Zu viel Milch durch Beikosteinführung

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Desi1308
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Zu viel Milch durch Beikosteinführung

Beitrag von Desi1308 » 13.01.2018, 23:42

Hallo ihr Lieben!

Ich habe folgendes Problem:
Seit 1 Monat bekommt mein Sohn seinen Mittagsbrei und heute haben wir mit dem Abendbrei angefangen.
Ich habe aber leider ziemliche Probleme die Milchmenge meiner Brüste zu regulieren/kontrollieren. Ich dachte eine Regulation der Milchmenge erfolgt mit der Zeit automatisch, aber ich bin froh sobald ich nachmittags wieder stillen kann um Entlastung zu erhalten. Es bilden sich dann immer kleine Knubbel bzw Verhärtungen in den Brüsten.
Leider hab ich schon seit der Geburt das Problem zu viel Milch zu produzieren.
Heute Abend, nachdem ich den abendbrei gegeben hatte, musste ich auch wieder Milch ausstreichen.
Ich hatte schonmal Milchstau und möchte diese Erfahrung nicht nochmal machen. Kann mir jemand helfen?
Bisher weiß ich kühlen soll helfen und immer nur eine Brust pro Mahlzeit anzubieten. Aber ich hab das Gefühl es klappt trd nicht. Ich hab schon Angst vor der Einführung des Nachmittagsbrei.

Mahlzeiten bisher:
7.00 Stillen, 09:30 Uhr stillen, 12:00 Mittagsbrei, 15:00 stillen, 18:00 abendbrei. Nachts stillen nach Bedarf.

Liebe Grüße
Desi

DolphinFFM
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Re: Zu viel Milch durch Beikosteinführung

Beitrag von DolphinFFM » 13.01.2018, 23:51

Vorab, ich bin weder Stillberaterin noch habe ich selbst zu viel Milch.

Aber meine erste Idee wäre die Mahlzeit nicht zu ersetzen, also vor dem Brei (und ggf. auch danach/dabei, wenn dein Baby das möchte) zu stillen. So isst er erstmal weniger, kann die Beikost langsamer entdecken und die Milchmenge die er fordert geht langsamer zurück so das sich deine Brüste darauf einstellen können.

Kennst du die Grundinfo Beikost?
viewtopic.php?f=176&t=208349

Ansonsten hilft die vielleicht noch die Infos hier zum Thema zu viel Milch (aus der Linksammlung):
viewtopic.php?f=2&t=98410#p1274180
... mit den 2 Tigermädchen (02/2014 & 12/2016)

Glyzinie
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Re: Zu viel Milch durch Beikosteinführung

Beitrag von Glyzinie » 14.01.2018, 00:52

Wie alt ist denn das Baby? Dass ich da etwas flexibler reagiert habe, kam erst nach Monaten. Ich war bis 4 Monate nach Geburt oft gestaut. Wirklich flexibel war ich erst nach 10 Monaten. Seitdem gehen 8h, aber dann ist es auch höchste Eisenbahn. Bewusst irgendwas ersetzt haben wir nie aber selbst wenn man das so wie du durchführt, stillt man doch nach dem Brei noch?
Dein Kleiner scheint ja generell sehr genügsam zu sein. Wenn er sich innerhalb so kurzer Zeit auf Brei umstellen konnte und generell nimmt er ja seltener was zu sich. Vielleicht ist es für dich persönlich einfach schwer da mitzukommen. Würde wohl erst mal einen Gang zurückschalten mit dem Ersetzen bis es bei dir wieder passt.
Mit eiligem Piffi (11/2016)

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Brianna
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Re: Zu viel Milch durch Beikosteinführung

Beitrag von Brianna » 14.01.2018, 08:12

Möchtest du den zeitnah abstellen oder lieber noch länger zur Beikost stillen? Mahlzeiten ersetzen mit dem Breifahrplan ist eine Abstillmethode.
Wenn du abstellen möchtest, würde ich kühlen und ausstreichen probieren. Wenn du weiter stillen möchtest, dann eher vorher stillen und dann nur den Mehrbedarf mit Beikost decken.
J 05/13 L 12/15

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Re: Zu viel Milch durch Beikosteinführung

