Das Gedeihen makrosomer Kinder

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Re: Das Gedeihen makrosomer Kinder

Beitrag von Mondenkind » 21.12.2017, 23:13

So, ich fange jetzt mal eine Antwort an, ich schau mal, wie weit ich komme.

Zur Gewichtszunahme: Die ist wirklich auffällig. Sie fällt mir ca. 2 Wochen ab- war da was, erinnerst du dich an etwas? War das, als ihr den Schnuller eingesetzt habt?
Elfenreigen hat geschrieben:
20.12.2017, 23:58
Nun ist die Frage, wie der Verlauf bei makrosomen Kindern sein soll. Gelten für sie die gleichen Regeln der Zunahme wie für normalgewichtige Kinder? :
A) Hat er nach der Geburt ja schon einiges abgenommen, das er erstmal wieder auf die Rippen bekommen musste.
B) ist fraglich, ob sein hohes Gewicht wirklich genetisch definiert war, oder ob eine überversorgung durch die Plazenta vorlag und er genetisch ganz anders programmiert ist,
Mittlerweile ähneln die Masse sehr seinem großen Bruder in dem Alter.
Ja, für makrosome Kinder gilt es genauso. Die Frage, ob das hohe Geburtsgewicht "sein" Gewicht war, ist aber berechtigt. Es gibt verschiedene Gründe, warum Kinder schwerer größer sind, als sie es genetisch sein sollten- Gestationsdiabetes, viele Infusionen unter der Geburt, etc. Aber selbst wenn man ein geringeres Geburtsgewicht ansetzen würde, ist die Kurve der letzten Woche recht flach, sprich auch für ein leichteres Kind ist die wöchentliche Zunahme recht gering.
Elfenreigen hat geschrieben:
20.12.2017, 23:58
-> ich stille meistens bergauf um dem MSR etwas entgegenzusetzen
-> eine ILBLC stillberaterin aus dem Stillcafe gab mir den Tipp, Blockstillen zu versuchen. Ob ich tatsächlich viel Milch habe, oder nur einen starken MSR kann ich persönlich nicht beurteilen. Bei praller Brust Pumpe ich mit Handpumpe in etwas über 5 Minuten aber locker 150 ml ab und die Milchauffangschalen wurden zumindest anfangs auch immer beim stillen und zwischendurch gefüllt.
Das Blockstillen - in 4 h Blöcken- brachte in bisschen Ruhe rein, und ließ ihn länger trinken.
Das Aufwärtsstillen ist definitiv eine super Maßnahme, die du so fortführen solltest. Ein heftiger MSR kann in der Tat Gedeihprobleme machen. Wann hast du mit dem Blockstillen angefangen?
Elfenreigen hat geschrieben:
20.12.2017, 23:58
2) mein Sohn hat durch seine Beckenendlage die letzten Wochen irgendwie mit dem Kopf unterm rippenbogen geklemmt und dementsprechend eine Lieblingsseite und ist generell sehr steif gewesen. Seit der 8. Woche waren wir in Behandlung bei einem Ostheopaten, der ihn lockerer bekommen hat. Ein zusätzlicher Besuch beim Orthopäden ergab einen blockierten Halswirbel, der gelöst wurde. So langsam wird es besser, was aber sicher auch an der verbesserten Beweglichkeit und fortschreitenden Entwicklung liegt.
Auch das war sicher eine gute Maßnahme. Macht er denn jetzt den Mund weiter auf, was meinst du? Lässt er sich in verschiedenen Positionen anlegen?
Elfenreigen hat geschrieben:
20.12.2017, 23:58
Wobei er seit einem Monat die 3 er benutzt. Sollen die auch noch schwer sein, oder gilt das nur zu Anfang bei den einer windeln? Größere Windeln fassen ja mehr Flüssigkeit und haben dann vielleicht das gleiche "intus" wie eine schwere einer.
, auch wenn sie sich nicht gut gefüllt anfühlen. Stuhlgang ist seit der 6. Woche nicht mehr bei jedem stillen. Jetzt etwa alle 1-3 Tage.
Stuhl ist in dem Alter nicht so aussagekräftig, wichtig ist der Urin. Die Windeln sollten merklich gefüllt sein.
Elfenreigen hat geschrieben:
20.12.2017, 23:58
Kann es einfach sein, dass er jetzt auf "seine" Perzentile rutscht ( wobei zu sagen ist, dass sein Bruder im ersten Jahr von der 70er nach exorbitanter Zunahme bis auf die 15er gerutscht ist und sich jetzt immer irgendwo im 50 er Bereich befindet. - also woher weiß man, wo die percentile genau liegt ? ) .
Insgesamt kann das sein. natürlich gibt es das, dass Kinder nicht "lehrbuchmäßig" zunehmen und trotzdem alles ok ist. Dafür muss man aber erstmal alles andere checken und ausschließen, dass nicht doch noch etwas anderes vorliegt. Was sagt denn euer Kinderarzt?
Elfenreigen hat geschrieben:
20.12.2017, 23:58
Unterbinde ich durch das einschlafbegleiten des großen Bruders eventuell das abendliche clustern und könnte das etwas mit der geringen Zunahme zutun haben?
Ausgeschlossen ist das nicht und da sehe ich auch einen Ansatzpunkt. Siehst du eine Möglichkeit, dass dein Mann den Großen einschlafbegleitet? Bei so jungen Säuglingen sollte das Stillen des Säuglings nicht zurückstecken müssen.
Ansonsten klingt euer Stillmanagement gut. Wie lang ist die Nachtpause?

