11 Monate und nächtliches Dauerstillen

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Zuckerherz
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11 Monate und nächtliches Dauerstillen

Beitrag von Zuckerherz » 28.12.2017, 20:38

Hallo Mamis,

seit nun bald 11 Monaten stille ich meine BLW-Tochter. Wir kommen insgesamt noch immer auf mindestens 15-16x in 24h, wovon gut die Hälfte davon in den Nachtstunden stattfindet. Sie war noch nie eine besonders gute Schläferin aber seit sie vor etwa 6 Monaten mobil wurde verschlechterte sich die Situation von Woche zu Woche und mittlerweile glaube ich auch nicht mehr dass die Zähne oder Wachstumsschübe die Übeltäter sind. Hunger schließe ich auch aus, weil ich ihr testweise auch schon mal abends Getreidebrei gegeben hab und das auch nix brachte. Ich tippe darauf, dass sich dieses nächtliche Dauerstillen hier als (für mich ungute) Gewohnheit eingeschlichen hat.

Sie schläft in ihrem Zimmer ein und gegen 23 Uhr (nach dem 2. Aufweinen mit anschließenden Stillen) nehme ich sie mit in mein Bett, weil mir das Rumwandern zu anstrengend ist. Auch da weint sie dann sehr oft und ist nur mit Stillen zu beruhigen und langsam bin ich es so leid. Ich beneide alle Mütter in meinem Umfeld die sich darüber beschweren, dass ihre Kids 2x nachts trinken wollen, weil es bei mir ja viel öfter ist.

Ich musste mich jetz einfach mal auskotzen und mit ein bisschen Glück hat der Ein oder Andere ja einen Tipp für mich wie sich das nächtliche Stillen reduzieren oder besser ertragen lässt.

Herzliche Grüße
Zuckerherz

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Re: 11 Monate und nächtliches Dauerstillen

Beitrag von Ichhoch3 » 28.12.2017, 20:54

Hallo,

ich fühle mit dir. Mein Sohn ist zwar erst 6 Monate alt, aber auch so ein "Stilljunkie". Er hängt oft die ganze Nacht ohne Unterbrechung an mir, sodass ich mich kaum mal umdrehen kann. Bin davon inzwischen so verspannt, dass ich in physiotherapeutische Behandlung muss.

Ich habe mal gelesen, dass es helfen soll, dem Kind leicht den Unterkiefer zu halten, wenn es nur nuckeln will. So ist ein Widerstand da. Bei meinem Sohn hat das nichts gebracht, aber vielleicht hilft es dir ja. Ansonsten: fühl dich gedrückt. Auch anderen geht es so wie dir. Manchmal hilft ja allein das schon ;-)

Liebe Grüße
Ichhoch3 mit dem Doppelpack (12/15, 10 Monate pumpgestillt) und dem kleinen Brustliebhaber (06/17)

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Re: 11 Monate und nächtliches Dauerstillen

Beitrag von Serafin » 28.12.2017, 21:02

Normal. Hier war es genau so. Nur dass er eh keinen Getreidebrei gegessen hätte. Bin auch Grad beim zweiten Mal nachstillen.

Wenn dein Kind allein in seinem Bett schlafen könnte würde es das tun. Das ist keine schlechte Angewohnheit, sondern dein Kind braucht es halt jetzt.

Und ich kenn das Gefühl nur zu gut, wenn sich die anderen über ein oder zwei Mal wach beschweren. Die Nächte, wo der Knilch nur zwei Mal kam kann ich an einer Hand abzählen.
kleiner Maulwurf 12/15

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Re: 11 Monate und nächtliches Dauerstillen

Beitrag von Zuckerherz » 28.12.2017, 21:06

Hallo ichhoch3,
Danke für deine schnellen mitfühlenden Worte. Dieser "Tipp" ist mir in der Vergangenheit hier im Forum mal untergekommen aber Mäuschen lässt sich nicht austricksen. So froh wie ich eigentlich bin dass sie noch nie einen Schnuller mochte, so kräftezehrend empfinde ich es nachts.. ;)

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Re: 11 Monate und nächtliches Dauerstillen

Beitrag von Zuckerherz » 28.12.2017, 21:14

Danke auch dir liebe Serafin,

wie ich sehe stillst du schon längere Zeit. Wie machst du das denn mit Abendprogramm? Einerseits würde ich so gern mal wieder ins Theater gehen oder mit den Mädls abends ausgehen aber da ich weiß, dass die Nacht viel Kraft und Nerven kostet ehe sie um 6 Uhr vorbei ist lasse ich es bleiben und sitze seit der Geburt daheim. Wenn ich eines noch weniger abhaben kann als meine Ruhestörungen, dann ist es das Gefühl von übernächtigt sein :D

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Re: 11 Monate und nächtliches Dauerstillen

Beitrag von Serafin » 28.12.2017, 22:36

Unser Kind ging bis vor Heiligabend eh erst um zehn ins Bett :roll: . Seit dem 25ten hab ich den Mittagsschlaf gestrichen. Deswegen ist er jetzt überhaupt schon in der Heia. Und drei Mal darfst du raten, was ich grad tu....

