Oberbekleidung kaum möglich, Angst vor Gedeihstörung

Beitrag von Sommermama2017 »

Hallo Lyra,

das klingt echt anstrengend für euch! Aber gut, dass du dir Hilfe suchst, das wird bestimmt dann bald besser! :)

Kannst du alle Gewichte, die du hast, in einer Liste zusammen aufschreiben?
Du hast ja Geburtsgewicht und niedrigstes schon erwähnt im Text, einfach noch zu Liste dazu.

xy.xy.20 xxxx g Geburt
xy.xy.20 xyyxg niedrigstes
Kinderarzt
9.5.20 bei euch

und das mit allen Daten, das wäre nochmal aussagekräftiger.

Ansonsten ist es zwar doof, dass du durch die viele Milch so viele Probleme hast, aber immerhin muss die Milch "nur" ins Kind und du musst da nichts mehr steigern an der Menge.

Ihr bekommt das bestimmt bald hin!

Gerade ist viel los, es könnte etwas dauern, bis sich ein Stillmod meldet.
Wenn es dringend ist, kannst du deinen Beitrag nach 72 Stunden melden.
Liebe Grüße von Sommermama mit L. 07/17 aus dem Ruhrgebiet

Sommermama2017
ist nicht mehr wegzudenken
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Re: Extrem viel Milch, Tragen von Oberbekleidung kaum möglich, Angst vor Gedeihstörung

Beitrag von Sommermama2017 »

viewtopic.php?f=2&t=217780

Vielleicht findest du hier noch Tips zu "zu viel Milch".
Liebe Grüße von Sommermama mit L. 07/17 aus dem Ruhrgebiet

Sommermama2017
ist nicht mehr wegzudenken
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Re: Extrem viel Milch, Tragen von Oberbekleidung kaum möglich, Angst vor Gedeihstörung

Beitrag von Sommermama2017 »

viewtopic.php?f=2&t=217263

Nochmal zu Milchstaus...

Ansonsten gibt es im Stillforum noch eine Linksammlung, da gibt es auch nochmal Tips.
Liebe Grüße von Sommermama mit L. 07/17 aus dem Ruhrgebiet

Glyzinie
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Re: Extrem viel Milch, Tragen von Oberbekleidung kaum möglich, Angst vor Gedeihstörung

Beitrag von Glyzinie »

Willkommen im Forum!


Also wenn die Einlagen abschnüren, ist der BH zu klein. Gerade weil du ja dickere benötigst, musst du die größentechnisch mit einrechnen. Ich hatte auch immer recht dicke waschbare aus Baumwolle, da habe ich gleich einen größeren BH besorgt, der erste kurz vor der Geburt gekauft, war damit zu klein.

Deine Nichte ist doch ca. auf der 30. Perzentile für ihr Alter. Ist doch völlig normal. Gr. 80 auch. Zum Gewicht deines Babys können dir sicher die Stillberaterinnen was sagen, wenn du die Liste komplett aufgestellt hast. (unser Bub ist 3,5 Jahre alt, 12kg schwer und auf der 3% Perzentile, geht also auch noch so).
Mit eiligem Piffi (11/2016)

Lyrahey
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Re: Extrem viel Milch, Tragen von Oberbekleidung kaum möglich, Angst vor Gedeihstörung

Beitrag von Lyrahey »

Das ist lieb Sommermama. Gerade sind wir im Krankenhaus. Mir ging es plötzlich heute Vormittag sehr schlecht. Mit Schwindel, Schweißausbrüchen und Schmerzen in der rechten Brust. Wir müssten dann ins Krankenhaus, weil es keinen diensthabende Gynäkologen gab. Erstmal nur ein Milchstau. Sie wollen mich aber da behalten, weil sie das Problem der vielen Milcg sahen und ich halb kollaptisch war.
Weil hier viel los ist, ist die kleine Maus aufgedreht und super viel wach und trinkt daher mehr.
Blockstillen kennt bisher keiner hier. Zufällig habe ich bis jetzt das Blockstillen ca. beibehalten, da es von den Zeiten her passte. Ich habe aber rechts etwas länger angelegt, insgesamt 3x. Dann war links hart und prall, weil längst über ihre zeit. Die hat die Kleine jetzt zweimal in 1,5h gut getrunken. Macht sie sonst eher nicht. Die linke ist jetzt recht weich, die rechte besser als heute morgen aber immer noch hart. Ich soll sie beim nächsten Mal wieder anlegen, dadurch stille ich dann nicht mehr Block. Ich habe Angst, dass die Brüste dann morgen viel schlimmer sibd. Mach es aber, denn due Stauung muss ja weg. Wenn die Brust gleich nicht leerer ist soll ich pumpen. Ist das sinnvoll?
Die Gewichte reiche ich nach. Hab das gelbe Heft nicht hier. Heute wurde die gewogen. Wiegt sogar nur 4290.