Beitrag von Qwertzuiopü » 14.01.2018, 11:18

Desi1308 hat geschrieben:
13.01.2018, 23:42
Leider hab ich schon seit der Geburt das Problem zu viel Milch zu produzieren.
..
Ich hatte schonmal Milchstau und möchte diese Erfahrung nicht nochmal machen. Kann mir jemand helfen?
Bisher weiß ich kühlen soll helfen und immer nur eine Brust pro Mahlzeit anzubieten. Aber ich hab das Gefühl es klappt trd nicht. ...
Mahlzeiten bisher:
7.00 Stillen, 09:30 Uhr stillen, 12:00 Mittagsbrei, 15:00 stillen, 18:00 abendbrei. Nachts stillen nach Bedarf.
Hallo Desi,
Ich hatte auch lange zu viel Milch, bzw "harte" Brüste, das hat auch irgendwann mit gut 6 Monaten langsam reguliert. Wobei unsere stillfrequenz da auch noch bei ca 12 Mal/24h lag. Ich habe direkt nach dem stillen gekühlt, um die Milchbildung zu verlangsamen. Vor dem stillen das wärmen nicht vergessen, um Milchstau zu vermeiden! Dann kann die Milch besser fließen. Für meine Psyche (weiß nicht, ob es hilft) Salbeitee getrunken. Gegen Milchstau hat am meisten geholfen, psychischen Stress zu vermeiden: kein Streit, keine Sorgen, keine Schwiegereltern;-). Lange Jahre ich zusätzlich Lecithin in Pulverform gegessen, das hält die Fettklümpchen in der Milch klein.

Nur eine Seite stillen ist eine Gratwanderung, das reduziert die Nachfrage, ist aber bei der Gefahr des Michstaus akut genau falsch, da willst du lieber die mich am laufen halten.

Vielleicht hilft dir davon auch etwas?
Ansonsten würde ich aber auch versuchen, tagsüber häufiger anzubieten, so lange du Probleme hast!

Viele Grüße
Katharina
Wirbelwind (07/16), *(05/15)

Desi1308
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Re: Zu viel Milch durch Beikosteinführung

Beitrag von Desi1308 » 14.01.2018, 14:24

Hallo nochmal ihr Lieben.

Ich Versuch mal auf alle fragen zu antworten:

Was die beikosteinfürhung angeht hatte ich mich eigtl schon gut informiert und extra langsamer den Mittagsbrei eingeführt als üblich (wenn man sich im Internet beikosttabellen anschaut).
Außerdem hatte ich das Gefühl dass er nicht mehr satt wird durch meine Milch aber das war ein Irrtum wie ich festgestellt habe 😄
Naja mein Sohn ist jetzt 6 Monate alt und hat wirklich Spaß am Brei essen und so glaube ich dass ich ihm nicht schade.ä mit der Einführung des milchbreis.
Die Idee ihn nach dem abendbrei nochmal zu stillen werde ich heute in die Tat umsetzen. Ich hab ihm bisher immer Wasser oder Tee aus der Flasche angeboten aber da trinkt er leider nicht so viel von. Hab mir auch schon Sorgen gemacht dass er dann zum Brei zu wenig Flüssigkeit zu sich nimmt. Dann gebe ich ihm erstmal nur den halben Brei denn gestern kam er mir zu satt vor vom Brei um danach noch zu trinken.
Aber irgendwann soll doch eine breimahlzeit eine stillmahlzeit ersetzen oder?
Ich möchte bis er 1 Jahr alt ist mit dem stillen aufgehört haben. Also hab ich noch 6 Monate Zeit. Nicht dass ihr denkt ich würde mir da selbst Zeitdruck machen.

Insgesamt trinkt er aber tagsüber eher schlecht an der Brust. Die Umgebung ist einfach viel zu interessant. Ich hab immer das Gefühl er holt sich nachts alles zurück. Da weckt er mich leider 3-4x und trinkt gut. Hört aber nicht von selbst auf zu trinken außer er schläft ein an der Brust. Muss ihn dann abdocken und den Nuki geben das hat den gleichen Effekt solange er auf meinem Arm bleiben darf. Ansonsten wenn er zu viel trinkt kotzt er mir alles wieder aus 🙈

Qwertzuiopü
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Re: Zu viel Milch durch Beikosteinführung

Beitrag von Qwertzuiopü » 14.01.2018, 15:34

Eine Breimahlzeit muss keine Stillmahlzeit ersetzen, nein. Das klappt ja nur, wenn tagsüber tatsächlich nur 5 Mal (?) Gestillt werden würde. Dieser Breifagrplan hat keine wissenschaftliche Basis, sondern beruht nur auf Tradition.
Noch besser als nach dem brei stillen wäre für deine Brüste sicher vor dem Brei zu stillen.
Ich an deiner Stelle würde vermutlich erst Mal nach den Brüsten gehen, und so häufig stillen, bis die wieder okay sind. Und wenn du dann eher schnell die Breimenge erhöhen willst, das in Absprache mit den Brüsten tun.
Vielleicht hilft es auch, häufiger an Tag kleine Breimengen anzubieten, so daß die Stillmenge über den Tag sinkt, wenn du das magst, ohne dass du so große Pausen wegstecken musst?
Wirbelwind (07/16), *(05/15)

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