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Re: Wieder stillen können

Verfasst: 12.01.2020, 18:50
von FrolleinS
Hallo 😊
Ich würde mich immer noch sehr über Hilfe freuen. Uns ist jetzt seit ein paar Tagen aufgefallen, dass die Kleine wieder weniger gut trinkt. Ich notiere ja ihre Trinkmengen. Tagsüber möchte sie oft einfach nicht und geht schnell weg. Zum Einschlafen schläft sie oft ein, auch wenn ich sie oft wecke, wieder hochnehme usw.

Mir ist gerade aufgefallen, was anders ist: Zuerst hatte ich den zweiten Schlauch nicht abgeklemmt, es lief also einfach raus. Mittlerweile habe ich den Schlauch abgeklemmt, damit sie sich mehr anstrengen muss. Testweise habe ich den Schlauch jetzt wieder losgemacht und sie hat wieder mehr getrunken.

Ich bin langsam wirklich verzweifelt. Sie muss doch trinken. Wenn sie selbst nicht mehr saugt, kommen wir ja nie von diesem Brusternährungsset weg. Und damit kann ich sie in der Öffentlichkeit nicht stillen. Was mache ich nur?

Re: Wieder stillen können

Verfasst: 12.01.2020, 19:11
von Glyzinie
Du kannst deinen Beitrag auch selber melden, wenn nichts kam bisher von einer Stillberaterin. Klick auf das Ausrufezeichen oben rechts.

Re: Wieder stillen können

Verfasst: 13.01.2020, 21:47
von SchneFiMa
Hallo FolleinS,

Ich melde mich morgen früh bei dir. Wir schauen, wie wir euer Problem lösen können. :)

Viele Grüße,
SchneFiMa
ModTeam Stillberatung

Re: Wieder stillen können

Verfasst: 14.01.2020, 00:45
von FrolleinS
Danke, das ist so lieb von dir! Ich bin echt mit meinem Latein am Ende und habe das Gefühl, noch in sechs Monaten mit diesem BES rumhantieren zu müssen.

Re: Wieder stillen können

Verfasst: 14.01.2020, 11:48
von SchneFiMa
Hallo FrolleinS,

Es tut mir leid, dass du so lange auf Antwort warten musstest. Wir schauen, was für für euch machen können, um eure Situation zu verbessern.
Letztlich landeten wir im Krankenhaus, wo eine Kuhmilchproteinallergie festgestellt wurde. Zudem hatte ich offenbar zu wenig Milch. Im Krankenhaus war es absolut furchtbar und meine Milch blieb fast völlig weg.
Es tut mir leid, dass ihr so eine blöde Krankenhauszeit hattet, die vieles kaputt gemacht hat.
Unsere Tochter nimmt aber keine Flasche. Nachdem sie 36 Stunden lang nicht mal 200 ml getrunken hatte, kam mir die Idee, es mit einem Brusternährungsset zu versuchen. Damit klappt es jetzt und wir sind wieder zu Hause.
Wunderbar, dass du es von allein ausprobiert hast und es gut klappt.
ch möchte meine Milchproduktion wieder ankurbeln und von der Flaschennahrung wegkommen. Das Brusternährungsset ist auch keine Dauerlösung und außerhalb der Wohnung nicht umsetzbar. Momentan nimmt sie täglich zwischen 270 und 470 ml Flaschennahrung zu sich. Den Rest decke ich übers Stillen oder mit abgepumpter Milch. Ich wiege nicht nach jedem Stillen, weil sie dabei auch einschläft. Ein- bis zweimal am Tag wiege ich, dabei kommen etwa 40-60 ml raus.
Hat sich die Menge inzwischen verändert?
Bitte führe keine Stillproben durch, diese sind nur in wenigen Fällen aussagekräftig und verunsichern mehr, als zu helfen.
Hast du eine geeichte Babywaage zuhause, welche Grammgenau wiegt?

