Das wars dann wohl oder...Stillstreik versus Abstillen

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DolphinFFM
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Re: Das wars dann wohl oder...Stillstreik versus Abstillen

Beitrag von DolphinFFM » 14.12.2017, 10:37

Hm, ich hab jetzt keine Idee leider.

Aber, weil du mehrmals fragst ob deine Kleine dich „nur“ noch als Schnuller braucht und das auch hervorhebst, wollte ich noch was sagen. Der Schnuller ist ja in erster Linie ein Ersatz für das Nuckeln an der Brust und als solcher auch legitim, falls die Mama das Kind nicht an der Brust nuckeln lassen will oder kann. Also ja, dein Kind braucht deine Brust zum nuckeln und wenn es das nicht bekommt, braucht es einen Schnuller.

Da deine Kleine 13 Monate alt ist, kann es nach meinem Wissen sein, das dein Kind auch ohne deine Milch ausreichend versorgt ist und somit nicht mehr auf das tatsächliche Trinken angewiesen ist. In dem Fall würde dein Kind dich „nur“ noch zum nuckeln brauchen. Wobei ich das als den entspanntesten Zustand empfinde, da man als Mama die Freiheit hat das Stillen zu begrenzen ohne Sorge das Kind würde unterversorgt, aber beim Stillen schön kuscheln kann. Man muss nicht stillen, kann aber.

Da du aber schreibst dein Kind würde beim Pumpen den Becher hinhalten, würde ich erstmal nicht darauf schließen, das dein Kind schon komplett ohne Milch auskommt.

Vielleicht lässt du sie mal die abgepumpte Milch nicht trinken, sondern erklärst ihr das sie die aus der Brust trinken kann? Ohne Alternative übt sie vielleicht wieder mehr und ihr kriegt den Dreh wieder raus. Vielleicht kann noch ein Stillberater sagen ob das ein sinnvolles Vorgehen sein kann.
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Re: Das wars dann wohl oder...Stillstreik versus Abstillen

Beitrag von Knotterhexe » 14.12.2017, 14:35

Inzwischen pumpe ich nicht mehr ab...weiß nicht ob es so richtig ist.

Im Vergleich vor 3 Wochen wehrt sie sich ja nicht gegen die Brust sondern lässt sich auf ein Nuckeln ein. Wenn sie richtig müde ist und ich ihr die Wange küsse, sucht sie wie ein Neugeborenes nach der Brustwarze. Danach würde sie am liebsten laaaange nuckeln, manchmal schluckt sie auch dabei. Nicht immer ist mir das recht, nach einer halben Stunde muss auch ich meinen Arbeiten nachgehen (Haushalt, Geschwisterkind, oder brauch einfach auch mal ne Pause). Das Abdocken mag sie dann gar nicht und BEIßT sich dann fest oder weint.

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Re: Das wars dann wohl oder...Stillstreik versus Abstillen

Beitrag von deidamaus » 14.12.2017, 22:29

Gib ihr die abgepumpte Milch auf jeden Fall, sie enthält so viele wertvolle Sachen es wäre zu schade, sie nicht zu verfüttern.

Ich würde wirklich mal - eventuell nach Rücksprache mot dem Kia - Schmerzmittel geben. Wenn es wirklich Schmerzen sind, die dein Kind am Stillen hindern, wäre es gut den Kreislauf zu durchbrechen.

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Re: Das wars dann wohl oder...Stillstreik versus Abstillen

Beitrag von Knotterhexe » 19.12.2017, 20:57

Hab heute die elektrische Milchpumpe abgeben LASSEN (von meinem Mann), ich konnte es nicht. Klar sie wehrt sich ja nicht mehr gegen die Brust und lässt sich ja auch aufs Stillen ein :roll: (ca 3 mal in 24 h) . Dennoch ist das an der Saugtechnik nichts zu machen. Weiterhin NUCKELT sie und schluckt dann das, was ZUFÄLLIG rauskommt. Das würde sie dann am liebsten stundenlang machen. Wenn ICH sie abdocken will, wird dann erst einmal zugeschnappt und sich lautstark beschwert :cry: .

