Kann ein Baby mit Vollstillen wirklich nie überfüttert werden?

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7erendipity
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Re: Kann ein Baby mit Vollstillen wirklich nie überfüttert werden?

Beitrag von 7erendipity »

Serafin hat geschrieben:
03.12.2019, 13:23
7erendipity hat geschrieben:
03.12.2019, 13:22
Serafin hat geschrieben:
03.12.2019, 13:21
4,5 Monate? Geht das überhaupt?
Im ersten Beitrag schrieb sie 36. SSW, also eher 4,5 Wochen.
Ich hab jetzt schon irgendwo gedacht, dass da was nicht stimmen kann :lol:
Wäre ja auch echt sportlich dann nach 14 Wochen schon 7 kg zu wiegen :lol:
LG 7erendipity
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dictylover
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Re: Kann ein Baby mit Vollstillen wirklich nie überfüttert werden?

Beitrag von dictylover »

Ah sorry!! Meinte 4.5 Wochen natürlich !! Das kommt davon, wenn man nicht genug schläft. Ich bin momentan ein mombie (mum+Zombie).
Mit Zwetschge (07/19)

dictylover
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Re: Kann ein Baby mit Vollstillen wirklich nie überfüttert werden?

Beitrag von dictylover »

7erendipity hat geschrieben:
03.12.2019, 13:21
dictylover hat geschrieben:
02.12.2019, 21:10
Ich habe neue Informationen von einer Kinderärztin, die ich Euch auch wissen lassen möchte:

Wenn die Mutter Schilddrüsenhormon nimmt (zB wegen einer Schildrüsenunterfunktion), dann legt das Baby mehr an Gewicht zu als ohne. Das Hormon geht direkt in die Muttermilch. Laut Ärztin ist das aber alles unproblematisch. Früher haben Säuglinge mit Gedeihstörungen das gleiche Hormon zur Therapie bekommen. Sprich spätestens wenn nicht mehr gestillt wird, verwächst sich das.
Das stimmt nicht, was deine Kinderärztin sagt:

Das hier schreibt embryotox zu Schilddrüsenhormonen:
Stillzeit

Pharmakokinetik
HWZ: ca. 7 Tage; Proteinbindung: 99%; molare Masse: 799; relative Dosis: 1%; Anteil einer therapeutischen Säuglingsdosis von 0,15 µg/kg/d: 1%; orale Bioverfügbarkeit: 40-80%.

Klinik
Eine mütterliche Substitution mit Thyroxin beeinflusst die Schilddrüsenfunktion eines gesunden Kindes nicht. Der Übergang von Levothyroxin in die Muttermilch ist selbst bei hohen Dosen so gering, dass keine therapeutische Wirkung bei einer kindlichen Hypothyreose zu erwarten ist.

Und wie jemand schon schrieb: es wäre dann eher zu erwarten, dass das Baby Zeichen einer Schilddrüsenüberfunktion zeigen würde, dazu gehört unter Umständen eine Gewichtsabnahme.
Oh, das ist aber interessant. Danke für die Information ! Im Endeffekt ist es aber zum Glück egal warum mein Baby ein Wonneproppen ist 😊.
Mit Zwetschge (07/19)

Dalilah
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Re: Kann ein Baby mit Vollstillen wirklich nie überfüttert werden?

Beitrag von Dalilah »

Huhu,

ich muss zu meiner eigenen Beruhigung (trotz all den schönen Beispielen hier) auch nochmal nachfragen um mich zu vergewissern.

Meine Tochter wurde am 23.06. nach Einleitung und Kaiserschnitt wegen Geburtsstillstand mit 3790g Geburtsgewicht geboren. Schon im Kreissaal bekam ich Stillhütchen, da meine BW sich im Verlauf der Schwangerschaft nach innen gekehrt hatten. Nach ca. 40 Stunden hatten wir trotz ständigem Anlegen die 10% Gewichtsverlust erreicht und bekamen PRE aufgedrängt. Es blieb bei einer einmaligen Gabe, da eine nette Schwester mir parallel eine Pumpe gab, und ich direkt große Mengen pumpen und dann MuMi zufüttern konnte. Es war also Milch da, sie konnte bloß trotz oder wegen Stillhütchen nicht genug abrufen.
Am dritten Tag nach dem KS verließen wir die Klinik gegen den Wunsch der Gynäkologie, mit Einverständnis der Kinderstation, unter der Bedingung, dass die Nachsorgehebamme am nächsten Tag käme.