Ich bin abends nicht weg gegangen. Kind möchte den Papa nämlich nicht und hätte eh nur geplärrt. Mittlerweile geht es, Bereits ich mach's nur, wenn's gar nicht anders geht, sprich was von der Arbeit ist.
kleiner Maulwurf 12/15

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Re: 11 Monate und nächtliches Dauerstillen

Beitrag von FloppyDisc » 28.12.2017, 22:58

Hier ist es ähnlich, allerdings sind es hier in guten Nächten (die alle paar Wochen mal auftreten) nur 3x Wachwerden und sonst etwa 6-x mal in 10 Stunden. Also quasi Luxusproblem ;)

Probiere es doch einfach mal aus mit dem abends weg sein, am besten an einem Wochenende, wo ihr sonst nichts vorhabt. Vielleicht legt der Papa sie dann später hin und wenn es gar nicht klappt, bleibt sie halt wach. Oder du planst es so, dass du beim ersten Mal zur allergrößten Not schnell nach Hause könntest. Aber so ein paar Stunden bis 23 Uhr oder so sollten die zwei ja irgendwie über die Bühne bringen, wenn es dir für dein persönliches Wohlergehen wichtig ist. Und ich finde gerade, wenn du nachts so häufig ran musst, ist dein persönliches Wohlergehen sehr wichtig!!
LG Floppy
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Re: 11 Monate und nächtliches Dauerstillen

Beitrag von DolphinFFM » 28.12.2017, 23:37

Ich hatte das auch bei meiner Großen. Mit 11 Monaten hatte ich eine Phase wo ich gar nicht aus dem Bett konnte. Also gar nicht, nicht einmal ins Wohnzimmer. Aber es wurde dann besser mit 12 oder 13 Monaten (genau weiß ich es nicht mehr) Ich kann also nur durchhalten raten.

Abends weggehen ist allerdings noch immer heikel. Wenn du es brauchst, versuch es, ihr findet einen Weg.
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Re: 11 Monate und nächtliches Dauerstillen

Beitrag von Zuckerherz » 29.12.2017, 07:54

Guten Morgen,

hab jetzt versucht sie um 23 Uhr das letzte Mal zu stillen und hatte vor zwischen 5 und halb 6 die Milchbar wieder zu öffnen.

Ihr könnt euch ja vermutlich vorstellen wie's lief. Als mein Mann um 1 Uhr heimgekommen ist dauerte es nicht lang und Kleinchen war wach. Hab dann bis halb 3 durchgehalten, sie versucht zu kuscheln (das mag sie aber von Haus aus nicht), gestreichelt und immer wenn ich sie so weit hatte, dass sie mal 3 min nicht im Bett rumwuselte, motzte oder die Brust suchte und am Einschlafen war, dann kam es wie der Blitz und das Spiel begann von vorn.

Hab sie dann einfach gestillt, weil ich echt nicht mehr konnte und irgendwann so an mir und auch an der Richtigkeit meines Vorhabens zweifelte. Sie trank und trank und trank, wandte sich sofort als sie satt war ab und schlief bis um 6 Uhr.

Da man immer wieder davon hört, dass Babys (laut Lehrbuch) ab einem gewissen Alter (6 Monate???) theoretisch in der Lage wären sich nachts allein wieder zu beruhigen und einzuschlafen und nächtlicher Hunger keine zentrale Rolle mehr spielt, fragt man sich doch echt gelegentlich was bei einem daheim falsch läuft?!

Ist denn davon auszugehen, dass unsere Mäuse nachts körperlichen Hunger stillen wenn sie richtig trinken und nicht nur nuckeln? Oder geht's da trotzdem nur ums Saugbedürfnis? Wie sind da eure Erfahrungen?

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Re: 11 Monate und nächtliches Dauerstillen

Beitrag von Hyndla » 29.12.2017, 08:26

Ich finde es gemein und die Mütter überaus verunsichernd, dass es solche Literatur gibt. Nächtliches Stillen ist normal und dient der Entwicklung, besonders des Gehirns. Wenn das von Anfang an anders propagiert würde, könnten Mütter das viel besser annehmen und hätten nicht das Gefühl etwas falsch zu machen bzw. ändern zu müssen.
Bei meiner Großen konnte ich abends für einige Stunden weg (zumindest theoretisch :wink: ), beim Kleinen ging das lange Zeit nicht, weil er mich teilweise alle 10 min brauchte. Allerdings konnte ich da die Gegebenheiten viel besser annehmen, weil ich wusste, dass es nun mal so ist. Also hier eine Stimme für das Akzeptieren der Situation, es geht ganz vielen Müttern so. Und irgendwann wird es auch wieder anders, ganz von selbst, weil das Kind bereit ist bzw. sein Bedürfnis gestillt wurde.
Alles Gute für euch!
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