Kann ein Baby mit Vollstillen wirklich nie überfüttert werden?

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LittlePolarbear
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Re: Kann ein Baby mit Vollstillen wirklich nie überfüttert werden?

Beitrag von LittlePolarbear »

Wie Leominor und Reike ja schon geschrieben haben, kannst du dein Baby beim Stillen nicht überfüttern. Ich hatte zwischenzeitlich auch mal Zweifel, weil der kleine Bär auch weit über der 97. Perzentilen lag (und immer noch liegt, auch wenn er sich langsam wieder annährt).
Unsere Kinderärztin fand es gut. Gerade wenn das Baby doch mal krank wird mit Magen-Darm oder einem anderen heftigen Infekt, ist es echt goldwert, wenn es etwas robuster ist. Manche Kinder verlieren dabei dann ordentlich Gewicht.
Es ist wirklich ein Geschenk so ein kräftiges Kind zu haben. Auch bei der Beikost musste ich mir nie Sorgen machen, ob er genug bekommt.
Nur mein Rücken fand es nicht immer so toll 😉
mit kleinem Bären (09/18)

Serafin
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Re: Kann ein Baby mit Vollstillen wirklich nie überfüttert werden?

Beitrag von Serafin »

Hier auch. Maulwurf war über der 99ten Perzentile. Schildkröterich ist bei gleicher Ernährung und gleichem Startgewicht deutlich leichter und nicht so dick. Trotzdem motorisch bei weitem noch nicht so weit wie der Maulwurf. Der mittlerweile ziemlich dünn ist.
kleiner Maulwurf 12/15
kleiner Schildkröterich 05/19

februarkind16
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Re: Kann ein Baby mit Vollstillen wirklich nie überfüttert werden?

Beitrag von februarkind16 »

Puh, danke euch :D Eigentlich weiß ich das ja auch und mein Gefühl sagt mir auch, dass er genau richtig so ist. Es ist nur so schwierig, wenn alle möglichen Leute die man trifft inkl der Kinderärztin meinen, er sei eindeutig zu schwer und ich müsse was ändern.
Da werde ich in 3 Monaten zur U5 einfach sagen, dass ich die Abstände vergrößert habe und er dafür länger saugt :wink:
Mama mit großem Sohn (02/15) und kleinem Sohn (07/19) und kleinem Sternchen (09/18)

Leominor
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Re: Kann ein Baby mit Vollstillen wirklich nie überfüttert werden?

Beitrag von Leominor »

Das klingt doch nach einem guten Plan!
Leominor mit dem kleinen Tigermädchen (12/17) und dem kleinen Bärenjunge (2/20)

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Myeskathry
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Re: Kann ein Baby mit Vollstillen wirklich nie überfüttert werden?

Beitrag von Myeskathry »

LittlePolarbear hat geschrieben:
09.10.2019, 19:32
Hier auch ein kräftiges Stillkind ☺️ Der Bär wog mit 5 Monaten schon stolze 10 kg. Jetzt ist er 12 Monate alt und wiegt "nur" 12,5 kg. Er war schnell mobil und da ist nicht mehr so viel dazugekommen. Unsere Kinderärztin fand (und findet) es auch richtig toll und meinte immer, dass ich mir von niemanden reinreden lassen soll, weil sich das alles verwachse.
Als er letzten Monat eine frühe Form der Borreliose entwickelt hat und 2 Wochen Antibiotika brauchte, war sie auch ganz begeistert, dass ich "noch immer" stille, weil sich so die Darmflora schnell erholen werde ☺️

Also einfach so weiter machen und dann er tollen Zunahme erfreuen. Ihr macht das genau richtig 💕
Ja, Stillen ist super für die Darmflora und das Immunsystem. Beobachte ihn trotzdem genau. Meine Tochter hatte auch in der Stillzeit 10 Tage Antibiotikum und die Darmflora ließ sich rein durchs Stillen nicht genug aufbauen. Sie hatte ständig heftigste Blähungen. Das wurde durch eine Darmflora-Kur besser. Wenn Stillen reicht - umso besser!

Ansonsten hatte ich auch einen Budda, der nun völlig normal aussieht.
Liebe Grüße
Myeskathry mit Ritter (7/12), Möhrchen (7/14) und kleinem Leben (4/20)

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Moki
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Re: Kann ein Baby mit Vollstillen wirklich nie überfüttert werden?

