Wieder leichtes Baby-schaffen wir es an die Brust?

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blassblau
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Re: Wieder leichtes Baby-schaffen wir es an die Brust?

Beitrag von blassblau »

Ich habe gestern erfahren, dass der TSH bei 0,02 liegt und soll das L-Thyroxin nun von 150myg auf 75myg reduzieren. Kann sich das TSH evtl. auf die Zunahme des Babys auswirken?

Mondenkind
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Re: Wieder leichtes Baby-schaffen wir es an die Brust?

Beitrag von Mondenkind »

blassblau hat geschrieben:
23.04.2020, 08:43
Ich habe gestern erfahren, dass der TSH bei 0,02 liegt und soll das L-Thyroxin nun von 150myg auf 75myg reduzieren. Kann sich das TSH evtl. auf die Zunahme des Babys auswirken?
Nein.
blassblau hat geschrieben:
22.04.2020, 13:40
Laut Referenzbereich ist alles im Lot, ich weiß... aber er ist mit 140g doch eher am „unteren Ende“ des Referenzbereichs von 110-330g.
Nein, er ist komfortabel im Normbereich. Und Normbereich ist Normbereich, es gibt keinen normaleren und weniger normalen Normbereich.
blassblau hat geschrieben:
22.04.2020, 13:40
Kannst du mir vielleicht sagen, wie es zu solchen Fällen kommen kann? Durch eine rationale Erklärung wird diese große Unbekannte vielleicht weniger angsteinflößend für mich.
Es gibt verschiedene Gründe, die dazu führen können. Aber wenn ich die jetzt hier aufzähle, wirst Du die noch eher auf Euch beziehen bzw Dich immer noch nicht entspannen können, befürchte ich.

Ihr steuert geradewegs auf eine Fütterstörung hin, das ist meine Sorge. Daher plädiere ich seit Wochen für das Abschaffen der Waage.
blassblau hat geschrieben:
20.04.2020, 09:04
Der Kleine könnte theoretisch mehr trinken, also beim Drücken kommt immer noch Milch rausgespritzt, aber er will zu 99% gar nichts mehr, wenn ich es ihm anbiete.
Ist Deine Annahme, dass er erst genut getrunken hat, wenn keine Milch mehr kommt? Es kommt IMMER noch Milch. Es wird ja immer Milch gebildet, solange diese nachgefragt wird. Gerade das ist ja ein Beweis dafür, wie gut und normal Deine Milchbildung funktioniert!
blassblau hat geschrieben:
20.04.2020, 09:04
In den letzten 2 Wochen war die Gewichtszunahme deutlich weniger als vorher. Sonst hat sich nichts wesentlich verändert, also Stillhäufigkeit usw. I
War er denn sonst irgendwie anders? Hat er sich irgendwie anders verhalten? Schau auf Dein Kind, nicht die Waage!
blassblau hat geschrieben:
20.04.2020, 09:04
Sollte ich jetzt wieder häufiger wiegen?
Nein.
Liebe Grüße, Mondenkind, Modteam Stillberatung

Niemand hat das Recht zu gehorchen. Hannah Arendt

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blassblau
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Re: Wieder leichtes Baby-schaffen wir es an die Brust?

Beitrag von blassblau »

Er ist eigentlich wie immer. Er hat in letzter Zeit mit diesem süßen Babygegluckere angefangen und lächelt sehr viel. Sein Tagesrhythmus ist eigentlich auch gleich, also Schlafphasen usw. Die längste Stillpause sind vielleicht max. 5-6 Std. nachts. Die Windeln sind nach meinem Gefühl auch nicht trockener. Ich habe nur das Gefühl, dass er an der linken Brust, wo der MSR sehr stark ist, schlechter angedockt ist. Er klemmt die Brustwarze manchmal ein bisschen ein bzw. nimmt sie nicht so weit in den Mund. Die linke Brust produziert aber auch deutlich mehr Milch. Die rechte ist seit der leichten Entzündung oder was das war die eher schwächere Brust. Da ist der MSR aber auch nicht so stark und er dockt gut an.
Wie äußert sich denn so eine Fütterstörung? Dass das Kind gezwungen wird zu Essen? Ich biete ihm die Brust immer an, wenn er weint oder unruhig ist, aber ich zwinge ihn nicht. Er trinkt entweder oder eben nicht und schiebt dann die Brustwarze aus dem Mund.
Am Montag müssen wir zum Impfen und da wird der Kinderarzt wiegen wollen. Das macht er immer so...