Ich warte jetzt mal auf deine Antworten, morgen sehen wir weiter.
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Re: Das Gedeihen makrosomer Kinder

Beitrag von Elfenreigen » 21.12.2017, 23:58

So, jetzt habe ich iPad. Ich kann damit schlecht zitieren, gehe also ohne Zitat auf deine Fragen ein. Ich hoffe das ist trotzdem ok und übersichtlich genug.


Lieben Dank, dass du dich kümmerst, mondenkind.


Die Stagnation der Gewichtszunahme fällt für mich mit dem Überschreiten des Geburtsgewichts zusammen. Wann wir den Schnuller eingesetzt haben, weiß ich gar nich mehr so genau. Ich muss zugeben, dass ich mich die ersten Wochen von meinem Bauchgefühl leiten lassen habe, weil beim großen alles so gut geklappt hat.

Mit dem Blockstillen habe ich Mitte November angefangen. Um den 10.12. habe ich damit aber wieder aufgehört, da mein Sohn krank wurde und ich in dieser zeit sicher gehen wollte, dass er wirklich genug Milch bekommt.
Im Moment biete ich etwas fröhlich und wild die härtere Brust zu Anfang an, und wechsle immer dann, wenn er unruhig wird. Das kann mehrmals sein pro stillen. Mittlerweile kommt er aber besser klar mit dem msr. Er dockt ab und wartet bis alles andere vollgespritzt ist. Mittlerweile passen sich meine Brüste auch seinem Bedarfs noch und der msr ist nicht mehr ganz so dolle wie in der Anfangszeit.

Den Mund macht er leider auch nach den ostheo Behandlungen nicht weiter auf. Irgendwie zieht er sich die bw durch nen schmalen Schlitz in den Mund. Die Unterlippe ist selten ausgestülpt und endet direkt unter der BW. Hat auch die Leiterin des Stillcafes kommentiert. Er geht leider immer wieder in diese Position. Ich stille meistens bergauf zurückgelehnt in der wiegehaltung. Nachts liegend. Die Footballerhaltung kann ich gar nicht, und wenn ich es versucht habe, hing er da immer ziemlich kläglich drinne und hat sich beschwert.

Der kia, die hebi und auch das stillcafe sind entspannter als ich und meinen, man solle beobachten. Solche Verläufe können gerade bei großen Kindern durchaus sein. Ich weiß auch nicht, ob ich nicht einfach auch entspannter sein sollte. Habe aber Angst, dass ich bei der nächsten U dann ganz plötzlich die Pistole auf die Brust bekomme und unbedingt sofort Zufüttern muss. Daher möchte ich im Vorfeld für mich abklären, was ich verbessern kann, damit ich wirklich alles optimal für eine gute Zunahme mache,

Das einschlafbegleiten des Großen kann mein Mann übernehmen. Es ist halt für mich und ihn sehr schade. Denn wir haben ja beide immer zusammen geschlafen bis der kleine Bruder kam. Und ich habe ihn ja auch noch bis märz gestillt. Da fehlt uns jetzt ein großes Stück Innigkeit.
Die nachtpause ist 3-4 Stunden.