Schau mal bitte in den Thread GRUNDINFO Gedeihen, Gewichtskontrolle, korrektes Wiegen, dort steht einiges zum korrekten Wiegen etc. Wiege bitte einmal am Tag, unter den gleichen Bedingungen und poste die Gewichtsliste hier im Thread, dazu die Zufüttermenge und die Stillanzahl, sowie ob du Brei gefüttert hast, oder nicht. Das hilft mir, die Situation noch besser einzuschätzen, danke!
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen könnten?
Hashimoto bei mir. Möglicherweise eine Zeit lang zu hoch eingestellt (also Überfunktion). Leider habe ich hier keinen guten Arzt und vermute, dass ich jetzt tendentiell zu niedrig eingestellt bin (also Tendenz zur Unterfunktion). Habe aber gelesen, dass eher die Überfunktion schlecht für die Milchbildung ist und lasse daher die Hände von eigenen Dosierungsversuchen.
Kannst du das eventuell trotzdem in Angriff nehmen, also Blut abnehmen lassen, um die Werte zu bestimmen? Nur, dass du auf der sicheren Seite bist. Eventuell kann das auch der Frauenarzt machen.
Sie bekommt jetzt Brei. Die Reifezeichen (Interesse, Kauen, Schmatzen) erfüllte sie noch nicht. Ich habe mich lang dagegen gewehrt, letztlich aber eingelenkt. Und tatsächlich mag sie den Brei sehr gern und führt den Löffel selbst zum Mund. Hochkalorisch ist die Nahrung aber nicht.
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Wie fütterst du sie denn? Sie ist 5 Monate alt, unter den gegebenen Umständen ist das durchaus vertretbar. Kennst du den Thread zu hochkalorischer Beikost?


Also, wenn ich die Liste von dir habe, kann ich schauen, wieviel ihr zufüttert und Beikost füttert. Dann schauen wir, wie wir die Zufütterung gut reduzieren können. Das können wir über die Häufigkeit des Stillens und/oder die Beikostmenge probieren.

Was meinst du?

Viele Grüße
SchneFiMa
ModTeam Stillberatung

Re: Wieder stillen können

Verfasst: 14.01.2020, 20:26
von FrolleinS
Hallo liebe SchneFiMa,

die Kleine schläft (mal schauen wie lange :wink: ), darum kann ich dir jetzt endlich ausführlich antworten. Schon mal vorab vielen Dank für deine Unterstützung. Ich kann sie wirklich gut gebrauchen. Wir hatten keine Hebamme und ich habe mich bisher auch durch die anfänglichen Stillprobleme durch eigenständiges Lesen in Foren etc. durchgewurschtelt.

Ich versuche mal, das Ganze zu bündeln.

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Wiegen

Wir wiegen jeden Morgen nach dem morgendlichen Stillen, nackt, auf einer Babywaage aus der Apotheke, die leider nur auf 10 g genau misst (außer unter einem Kilo, da ist sie aufs Gramm genau). Mein Mann hat das überprüft und eine bestimmte Menge Wasser auf verschiedene Punkte der Waage gestellt. Kam immer dasselbe raus.
Sind Stillproben wirklich so ungenau? Ich habe das selbst oft gelesen und mich dagegen gewehrt - unsere KiÄ wollte zum Beispiel eine einzelne Stillprobe bei sich in der Praxis machen, dass das null Sinn ergibt, war auch mir klar. :roll: Aber ich habe sie auch einmal nach dem Stillen mit dem BES gewogen und es hat gepasst.
Die Wiegedaten hänge ich in einer separaten Antwort an.

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Hashimoto

Ich werde mich darum kümmern. Meine FÄ gibt mir keine Überweisung, da hatte ich schon mal gefragt. Ich werde mir wohl noch mal einen neuen Hausarzt suchen müssen.