Polarfuchs
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Re: Wieder leichtes Baby-schaffen wir es an die Brust?

Beitrag von Polarfuchs »

Ich unterschreibe bei Leominor, ich hatte hier so ein 4kg Baby - und selbst sie hat nicht jede Woche 300g zugenommen!
Verlass dich auf dein Gefühl und schau dir dein Kind an! Selbst wenn die Windeln jetzt trockener wären - es ist deutlich wärmer als noch vor ein paar Wochen. Da wird auch einiges ausgeschwitzt. Oder oder oder...
Er hat bis jetzt super zugenommen, also gar kein Grund sich Sorgen zu machen was wäre wenn...
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blassblau
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Re: Wieder leichtes Baby-schaffen wir es an die Brust?

Beitrag von blassblau »

Mein großer kam ja mit 2000g auf die Welt in der 38. SSW und er hat mit 3 Monaten ca. 5kg gewogen, hat also in den ersten 3 Monaten je 1 kg zugenommen. Danach war die Zunahme eigentlich laut WHO... jedenfalls hat er mit 1 Jahr auch nur 8,5 kg gewogen. Er ist allerdings auch nicht groß. Er wiegt jetzt mit zwei Jahren auch nur 11 kg. Die Tochter meiner Freundin hat zB mit 7-8 Monaten schon 11 kg gewogen (allerdings nicht gestillt), so unterschiedlich ist das :D
Der Kleine hat letzte Nacht tatsächlich von 20:00-4:00 geschlafen. Ist das normal bzw. sollte man bei so jungen Babys eine lange Schlafphase dann doch mal unterbrechen? Ich dachte, dass die ganz Kleinen eher noch nicht so lange schlafen... also von meinem Großen kenne ich so etwas GAR nicht. Der kam alle 2-3 Std. bis er sogar >1Jahr alt war.
LG

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Re: Wieder leichtes Baby-schaffen wir es an die Brust?

Beitrag von Leominor »

Genau. Kinder sind da echt unterschiedlich. Wir Erwachsenen ja auch! Der eine wiegt 50kg, der andere 100kg.

Und was du so schreibst, habt ihr einfach genetisch leichte Kinder. Da kriegt man dann Sprüche zu hören, ob das Kind nichts zu essen kriegt. Hat man ein Kind wie deine Freundin, darf man sich anhören, dass es zu dick ist. Beides nervig... Recht machen kann man es der Umwelt da einfach nicht. Also schaltet man bei blöden Sprüchen am besten auf Durchzug. Du weißt jetzt dank Mondenkind, dass alles in Ordnung ist und kannst anfangen dein Kind einfach zu genießen.

Der Bärenjunge hat auch schon mal etwa 6 Stunden am Stück geschlafen. Nicht ganz so lange wie dein Kleiner, aber es kommt wohl gelegentlich vor. Nachdem die Kleinen normal zu nehmen ist das denke ich okay. Ich würde nur versuchen ihn zu wecken, wenn ich kurz vor dem platzen wäre. Ich denke aber, es spricht auch nichts dagegen mal anzubieten, wenn du aufwachst und dir denkst, er könnte mal trinken. Einen Wecker würde ich persönlich mir jetzt aber nicht stellen, sondern es einfach genießen wenn es mal so ist. Es kommen auch wieder andere Nächte. 😂
Leominor mit dem kleinen Tigermädchen (12/17) und dem kleinen Bärenjunge (2/20)

Polarfuchs
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Re: Wieder leichtes Baby-schaffen wir es an die Brust?