Wenn ich vom einschlafbegleiten ausgehend überlege, kann es auch sein, dass ich ihn zu wenig in Eigeninitiative angelegt habe wenn er ruhig war und nicht schon 3-4 Stunden vergangen waren. Da wecke ich ihn dann auch generell. Wenn ich mit dem Bruder bin muss er halt manchmal auch mal warten wenn er unzufrieden ist. Sonst bin ich wie gesagt eher so gepolt, dass ich bei Unzufriedenheit sofort die Brust anbiete. Das schließt auch ein, dass ich mich auf eine nasse Parkbank setze ( outdoorsitzkissen ist mein Weihnachtswunsch) , im Bus stille, wir im auto sobald wie möglich anhalten. Ich meine, dass er noch nie lange wirklich vor Hunger geschrien hat. Wenn er ruhig war, habe ich das aber bisher auch als Zeichen gesehen, dass er keinen Hunger hat. Hätte ich ihn prophylaktisch anlegen sollen?

Es ist halt wirklich so, dass er zwar Hunger hat, aber sonst wenig Interesse an der Brust.

Chipmunk deine Geschichte mit deinem Sohn beruhigt mich aber schonmal etwas

Gute Nacht euch allen

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Re: Das Gedeihen makrosomer Kinder

Beitrag von Mondenkind » 28.12.2017, 08:01

Entschuldige bitte, dass ich mich nicht gemeldet habe. Ich hatte viel um die Ohren um die Feiertage und arbeite zwischen Weihnachten und Neujahr. Ich melde mich aber heute Abend. Wie geht es Euch?
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Re: Das Gedeihen makrosomer Kinder

Beitrag von Mondenkind » 28.12.2017, 19:59

Elfenreigen hat geschrieben:
21.12.2017, 23:58
Ich muss zugeben, dass ich mich die ersten Wochen von meinem Bauchgefühl leiten lassen habe, weil beim großen alles so gut geklappt hat.
Dagegen ist auch überhaupt nichts zu sagen.
Elfenreigen hat geschrieben:
21.12.2017, 23:58
Im Moment biete ich etwas fröhlich und wild die härtere Brust zu Anfang an, und wechsle immer dann, wenn er unruhig wird. Das kann mehrmals sein pro stillen. Mittlerweile kommt er aber besser klar mit dem msr. Er dockt ab und wartet bis alles andere vollgespritzt ist. Mittlerweile passen sich meine Brüste auch seinem Bedarfs noch und der msr ist nicht mehr ganz so dolle wie in der Anfangszeit.
Prima, völlig ok so.
Elfenreigen hat geschrieben:
21.12.2017, 23:58
Den Mund macht er leider auch nach den ostheo Behandlungen nicht weiter auf. Irgendwie zieht er sich die bw durch nen schmalen Schlitz in den Mund. Die Unterlippe ist selten ausgestülpt und endet direkt unter der BW. Hat auch die Leiterin des Stillcafes kommentiert. Er geht leider immer wieder in diese Position. Ich stille meistens bergauf zurückgelehnt in der wiegehaltung. Nachts liegend. Die Footballerhaltung kann ich gar nicht, und wenn ich es versucht habe, hing er da immer ziemlich kläglich drinne und hat sich beschwert.
Hier sehe ich den Hauptansatzpunkt. Korrektes Anlegen ist der Dreh-und Angelpunkt. Du kannst ihn an der Brust korrigieren und versuchen, durch asymmetrisches Anlegen die Technik zu verbessern. Auch die Butterbrot-statt-Apfel-Technik, bei der du die Brust zusammendrückst wie ein Sandwich, statt mit dem C-Griff die Brust rund zu formen, kann helfen.
Elfenreigen hat geschrieben:
21.12.2017, 23:58
Der kia, die hebi und auch das stillcafe sind entspannter als ich und meinen, man solle beobachten. Solche Verläufe können gerade bei großen Kindern durchaus sein. Ich weiß auch nicht, ob ich nicht einfach auch entspannter sein sollte. Habe aber Angst, dass ich bei der nächsten U dann ganz plötzlich die Pistole auf die Brust bekomme und unbedingt sofort Zufüttern muss. Daher möchte ich im Vorfeld für mich abklären, was ich verbessern kann, damit ich wirklich alles optimal für eine gute Zunahme mache,
Damit hast du auch vollkommen Recht, denn eigentlich nehmen bei der Geburt "große" Kinder trotzdem weiter innerhalb der Normkurven zu- es sei denn, sie waren zb durch übermäßige Infusionen oder Gestationsdiabetes oder so etwas schwerer, als sie es von ihrer Veranlagung her gewesen wären.
Elfenreigen hat geschrieben:
21.12.2017, 23:58
Das einschlafbegleiten des Großen kann mein Mann übernehmen. Es ist halt für mich und ihn sehr schade. Denn wir haben ja beide immer zusammen geschlafen bis der kleine Bruder kam. Und ich habe ihn ja auch noch bis märz gestillt. Da fehlt uns jetzt ein großes Stück Innigkeit.
Das kann ich gut verstehen. Aber es ist einfach so, dass die stillende Mutter für den gestillten Säugling die erste Anlaufstelle sein sollte und es ist ganz natürlich, dass der Vater für das ältere Kleinkind da ist. Ich kann deinen Wehmut aber sehr gut verstehen, das ging mir auch so.
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Re: Das Gedeihen makrosomer Kinder