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Beikost

Wir haben ihr normalen Brei gegeben. Gestartet haben wir mit Karotte, der kam auch ganz gut an. Den gab es vier Tage hintereinander und nachdem der Reiz des Neuen weg war, war es schon nicht mehr so spannend. Da hatte sie immer 7-8 Löffel. Wir wollten erst mal gucken, wie sie das verträgt. Es war kein halbes Glas, denn wir haben eines immer auf zwei Tage verteilt und immer noch was weggeworfen. Als nächstes gab es zwei Tage Kürbis. Den fand sie nicht toll und sie tat sich auch zunehmend schwerer mit dem Stuhlgang, hat sich ziemlich dabei gequält und sehr lange gedrückt. Dann haben wir ihr noch einmal Pastinake gegeben, das ging wieder relativ gut, allerdings hatte sie dann keinen Stuhlgang, drückte aber trotzdem, und wir haben erst einmal zwei Tage pausiert. Gestern und heute gab es also keinen Brei. Seitdem flutscht es auch wieder. :wink: Sie hatte heute einmal ein großes und zwei recht kleine Geschäfte. Wir füttern sie mit einem Löffel. Sie möchte den gern selbst führen, darf sie auch. Ich habe aber den Verdacht, dass der Löffel eigentlich spannender ist, als das, was sich darauf befindet.

Ich habe ihr am Montag mal ein bisschen Banane als FIngerfood angeboten. Das nimmt sie aber nicht an, sie quetscht nur einmal mit der Hand und lässt es fallen. Einmal hatte sie tatsächlich etwas im Mund, hat aber so gut wie alles sofort wieder rausgedrückt. Ein paar Fasern fanden sich anschließend tatsächlich im Stuhl, das hat mich überrascht.

Ich habe nach hochkalorischer Beikost gesucht und hatte sehr viele Treffer. Wir hatten bereits die Idee, ihr Banane und Avocado zu geben, vielleicht geht das ja auch als Brei. Bei Banane hatte ich halt Angst, dass es schnell stopfen könnte. Hier habe ich noch gelesen, dass man Erbsen geben kann und das Ganze dann mit Kokosmus andickt :?:

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Stillsituation

Ich habe das Gefühl, dass ich wieder mehr Milch habe. Ich spüre, dass mein MSR wieder schnell einsetzt. Der war vor dem Jahreswechsel aufgrund des ganzen Stresses schon enorm verzögert, einmal saß ich mit der Kurzen im Bett und wir haben beide geheult, weil ewig nichts kam. Das setzt jetzt wieder zuverlässig und schnell ein, ich merke oft sogar den zeiten und dritten MSR. Normalerweise versuche ich sie mit dem BES an beiden Seiten anzulegen. Wenn sie mir aber doch mal vorzeitig einschläft und eine Seite dann länger nicht genutzt wird, merke ich, dass sie wirklich voll wird und sogar juckt. Das sehe ich mal als gutes Zeichen. Ich habe in der letzten Zeit versucht, ein bis zweimal täglich abzupumpen, das ist mir aber nicht immer gelungen. Die Milch habe ich dann aber gesammelt und über das BES zugefüttert.

Ich habe in der letzten Zeit oft versucht, sie auch mal zwischendurch anzulegen. Ohne BES. Dabei wird sie aber in den meisten Fällen schnell unruhig und ist sehr schnell fertig, stillt pro Seite vielleicht zwei bis drei Minuten trotz Wechselstillen. Sie hat schon als Neugeborenes sehr schnell getrunken und war meist nach zehn Minuten Druckbetankung und heftigem Schlucken fertig. Mein MSR war immer sehr stark und sie hat sich sogar oft verschluckt, wenn sie mal länger geschlafen hat und die Brust voll war. Ich habe den Verdacht, dass sie sich auch ein bisschen daran gewöhnt hat, dass es so gut läuft. Ich neige leider zu Milchstaus und diese hat sie in 9 von 10 Fällen auch nur nachts im Autopilot und im Halbschlaf weggetrunken. Tagsüber hat sie sich immer extrem aufgeregt, dass es nicht lief und wollte gar nicht mehr an diese Brust.

Ich bin mittlerweile irgendwie ein gebranntes Kind, was das Gewicht angeht und mache mir große Vorwürfe, dass ich nicht bemerkt habe, dass wir Stillprobleme haben. Sie hatte ja zweimal täglich Stuhlgang und auch immer eine nasse Windel. Dass eine Stoffwindel nach drei Stunden quasi völlig durch sein muss, war mir nicht klar. Ich habe die Befürchtung, dass ich jetzt versuche, zu viel in sie hineinzubekommen. Gestern hat sie dann ständig gespuckt. Ich möchte eigentlich nicht mit Zwang und Druck an die Sache herangehen. Sie soll Essen als etwas Schönes und Spannendes wahrnehmen. Heute habe ich wirklich nur angeboten, wenn ich das Gefühl hatte, dass sie auch wirklich Hunger hat. Da hat sie auch weniger gespuckt, dafür aber auch weniger getrunken als gestern.

