Saugverwirrung - Schnuller muss weg, bloß wie?

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DieStudentin
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Saugverwirrung - Schnuller muss weg, bloß wie?

Beitrag von DieStudentin »

Hallo Ihr Lieben,
nun hat sich bei uns ein Stillproblem entwickelt, das immer schlimmer wird und unsere Stillbeziehung sehr belastet. Ich habe Angst, geradewegs ins ungewollte Abstillen zu rutschen :(
Laura ist am 8.10. per Kaiserschnitt geboren und wir hatten einen tollen Stillstart. Bombastische Zunahme noch im Krankenhaus, nie wunde Brustwarzen, keine Staus... Da ich meine erste Tochter mit 10 Wochen unfreiwillig abgestillt hatte, weil sie nach Flaschenfütterung nicht mehr an der Brust trinken wollte, war ich sehr zögerlich mit künstlichen Saugern. Laura hat bis jetzt noch nie eine Flasche bekommen. Aber nach 4 Wochen habe ich ihr einen Schnuller gegeben, weil sie immer so wütend wurde, wenn sie nur nuckeln wollte, und Milch kam.
Ich muss auch ehrlich gestehen, es war furchtbar praktisch :oops: Meine große Tochter ist ein sehr bedürfnisstarkes Kind, alles ist sehr intensiv, die Bedürfnisse, die Gefühle, die Reaktionen. Wir kommen manchmal kaum mit. Natürlich wurden ihre Bedürfnisse nach der Geburt des kleinen Schwesterchens noch lautstarker eingefordert als sonst. Laura hat sehr oft schnullernd neben uns gelegen und war ganz zufrieden.
Mittlweile geht Laura kaum noch ohne Schnuller an die Brust. Es sieht immer so bei uns aus: Hunger signalisieren, die Brust anschreien und sich wegbiegen, beruhigen geht nur mit Schnuller, dann ziehe ich den raus und gebe ihr die Brust. In dem Moment macht sie auch den Mund weit auf und trinkt so effektiv wie sonst. Wenn sie zwischendurch mal loslässt, braucht sie wieder den Schnuller, um weiter zu trinken. Wenn sie sehr müde ist, schreit sie die Brust nur an und muss erst mit Schnuller einschlafen, bevor sie überhaupt trinkt.
Ohne Schnuller an die Brust geht sie nur noch, wenn sie schläfrig ist oder äußerst gut gelaunt und hungrig gleichzeitig. Also selten :lol: Und es wird schwieriger. Manchmal passiert es auch nachts, dass sie erst schnullern will und dann erst trinkt. Bisher hat sie sich nachts geholt, was sie tagsüber nun nicht trinkt, aber ich habe echt Angst, dass es immer weniger wird und sie irgendwann nicht mehr genug trinkt. Tagsüber wird nur der schlimmste Hunger gestillt, dann zieht sie den Schnuller vor.
Die Forensuche hat einige Themen ergeben, die so ähnlich sind, darum halte ich es für eine Saugverwirrung.
Ich möchte Laura den Schnuller nun gerne wieder abgewöhnen, denn ich hänge sehr daran, sie weiter zu stillen. Aber wie mache ich das am besten? Komplett weglassen oder erstmal nur da, wo sie auch irgendwie anders zu beruhigen ist? Kann ich es riskieren, dass sie tagsüber zu selten stillt, weil sie den Schnuller überhaupt nicht bekommt? Die Zunahme ist nach wie vor gut, wir haben natürlich nur wenige Daten deswegen. Es sind immer etwa 200 g in der Woche gewesen und sie nimmt meinem Eindruck nach weiter ordentlich zu.
Vor allem brauche ich, glaube ich, Zuspruch. Mir graut es jetzt schon davor, bis abends alleine mit beiden Mädels zu sitzen und beide sind schlecht gelaunt :cry: Seit der Geburt habe ich das Gefühl, mich zu zerreißen und keine kriegt genug von mir.
Wenn eine abrupte Entwöhnung nötig ist, will ich noch ein paar Tage warten. Hier sind alle erkältet, auch Laura, da möchte ich die Belastung nicht noch erhöhen.
Habe ich denn überhaupt eine Chance, dass es wieder besser wird? Schonmal vielen Dank für eure Hilfe!
Geknickte Grüße,
Reini

Traeumi
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Re: Saugverwirrung - Schnuller muss weg, bloß wie?