Beitrag von Elfenreigen » 30.12.2017, 12:06

Hallo mondenkind

Vielen Dank fürs eine antwort zwischen den Jahren. Ist echt viel los, bei uns ja auch. Daher Danke, dass du dir die Zeit nimmst! Ich habe jetzt auch ein paar Tage nicht reingeschaut und nur kurz die Antwort gelesen.

Uns geht es ganz gut soweit, ich lege weiterhin sehr viel an, merke aber, dass nur Ruhig getrunken wird, wenn er richtig Hunger hat. Sonst wird mal kurz gesaugt, und dann gehampelt. Aber trotzdem bekommt er natürlich ein paar msr und damit mehr Milch ab, als wenn er in der Zeit gar nicht an der Brust wäre.

Das mit dem nicht offenen Mund ist echt nervig. Habe mir es seit dem lesen deiner antwort nochmal verstärkt angeschaut. Videos zum asymmetrischen anlegen konsumiert usw. Das Problem ist echt, dass er immer wieder aktiv von der "guten Position" ins Zuppeln rutscht. Notfalls stemmt er sich mit beiden Händen an den Seiten ab, bis der Warzenhof wieder nur am nippelrand im im Mund ist :roll: ich müsste ihn also 20 sekündlich abdocken und wieder anlegen....
interessanterweise habe ich nämlich eigentlich anfangs ohne zu wissen, dass es die asymmetrische Technik ist, immer so angelegt, weil dabei ein guter "Zug" am Nippel entsteht.

Irgendeinen Tipp, wie ich verhindern kann, dass mein Sohn aktiv während des Stillens weniger Brust in den Mund nimmt?

Erstmal einen guten Rutsch dir und euch allen anderen auch!

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Re: Das Gedeihen makrosomer Kinder

Beitrag von Qwertzuiopü » 30.12.2017, 12:39

Elfenreigen hat geschrieben:
30.12.2017, 12:06
Das mit dem nicht offenen Mund ist echt nervig. Habe mir es seit dem lesen deiner antwort nochmal verstärkt angeschaut. Videos zum asymmetrischen anlegen konsumiert usw. Das Problem ist echt, dass er immer wieder aktiv von der "guten Position" ins Zuppeln rutscht. Notfalls stemmt er sich mit beiden Händen an den Seiten ab, bis der Warzenhof wieder nur am nippelrand im im Mund ist :roll: ich müsste ihn also 20 sekündlich abdocken und wieder anlegen....
...
Irgendeinen Tipp, wie ich verhindern kann, dass mein Sohn aktiv während des Stillens weniger Brust in den Mund nimmt?
Hallo, meiner hat auch ein paar Monate gebraucht um das zu checken. Die Ärztin meinte, ich solle es ihm vormachen, Mund weit auf und"ahhh". Er hat da lange nicht drauf reagiert, bis er mich schließlich, einige Wochen später, dabei ausgelacht hat. Ich habe ihn mit immer gleichen Worten abgedockt
"Nochmal neu, Mund weit auf ...ahhhhhh" oder ähnlich, weil es mir weh getan hat. Ein leichtes Ziepen habe ich manchmal ignoriert nach dem 5. Versuch, aber sonst immer wieder neu. Ich weiß nicht woran es lag, aber nach Osteopathie, vormachen, neu anlegen, Sandwich und asymmetrischem anlegen hat er es irgendwann gelernt. Und dann wurde das stillen gleich viel schöner:-)) wobei ich auch selbst soo angespannt war wegen der Schmerzen, das hat sich eventuell auch nicht positiv ausgewirkt;-)
Viel Geduld und Nerven und trotz allem Entspannung!!
Wirbelwind (07/16), *(05/15)

