Abstillen: wie am schonendsten?

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KarlaP
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Re: Abstillen: wie am schonendsten?

Beitrag von KarlaP » 01.11.2017, 23:42

@ Serafin: Danke dir sehr für deinen Tipp! Wir hatten ja sofort einen Schnuller gekauft und ihm die letzten Tage gegeben. Er weiß damit bisher aber überhaupt nichts anzufangen. Er guckt ihn sich an und dreht ihn in der Hand. Er steckt ihn auch kurz mal in den Mund aber bisher kommt er nicht auf die Idee, dass er daran nuckeln kann. Ob das wohl noch kommt…?


@ SchneFiMa: Ich freue mich sehr über deine Rückmeldung.

Da er den Schnuller bisher ja nicht nimmt, werde ich Morgen mal eine Flasche kaufen gehen - in der Hoffnung, dass er die eher nimmt bzw. schneller versteht, dass man daran auch saugen und nuckeln kann, weil da ja was raus kommt. Außerdem mache ich mir etwas Sorgen um seine Flüssigkeitszufuhr. Essen tut er zwar sehr gut aber er trinkt bisher neben dem Stillen fast garnicht (keine 200ml Wasser oder Tee über den ganzen Tag). Wenn ich jetzt mehr und mehr abstille wäre es ja gut eine zusätzliche Möglichkeit der Flüssigkeitszufuhr zu haben.

Zum Nachmittagsschlaf und zum Einschlafen am Abend könnte ich ihm dann ja PRE in die Flasche machen. Wieviel braucht er denn noch und wieviel sollte er höchstens davon bekommen in seinem Alter (neben der Kuhmilch)? (Theoretisch könnte ich momentan noch abpumpen - habe allerdings keine Pumpe usw. Ab Anfang des Jahres, wenn ich anfange die Medikamente zu nehmen dann aber nicht mehr. Wäre abgepumpte Milch als Einstieg ins Flasche trinken denn leichter bzw. aussichtsreicher als mit PRE?)

Da er ja den Schnuller bisher nicht genommen hat und er in der letzten Woche so schlecht drauf war, habe ich erstmal nicht versucht weiter abzustillen. Ich habe auch das Gefühl, dass ich ihm irgendwie eine Alternative anbieten sollte und die haben wir ja bisher noch nicht gefunden. Hoffentlich klappt das mit der Flasche. Inzwischen ist er aber wieder viel besser drauf und ich werde ab Morgen versuchen auch das Stillen zum Nachmittagsschlaf einzustellen - werde es mit PRE in der Flasche probieren und ansonsten draußen in der Trage oder im Buggy mit ihm spazieren, bis er einschläft.

Wir hatten nur einmal getestet ob der Papa das Einschlafen übernehmen kann, aber das hatte nicht funktioniert. Wir hatten ein paar sehr unruhige Nächte vor ein paar Tagen. In der einen Nacht ist er fast alle halbe Stunde hochgeschreckt und hat sich im Liegen an der Brust auch nicht beruhigen lassen. Wenn ich mich dann mit ihm mit gedämpftem Licht ins Wohnzimmer gesetzt habe und leise Musik (die er mag) lief ist er sofort auf meinem Schoß ohne Stillen eingeschlafen - das war neu (aber irgendwie gut zu merken, dass es auch ohne Stillen gehen kann). Inzwischen sind die Nächte aber wieder ruhiger und Gestern nach dem Einschlafen bis zum frühen Morgen haben wir sogar nur 2x in der Nacht gestillt.

Wenn er die Flasche nimmt, starten wir einen neuen Versuch mit dem zu Bett bringen durch den Papa. Wenn das mit einer Flasche mit PRE klappt, wie würde es dann weiter in der Nacht gehen? Er meldet sich oftmals das 1x ca. 30 Min. nach dem Einschafen wieder. Sollte der Papa dann die ganze Nacht übernehmen und ich im anderen Raum schlafen? Bietet er ihm dann beim Aufwachen wieder eine Flasche mit PRE an? Oder ist das zu krass? Mir fehlt irgendwie noch die Vorstellung, wie man stufenweise in der Nacht Abstillen kann?

Viele liebe Grüße
Karla

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Re: Abstillen: wie am schonendsten?