Beitrag von Polarfuchs »

blassblau hat geschrieben:
24.04.2020, 07:50
Der Kleine hat letzte Nacht tatsächlich von 20:00-4:00 geschlafen. Ist das normal bzw. sollte man bei so jungen Babys eine lange Schlafphase dann doch mal unterbrechen? Ich dachte, dass die ganz Kleinen eher noch nicht so lange schlafen... also von meinem Großen kenne ich so etwas GAR nicht. Der kam alle 2-3 Std. bis er sogar >1Jahr alt war.
LG
Wir hatten hier am Anfang auch so ein schläferchen. Manchmal von 20:00-04:00 oder 05:00 geschlafen. Solange sie normal zunehmen, was ja bei euch der Fall ist hieß es bei mir immer einfach schlafen lassen. Wenn du wach bist und deine Brüste schmerzen leg ihn doch mal an und schau ob er trinkt, habe ich gelegentlich auch gemacht. Manchmal noch vor dem schlafen gehen, in der Hoffnung auf mehr Schlaf, das hat aber nie was gebracht :roll:
Genieß es und schlaf dich aus :-)
Die schöne Zeit hier ist vorbei (derzeit spätestens alle 2h wach aber auch nicht wegen Hunger...) und ich wünsche sie mir sehnlichst wieder ;-)
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Re: Wieder leichtes Baby-schaffen wir es an die Brust?

Beitrag von Grashüpfer »

blassblau hat geschrieben:
23.04.2020, 12:55
Ich biete ihm die Brust immer an, wenn er weint oder unruhig ist, aber ich zwinge ihn nicht. Er trinkt entweder oder eben nicht und schiebt dann die Brustwarze aus dem Mund.
Dein Kind nimmt vollkommen normal zu, deswegen kannst du stillen nach Bedarf. Das was du schreibst ist genau das. Du bietest an, er entscheidet ob er will. Deswegen ist es auch ok, wenn er so lange schläft wie er will. Wobei sich das auch schnell wieder ändern kann. Und wenn du Bedarf hast, weil die Brust spannt, dann legst du ihn halt zwischendurch an. Mein Baby ist genauso alt wie deines und schläft nachts auch ziemlich lange am Stück. Wenn ich wach werde versuche ich ihn anzulegen, weil ich immer befürchte, er würde bestimmt dann trinken wollen, wenn ich gerade wieder eingeschlafen bin. Meist ist da aber nix zu machen, wenn er nicht mag, dann mag er nicht.
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Re: Wieder leichtes Baby-schaffen wir es an die Brust?

Beitrag von luise90 »

blassblau hat geschrieben:
22.04.2020, 13:40
Oh Mann... ich weiß nicht. Ich habe so große Angst, dass er aufhört zuzunehmen und ich das nicht rechtzeitig merke. Rational gesehen denke ich auch, hey, es hat in den ersten Wochen super funktioniert - wieso sollte er jetzt plötzlich aufhören, genug zu trinken? Dann hätte es ja schon anfangs Probleme gegeben. Andererseits habe ich hier im Forum auch schon Threads gelesen, wo die Mütter auch 1-2 Monate keine Probleme hatten und die Kinder dann doch aufgehört haben zuzunehmen oder plötzlich zu wenig zugenommen haben. Kannst du mir vielleicht sagen, wie es zu solchen Fällen kommen kann? Durch eine rationale Erklärung wird diese große Unbekannte vielleicht weniger angsteinflößend für mich.
Nachdem der Kleine in den letzten 2 Wochen weniger zugenommen hat als vorher, hatte ich Angst, dass es bei uns auch so werden könnte. Laut Referenzbereich ist alles im Lot, ich weiß... aber er ist mit 140g doch eher am „unteren Ende“ des Referenzbereichs von 110-330g.
Ich werde die Waage wohl trotz meiner Sorgen wegpacken, denn ich möchte den Kleinen nicht in meine Sorgenspirale hineinziehen, wenn du sagst, dass alles ok ist.
Hallo liebe blassblau,

ich finde dieses Forum super und lade hier auch ab und zu mal meine Sorgen oder Gedanken habt. Es hilft wirklich zu wissen, dass man nicht alleine da steht und bei anderen nicht alles rosarot (oder hellblau ;)) ist.
Doch beim vielen lesen muss man immer aufpassen, dass man umgekehrt nicht denkt, alle Probleme, die hier andere haben, bei einem selbst auch auftreten werden.
Dabei ertappe ich mich selbst auch gerne, wenn jemand ein Problem schildert und ich uns nur ansatzweise darin wieder finde.
Dann muss ich mich immer sehr wieder auf mich besinnen oder mal einen SUT Entzug einlegen.