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Re: Das Gedeihen makrosomer Kinder

Beitrag von Mondenkind » 03.01.2018, 23:46

Elfenreigen hat geschrieben:
30.12.2017, 12:06


Irgendeinen Tipp, wie ich verhindern kann, dass mein Sohn aktiv während des Stillens weniger Brust in den Mund nimmt?
Das ist leider oft so beim starken MSR. Du könntest versuchen, den ersten heftigen Strahl in ein Tuch laufen zu lassen. Es kann auch helfen, einen Teil der Brust mit der flachen Hand fest zuzudrücken, quasi abzudrücken, damit nicht so viel auf einmal kommt.

Wie geht es euch sonst?
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Re: Das Gedeihen makrosomer Kinder

Beitrag von Elfenreigen » 04.01.2018, 19:45

Vielen Dank dass du fragst. Hier war über Silvester Landunter weil Magda zu Besuch war. Gsd hat es mich (noch) nicht erwischt.

Habe den kleinen am Dienstag wieder im geburtshaus gewogen, und er hat jetzt 6289g, also etwa 280g in 2 Wochen zugenommen. Ich finde das klingt gut.

Heute war ich aber nochmal beim Stillcafe und die dortige Stillberaterin hat das mal alles in eine Kurve eingetragen(WHO) und er ist noch einmal abgerutscht.
Jetzt ist die Frage, ob die 289g Zunahme in 2 Wochen das sind worauf man achten soll, oder die tatsächliche perzentile. Sie hat auch nochmal geguckt und auch nochmal bestätigt dass er viel zu wenig bw in den Mund nimmt und eher buckelt denn kräftig trinkt.
Da er dies aber wirklich ganz aktiv selber so entscheidet, ist es natürlich schwierig, ihm das wieder umzugewöhnen. ( denke ich mir mal) auch wenn der MSR weniger wird.

Ihr Tipp war, nach dem stillen noch etwas abpumpen sodass er etwas gehaltvollere Hintermilch abbekommt, und sie ihm mit Becher verfüttern. Sie hat mir das von Hand entleeren gezeigt, da Pumpen bei mir ineffektiv ist. Aber das entleeren ist auch so mühselig und ich finde das Gefühl nicht schön auch wenn es nicht schmerzhaft ist.

Gerade fühle ich mich sehr gestresst durch das alles. Eigentlich möchte ich nur ruhig und entspannt mein Kind füttern und nicht kämpfen müssen und bei jedem füttern so ein brimborium machen. Habe ja auch noch den großen und den Haushalt.

Qwertz Danke für deine tipps und Zuspruch. Ich hoffe hier lernt mein Sohn irgendwann auch wieder um: aber mit meinem starken msr hat er nen guten Grund zu klemmen. Tuch vorhalten probiere ich mal, mondenkind

Hier noch das Gewicht:
22.09.17 4710g Geburt
25.09.17 4265g zufüttrrn einmalig mit 18 ml
26.09.17 4300g
27.09.17 4435g Entlassung
29.9. 17 4550g hebamme
2.10. 17 4660g Hebamme
6.10. 17 4800g Hebamme
12.10.17 4840gHebamme
17.10. 17 4930g Hebamme
23.10.17 5120g u3 Kinderarzt
29.11.17 5720g Kinderarzt
19.12.17 6000g auf geburtshauswaage. Baby hat aber sehr
02.02.2018 6280g Geburtshauswaage

Glaube der Beitrag ist etwas durcheinander. Er schmort schon ne ganze Weile im Handy und wird PEu a Pedz erweitert ;-)

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Re: Das Gedeihen makrosomer Kinder

Beitrag von Elfenreigen » 06.01.2018, 05:24

Ich nochmal . Irgendwie stresst mich die Situation gerade total und ich mache mir Vorwürfe, dass ich trotz 2,5 Jahre Stillerfahrung anscheinend doch so viel falsch gemacht habe. Beim ersten Kind war halt, nachdem sich alles eingeruckelt hat, alles so entspannt. Und ich habe das bei Nr 2 einfach übernommen:
Eben immer als erstes angelegt
Und auf mehr eigentlich nicht geachtet.
Naja gut, dass die Pausen nicht zu lange sind. Der kleine lief aber auch oft einfach mit und das stillen lief wie gesagt oft, aber vielmals nebenbei.
Da nie Unzufriedenheit herrschte und Nr. 2 sich ja auch sehr gut entwickelt und in vielen Dingen echt schnell ist, zudem meine Hebamme nicht besorgt ist und auch nicht war, war alles so ok für mich. Auch dass er nur kurz getrunken hat. Das hat der Bruder auch nur.