Beitrag von SchneFiMa » 06.11.2017, 10:54

Hallo Karla,

wie lief es in den letzten Tagen und wie geht es euch?
Da er den Schnuller bisher ja nicht nimmt, werde ich Morgen mal eine Flasche kaufen gehen - in der Hoffnung, dass er die eher nimmt bzw. schneller versteht, dass man daran auch saugen und nuckeln kann, weil da ja was raus kommt. Außerdem mache ich mir etwas Sorgen um seine Flüssigkeitszufuhr. Essen tut er zwar sehr gut aber er trinkt bisher neben dem Stillen fast garnicht (keine 200ml Wasser oder Tee über den ganzen Tag). Wenn ich jetzt mehr und mehr abstille wäre es ja gut eine zusätzliche Möglichkeit der Flüssigkeitszufuhr zu haben.
Habt ihr beim Essen verschiedene "Gefäße" angeboten, also kleine Becher, mal größere, vielleicht mal einen Strohhalm?
Zum Nachmittagsschlaf und zum Einschlafen am Abend könnte ich ihm dann ja PRE in die Flasche machen. Wieviel braucht er denn noch und wieviel sollte er höchstens davon bekommen in seinem Alter (neben der Kuhmilch)? (Theoretisch könnte ich momentan noch abpumpen - habe allerdings keine Pumpe usw. Ab Anfang des Jahres, wenn ich anfange die Medikamente zu nehmen dann aber nicht mehr. Wäre abgepumpte Milch als Einstieg ins Flasche trinken denn leichter bzw. aussichtsreicher als mit PRE?)
Das müsst ihr ausprobieren. PRE schmeckt anders als Muttermilch, das ist klar, aber vielleicht mag er sie ja doch auch gleich. Auf der Packung ist immer ein Hinweis, wieviel die Babys trinken sollten. Allerdings kann PRE wie Muttermilch nach Bedarf angeboten werden.
Wenn er die Flasche nimmt, starten wir einen neuen Versuch mit dem zu Bett bringen durch den Papa. Wenn das mit einer Flasche mit PRE klappt, wie würde es dann weiter in der Nacht gehen? Er meldet sich oftmals das 1x ca. 30 Min. nach dem Einschafen wieder. Sollte der Papa dann die ganze Nacht übernehmen und ich im anderen Raum schlafen? Bietet er ihm dann beim Aufwachen wieder eine Flasche mit PRE an? Oder ist das zu krass? Mir fehlt irgendwie noch die Vorstellung, wie man stufenweise in der Nacht Abstillen kann?
Auch das müsst ihr für euch persönlich klären. Ich würde nicht auch noch die Mama als "Kuschel" wegnehmen. Versucht doch wirklich, es ihm auch zu erklären, also dass es aus der Brust nichts mehr gibt, es dafür aber die Flasche gibt, oder so ähnlich. Kannst du dir das vorstellen?

Viele Grüße
SchneFiMa
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Re: Abstillen: wie am schonendsten?

Beitrag von SchneFiMa » 09.11.2017, 10:06

Hallo Karla,

Wie geht es euch?

Viele Grüße
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Re: Abstillen: wie am schonendsten?

Beitrag von KarlaP » 12.11.2017, 15:08

Hallo SchneFiMa,

vielen Dank für deine Rückmeldung und dein Nachfragen!
Ich bin gerade ganz mutlos und auch ziemlich ko.

Der Kleine tut sich gerade so schwer damit, dass wir während des Tages nicht mehr stillen. Er kommt ganz oft und fragt und ist insgesamt ganz weinerlich.

Gestern Abend wollten wir wieder einen Versuch übernehmen, dass der Papa ihn abends schlafen legt. Beim Abendbrei hat er aber so deutlich gemacht, dass er jetzt wirklich ganz dringend an die Brust möchte und wollte auch nicht mehr weiter essen. Ich habe das Gefühl, dass er am Abend nur darauf wartet, dass er endlich stillen kann. Das Einschlafstillen ist jetzt ganz wichtig für ihn. Deshalb traue ich mich garnicht an dieser Schraube zu drehen.

Wir haben jetzt ein paar ganz unruhige Nächte hinter uns, in denen er sich ganz oft gemeldet hat und ich kaum geschlafen habe. Ich fürchte auch, dass sich so langsam seine Backenzähne melden. Er fasst sich wieder häufig in den Mund und lüllert wieder ganz viel. Oder ist es doch das weniger Stillen, was ihn so belastet? Ich weiß es gerade nicht.