Beitrag von Moki »

februarkind16 hat geschrieben:
16.10.2019, 20:21
Puh, danke euch :D Eigentlich weiß ich das ja auch und mein Gefühl sagt mir auch, dass er genau richtig so ist. Es ist nur so schwierig, wenn alle möglichen Leute die man trifft inkl der Kinderärztin meinen, er sei eindeutig zu schwer und ich müsse was ändern.
Da werde ich in 3 Monaten zur U5 einfach sagen, dass ich die Abstände vergrößert habe und er dafür länger saugt :wink:
Das Goldfischlein war als vier Monate lang* vollgestilltes Baby bei der U4 und U5 ebenfalls über der 99. Perzentile - und unsere Kinderärztin hat mehrfach betont, dass sie schwer sei, aber definitiv nicht ZU schwer! Sie hat mir nur eindringlich ans Herz gelegt, auf meinen Rücken zu achten :wink: Die Meinung deiner Kinderärztin ist also nicht Konsens unter KiÄs. Nach Stillabständen o.ä. wurde ich übrigens nie gefragt, sie hat nur vollgestillt oder zugefüttert wissen wollen und später dann, ob Beikost genommen würde und ob wir noch weiterstillen. Ich find ja, wenn es keine Indikation gibt, geht es sie auch nicht wirklich was an, wie oft am Tag ich den Nippel auspack oder nicht :lol:

Hier hat sich die Gewichtszunahme übrigens auch ab ca. erstem Geburtstag sehr verändert. Sie hat sich fast alles in den ersten 6, vielleicht 9 Monaten "drauf genuckelt", danach flachte die Gewichtskurve merklich ab. Ist mWn der Klassiker bei vollgestillten Babys, da brauchst du dir wirklich keinen Kopf drum machen :)

*danach wurde dann Beikost in homöopathischen Mengen eingefordert, ohne die Stillfrequenz merklich zu ändern
mit Goldfischlein 06/2018 und zwei *

februarkind16
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Re: Kann ein Baby mit Vollstillen wirklich nie überfüttert werden?

Beitrag von februarkind16 »

Vielen Dank, das beruhigt mich :D Warum nur können das nicht alle so sehen?
Gibt es eigentlich Studien oder offizielle Seiten wo steht, dass Stillkinder nicht zu dick sein können? Es wäre schön, wenn ich beim nächsten Mal was habe, worauf ich mich berufen kann.
Mama mit großem Sohn (02/15) und kleinem Sohn (07/19) und kleinem Sternchen (09/18)

Nusserl
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Re: Kann ein Baby mit Vollstillen wirklich nie überfüttert werden?

Beitrag von Nusserl »

Stillen wird in der medizinischen Ausbildung scheinbar viel zu selten behandelt. Da ist extrem viel Eigeninitative der Ärtztin gefordert, sich selber um Weiterbildung zu kümmmern.

Eigentlich sind für Stillberatung auch die Gynägologen prädestiniert. Meine Schwiegereltern hatten da echt null Tau dazu. Sie haben dann Fachliteratur nach gelesen als ich mein Baby länger als ein paar Monate vollgestillt habe. Und dann trotz Beikoststart weiter. Und das 2. Kind dann bis in die Schwangerschaft mit K3. Und das dritte Kind dann gar bi zu ihrem 3. Geburtstag :lol:
Aber was sie recherchiert haben, hat genau mit dem übereingestimmt, was ich ihnen gesagt habe. Meine Schwiegermutter hat dann mit dem neugewonnem Wissen sogar erfolgreich eine Patientin beruhigt, die "gebeichtet" hat, dass sie ihren 10 Monate alte Sohn noch stillt.
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blueberry
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Re: Kann ein Baby mit Vollstillen wirklich nie überfüttert werden?

Beitrag von blueberry »

Ich wollte mal einen Link zu meinem besorgten Thread von vor neun Jahren hierlassen:
viewtopic.php?f=2&t=112883&hilit=gewichtszunahme

Das Moppelbaby von damals (50. Perzentile Größe, weit über 97. Perzentile Gewicht - auch auf der WHO-Kurve) ist zu einem schlanken, zarten Neunjährigen herangewachsen, der nach den ersten anderthalb Jahren nie wieder von irgendjemandem als dick oder moppelig bezeichnet wurde :lol:

Ich selbst war auch immer ein kleines, zartes Kind, bin auch heute noch ziemlich schlank, und meine Mutter versichert immer wieder, ich sei ein "unglaublich kräftiges" Baby gewesen (ihre freundliche Umschreibung für dick - und als gelernte Kinderkrankenschwester hatte sie da Vergleich).

97. Perzentile heißt ja auch einfach nur, dass 3% der gesunden Kinder mit ihrem Gewicht noch über diesem Wert liegen. Die Perzentilen BEschreiben ja nur, wie gesunde Kinder sich entwickeln. Es sind keine VORschriften, wie ein konkretes Kind zu sein hat.
blueberry mit großem und kleinem Frühlingskind (2010 und 2013)

dictylover
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Re: Kann ein Baby mit Vollstillen wirklich nie überfüttert werden?

Beitrag von dictylover »

Ich habe neue Informationen von einer Kinderärztin, die ich Euch auch wissen lassen möchte:

Wenn die Mutter Schilddrüsenhormon nimmt (zB wegen einer Schildrüsenunterfunktion), dann legt das Baby mehr an Gewicht zu als ohne. Das Hormon geht direkt in die Muttermilch. Laut Ärztin ist das aber alles unproblematisch. Früher haben Säuglinge mit Gedeihstörungen das gleiche Hormon zur Therapie bekommen. Sprich spätestens wenn nicht mehr gestillt wird, verwächst sich das.
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