Abstill-Plauder-Strang

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Grizelda
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Re: Abstill-Plauder-Strang

Beitrag von Grizelda »

Die Angst, dass sie es aufs Baby beziehen könnte, habe ich durchaus auch noch. Aber deshalb dachte ich auch, lieber jetzt als erst Anfang nächsten Jahres. Und schmerztechnisch war auch einfach eine Grenze erreicht.

Sendersuchlauf klingt allerdings auch sehr nervig. Ich drücke die Daumen, dass sich das schnell gibt bzw ihr eine andere Ersatzhandlung findet.
Liebe Grüße von Grizelda mit Maus (08/17) und Mäuschen (03/20)

Marquis
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Re: Abstill-Plauder-Strang

Beitrag von Marquis »

Lenae hat geschrieben:
25.11.2019, 14:09
hallo ihr Lieben,

ich könnte dringend Rat gebrauchen... mein Sohn wird im Januar 2 Jahre alt. Wir stillen derzeit noch relativ viel, auch tagsüber möchte er auch zusätzlich zum Einschlaf-Stillen ein paarmal an die Brust, vormittags meist 2-3 mal, nachmittags ein, zweimal zwischendurch. Dazu nachts zwischen 2 und 4 mal. Der Gedanke ans Abstillen tauchte schon immer mal wieder auf, phasenweise habe ich das Gefühl, dass es zehrend ist und mich sehr schlaucht und ganz viel Nährstoffe und Energie in die Milch gehen... es gab auch Zeiten, wo es schon deutlich weniger war, aber seit ca. August will er keine Schnullis mehr und dafür mehr die Brust.
Lena, ich würde auch schleichend Abstillen. Hier hat es gut geklappt, zunächst Tagsüber Stillmahlzeiten zu streichen, dann Nachts nach Gordon abzustillen, dann morgens wegfallen zu lassen und jetzt zum Schluss das Einschlafstillen zu streichen. Insgesamt hat der Prozess fast ein Jahr gedauert, aber dafür ging alles ohne Weinen vonstatten. Ich habe immer versucht, in wichtigere und unwichtiger Stillzeiten zu unterteilen. Die unwichtigeren sind dann als erstes gestrichen worden, das ist also ganz individuell. Und auch bei uns hat die Betreuung bei der TaMu geholfen, da dann automatisch schon was wegfiel.
Viele Grüße von Marquis mit Püppi (4/17) und Elli (06/19)

Marquis
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Re: Abstill-Plauder-Strang

Beitrag von Marquis »

Grizelda hat geschrieben:
25.11.2019, 22:35
Die Angst, dass sie es aufs Baby beziehen könnte, habe ich durchaus auch noch. Aber deshalb dachte ich auch, lieber jetzt als erst Anfang nächsten Jahres. Und schmerztechnisch war auch einfach eine Grenze erreicht.

Sendersuchlauf klingt allerdings auch sehr nervig. Ich drücke die Daumen, dass sich das schnell gibt bzw ihr eine andere Ersatzhandlung findet.
Ich glaube, du hast einen guten zeitlichen Abstand gewählt! Ich hatte etwa zur gleichen Zeit zwischen Abstillen oder Durchziehen geschwankt und mich halt fürs Tandem entschieden. Damit wurde ich aber letztendlich nie glücklich und meine Abneigung wurde schon während der Schwangerschaft immer größer.

Der Sendersuchlauf ist wirklich nervig. Heute Abend habe ich es mal unterbunden. Das ging ganz ok. Aber mir graust vor morgen früh, denn ggf ist die Alternative, um 4 aufzustehen. Wir werden sehen :?
Viele Grüße von Marquis mit Püppi (4/17) und Elli (06/19)

Glyzinie
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Re: Abstill-Plauder-Strang

Beitrag von Glyzinie »

Zum Fummeln hat meiner noch nie geneigt. Das würde mich auch nerven.
Ich glaube, er stillt sich eher selber ab. So gelegentlich mag er noch aber da können auch mal 48h dazwischen liegen. Zudem wird die Dauer einer Mahlzeit auch immer kürzer. Ich denke mal, er neigt schon stark zum natürlichen Abstillalter. Gestern ist er auch drei geworden.
Mit eiligem Piffi (11/2016)
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ViolaBo
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Re: Abstill-Plauder-Strang

Beitrag von ViolaBo »

Herzlichen Glückwunsch dem kleinen Großen, Glyzinie!