Beitrag von Traeumi »

Eine Chance, dass es ohne Schnuller besser wird? JAA! Wir hatten eine ganz (ganz ganz!) ähnliche Problematik und nur Stress bei jedem Stillen mit Schnuller rein raus und schreien und jetzt stille ich mein 11 Monate altes Baby absolut komplikationslos. Wir haben den Schnuller erst tagsüber langsam ausgeschlichen (also wirklich nur noch gegeben, wenn enorm schlechte Laune angesagt war oder er partout nicht an die Brust wollte). Bei uns war das Problem vor allem, ihn dann aus dem Schlafensprozess herauszubekommen. Da sind wir dann ein wenig nach "Schlafen statt Schreien" vorgegangen, haben also erst in "entschärften Situationen" geschaut, dass er ohne einschläft oder im letzten Moment raus gezogen (Federwiege, Auto, Kinderwagen, Trage) und das dann auf die Bettsituation ausgeweitet, insofern würde ich definitiv erst mal mit den Situationen anfangen, wo sie anders zu beruhigen/abzulenken ist. Ich glaube, insgesamt haben wir so ca. 3-4 Wochen für die Entwöhnung gebraucht. Seitdem hat er nie wieder die Brust angeschrien (nimmt allerdings auch keinen Schnuller oder Flasche mehr, damit muss man dann leben und so froh ich bin, dass wir ihn los sind, in manch einer schlaflosen Nacht hab ich schon gedacht wie schön jetzt ein Schnuller wäre :oops: ).
Nur Mut, ich drücke die Daumen, dass ihr das Problem in den Griff bekommt.
... mit Käfer (02/2015) & Mini-Spinni (12/2016).

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Teazer
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Re: Saugverwirrung - Schnuller muss weg, bloß wie?

Beitrag von Teazer »

Hallo Reini,

ja, das klingt nach einer Saugverwirrung. Gut, dass Du es erkannt hast.
DieStudentin hat geschrieben:Ich muss auch ehrlich gestehen, es war furchtbar praktisch :oops: Meine große Tochter ist ein sehr bedürfnisstarkes Kind, alles ist sehr intensiv, die Bedürfnisse, die Gefühle, die Reaktionen. Wir kommen manchmal kaum mit. Natürlich wurden ihre Bedürfnisse nach der Geburt des kleinen Schwesterchens noch lautstarker eingefordert als sonst.
Die Bedürfnisse mehrerer Kinder zu befriedigen ist schwierig. Dass Deine Große Aufmerksamkeit einfordert und auch verdient ist natürlich klar. Die Frage ist nur: Soll das auf Kosten des Babys geschehen?
Laura hat sehr oft schnullernd neben uns gelegen und war ganz zufrieden.
Mittlweile geht Laura kaum noch ohne Schnuller an die Brust.
Jetzt lässt sich Laura noch wunderbar mit dem Schnuller zufrieden stellen. Ich kann total verstehen, dass das verführerisch ist, weil es die Familiensituation beruhigt. In ein paar Monaten wird das jedoch nicht mehr der Fall sein. Von daher verschiebt Ihr den Konflikt nur um einige Wochen.
Ich möchte Laura den Schnuller nun gerne wieder abgewöhnen, denn ich hänge sehr daran, sie weiter zu stillen. Aber wie mache ich das am besten? Komplett weglassen oder erstmal nur da, wo sie auch irgendwie anders zu beruhigen ist?
Das komplette Weglassen ist zwar die anstrengendere, meist aber schnellere Variante. Denn jedes Schnullern gibt einen neuen Impuls zur Saugverwirrung.
Kann ich es riskieren, dass sie tagsüber zu selten stillt, weil sie den Schnuller überhaupt nicht bekommt?
Wenn sie hungrig ist, dann wird sie stillen, denn sie kann es noch. Sicherlich wird sie ihren Kummer um den Verlust deutlich zeigen. Aber ich bin mir sicher, dass Ihr sie gut auffangen könnt.

