Ich habe zurzeit ein Stillproblem mit meiner 10 Monate alten Tochter. Sie bekommt zwar Beikost, aber eher schlecht als recht. Sie ist v.a. Milchbreie (Griess, Hirse, Müesli usw.), ich stille sie etwa 8mal am Tag bzw. in der Nacht. Sie ist seit einer Woche krank (Grippe) und normalerweise trinkt sie da immer gut, aber seit zwei Tagen ist da irgendwie der Wurm drin.
Seit etwa zwei Wochen kommt es immer wieder vor, dass bei mir der Milchspendereflex sehr lange auf sich warten lässt, 10-15min. Da hat sie nicht immer die Geduld dazu, so lange zu warten. Teils trinkt sie etwas Vormilch, macht Pausen, probierts dann noch 2-3 mal, gibt dann auf und will lieber spielen. Teils probierts sies aber auch richtig fest und lange und muss dann weinen, wenn nichts kommt. Das macht mir dann zu schaffen. Nach 2-3mal wieder anlegen, mag sie nicht mehr und weint nur noch mehr, wenn sie in die Nähe der Brust kommt.
Nun ist der Höhepunkt erreicht, dass sie gestern um 11Uhr vormittags und dann erst wieder um Mitternacht richtig getrunken hat. Seither wieder nicht. und sie hat es einige Male richtig probiert, mir tut das danm immer so leid.
Warme Umschläge und Massagen habe ich auch schon probiert, leider ohne Erfolg. Entspannen und an etwas anderes denken war auch nicht erfolgreich, genauso wie das Baby innig anschauen und streicheln und gut zureden. Ich versuche auch etwas Milch zu pumpen, und die Milchbildung weiter anzuregen, aber da kommt gar kein MSR. ich habe vor weiter zu pumpem.
Ich hatte im Sommer als sie 4 Monate alt war schon ein ähnliches Problem, nur ging es da auch im schlechtesten Fall keinesfalls mehr als 5min bis die Milch kam. Damals habe ich den Tipp bekommen schückchenweise Wasser zu trinken beim stillen und das hat wunderbar geholfen.
Jetzt habe zwar ich die Gewissheit, dass die Milch da ist und wende den Wassertrick an, aber dennoch bleibt der MSR zum Teil komplett aus. Ich versuche echt gelassen an die Sache heranzugehen, aber es wird von Versuch zu Versuch schwieriger. Ich mache mir immer mehr Sorgen und weine zum Teil nur noch verzweifelt beim stillen, was der Sache ja eher noch mehr schadet als nützt.
Ich befinde mich irgendwie im Teufelskreis und komme da nicht mehr raus, ich bin langsam am Ende meiner Kräfte und Nerven. Die Kleine mag fast nur von mir versorgt werden, weil sie krank und schlapp ist. Mein Mann ist selber auch krank und daher keine grosse Hilfe. Ich weiss echt nicht, wie ich da irgendwie zu Ruhe und Erholung kommen könnte... langsam beginne ich mich zu sorgen, dass mir die Milch ausgeht...
Ich weiss auch nicht, was schlauer ist, öfter anzusetzen oder eher nicht. Manchmal habe ich das Gefühl, dass eine pralle Brust erfolgsversprechender ist, weil sie dann mit mehr "Vormilch" beschäftigt ist und motiviert ist weiterzumachen. Andererseit ist häufiges anlege fördernder für die Milchbildung...
Weiss jemand Rat? Ich wäre echt dankbar um Unterstützung...