Jetzt isst sie auch wie ein Weltmeister (am Familientisch). Klar ist das ja letztendlich unser Ziel zu dem wir unsere Babys Stück für Stück begleiten wollen. Trotzdem schmerzt es und ich kann auch noch nicht einmal sagen WARUM?! Noch vor einem Monat hörte ich beim Stillen ein zufriedenes "Urmh Urmh" (aufgrund des starken Milchspendereflex trank sie sich so innerhalb von wenigen Minuten satt :D )

Ist das ihr "Abstillprogramm" ? Hat sie diese Saugtechnik entwickelt, damit kaum noch Milch kommt?! Die Nächte schläft sie meist durch (ich weiß, ein Traum vieler Mamas :oops: ) und scheint auch tagsüber keine erkennbaren Zahnschmerzen zu haben (bis auf ihre Fingerchen, die oftmals in ihrem Schneidezähnebereich spielen. Dabei sind die oberen Backenzähne noch nicht ganz durch). Momentan ist sie wieder unheimlich anhänglich, was mich aber nicht sonderlich stört.

Daher weiß ich nicht ob es nun die Schmerzmittel (ohne sichtbare schlimme Schmerzen) retten könnten?

Die Mehrfachmamis wissen doch sicherlich, ob ihre "guten Esser" auch so gestillt haben? Das die Häufigkeit nach und nach nachlässt (bei uns wurde die Stillhäufigkeit gleich halbiert) ist mir ja einleuchtend aber dass Stillkinder plötzlich eine eigenarte saug/Nuckeltechnik entwickeln ist mir ein Rätsel???!!!

Achja , Korrekturen meinerseits (die verkrampfte Unterlippe zu lockern) waren erfolglos :?

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Re: Das wars dann wohl oder...Stillstreik versus Abstillen

Beitrag von deidamaus » 19.12.2017, 22:44

Idee meinerseits: Hast du mal versucht ihr zu zeigen, dass sie den Mund zum Stillen weit aufmachen muss? Vielleicht braucht sie jetzt etwas konkrete Anleitung, wie richtiges Stillen funktioniert?
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Re: Das wars dann wohl oder...Stillstreik versus Abstillen

Beitrag von klecksauge » 20.12.2017, 00:12

Ich kann was zum Thema guter/schlechter Esser beitragen:
Kind 1
Hat viel gestillt. Mit 16 Monaten fehlten nur noch 4 Zähne, kurz danach könnte er laufen, knappe 2 Tage Stillstreik, danach einige Tage normal = viel gestillt. Innerhalb 2 weiterer Wochen nur noch zum Mittagsschlaf und nachts (oft!), tags nur noch selten in besonderen Situationen.

Kind 2
Stillen war nicht so krass wichtig, von Anfang an anders. Beikost, sie hat Mengen gegessen..... mit 8-10 Monaten hat sie tags wenig gestillt, ich machte mir auch Gedanken. Sie ist gerade 2 geworden. Wir stillen mindestens 3x am Tag. Nachts unterschiedlich, tendenziell weniger als der Große. Aber durchschlafen im Sinne von 8-7 oder regelmäßig 5h am Stück? Nö.

Fazit:
Guter Esser und weniger stillen, muss so nicht sein.

Ich finde die Idee von deidamaus gut.
Und drücke dir die Daumen, das es wieder schön wird.
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Re: Das wars dann wohl oder...Stillstreik versus Abstillen

Beitrag von DolphinFFM » 20.12.2017, 23:15

Knotterhexe hat geschrieben:
19.12.2017, 20:57
Hab heute die elektrische Milchpumpe abgeben LASSEN (von meinem Mann), ich konnte es nicht. Klar sie wehrt sich ja nicht mehr gegen die Brust und lässt sich ja auch aufs Stillen ein :roll: (ca 3 mal in 24 h) . Dennoch ist das an der Saugtechnik nichts zu machen. Weiterhin NUCKELT sie und schluckt dann das, was ZUFÄLLIG rauskommt. Das würde sie dann am liebsten stundenlang machen. Wenn ICH sie abdocken will, wird dann erst einmal zugeschnappt und sich lautstark beschwert :cry: .