Es wäre gut, wenn Du während der Umstellung ihre Windeln zählst. 4-6 nasse sollten es in 24h sein.
Vor allem brauche ich, glaube ich, Zuspruch. Mir graut es jetzt schon davor, bis abends alleine mit beiden Mädels zu sitzen und beide sind schlecht gelaunt :cry:
Ja, die Vorstellung ist schlimm. Ich bin jedoch davon überzeugt, dass Ihr Drei das schafft.

Hast Du ein Tragetuch oder eine Tragehilfe, damit Du die Hände für Deine Große frei hast? "Liest" sie gerne oder macht Spiele, die Du stillend auf Sofa oder Bett mit ihr machen kannst? Kann Dir jemand tagsüber mal die Kleine abnehmen, so dass Deine Große Mama-Exklusivzeit bekommt?
Seit der Geburt habe ich das Gefühl, mich zu zerreißen und keine kriegt genug von mir.
Das kennen viele Mütter. Ja, Du musst manchmal Entscheidungen treffen, die Deiner Großen nicht gefallen. Aber sie war auch einmal das Baby und kam an erster Stelle. Sie wurde umsorgt und alle Bedürfnisse wurden so gut und schnell wie möglich befriedigt.

Trau Deiner Großen zu, dass sie ihre neue Position als große Schwester finden wird. Sie spürt, dass Du sie weiterhin liebst, auch wenn die Kleine immer wieder zuerst kommt. Sie wird ihre alte Position nicht kampflos aufgeben. Wer würde das schon tun? Mach ihr die Vorzüge des Großseins klar, lass sie Dir mit der Kleinen helfen. Ihr formiert Euch jetzt neu als Familie und jeder wird seinen Platz finden. Ganz sicher.
Habe ich denn überhaupt eine Chance, dass es wieder besser wird?
Ja, wenn der Schnuller nicht mehr dazwischen funkt, dann wird sich die Situation auflösen.


Viele Grüße,
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Seifenblasenfrau
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Re: Saugverwirrung - Schnuller muss weg, bloß wie?

Beitrag von Seifenblasenfrau »

Ich hänge mich mal dran, die Problematik haben wir in ähnlicher Form.

Habt ihr es schon mal mit Finger geben versucht? Ich weiß gar nicht ob das besser ist als Schnuller. Unsere Kleine hat ein wirklich starkes Saugbedürfnis und sie klaut sogar fremden Kindern den Schnuller, so “süchtig“ ist sie. Dabei geben wir ihn nur zum Einschlafen (klappt an der Brust nicht) und zum Autofahren, da kann ich einfach nicht neben ihr sitzen und spielen.
Die Große 08/15
Der Kleine 04/18

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Teazer
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Re: Saugverwirrung - Schnuller muss weg, bloß wie?

Beitrag von Teazer »

Der kleine Finger ist besser, weil er nicht so oft und lang eingesetzt wird wie ein Schnuller und außerdem an einem Menschen dran hängt, der z.B. auf Beißen reagiert.

Da Laura noch nicht trocken nuckeln kann, würde ich aber auch nicht ausschließlich den Finger zum Saugen anbieten. Denn nur durch Übung wird sie es lernen.

Viele Grüße,
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Sturmkind
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Re: Saugverwirrung - Schnuller muss weg, bloß wie?

