Histaminarme Ernährung die Lösung bei Heuschnupfen?

Austausch, Rezepte und Erste Hilfe für die Ernährungsumstellung bei Zöliakie, Milcheiweißunverträglichkeit, Lactoseintoleranz, etc.
pqr
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Re: Histaminarme Ernährung die Lösung bei Heuschnupfen?

Beitrag von pqr »

Denkbar wären Nebenwirkungen über den H1 Rezeptor des GIT, dies ist aber selten.
Kann mich auf Wunsch aber auch einlesen.
Viele Grüße
pqr

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SingtoMe
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Re: Histaminarme Ernährung die Lösung bei Heuschnupfen?

Beitrag von SingtoMe »

pqr hat geschrieben:
29.06.2019, 10:54
Singtome

Was für eine Spezialisierung hatte die Ärztin denn?
Die Erklärung, dass das Cetirizin die selben Organe belasten würde wie die Allergie und das deswegen langfristig nicht ginge, erscheint mir aus pharmakologischer Sicht nicht schlüssig.
Sie ist Allgemeinärztin. Ich fand es schon schlüssig. Wenn ich mir vorstelle, dass das Medikament nur die Symptome bekämpft und der Allergie Ablauf trotzdem im Körper passiert und das Medikament dann noch den Körper zusätzlich belastet. Oder wie würdest du es erklären?
Schnecki (07/15) & Pfötchen (10/18)

pqr
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Re: Histaminarme Ernährung die Lösung bei Heuschnupfen?

Beitrag von pqr »

SingtoMe hat geschrieben:
29.06.2019, 12:01
pqr hat geschrieben:
29.06.2019, 10:54
Singtome

Was für eine Spezialisierung hatte die Ärztin denn?
Die Erklärung, dass das Cetirizin die selben Organe belasten würde wie die Allergie und das deswegen langfristig nicht ginge, erscheint mir aus pharmakologischer Sicht nicht schlüssig.
Sie ist Allgemeinärztin. Ich fand es schon schlüssig. Wenn ich mir vorstelle, dass das Medikament nur die Symptome bekämpft und der Allergie Ablauf trotzdem im Körper passiert und das Medikament dann noch den Körper zusätzlich belastet. Oder wie würdest du es erklären?
Genau andersrum.

Sehr vereinfacht:
Eine Typ I Allergie findet nach Allergenkontakt statt, der Allergieablauf, wie Du es nennst findet in verschiedenen Schritten statt, zuerst kommt die IgE Ausschüttung, dann werden Botenstoffe freigesetzt, insbesondere Histamin und daraufhin kommt es zu der bekannten allergischen Symptomen. In der Stufe der Histaminausschüttung setzt Cetirizin als Antihistaminikum an und verhindert diese, so dass es eben nicht zu den Belastungen der Allergie kommt.

Wenn Du noch Fragen hast oder eine detaillierte Erklärung wünschst, sag bitte Bescheid.
Viele Grüße
pqr

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Re: Histaminarme Ernährung die Lösung bei Heuschnupfen?

Beitrag von SingtoMe »

Hi pqr,

danke für deine Erläuterungen. Ich verstehe es jetzt so, dass es durch Ceterizin nicht zu den Belastungen der Allergie kommt?
Hätte ich jetzt nicht gedacht, aber wäre ja gut. Wie auch immer, ich möchte an sich ungern regelmäßig Medikamente nehmen, Nebenwirkungen hat es ja schon oft, hab ich in der Packungsbeilage gelesen. Von daher würde ich gerne einen Weg finden, die Allergie an sich zu reduzieren. Bin jetzt 4 Tage ohne Milchprodukte und fühle mich gut. Nur mein Fleischkonsum ist etwas gestiegen :roll: aber auf alles verzichten geht auch nicht.
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Regenbogen82
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Re: Histaminarme Ernährung die Lösung bei Heuschnupfen?