Jetzt isst sie auch wie ein Weltmeister (am Familientisch). Klar ist das ja letztendlich unser Ziel zu dem wir unsere Babys Stück für Stück begleiten wollen. Trotzdem schmerzt es und ich kann auch noch nicht einmal sagen WARUM?! Noch vor einem Monat hörte ich beim Stillen ein zufriedenes "Urmh Urmh" (aufgrund des starken Milchspendereflex trank sie sich so innerhalb von wenigen Minuten satt :D )

Ist das ihr "Abstillprogramm" ? Hat sie diese Saugtechnik entwickelt, damit kaum noch Milch kommt?! Die Nächte schläft sie meist durch (ich weiß, ein Traum vieler Mamas :oops: ) und scheint auch tagsüber keine erkennbaren Zahnschmerzen zu haben (bis auf ihre Fingerchen, die oftmals in ihrem Schneidezähnebereich spielen. Dabei sind die oberen Backenzähne noch nicht ganz durch). Momentan ist sie wieder unheimlich anhänglich, was mich aber nicht sonderlich stört.

Daher weiß ich nicht ob es nun die Schmerzmittel (ohne sichtbare schlimme Schmerzen) retten könnten?
Ich kann zum Thema Viel-Essen und stillen nix beitragen, aber du schreibst oben das dein Kind gern nuckeln würde - länger als du das willst. Das hört sich also nicht nach vom Kind aktiv gesteuerten Abstillen an. Kinder stillen sich meines Wissems nach ab, indem sie nicht mehr stillen - aber nicht in dem sie eine schlechte Technik entwickeln.

Versuch mal den Gedanken weg zu schieben, das dein Kind hier irgendwas bewusst steuert. Das kann sie noch gar nicht und erst Recht will sie nicht bewusst schlecht stillen.

Für mich hört es sich eher so an als ob sie Stillen will, aber nicht mehr weiß wie. Evt hat sie durch Zahnungsschmerzen gelernt das ihr die richtige Technik schmerzhaft ist und vermeidet diese jetzt. Das die Schmerzen nun (hoffentlich) vorbei sind muss sie erst wieder lernen - es muss bei ihr Klick machen. Aber dein Kind kann nichts dafür!
Das ist ein bisschen wie ein Mensch der aufgrund einer Fußverletzung eine Weile in einer Ausgleichshaltung gelaufen ist, auch erst wieder lernen muss das er „normal“, schmerzfrei laufen kann. Dazu braucht es oft Physiotherapie und viel Geduld.

Dazu passt für mich auch das plötzliche, gesteigerte Interesse am Essen. Seit 2 Wochen (?) habt ihr Stillprobleme und sie bekommt weniger Milch. Dadurch bekommt sie auch weniger Nährstoffe und das muss sie natürlich ausgleichen. Was ist da naheliegender als zu essen?
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Re: Das wars dann wohl oder...Stillstreik versus Abstillen

Beitrag von Knotterhexe » 26.12.2017, 01:34

Hallo ihr Lieben,

hab jetzt grad eine Heulattacke meinerseits hinter mir. Meine Tage kommen (hatte ich bei der Großen erst NACH dem Abstillen), die Brust ist um eine BH Größe geschrumpft und auch die Äderchen sind nicht mehr sichtbar. Beim Nuckeln nimmt Mausi nur noch wenige Schlücke...nuckelt aber weiterhin. :cry:


Muss zugeben, gestern Abend hat mich das ziemlich gestört. Da ich da hundemüde ins Bett wollte und sie dazu mit anlegte (aus ihrem Bettchen holte) und sie bestimmt 20-30 Minuten lang nur nuckeln wollte. Da kann ich erstens nicht schlafen und zweitens wird es unaangenehm (da sie "trocken" nuckelt). Jeder Abdockversuch scheiterte mit einem lauten Geschrei, Treten und Kratzen :evil: (ja die Maus hat Temperament :D ) . Vor EINEM MONAT hat mich das nicht gestört, da sie da nach kräftigen Zügen einfach abdockte und sich zur Seite legte. Aber jetzt ist es unangenehm, da die Brust ja so weich und leer ist.