Beitrag von Sturmkind »

Hallo,
Ich lese hier mit und kann dich absolut verstehen. Meine 2 geben mir auch immer wieder das Gefühl mich teilen zu müssen, gerade weil der Große auch bedürfnisstark und unter 2 ist.
Mama teilen klappt nicht, aber gezielte Exklusivzeiten und schöne Ablenkung während des Stillens helfen. Der Große holt sich immer ein Buch, Puzzle oder wünscht sich Lieder beim Stillen und neuerdings stillt er immer seine Kuscheltiere. Das entspannt sehr. Und wenn die Kleine müde ist binde ich sie im Tuch auf den Rücken und kann mit dem Großen spielen. Da schläft sie auch super ein ohne zu nuckeln - sie kann nämlich auch noch nicht trocken nuckeln und schimpft sehr über die Milch an der Btust in diesen Phasen. IxDavid war gerade soooo süß!
Zieht sein T-Shirt hoch, schnappt sich seinen Kuscheltierigel, drückt ihn an die Brust un kräht. Ich h wünsche Dir Durchhaltevermögen und das schaffst Du bestimmt - wenn iht bald entspannt stillt hast du auch wieder mehr Kraft und Zeit für die Große.
Lg
Großer Krümel 02/14 & Kleiner Krümel 11/15

Sturmkind
schreibt ganz schön oft
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Re: Saugverwirrung - Schnuller muss weg, bloß wie?

Beitrag von Sturmkind »

Entschuldigt den Wortsalat zwischendurch - Kleinkindfinger auf der Tastatur!
Großer Krümel 02/14 & Kleiner Krümel 11/15

murkel
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Re: Saugverwirrung - Schnuller muss weg, bloß wie?

Beitrag von murkel »

Ich kann deine Situation so gut nachvollziehen. Genau das gleiche Problem hatte ich mit meinem Kleinen auch. Mein Großer wollte nie einen Schnuller, meine Mittlere konnte gut wechseln zwischen Schnuller und Brust, und sie liebte ihren Schnuller bis sie 2 Jahre alt war, hat aber nie die Flasche akzeptiert. Bei meinem Kleinen haben wir zu Anfang keinen Schnuller genommen, damit die Milchbildung in Gang kommt. Aber irgendwann sind wir doch schwach geworden und haben doch mal einen Schnuller genommen. Man kann nicht allen Kindern gleichzeitig gerecht werden, und da war der Schnuller eine schnelle Möglichkeit, etwas Zeit zu gewinnen. Anfangs nur ab und zu, doch daraus wurde schnell immer häufiger. Und irgendwann merkte ich, wie die Milch weniger wurde, er schlechter an die Brust ging, sich wegdrückte und weinte, wenn ich ihn stillen wollte. Es ging erst ganz schleichend. Zuerst habe ich das Wegdrücken für einen Schub oder eine Phase gehalten. Aber irgendwann trank er so schlecht, dass ich mit 39°C Temperatur und Milchstau da saß. Und in dieser Situation brauchte ich ihn an der Brust. Wir haben damals auch den "kalten Entzug" gewählt, weil ich mit dem Milchstau keine andere Wahl hatte. Er musste an der Brust trinken, einmal um die Ursache zu beseitigen, zum anderen, um die Milchbildung wieder anzukurbeln. Und es hat geklappt. Wir hatten damals den Vorteil, dass er noch relativ klein war, so 6 Wochen oder so. Heute ist er 4 Monate alt, hat seitdem keinen Schnuller mehr. Ich hatte es nur mal "so aus Spaß" probiert, ob er ihn noch nehmen würde. Er hat gewürgt und sein Frühstück wieder rausgebracht…
Mein Mann würde ihm manchmal gerne einen Schnuller geben, da er denkt, dass es für ihn die einzige Möglichkeit ist, den Kleinen zu beruhigen, da er ihn nicht einfach an die Brust nehmen kann. Aber die Option gibt es ja nun nicht mehr...
Und ich sehe das Drama bei meiner Schwägerin, die meiner bald 3 Jährigen Nichte gerade versucht, den Schnuller abzugewöhnen. Das wird uns erspart bleiben...
Junge 11/08; Mädchen 12/11; Junge 09/15

mafe
ist nicht mehr wegzudenken
Beiträge: 1071
Registriert: 12.11.2013, 10:43

Re: Saugverwirrung - Schnuller muss weg, bloß wie?

Beitrag von mafe »

Ich hänge mich mal mit dran. Uns geht es ähnlich und ich habe keine Ahnung, wie wir das ohne Schnuller schaffen sollen.