Sommermama2017
ist nicht mehr wegzudenken
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Re: Extrem viel Milch, Tragen von Oberbekleidung kaum möglich, Angst vor Gedeihstörung

Beitrag von Sommermama2017 »

Gewichte von verschiedenen Waagen kann man kaum vergleichen, da würde ich jetzt nicht so viel drauf geben.

Gute Besserung, hoffentlich erholst du dich bald und ihr könnt wieder nach Hause. Gut trinken klingt ja wenigstens gut. :)
Liebe Grüße von Sommermama mit L. 07/17 aus dem Ruhrgebiet

Jadzia
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Re: Extrem viel Milch, Tragen von Oberbekleidung kaum möglich, Angst vor Gedeihstörung

Beitrag von Jadzia »

Ich hatte es am Anfang ähnlich wie du und wir waren auch im KH nach 3 Wochen wegen Gedeihstörung und so.

Es ist alles gut geworden und ich konnte 4 Jahre stillen. Ausgelaufen bin ich ein Jahr lang.
Einschlafstillen ging erst ab dem 7. Monat da ich Dax geflutet hab.
Es dauert manchmal das richtige Stillmanagement zu finden.

Ich war da auch oft aufgelöst und verzweifelt. Aber das kann werden. Nur Mut
Niemand geht je verloren

Jadzia mit Dax (03/11)

Jadzia
alter SuT-Hase
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Re: Extrem viel Milch, Tragen von Oberbekleidung kaum möglich, Angst vor Gedeihstörung

Beitrag von Jadzia »

Unterm Strich habe ich sehr gerne gestillt aber in den ersten drei Monaten hat es sich schon nach Job angefühlt
Niemand geht je verloren

Jadzia mit Dax (03/11)

Feuerkind
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Re: Extrem viel Milch, Tragen von Oberbekleidung kaum möglich, Angst vor Gedeihstörung

Beitrag von Feuerkind »

Ich drück dich mal(())

Ich erkenne mich da sehr wieder bzw den Start meiner ersten Stillzeit.

Ich hatte so unheimlich viel Milch, ständig war alles nass, ich schlief nachts auf Handtüchern plus Mullwindeln im BH und alles was irgendwie drückte machte mir direkt Milchstau(enge Kleidung, tragetuch usw)

Mein Baby konnte dadurch nicht richtig andocken, weil die Milch so stark spritzte und deshalb hatte ich offene/blutige Brustwarzen und bekam Hütchen

Ich habe dann hier Hilfe bekommen, zwar 6 Monate mit Hütchen gestillt, aber sie mit Hilfe des suts dann abgewöhnt und insgesamt 19 Monate gestillt

Bei meinem zweiten Kind wusste ich ja zum Glück vieles schon und habe direkt nach Milcheinschuss mit Blockstillen und dauerkühlen (schon so die ersten 10 Wochen, danach nur noch wenn ich das Gefühl hatte ich muss kühlen) begonnen und diesmal eine komplikationslose Stillzeit

Wobei ich in den ersten Wochen auch oft aufgeben wollte wieder, aber diesmal wusste ich ja dass man das in den Griff bekommen kann und stillen dann auch echt schön und praktisch ist

Ich kann dir diese blauen kühler von zb L*ansinoh empfehlen, ich hab davon tatsächlich 8 Stück, damit ich immer ausreichend zum kühlen da hatte

Dazu hab ich jetzt so Bustiers ohne clip für mich entdeckt, in einer Größe größer dass sie locker sitzen und darin trage ich Stilleinlagen aus Bambus, das ist irgendwie viel angenehmer und saugstärker als alles was ich vorher hatte

Diesmal hat sich meine Milchmenge viel früher reguliert, ich kann sogar mittlerweile ohne Stilleinlagen aus dem Haus, das war in der gesamten Stillzeit mit meiner Großen nicht möglich


Ich bin mir sicher du bekommst hier auch so gute Unterstützung und kannst bald "einfach" stillen

Ich wollte dir nur da lassen, dass du damit nicht allein bist
Denn von zu wenig Milch hört man oft, aber von zu viel Milch und wie viel Probleme diese machen kann, liest man finde ich selten.
Oder muss sich dann noch Sprüche anhören wie "na sei doch froh dass du genug Milch hast" :/ wie belastend zu viel Milch sein kann und zu was für Problemen sie führen kann, wird dabei oft nicht gesehen
...Bist so wunderschön und ich kann kaum ertragen wenn du weinst. Und es kann niemals eine Macht auf dieser Welt so stark wie diese Liebe sein... [ASP- Duett]

Feuerkind mit Nachtdämonin (11/14) und kleinem Schäfchen (6/19)

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