Danke dolphin, deine Worte machen mir Mut. Ich glaube auch nicht dass sie abstillen will. Sie braucht micht so sehr, ist anhänglich , mag viel kuscheln und hatte gestern Abend auch ein Moment bei dem sie (bei meiner Familie am Weihnachtstisch/also nicht beim Einschlafen)an meiner Bluse rumgezupft hat und sich in die Stillposition legte.

ABER WAS KANN ICH NUN MACHEN UM ES IHR WIEDER BEIZUBRINGEN???? ICH VERMUTE DASS ICH WOHL AUCH PARALLEL DAZU RELAKTIEREN (nennt man das so :lol: ) müsste?
WENN DAS WIRKLICH KEIN ABSTILLEN IST; WÜRDE ICH ES VERSUCHEN (wobei meine aktuelle Lebensumstände sehr anstrengend sind :| )

LG

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Re: Das wars dann wohl oder...Stillstreik versus Abstillen

Beitrag von deidamaus » 28.12.2017, 08:31

So, jetzt melde ich mich mal, ich musste erstmal Rücksprache mit anderen Stillberaterinnen halten.

Im Moment kann dein Kind garnicht richtig saugen, da die Milchbildung ja stark zurückgegangen ist. Du könntest versuchen, ob du mit häufigem Anlegen, Brustkompression, der Milchbildungsunterstützenden Einnahme von Bockshornkleesamen und zusätzlichem Abpumpen wieder mehr Milch produzierst und dein Kind wieder anfängt effektiv zu stillen. Dies ist aber natürlich mit recht viel Aufwand verbunden und geht damit schon in Richtung Relaktation.

Es kann aber auch sein, dass dein Kind mittlerweile auch einfach zu alt ist, um das Stillen wieder richtig zu lernen.

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Re: Das wars dann wohl oder...Stillstreik versus Abstillen

Beitrag von Knotterhexe » 28.12.2017, 22:02

Oke...

Das heißt sie kaut und nuckelt nur noch auf der Warze WEIL KEINE MILCH mehr kommt?? Aufgrund ihrer Saugtechnik ist die ja zurückgegangen :( . Bisher dachte ich dass es mit den Zähnen zu tun hat (die oberen Backenzähne sind ja noch nicht ganz durch)Du denkst also, wenn die Brust wieder schön prall ist, saugt sie besser?

Eine elektrische Milchpumpe habe ich mir nun bestellt, die kommt morgen an. Die Bockshornkleekapsel muss ich besorgen, gibt es da Empfehlungen?

Das heißt Abpumpen und während des Stillens Kompression? So wie ich das verstanden habe, muss ich dabei die Brust während des Trinkvorgangs abwechseln drücken und wieder loslassen, oder?

"Es kann aber auch sein, dass dein Kind mittlerweile auch einfach zu alt ist, um das Stillen wieder richtig zu lernen."

Hört sich gar nicht gut an :cry: . Das wäre ein so trauriges Stillende, angefangen von einer abrupten Brustverweigern bishin zur Entwicklung einer falschen Saugtechnik. Diese doofen Zähne haben unsere Stillbeziehung kaputt gemacht.

Gibt es da Fälle, in denen es ähnlich abgelaufen ist? Bisher habe ich noch nichts gelesen? Bei einer Freundin wollte das Kind auch nach dem ersten Geburtstag nicht mehr an die Brust aber da hat die Mutter dann auch keine weitere Anstalten gemacht, das Kind anzulegen bzw. abzupumpen. Meine Maus möchte ja noch zwischendrin dran. Sie ist ja mit dem nuckeln/kauen zufrieden aber für mich ist es unangenehm.

Zum Thema Essen: Inzwischen isst sie große Mengen und trinkt auch viel mehr. Sollte ich daran was ändern? Ich will sie ja nicht hungern lassen aber andererseits hat sie ja dann keine Notwenigkeit an die Brust zu trinken oder?

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