Wie geht es euch?
mafe mit Zwergin (12/12) und Zwerg (09/15) auf dem Arm und Sternchen tief im Herzen (10/14)

DieStudentin
gut eingelebt
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Registriert: 14.01.2012, 16:55

Re: Saugverwirrung - Schnuller muss weg, bloß wie?

Beitrag von DieStudentin »

Ach, vielen Dank für eure lieben Worte. Das ermutigt mich sehr.
Teazer, vielen Dank für die Beratung. Mit deiner Hilfe schaffen wir das sicher. Ich bin so froh, dass ich hier so schnell eine gute Stillberatung bekomme!

Gestern hätte ich schon fast den Mut verloren. Laura war am Nachmittag so verzweifelt. Sie hatte Hunger, aber weder Schnuller noch Brust waren recht. Ich habe getragen, gekuschelt, getröstet und konnte ihr doch nicht helfen. Sie hat so geweint :cry: Erst als sie vor Erschöpfung eingeschlafen ist, hat sie die Brust akzeptiert. Hätte ich Pulvermilch im Haus gehabt, ich wäre schwach geworden.
Sicher hing das auch damit zusammen, dass sie gerade krank ist. Ihre Erkältung ist heftig und sie fühlt sich sehr unwohl, ist ständig müde.
Da sie so kränkelt, will ich die Schnullerentwöhnung nicht so gerne "mit der Brechstange" machen. Sie soll viel trinken und da will ich sie nicht warten lassen, bis sie ohne Schnuller an die Brust geht.
Seit gestern Nachmittag halten wir es so: Sie bekommt den Schnuller zum "Anlocken" an die Brust und sonst nicht. Nur wenn sie sehr weint und ich gerade nicht helfen kann, z.B. wenn ich mich anziehe, um mit ihr rauszugehen. Einschlafen hat gestern und heute abend tatsächlich ohne Schnuller geklappt.
Sie saugt auch schon wieder viel ausdauernder an der Brust, vorher hat sie schnell losgelassen und wollte dann lieber am Schnuller weitersaugen. Heute auch ein Teilerfolg: Beim Loslassen mittendrin hat Laura wieder ohne Schnullern angedockt und heute beim Nachstillen nach dem Einschlafen brauchte ich ihn gar nicht.
Gibt es denn irgendeinen Trick, wie ich sie dazu bringe, ohne Schnullern vorweg zu trinken? Sie sieht die Brust, lacht, macht den Mund auf, und sobald die Warze ihre Wange berührt, dreht sie sich weg und weint. Sie wollte heute auch nicht lange schnullern, ich hab sie nur kurz ansaugen lassen und dann gegen die Brust ausgetauscht. Ich weiß nicht, ist es, dass der Schnuller hart und kalt ist, und die Brustwarze weich und das bringt sie nicht zum umdrehen? Es ist, als wüsste sie nicht mehr, dass sie zu mir gucken muss. Ich habe jetzt angefangen, den Schnuller nur noch direkt vor meiner Brust anzubieten.

Heute hat sie viel getrunken. Der Kinderarzt war heute mit der Gewichtsentwicklung zufrieden, aber mir kam es so vor, als hätte sie den Großteil davon vor Dezember zugenommen und seitdem nicht mehr so viel. Ich befürchte, der Schnuller ist schuld :?
Ich poste nun einmal die Gewichtsdaten. Falls das zu unübersichtlich oder unnötig ist, bitte einfach sagen :)

8.10.15 3650g (Geburt)
11.10.15 3490g (Entlassung U2)
13.10.15 3710g (Hebamme)
15.10.15 3770g (Hebamme)
17.10.15 3790g (Hebamme)
20.10.15 3960g (Hebamme)
26.10.15 4180g (Hebamme)
2.11.15 4440g (Hebamme)
10.11.15 4740g (Kinderarzt U3)
24.11.15 4980g (Hebamme)
1.12.15 5240g (Hebamme)
16.12.15 5620g (Kinderarzt Impfung)
19.01.16 6190g (Kinderarzt)

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