Den Schnuller nimmt er nicht. Mit der Flasche (mit dem Calma-Sauger) hat er inzwischen aber angefangen zu trinken. Da wusste er zuerst nicht, wie er daraus trinken soll. Inzwischen saugt er aber daran. Das hat erst geklappt, als ich dort eine Apfelsaft-Wassermischung mit 1/3 Saft (Bio-Direktsaft ohne Zuckerzusatz) reingetan habe. Damit trinkt er auch aus der Flasche und insgesamt etwas mehr (ca. 200ml über den Tag). Ansonsten trinkt er ja fast garnicht - wir haben schon superviele Gefäße und auch Strohhalme getestet.

Zur Gewöhnung an die Flasche finde ich die Apfelsaftbeimischung ja ok aber wahrscheinlich ist das keine gute Lösung wegen dem ganzen Fruchtzucker… PRE mag er nach wie vor weder aus Flasche noch aus dem Becher. Habe jetzt nochmal den Tipp einer anderen Mama bekommen, mit verschiedenen PRE-Produkten zu testen, da die ja alle etwas unterschiedlich schmecken. Das werde ich jetzt angehen. Mit der Menge PRE die er braucht, stehe ich noch auf dem Schlauch. Auf der Packung steht ab dem 5.Monat 200ml 3-5 x am Tag. Aber braucht er noch so viel? Noch hat er ja etwas Milch abends bis morgens (wobei ich das Gefühl habe, dass meine Milch bereits stark zurückgegangen ist). Und er bekommt ja noch die Kuhmilchprodukte über das Essen am Tag.

Ich weiß nicht so genau, wie wir jetzt weitermachen. Ich glaube, dass das Abend-/Einschlafstillen gerade sehr sehr wichtig für ihn ist und ich glaube nicht, dass ich ihm das gerade nehmen sollte. Vielleicht doch erst das Stillen in der Nacht reduzieren? Gestern Nacht hat er sich manchmal auch ohne andocken beruhigen lassen und dann weitergeschlafen. Unsere Hebamme meinte, sie würde Einschlafstillen und dann danach den Papa den Rest der Nacht übernehmen lassen, da er das sonst nicht versteht, warum ich neben ihm liege aber ihn nicht stille. Ich tue mich aber schwer damit. Am liebsten würde ich da bleiben und ihm “Mama als Kuschel” lassen, wie du schon sagtest. Oder mache ich es ihm damit tatsächlich schwerer?

Ich habe ihm das schon ein paar mal gesagt/erklärt aber er kann das momentan kognitiv noch nicht verstehen - emotional schneidet er da natürlich schon viel mehr mit.

Ich fühle mich ziemlich ratlos mit dem Ganzen (Ich habe auch kein klares Gefühl dazu - wahrscheinlich, weil ich nicht aus Überzeugung abstillen will) und gleichzeitig spüre ich aber etwas Zeitdruck, da mein Mann Ende des Monats eine OP hat und danach wahrscheinlich auch eine Zeit den Kleinen nicht oder nicht so lange tragen kann. Das könnte dann alles knapp werden, mit dem Abstillen bis Ende des Jahres.

Viele Grüße
Karla

apfelgarten
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Re: Abstillen: wie am schonendsten?

Beitrag von apfelgarten » 18.11.2017, 19:37

Huhu Karla,

wie sieht es bei euch aus?

LG
mit großem Sohn (10/2011) und kleinem Sohn (2/2015)

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Re: Abstillen: wie am schonendsten?

Beitrag von SchneFiMa » 20.11.2017, 09:29

Hallo Karla,

Wie waren die letzten Tage? Entschuldige bitte, dass ich auf deinen letzten Beitrag nicht geantwortet habe.

Bis zum ersten Geburtstag ist Milch noch sehr wichtig, daher ist Pre noch wichtig, wenn du weniger stillst. Ja, eventuell schmeckt ein anderes Pre-Produkt etwas besser? Es gibt ja auch fertige Pre in so kleinen Tetrapacks, da muss man nicht so eine riesen Packung kaufen. Vielelicht wäre das eine Option?
Viele Kinder müssen sich an das Wasser trinken erst gewöhnen. Biete ihm immer wieder etwas an, vor allem auch zum Brei. Am Besten ist natürlich Wasser pur, oder Tee. Saft in Maßen, oder eben sehr verdünnt.