Ich gesell mich mal vorsichtig mit hierher. In letzter Zeit nervt Stillen immer öfter, vor allem weil wir seit Wochen gefühlt 268 mal pro Nacht "Mama Mülch trünken".
Tagsüber eigentlich fast gar nicht mehr, da habe ich wohl zu oft nein gesagt.
In der Nacht wird es schwer, weil er ohne stillen ganz schlecht weiter schläft und unsere Alternative Herumtragen ist, was ich auch nicht so verlockend finde.
Na ich stöbere hier mal ein bisschen.
Vio mit kleinem Zauberer 03/17

Lenae
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Re: Abstill-Plauder-Strang

Beitrag von Lenae »

Grizelda hat geschrieben:
25.11.2019, 21:37
Lena, ich denke, wenn Du das Gefühl hast, es ist Zeit zum Abstillen, dann ist das doch ein deutliches Signal. Schließlich geht es auch um Deine Bedürfnisse. Und wenn Du mit dem Stillen regelmäßig Deine Grenzen überschreitest, ist das ja auch nicht unbedingt das, was Du Deinem Kind vorleben möchtest.

Ich persönlich würde bei dem recht häufigen Stillen wohl erst einmal versuchen zu reduzieren. Vielleicht nur auf das Einschlafstillen? Bei der Maus konnte ich tagsüber mit einem kleinen Snack gut ablenken, oder auch Kuscheln auf der Couch, Vorlesen, generell viel unterwegs sein. Da war dann oft gar keine Zeit zum Stillen.

Aber das kommt wahrscheinlich sehr auf das Kind an. Und auch darauf, wie schnell Du etwas ändern möchtest. Der Weg über Reduzieren dauert sicher länger.

Bzgl Stillen bei Magen-Darm würde ich mir keine Gedanken machen. Zumindest nicht um Deinen Kleinen. Im Gegenteil, so lange er stillt, bekommt er auf jeden Fall ausreichend Flüssigkeit, auch wenn er selbst Magen-Darm hat. Für Dich ist es natürlich zehrend. Vielleicht kannst Du das Stillen im Moment zeitlich begrenzen?

Gute Besserung auf jeden Fall!
ich dachte auch immer ausschleichen, aber grade schreit und weint er wirklich bei jeder Forderung nach Milch, die ich nicht sofort erfülle und ich kann ihn auch nur schwer mit irgendwas ablenken, weder Trinken, noch Lieblings-Snacks, noch Bücher... wobei ich auch das Gefühl habe, dass er mitten im Entwicklungsschub steckt, dann ist alles immer ein wenig "schwieriger". Da sollte ich vielleicht auch nicht mit dem Abstillen beginnen, lieber eine Phase abwarten, in der grade alles recht entspannt ist (bei uns allen). Ist es grundsätzlich gesehen für ein Kind nicht schwer zu verstehen, wieso es z.B. zwischendurch keine Milch mehr gibt und abends zum Einschlafen dann doch? Wäre nicht das "es ist ab heute keine mehr da" leichter zu verstehen?
Lena mit Sohn 01/18

Lenae
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Re: Abstill-Plauder-Strang

Beitrag von Lenae »

Marquis hat geschrieben:
25.11.2019, 22:35
Lena, ich würde auch schleichend Abstillen. Hier hat es gut geklappt, zunächst Tagsüber Stillmahlzeiten zu streichen, dann Nachts nach Gordon abzustillen, dann morgens wegfallen zu lassen und jetzt zum Schluss das Einschlafstillen zu streichen. Insgesamt hat der Prozess fast ein Jahr gedauert, aber dafür ging alles ohne Weinen vonstatten. Ich habe immer versucht, in wichtigere und unwichtiger Stillzeiten zu unterteilen. Die unwichtigeren sind dann als erstes gestrichen worden, das ist also ganz individuell. Und auch bei uns hat die Betreuung bei der TaMu geholfen, da dann automatisch schon was wegfiel.
nach Gordon?