Re: Wieder stillen können

Verfasst: 14.01.2020, 20:46
von FrolleinS
So, weiter geht's, die Kurze ist wach geworden und der Papa darf jetzt mal bespaßen. ;-)

Ich möchte auf jeden Fall gern von der ziegenmilchbasierten Nahrung weg. Theoretisch kann sie mit ihrer Kuhmilchproteinallergie auch darauf allergisch werden. Momentan stellen wir noch nichts in dieser Richtung fest. Aber sicher ist sicher.

Ich habe auch nichts gegen die hochkalorische Beikost. Aber ich lese so oft, dass sie bei Zähnen oder wenn sie krank sind, nicht richtig essen wollen. Was mache ich denn dann? Dann muss ich ja doch wieder zu der Zufütterung zurück, oder?

Re: Wieder stillen können

Verfasst: 14.01.2020, 20:48
von FrolleinS
03.01.20, 5.360 g
7x gestillt, 360 ml zugefüttert, 1x Stuhlgang

04.01.20, 5.450 g
9x gestillt, 410 ml zugefüttert, 2x Stuhlgang

05.01.20, 5.460 g
8x gestillt, 310 ml zugefüttert, Karottenbrei, kein Stuhlgang

06.01.20, 5.590 g
8x gestillt, 330 ml zugefüttert, Karottenbrei, 2x Stuhlgang

07.01.20, 5.620 g
10x gestillt, 550 ml zugefüttert, Karottenbrei, kein Stuhlgang

08.01.20, 5.730 g
9x gestillt, 270 ml zugefüttert, Karottenbrei, 1x Stuhlgang

09.01.20, 5.720 g
11x gestillt, 370 ml zugefüttert, Kürbisbrei, 1x Stuhlgang

10.01.20, 5.740 g
10x gestillt, 400 ml zugefüttert, Kürbisbrei, 2x Stuhlgang

11.01.20, 5.720 g
9x gestillt, 405 ml zugefüttert, Pastinakenbrei, kein Stuhlgang

12.01.20, 5.750 g
9x gestillt, 350 ml zugefüttert, 1x Stuhlgang

13.01., 5.770 g
9x gestillt, 480 ml zugefüttert, 1x Stuhlgang

14.01., 5.880 g

Re: Wieder stillen können

Verfasst: 14.01.2020, 21:06
von Sommermama2017
FrolleinS hat geschrieben:
14.01.2020, 20:46
So, weiter geht's, die Kurze ist wach geworden und der Papa darf jetzt mal bespaßen. ;-)

Ich möchte auf jeden Fall gern von der ziegenmilchbasierten Nahrung weg. Theoretisch kann sie mit ihrer Kuhmilchproteinallergie auch darauf allergisch werden. Momentan stellen wir noch nichts in dieser Richtung fest. Aber sicher ist sicher.

Ich habe auch nichts gegen die hochkalorische Beikost. Aber ich lese so oft, dass sie bei Zähnen oder wenn sie krank sind, nicht richtig essen wollen. Was mache ich denn dann? Dann muss ich ja doch wieder zu der Zufütterung zurück, oder?
Zähne und krank ist ja meistens nur wenige Tage hintereinander. Vorher und hinterher wird normal gegessen und auch ein Puffer aufgebaut eben genau für diese Tage.
Und vielleicht klappt es ja auxh, dass du deine Milchproduktion so hochfährst, dass es an den Tagen nur mit deiner Milch reicht.

Re: Wieder stillen können

Verfasst: 14.01.2020, 23:00
von FrolleinS
Zähne und krank ist ja meistens nur wenige Tage hintereinander. Vorher und hinterher wird normal gegessen und auch ein Puffer aufgebaut eben genau für diese Tage.
Und vielleicht klappt es ja auxh, dass du deine Milchproduktion so hochfährst, dass es an den Tagen nur mit deiner Milch reicht.
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Das stimmt natürlich. Vielleicht mache ich mir da auch zu viele Gedanken.