Beitrag von Regenbogen82 »

Histaminarme Ernährung kann unterstützend wirken, das habe ich eine Zeit lang gemacht. Alle anderen Ernährungsumstellung (bis auf natürlich allergiebedingte) sind da nicht wirklich sinnvoll.
Ich würde an Deinee stelle mal schauen, welches Antihistaminikum Du besser verträgst. Es gibt welche, die nicht müde machen. Alles Gute!
Brüderchen (09/11) und Schwesterchen (04/13) und kleines Schwesterchen (08/16)

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Re: Histaminarme Ernährung die Lösung bei Heuschnupfen?

Beitrag von Pirouge »

Regenbogen82 hat geschrieben:
01.07.2019, 05:14
Alle anderen Ernährungsumstellung (bis auf natürlich allergiebedingte) sind da nicht wirklich sinnvoll.
Woran machst du das fest? Für mich ist die Ernährung ganz klar die Entscheidung zwischen Asthma ist nicht Asthma. Bei meinem Partner zwischen Neurodermitis und nicht Neurodermitis - Freunde berichten ähnliches und aus der Vollwert-Ecke hört mal auch viele Erfolgsgeschichten.
Alles Einbildung? Placebo?
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Re: Histaminarme Ernährung die Lösung bei Heuschnupfen?

Beitrag von schlangengurke »

Das würde mich auch interessieren.
schlangengurke, die ihr gerne ins Bett schicken dürft, wenn sie nach 22.00 noch im SuT unterwegs ist.
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Re: Histaminarme Ernährung die Lösung bei Heuschnupfen?

Beitrag von MamaMonster »

Mich auch. Ich finde das eigentlich recht logisch: Menschen mit Allergien haben ja ein generell überreiztes Immunsystem. Dass ein gereizter Darm für das Immunsystem ein zusätzliches Problem darstellt, ist jetzt auch keine gewagte These. Und dass die durchschnittliche europäische Ernährung für den Darm eher belastend ist, ist auch nichts Neues: Zuviel Salz, zuviel Zucker, zuviel Weizen (Gluten und ATI), Kuhmilch aus konventioneller Produktion ist zu hormonbelastet, Schweinefleisch auch nicht so toll, Wurstwaren generell nicht besonders gesund, Konservierungsstoffe, jeder hat schonmal Antibiotika-Therapien gemacht, etc.
Deshalb würde ich sagen, jede Umstellung, die dem Darm etwas Ruhe verschafft, könnte eine Hilfe sein. Welche Sachen der eigenen Darmflora besonders grosse Probleme bereiten, ist vermutlich gar nicht so leicht herauszufinden, aber es gibt ja da einige Möglichkeiten. Ich halte für unwahrscheinlich, dass man generell sagen kann, welche Umstellung für den einzelnen den Unterschied macht, allenfalls hilft eine Stuhlanalyse, aber dass eine Ernährungsumstellung, ein Darmaufbau etc. gute Ergebnisse bringen kann, erscheint mir, wie gesagt, logisch.
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Re: Histaminarme Ernährung die Lösung bei Heuschnupfen?

Beitrag von SingtoMe »

Ja, meine Ärztin sagte halt, dass glutenarm und keine Milchprodukte für den Darm schon mal einiges an Erleichterung schaffen und das meistens zu einer Verbesserung der Allergie führt.

Mein Baby tut mir grad leid, nehme ja eine halbe Cetirizin am Tag und jetzt auch noch Antibiotikum, weil sich eine Zahnwurzel, die schon behandelt wurde, entzündet hat. Das arme nimmt jetzt den ganzen Mist über die Muttermilch auch auf :( laut Arzt alles okay, aber doof ist es schon.
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Re: Histaminarme Ernährung die Lösung bei Heuschnupfen?

Beitrag von SingtoMe »

Regenbogen82 hat geschrieben:
01.07.2019, 05:14
Histaminarme Ernährung kann unterstützend wirken, das habe ich eine Zeit lang gemacht. Alle anderen Ernährungsumstellung (bis auf natürlich allergiebedingte) sind da nicht wirklich sinnvoll.
Ich würde an Deinee stelle mal schauen, welches Antihistaminikum Du besser verträgst. Es gibt welche, die nicht müde machen. Alles Gute!
Dank dir Regenbogen. Vielleicht probiere ich dann mal ein anderes. Ich dachte eigentlich, dass Cetirizin eines der neuen Generation ist, das nciht müde macht. Ist das falsch?
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