Ich habe dann mit Apothekenpumpe weitergemacht und ständig angelegt und im Anschluss gepumpt während mein Mann die Milch aus der vorherigen Pumpsession per Spritze nachgefüttert hat.
Am zweiten Tag zuhause hatte ich auch Besuch von einer Stillberaterin, da meine BW relativ geschädigt waren (laut ihr durch zu kleine Stillhütchen) und ich natürlich auch gerne von den Hütchen weg wollte. Leider nahm sie die Sache ziemlich locker und sagte sie sähe keine Hindernisse, dass ich nicht innerhalb einer Woche ohne Hütchen stillen könnte. Ich sollte es einfach jedes Mal anbieten.
Eine Woche nach der Geburt hat sie auch ihr Geburtsgewicht wieder erreicht, und abgesehen davon, das ich jedes Mal wenn ich die Hütchen wegnahm einen Tobsuchtsanfall auslöste (also bei jedem Stillvorgang) und im Prinzip nur noch anlegen, pumpen, nachfüttern und wickeln gemacht habe, war alles soweit in Ordnung.

Bis zu dem Alter von 8 Wochen nahm sie dann auf 5kg zu. Zwar nicht gerade viel, aber kontinuierlich. An diesem Punkt stagnierte sie dann aber bis zur 14. Woche. Tatsächlich war ich zwischen der 10.-12. Woche sehr besorgt deshalb und auch schon im Kontakt mit meiner Hebamme und kurz vor dem zufüttern. Ich hatte ja nichts geändert, es war weiterhin alle 1,5-2h anlegen, ohne Hütchen anlegen, pumpen und zufüttern, und die Windelmenge stimmte auch. Ab der 11. Woche hörte ich auf, ihr die Brust ohne Hütchen anzubieten, ich konnte die Wutanfälle nicht mehr ertragen. Auf dem Tag genau nach 12 Wochen nahm sie mir das Hütchen aus der Hand, und dockte sich ohne an. Innerhalb von den nächsten Tagen merkte ich direkt, wie ihr Trinken effektiver wurde. Trotzdem dauerte es noch zwei Wochen, bis ich dann eine Gewichtszunahme verzeichnen konnte.

Soweit also unsere Stillgeschichte. Nun zum Grund meines Postens hier. Seitdem sie etwa 5 Monate ist nimmt sie nun fast kontinuerlich pro Woche 200-300g zu und wiegt jetzt, mit 7 Monaten bei 68cm Körperlänge 9,5kg. Die Kinderärztin hat bei der U5 gesagt eigentlich wäre es kein Grund zur Besorgnis, da ich ja nur stille, aber ich solle nachts möglichst nur einmal stillen. Natürlich hab ich nicht vor mich daran zu halten aber ein bisschen Angst macht mir diese rasante Entwicklung des Gewichts schon. Ich weiss gar nicht so genau wie oft ich sie nachts stille, weil wir mittlerweile so eingespielt sind, dass das alles im Halbschlaf und im Liegen klappt. Gerade in der Zeit zwischen dem ins Bett bringen (ca. 20 Uhr) und meinem ins Bett gehen (ca. 1 Uhr) wird sie aber meistens ca. 1x die Stunde wach und es gibt wirklich nichts außer sie für ein paar Schlucke anzulegen, das sie wieder einschlafen lässt. Früher halt noch wenn Papa sie rumgetragen und gesungen hat, aber das ist momentan total out.

Mache ich damit, dass ich ihr das so gebe wie sie es verlangt irgend etwas verkehrt, kann sie dadurch doch irgendwie mehr bekommen als ihr Bedarf ist?