Jetzt hat mich das Gespräch gestern doch sehr durcheinander gebracht. Jetzt kann ich die Frauen verstehen, die sagen, sie haben keine Milch. Ich achte auch die ganze Zeit auf den MSR und habe das Gefühl, das Baby schluckt kaum. Zudem bin ich mit der Becherfütterung überfordert. Das mit der Hand ausstreichen finde ich eklig. Da wird mir ganz anders. Dh ich nehme die Milch, die ich beim stillen von der anderen Brust in der milchauffangschale fangen kann ( etwa 30 ml pro stillen bei nicht zu praller Brust). Damit ist der Becher nicht voll und man muss sehr kippen, was wieder Gefahr birgt, dass man dem Baby einen ganzen Schwall in den Mund schüttet. Zudem steckt das Baby nie die Zunge raus und schlabbert die Milch. Beim Pumpen kommt mittlerweile, wo sich alles eingependelt hat, kaum noch etwas. Zudem weiß ich gar nicht, wie ich das alles hinbekommen soll. Vor dem stillen hat das Baby Hunger und will essen. Da kann ich nicht 20 Minuten mit dem gewinnen von Milch verbringen. Nach dem stillen will es nicht mehr und hat keinen Hunger. Dh ich halte ihm wieder einen Becher vors mündchen und nix passiert.
Danach steht das Zeug rum bis zum nächsten stillen. Und dann frage ich mich, ob ich zwischendrin alles sterilisieren muss, was auch wieder Aufwand ist, oder ob ich die alte Milch einfach wegkippe und auffangschale und Becher und Pumpe dann einfach kurz ausspüle und weiter benutze. Zudem ist bei uns das stillen so spontan, dass ich mir gar nicht vorstellen kann zu sagen" so in ner halben Stunde stille ich" und dann habe ich mein becherchen voll und mein Baby bekommt genau dann Hunger und geht an die Brust.

Manchmal frage ich mich zudem, ob ich zu oft anlege. Denn ich muss sagen, am besten trinkt das Baby nach einer längeren Pause, wenn die Brust prall ist. Dann hat es richtig Zug drauf und verweilt dort auch ruhig und länger. Sonst trinkt es, dann ist es unruhig, guckt, lacht, will die andere Seite.spielt mit der Brustwarze, nimmt ein paar msr mit und dann ist Essig.das ganze wiederholt sich teilweise echt oft, weil ich immer anlege, und der Kleine die Brust auch nimmt. Aber eben wie oben beschrieben.

Eben habe ich brustkompression ausprobiert, aber das ging gar nicht.

Alles doof. Und ein Typ. Der leicht entspannen kann, bin ich auch nicht. Vor allen Dingen, wenn ich nicht an rosa Elefanten denken soll....

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Re: Das Gedeihen makrosomer Kinder

Beitrag von Mondenkind » 07.01.2018, 20:41

Elfenreigen hat geschrieben:
04.01.2018, 19:45
Heute war ich aber nochmal beim Stillcafe und die dortige Stillberaterin hat das mal alles in eine Kurve eingetragen(WHO) und er ist noch einmal abgerutscht.
Das sehe ich jetzt so nicht. 140g/Woche sind in dem Alter völlig ok.
Elfenreigen hat geschrieben:
04.01.2018, 19:45
Sie hat auch nochmal geguckt und auch nochmal bestätigt dass er viel zu wenig bw in den Mund nimmt und eher buckelt denn kräftig trinkt.
Das ist halt eher das Problem. Die Zunahme ist jetzt erstmal stabil.
Elfenreigen hat geschrieben:
06.01.2018, 05:24
Eben habe ich brustkompression ausprobiert, aber das ging gar nicht.
Brustkompression verstärkt den Milchfluss, das ist eher ungünstig bei euch. Oder meinst du das Drücken mit der flachen Hand, das ich vorgeschlagen habe?
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