grade bei uns ziemlich undenkbar, dass auch nur das Streichen von irgendeiner Milch-Mahlzeit ohne Weinen und Schreien vonstatten gehen würde... :( mir zerreißt es immer fast das Herz, aber es ist mir sonst echt zu viel. Ich befürchte, dass das kein einfacher Prozess wird. Da wir auch keine Oma's und Opa's um die Ecke haben, und ich nicht arbeiten gehe, ist auch keine andere Bezugsperson da, wo ich mal ein paar Stunden nicht verfügbar wäre (täte mir auch in anderer Hinsicht eigentlich mal gut)... ich glaube dieses "dann ist die Mama einfach mal ein Wochenende nicht da und dann geht das auf einmal auch ganz prima ohne Milch" wäre deshalb bei uns auch sehr unrealistisch. Ich weiß generell nicht, was ich davon halte, wobei das natürlich auch wieder sehr vom Kind und der Situation abhängt. Ich hätte viel zu viel Angst, dass das traumatisch werden könnte.
Lena mit Sohn 01/18

Marquis
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Re: Abstill-Plauder-Strang

Beitrag von Marquis »

Wir hatten den Vorteil, dass Püppi zum einen eh ein sehr ausgeglichenes Temperament hat (heißt, sich in Rage zu schreien kommt z. B. überhaupt nicht vor) und sie zudem mit 1 1/2 schon recht verständigt war. Ich habe erklärt, dass die "Boobies" Nachts auch schlafen wollen und das wurde schnell akzeptiert. Natürlich wurde trotzdem nachgefragt, aber recht bald schlief sie mit in den Arm nehmen so bis 4:00 weiter. Dann wurde wieder gestillt.

Aber mir ist klar, dass das nicht mit jedem Kind funktioniert. Tagsüber fand ich grundsätzlich leichter abzustellen, weil wir da viel unterwegs sind/waren.
Viele Grüße von Marquis mit Püppi (4/17) und Elli (06/19)

Glyzinie
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Re: Abstill-Plauder-Strang

Beitrag von Glyzinie »

Ich würde es nicht mit Ablenken probieren sondern ihn in den Arm nehmen und trösten und nochmal in Ruhe erklären. Ablenken kann man Babys, die Kleinen werden ja immer schlauer. :wink: nun ist dein Kind ja fast zwei Jahre alt, da ist das Einsehen und Verstehen natürlich auch noch nicht so wie mit drei. Daher nicht zu sehr ausschweifen, eine Ansage wie "Brust schläft oder leer bis heute Abend" könnte man mal probieren.
Ich mache das auch so und bis heute haben wir keine Trotzphase. Klar ist da die verbale Kommunikation ausführlicher aber generell regen die Kleinen sich ja gerne mal auf, wenn sie was nicht bekommen oder dürfen. Bei der Brust kommt er eben nicht mehr von selber.
Mit eiligem Piffi (11/2016)
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Reh
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Re: Abstill-Plauder-Strang

Beitrag von Reh »

Bei uns wird es tagsüber von selbst weniger, aber auch erst seit ein paar Monaten. Gerade, wenn wir viel unterwegs sind, vergisst er es oft und dann stillen wir erst zuhause wieder.
Nachts habe ich mit einem Nachtlicht mit Zeitschaltuhr gearbeitet. In den ersten Nächten war die Lampe dauerhaft an und habe vor dem stillen betont "Ohja, die Lampe ist an, wir können stillen!"
Dann habe ich die Lampe von 0-4 Uhr ausgemacht und gesagt "Oh, die Lampe ist ja aus, komm, wir kuscheln, bis die Lampe angeht und wir stillen können!" Darüber ist er meistens wieder eingeschlafen.
Ob das bei euch möglich wäre, kann ich natürlich nicht sagen. Bei uns war es aber auch lange nicht vorstellbar, aber dann ging es auf einmal doch.
5 Sternchen ☆ Rehlein Stupsi 02/18 :6: kleines Seelchen :3:

Ich kann Groß- und Kleinschreibung, mein Handy nicht immer...

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