Wenn die Backenzähne kommen, dann ist das für viele Kinder natürlich sehr anstrengend und es kann sein, dass er da mehr stillen möchte und unruhig ist. Er ist es ja bis jetzt gewöhnt, sich durchs Ssillen zu beruhigen und Trost zu bekommen. Da ist es natürlich eine Anstrengung für alle, wenn es das nicht mehr gibt und man muss sich andere Rituale einfallen lassen. Aber diese Zeit zehrt an aller Nerven, das stimmt.

Ich schicke dir viel Kraft und liebe Grüße
SchneFiMa
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Re: Abstillen: wie am schonendsten?

Beitrag von KarlaP » 21.11.2017, 23:13

@ apfelgarten:

Vielen lieben Dank für deine Nachfrage und dass du an uns denkst!

Im Moment ist es zumindest gefühlt wieder etwas besser. Aber wir haben auch keine weiteren Fortschritte in Sachen Abstillen gemacht. Am Tag hat der Kleine noch ziemliche Probleme ohne Einschlafstillen in den Schlaf zu finden. Draußen geht es etwas besser aber ich versuche trotzdem auch mit ihm zu üben drinnen in der Trage einzuschlafen (das ist bisher die einzige Möglichkeit ohne Stillen), was zumindest manchmal klappt.

Wir haben aber momentan aber auch Tage, wo er es nicht schafft tagsüber zu schlafen - obwohl er total müde und entsprechend gereizt ist.

Letzte Woche hat er sich den Kopf gestoßen und sich eine Platzwunde direkt über dem Auge zugezogen, was ziemlich geblutet hat. Ich habe ihn dann in der Situation gestillt, damit er sich beruhigen konnte und ich beim Stillen die Wunde inspizieren konnte. Er war so glücklich, dass er Stillen durfte, dass er alles andere vergessen hat und super fröhlich gebrabbelt hat. Auch die Notaufnahme und das Klammern war dann scheinbar nur noch ein Klacks. Das tut mir schon sehr weh zu sehen, wie toll das für ihn ist und wir das nun nicht mehr machen.


@ SchneFiMa:

Wir haben jetzt 4 verschieden PRE-Produkte durch (darunter auch die kleinen Fertigpacks) und immer wieder in verschiedenen Behältnissen getestet und angeboten aber leider mag er bisher keines davon. Weiß nun nicht, wie ich ihm das dann dann noch zukommen lassen soll und traue mich nicht, weiter abzustillen, weil ich die Milch ja nicht substituieren kann. Was kann ich da denn noch machen? Komplett auf die Milch zu verzichten ist ja wahrscheinlich nicht ratsam. Heute ist er genau 14 Monate alt (minus 6 Wochen wegen der Frühgeburtlichkeit). Ab wann braucht er denn nicht mehr unbedingt Milch?

Vielleicht teste ich noch, ob ich die Kuhmilch in seinem Abendbrei gegen PRE austauschen kann (max. 200ml). Dann könnte ja die Kuhmilch in die Flasche (evtl. trinkt er die ja eher als PRE…) Wieviel Kuhmilch darf er denn maximal?

Insgesamt kommt er mit dem Saft-Wassergemisch und nur Wasser auf ca. 150-200ml Flüssigkeit am Tag, obwohl wir ja den ganzen Tag über vom Aufstehen bis zum Schafen gehen nicht stillen. Reicht das denn?

Ich frage mich, ob er wohl in der Not doch Schnuller oder Flasche nehmen würde, wenn nur mein Mann zur Verfügung steht. Ich wollte erst eine Alternative für ihn zum Stillen haben bevor wir weiter abstillen oder mein Mann mehr übernimmt aber nun probieren wir ja schon eine ganze Weile ohne Erfolg. Weiss nicht, ob wir ihm das ohne alles so zumuten können.

Viele Grüße
Karla

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Re: Abstillen: wie am schonendsten?