(Bzgl. Beikost, sie bekommt seit Mitte Januar immer wenn wir am Tisch sitzen und eine Mahlzeit einnehmen dampfgegarte Gemüsesticks oder püriertes Gemüse (kleine Mengen auf einem Löffel den wir ihr in die Hand geben) und nimmt so eher homöopathische Mengen an Beikost auf. Zudem lege ich sie sowohl vor als auch nach dem Essen an, damit sie das Essen spielerisch entdecken kann.)

Danke fürs lesen und vielleicht (hoffentlich) beruhigendes Feedback.

Schöne Grüße,
Dalilah

Sommermama2017
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Re: Kann ein Baby mit Vollstillen wirklich nie überfüttert werden?

Beitrag von Sommermama2017 »

L. (Mädchen) wog mit nem halben Jahr auch 9 kg und zur Geburt sogar nur 3370 g. ;)
Ja, es ist schwer, aber noch völlig normal. Vor allem, da du nur stillst, ist das echt wirklich in Ordnung. Mit einem Jahr wog L. dann "nur" 11 kg.

Die Zunahme verlangsamt sich mit der Zeit, vor allem, wenn sie dann endlich krabbeln und laufen.
Wie weit ist sie denn da schon?
Das Gewicht sind Reserven für die Zeit, wenn alles Andere spannender wird. ;)
Liebe Grüße von Sommermama mit L. *07/17 aus dem Ruhrgebiet

Dalilah
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Re: Kann ein Baby mit Vollstillen wirklich nie überfüttert werden?

Beitrag von Dalilah »

Mobil ist sie bislang nicht so sehr. Sie hat ca. Weihnachten angefangen sich wieder zu drehen (im 5. Monat war auch schonmal ne Phase wo sie das tat, hörte dann aber wieder komplett auf). Momentan nutzt sie das drehen zur seitlichen Fortbewegung und hat eine lustige Technik drauf, die dazu führt dass sie auf dem Bauch rückwärts robbt obwohl sie eigentlich vorwärts will, was sie sehr frustriert weil sie sich ja immer von den angestrebten Zielen entfernt.

Meine Mutter erzählt, das ich zum 1. Geburtstag 15 kg wog, ich hoffe mal, dass wir das nicht erreichen werden.

Marquis
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Re: Kann ein Baby mit Vollstillen wirklich nie überfüttert werden?

Beitrag von Marquis »

Ich glaube, du musst dir überhaupt keine Sorgen machen! Elli (geb. 22.6.,Startgewicht 3680g) hatte eure Werte schon bei dir U4 und ist jetzt bei über 10,5 kg auf 71 cm. Unsere KiÄ ist tiefenentspannt und meint, das Gewicht wird dann ab dem 1. Geb. vermutlich stagnieren und bis zum 2. etwa gleich b. Das wäre ganz typisch für Moppelchen. Bewegung ist hier auch nicht so beliebt, aber sie kann mittlerweile rollen.
Viele Grüße von Marquis mit Püppi (4/17) und Elli (06/19)

HeLeo
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Re: Kann ein Baby mit Vollstillen wirklich nie überfüttert werden?

Beitrag von HeLeo »

Mein großer hat ähnliche Maße. Mit einem Jahr 12 kg und mit zwei Jahren immer noch. Da ist er nur in die Länge gewachsen.
Mein kleiner toppt, aber nochmal alles.
Geburtsgewicht 4070g und jetzt mit fast drei Monaten 7,9 kg 😳
Alles nur mit stillen 😍
Bub 09/15
Mädchen 08/18
Bub 11/19

Glyzinie
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Re: Kann ein Baby mit Vollstillen wirklich nie überfüttert werden?

Beitrag von Glyzinie »

Wenn du mit dem Zufüttern aufgehört hast, würde ich mir da auch keine Sorgen machen.
15kg mit einem Jahr ist natürlich unpraktisch, da einige Kinder da noch gar nicht laufen und alle zumindest noch viel getragen und gehoben werden müssen. Aber was soll man machen? :mrgreen:
Mit eiligem Piffi (11/2016)
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