ich bin ganz neu hier, mir wurde dieses Forum empfohlen, da ich im Moment tierisch unglücklich mit der Stillsituation meines Babys bin. Und ich brauche dringend Hilfe, sonst muss ich wohl oder übel auf Flasche umstellen
Mein Sohn wurde am 27. März mit 53cm und 3920 Gramm geboren. Er ist mein erstes Kind. Ich habe ihn noch im Kreißsaal angelegt, man hat mir gleich gezeigt, dass er die ganze Brustwarze + Vorhof in den Mund nehmen soll. Am nächsten Tag im Krankenhaus kam noch eine Stillberaterin, die mir zeigte, wie ich die Brust vor dem Stillen massieren kann. Am gleichen Tag fingen trotzdem schon Probleme an. Mein Sohn hatte großen Hunger, das Kolostrum reichte ihm einfach nicht und er bekam an der Brust richtige Wutanfälle, schüttelte den Kopf, strampelte, drückte sich mit den Händen von mir weg und biss mir die Brustwarzen blutig. Das ging wieder und wieder so, bis ich schließlich vor Schmerz und Verzweiflung bei jedem Stillversuch in Tränen ausgebrochen bin. Am nächsten Tag brachte man mir ein Stillhütchen. Damit klappte das Stillen wenigstens mal 24 Stunden einigermaßen gut, bis mir darin ein Blutgefäß an der Brustwarze platzte und alles voller Blut war. Danach waren auch die Schmerzen mit Hütchen kaum zu ertragen bzw. die Wutanfälle von meinem Sohn so heftig, dass ich es einfach nicht schaffte ihn anzulegen, weil er brüllte und sich nicht andocken ließ. Ich bekam eine Pumpe, konnte aber auch nach dem Milcheinschuss nie mehr als 10ml abpumpen. Daraufhin ließ man mich ihn zufüttern mit Finger und Spritze. Entlassen wurden wir am 31. März mit der Empfehlung weiterhin mit Finger und Spritze zuzufüttern und abzupumpen. Gewichtsabnahme betrug zu dem Zeitpunkt 8%, er hatte eine Gelbsucht.
So pumpte ich jeden Tag neben den Stillversuchen (die jedes Mal scheiterten wegen Schmerzen meinerseits und den Wutanfällen meines Sohnes) ab und fütterte 4 Tage zu Hause mit Finger und Spritze HAPre, bis der Kleine raus hatte, dass man die Spritze in wenigen Atemzügen leer saugen kann. Dann stellten wir auf Fläschchen beim Zufüttern um. Das klappt ganz gut, nur schluckt er viel Luft und spuckt danach sehr viel, teilweise alles, bis nur noch Galle kommt. Gestern waren wir deswegen beim Kinderarzt, das spucken ist wohl normal, er hat keinen Magenpförtnerkrampf und ist topfit. Er bekommt alle 3 Stunden was zu essen, meldet sich auch regelmäßig. Nachts muss ich ihn allerdings wecken, weil er tief und fest schläft.
Daten, die ich habe:
27.03.14 3920 Gramm Geburt
31.03.14 3610 Gramm Entlassung KH
08.04.14 3840 Gramm Hebamme
09.04.14 3830 Gramm Hebamme
10.04.14 3960 Gramm Kinderarzt
11.04.14 4010 Gramm Hebamme
(zwischen 31.03. und 08.04. hatte er erst zu- dann aber wieder abgenommen und die Hebamme machte mir Druck, dass ich immer erst anlegen und dann 70ml HAPre zufüttern soll, das funktioniert allerdings nicht, weil er danach wieder alles ausspuckt)
Stuhlgang hat mein Sohn zwischen 1 und 5 Mal täglich, nasse Windeln auch einige.
Nun zu meinem Problem:
Ich habe beim Stillen Schmerzen. Große Schmerzen. Lt. Stillberaterin im Krankenhaus und Hebamme hier zu Hause lege ich richtig an. Ich wechsel die Positionen und achte drauf, dass der Kleine so viel wie möglich in den Mund nimmt. Die Brustwarzen sind mittlerweile verheilt, trotzdem kann ich kaum einen Wasserstrahl in der Dusche geschweige denn ein Kleidungsstück ohne BH ertragen. Beim Stillen fühlt es sich in der ganzen Brust an, wie tausend Nadelstiche. Ich könnte dabei die Wände hochkrabbeln und muss noch regelmäßig weinen. Ärztlich wurden bei mir Brustentzündung und Soor ausgeschlossen.
Was sich gebessert hat, sind die Wutanfälle meines Sohnes an der Brust. Er ist zwar noch ungeduldig und dockt sich die ersten 2 Minuten immer wieder ab, danach wird er aber ruhiger und trinkt bis zum einschlafen.
Auch wenn ich abpumpe (gestern habe ich gar nicht angelegt, nur abgepumpt - alle drei Stunden ca. 100ml) habe ich Schmerzen, zum Glück aber nicht so große wie beim Stillen. Gegen die Schmerzen wurde mir im Krankenhaus Ibuprofen empfohlen. Habe heute schon 800mg genommen, würde gerne gleich noch was nachnehmen, aber wieviel ist ok in der Stillzeit?
Stillberaterin im Krankenhaus, Hebamme und Frauenarzt sagen, dass ich die Zähne zusammen beißen muss. Stillen tut halt weh, da müsse ich mit leben. So langsam geht mir aber die Kraft aus diese Schmerzen zu ertragen, vor allem, weil ich ja alle drei Stunden in Tränen ausbreche und mir einfach das Erfolgserlebnis fehlt, weil ich nach dem Stillen trotzdem wieder ein Fläschchen machen muss, weil ich ja zufüttern soll.
Ich hoffe sehr hier Hilfe zu finden, denn meine Hebamme hat mir jetzt eine Frist von einer Woche gesetzt. Wenn ich es bis dahin nicht schaffe voll zu stillen, soll ich abstillen, da sie meint, dass durch meine Methode (abpumpen, zufüttern, immer mal anlegen) die Milch eh bald versiegen wird.
Gibt es irgendwelche Möglichkeiten die Schmerzen erträglicher zu machen oder gar ganz verschwinden zu lassen?
Ich hoffe die Informationen, die ich aufgeschrieben habe, sind genug, ansonsten wie oben schon geschrieben einfach melden, dann reich ich es nach.
Verzweifelte Grüße
Eisbär