Beitrag von SchneFiMa » 22.11.2017, 19:35

Hallo Karla,

Ich kann nachvollziehen, dass das eine sehr anstrengende Zeit ist.
Wir haben jetzt 4 verschieden PRE-Produkte durch (darunter auch die kleinen Fertigpacks) und immer wieder in verschiedenen Behältnissen getestet und angeboten aber leider mag er bisher keines davon. Weiß nun nicht, wie ich ihm das dann dann noch zukommen lassen soll und traue mich nicht, weiter abzustillen, weil ich die Milch ja nicht substituieren kann. Was kann ich da denn noch machen? Komplett auf die Milch zu verzichten ist ja wahrscheinlich nicht ratsam. Heute ist er genau 14 Monate alt (minus 6 Wochen wegen der Frühgeburtlichkeit). Ab wann braucht er denn nicht mehr unbedingt Milch?
Er ist ja korrigiert nun auch über ein Jahr, Milch ist also nicht mehr absolut notwendig. 200ml Kuhmilch ist pro Tag in Ordnung. Du kannst auch versuchen, Mandelmilch etc. zu nehmen, vielleicht mag er sowas?
Insgesamt kommt er mit dem Saft-Wassergemisch und nur Wasser auf ca. 150-200ml Flüssigkeit am Tag, obwohl wir ja den ganzen Tag über vom Aufstehen bis zum Schafen gehen nicht stillen. Reicht das denn?
Wie ist es denn mit den nassen Windeln? 200ml sind schon weniger, als man sich wünschen würde, vielleicht könnt ihr versuchen immer und immer wieder anzubieten? Ansonsten kann man versuchen, auch viel "feuchte" Lebensmittel anzubieten, also welche, die viel Flüssigkeit enthalten.
Ich frage mich, ob er wohl in der Not doch Schnuller oder Flasche nehmen würde, wenn nur mein Mann zur Verfügung steht. Ich wollte erst eine Alternative für ihn zum Stillen haben bevor wir weiter abstillen oder mein Mann mehr übernimmt aber nun probieren wir ja schon eine ganze Weile ohne Erfolg. Weiss nicht, ob wir ihm das ohne alles so zumuten können
Meistens findet sich "in der Not" doch etwas, was die Kinder annehmen. Vielleicht würde sogar der Papa einfach so reichen, also keine Flasche und Sauger. Das kann man aber vorher nicht sagen. Wichtig ist, solche Situationen vorzubereiten, um dann nicht in Stress zu verfallen.

Hilft dir das ein wenig weiter?

Viele Grüße
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Re: Abstillen: wie am schonendsten?

Beitrag von SchneFiMa » 01.12.2017, 10:34

Hallo Karla,

Wie geht es euch?

Viele Grüße
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Re: Abstillen: wie am schonendsten?

Beitrag von KarlaP » 03.12.2017, 23:49

Hallo SchneFiMa,

entschuldige bitte die späte Rückmeldung. Hier ist gerade etwas Ausnahmezustand, da mein Mann seine OP hatte. Inzwischen ist er wieder Zuhause aber nicht sehr mobil. Das Ganze war doch ein größerer Eingriff als wir dachten und das Schlimme in Bezug auf das Abstillen ist, dass er den Kleinen erstmal überhaupt garnicht heben, tragen oder auf den Arm nehmen darf (und auch sonst nichts anderes). Das wird mindestens für die nächsten drei Wochen so sein und dann darf er nur ganz ganz langsam anfangen wieder etwas zu belasten. Unseren 12kg schweren Sohn also in der Nacht zu tragen o.ä. ist also in zu weiter Ferne.

Sorge mich ziemlich, weil ich nicht weiss, wie ich das Abstillen allein hinbekommen kann. Inzwischen weiss der Kleine, dass wir während des Tages nicht mehr stillen. Manchmal fragt er zwar noch aber lässt sich relativ gut anders ablenken. Abends hingegen wartet er richtig auf das Stillen. Gestern Abend z.B. war er noch voll zufrieden am Spielen und auch noch garnicht so müde aber als er merkte, dass ich mein Schlafshirt angezogen habe gab es kein Halten mehr und er wollte unbedingt sofort stillen.

Ich glaube, ich muss das Abstillen und insbesondere die Einschlafsituation irgendwie alleine lösen.Wie machen das denn bloß Alleinerziehende Mamas oder Familien wo der Papa abends nicht Zuhause ist? Hast du da Ideen, wie das aussehen könnte?

Würde ich zuerst versuchen das Stillen in der Nacht wegzulassen oder das Einschlafstillen. (Ich glaube, dass ihm das Einschlafstillen tatsächlich sehr wichtig ist. Da müsste ich wahrscheinlich sehr lange tragen - keine Ahnung ob er dann einschlafen würde…

Viele liebe Grüße
Karla

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