Du hast ja die Bestätigung bekommen, dass bei dem Gewicht alles ok ist. Lass dich mal drauf ein und wiege nicht und lese vlt auch nicht über probleme andere. Und dann schau mal wie sich dein Gefühl entwickelt.
Du kannst dann ja bei Sorgen auch hier wieder schreiben.
(())
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Re: Wieder leichtes Baby-schaffen wir es an die Brust?

Beitrag von Kleine »

Du wolltest wissen, was eine Fütterstörung ist. Ich würde gerne einen alten Beitrag von mir zitieren:
Kleine hat geschrieben:
02.12.2019, 22:11
Vielleicht hilft Dir ein Erlebnis, das ich während unseres ersten Klinikaufenthalts in Oberjoch hatte. Vorweg möchte ich noch sagen, dass mein Mini eine muskulär bedingte schwere Fütterstörung hat und wir unter anderem deshalb dort jedes Jahr 4 Wochen verbringen. Wenn es Dir nicht hilft, ignoriere es bitte.

Es gab dort einen Jungen, 15 Monate alt. Der Kerl war zuckersüß und reiste zunächst mit dem Papa an. Dieses Kind konnte auf Kommando kotzen. Es passte ihm was nicht, andere Kinder bekommen ein Wutanfall, dieses Kind grinste seinen Vater an und kotzte ihm auf die Füsse. Jede Mahlzeit ein Horror. Bekam er nicht hinterher seinen Film, Du kannst es Dir denken.
Ich war echt fassungslos, der Papa war so fürsorglich, dass ich mir dachte, dass das ja gar nicht sein kann, dass dieses Verhalten von außen induziert ist.
Ein paar Tage später kam die Mutter, auch total nett und liebevoll. Aber Sie hatte 2(!!!) fette bis zum Anschlag gefüllte Leitzordner dabei. So viele Unterlagen hatte ich zu diesem Zeitpunkt für meinen Mini nicht und der hat echt viel mitgenommen im ersten Jahr. Ich fragte, was denn da drin sei und sie meinte, och, nur die Gewichts- und Essensdaten.
Die gute Frau hat ein reifes gesundes Baby bekommen, das problemlos gestillt hat vom ersten Tag an. Sie hat ihn morgens und abends und vor und nach JEDER Stillmahlzeit gewogen. Sie hatte sogar eine extra Feinwaage dabei, damit sie jedes Reiskorn wiegen konnte, was der kleine Mann gegessen hat. Sie hat die echt gezählt!!! Und natürlich das Ausgekotzte mit einem zuvor gewogenen Tuch aufgewischt, um auszuwiegen, was er an Nahrung behalten hat... Bei reinen Flüssigkeiten hat sie daneben eine gleich große Wasserpfütze gegossen, um die Menge abzuschätzen. Und das für mich Schlimmste war, dass das für sie normal war.

Jetzt musst Du wissen, dass mein Mini zu dieser Zeit noch gar nichts Festes essen konnte (18 Monate war er da).

Da habe ich mir geschworen, dass ich sowas nicht mal im Ansatz für meinen Mini und mich möchte.
Und dass meine Geduld ewig sein wird bis es mit dem Essen klappt, aber bitte niemals das.

Heute, 3 Jahre später, hat er immer noch eine schwere Fütterstörung, aber das Wenige, was er essen kann, isst er mit Freude.

Lass Dein Baby mit Essen spielen, rummatschen, mach ein Video für ihre Hochzeit davon und lacht Euch über die Sauerei schlapp. Für die allermeisten ist es selbstverständlich, dass Kinder essen und nervig, wenn sie Sauerei machen. Aber es ist nicht selbstverständlich...

Meinen Großen habe ich übrigens 8 Monate vollgestillt und seine erste Beikost war Pizzarand... 4 Wochen später hat er mit zwei Raspelzähnchen alles gegessen, sogar ungewürztes Schweinefilet...

Versucht das Thema Essen anders zu belegen, mit mehr Spaß am Kind. Bastelt Überzieher für die Flaschen und bietet nach der Uhr an, es sei denn, sie meldet sich vorher. Ich hoffe, Ihr findet einen Weg raus, für Euch und Euer Kind.
Wenn es Dir nicht hilft, die Waage wegzupacken, ignorier es einfach 😉
LG
Anika

mit Grinsebacke (04/11) an der Hand, Mini-Kämpfer (11/14) im Arm und Kampfkuschelkater, Apportierkatze sowie rotem Einohrtiger auf dem Schoß

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