"Spuren" bei Erdnussallergie

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Stefania
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Re: "Spuren" bei Erdnussallergie

Beitrag von Stefania » 26.02.2017, 12:07

@ Giraeffchen: habt ihr bei deinem Sohn in naher Zukunft auch mal eine Provokation oder erstmal Wiederholung des RAST ( oder Prick) tests in Erwägung gezogen?

Uns wurde es in der Allergieambulanz der Kinderklinik empfohlen, nachdem der RAST nur noch ganz leicht positiv ausfiel...da war mein Großer allerdings schon 12 Jahre alt.
Aber: Erdnuss und Ei sind so gut wie weg, er reagiert nur minimal mit Kribbeln auf den Lippen und muss jetzt wöchentlich eine " Erhaltungsdosis" zu sich nehmen.

Unser Alltag hat sich seitdem enorm erleichtert!!

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Re: "Spuren" bei Erdnussallergie

Beitrag von Giraeffchen » 27.02.2017, 15:10

Stefania, ja, mittelfristig sind Provokationen angedacht.
Aufgrund einer Bäcker- Falschaussage haben wir vor nicht allzu langer Zeit Ei unfreiwillig provoziert und wissen, dass die Reaktion weiter anaphylaktisch ist.
Bei Haselnüssen reagiert er ja bereits auf Spuren, so dass eine heftige Reaktion ohnehin zu befürchten ist. Allerdings wäre bei den Nüssen theoretisch natürlich auch ein OAS möglich, was die Reaktion zwar weiter unangenehm, aber eben nicht mehr lebensbedrohlich machen würde.

Im Moment liegen die Werte bei 3 (RAST) und auch im Prick reagiert er deutlich.

Ich drücke euch fest die Daumen, dass es so positiv weitergeht! (Und wünsche mir das für meinen Großen auch :) .)
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Re: "Spuren" bei Erdnussallergie

Beitrag von Chris-Cross » 28.02.2017, 23:52

Hallo,

ich bin´s noch mal ;)

Wir Eltern haben uns nun für einen Kurs im Kinderkrankenhaus angemeldet, der an zwei Tagen abends in insgesamt sechs Stunden Eltern von Kindern mit Allergien schult (den Umgang mit den Medikamenten, Ernährungs- und Hintergrundinformationen, Erste Hilfe etc. ) Das zahlt sogar die Krankenkasse :)
Ich hoffe, dass wir dadurch Unsicherheit bezüglich Ernährung/Spuren in Lebensmitteln/Pen abbauen und im Notfall schneller handeln können.

Die Kita hat wohl bereits an so einer Schulung teilgenommen, da ein anderes Kind ebenfalls Nussallergien hat.

@Giraeffchen

Mittlerweile sind die Schuldgefühle auch verschwunden. Es tat mir nur sehr leid für meine Familie, dass das Weihnachtsfest so geendet ist "wegen mir" und dass der Kleine so schlimm leiden musste.
Doch ich bin auch sehr froh, dass es in unserem Beisein und mit nur kleiner Menge passiert ist und wir nun wissen, dass er Allergiker ist. Hätte ja auch in der Kita mit einer Erdnussbutterstulle von irgendeinem Kind passieren können oder so.. Das wäre schlimmer gewesen.

Für eine Provokation ist es wohl bei uns noch zu früh. Die Ärztin meinte, im Schulalter könnten wir damit beginnen.
Bei unserem großen Sohn ist es als Baby am schlimmsten gewesen (Ei, Soja, Milch, Tomate, Nüsse) und als er mit 1,5 Jahren eine halbe Mozartkugel gegessen hatte, hatte er Punkte am ganzen Körper und es kribbelte und brannte ihm wohl im Mund (jedoch war er ansprechbar, atmete ruhig und erbrach nicht). Mittlerweile (er ist neun Jahre alt) kann er sogar kleinere Mengen der "lila" Schokolade essen (die ja Haselnuss in der Zutatenliste aufführt) und merkt selber, wann es "genug" ist (er spürt es leicht kribbeln und hört dann von alleine auf zu essen). Das ist dann wohl eine selbstherbeigeführte Provokation, nicht wahr? Sowas würde ich mich wegen der heftigen Reaktion des Kleinen jedoch nicht bei ihm trauen.
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Re: "Spuren" bei Erdnussallergie

Beitrag von Giraeffchen » 03.03.2017, 19:45

Von der lila Schokolade gibt es ein paar wenige Sorten, die Nuss- und spurenfrei sind. :D Das ist echt klasse, denn insgesamt ist die Schokladenauswahl doch sehr, sehr eingeschränkt.

Eine Schulung ist prima und dass der Kindergartenbereits Erfahrung hat auch! :D
Wie gehts euch?


Stefania, was ich dich noch fragen wollte: Läuft das problemlos bei euch mit der Toleranzerhaltung durch wöchentliche Allergengabe?
Ich kenne ein paar Eltern, bei deren Kindern es so schwierig war, weil die Kinder, die das Allergen ja lange als Feind angesehen haben, es verweigerten, das entsprechende Lebensmittel zu sich zu nehmen. In einem Fall verschwand die Toleranz sogar wieder und mussten dann erneut Spuren gemieden werden. Kinder reagieren da ja vollkommen unterschiedlich drauf, die einen freuen sich, 'es' endlich essen zu dürfen und die anderen ekeln sich entsetzlich.
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Re: "Spuren" bei Erdnussallergie

Beitrag von Chris-Cross » 11.07.2017, 00:02

Huhu,

ich habe mal eine Frage an Euch Eltern von Allergikerkindern.

In der Schulung haben wir gelernt, dass man nach Gabe des Fast Injekts den Notruf absetzen soll und/oder aber zum Kinderarzt gehen soll,
nicht zuletzt, um sich ein neues Rezept für die Spritze geben zu lassen.
Was aber tun, wenn es nur eine leichte Reaktion war?
Schwer sind ja diese, wo zwei oder mehr Organe (Haut und Magen o.ä.) oder aber die Atmung mit beteiligt sind.
Leicht bei nur einem Organ, wenn nicht Atmung.

Unser Kleiner hatte heute Abend irgendwas mit Erdnuss (naja, er hatte 1,5 Stücke Milchschokolade gegessen und er hat eine Salzerdnuss auf dem Fußboden des ICs aufgesammelt, die ich ihm direkt weggenommen habe) und "nur" rote, geschwollene, juckende Augen.
Entweder waren es Spuren im Lebensmittel oder Kontaktallergie durchs Aufheben.
Leider hab ich auf die Fahrt kein Cetirizin mitgenommen und er musste 1,5h warten, bis ich abends zuhause war.

Muss ich morgen tatsächlich zum Arzt? Pollenallergiker o.ä. gehen ja auch nicht bei jeder Reaktion zum Arzt. Und anaphylaktisch war er nicht.

Ich habe nämlich viel für die Uni zu tun und war schon gestern mit ihm den ganzen Tag zur Diagnostik weg, die Kita kommt mir grad echt recht :oops:

Er war auch relativ entspannt. Falls sich das in der Nacht nun nicht ändert (mein Mann liegt auch bei ihm und würde merken, wenn was ist), würde ich ihn ja zur Kita schicken morgen.. Oder würdet ihr das nicht machen?
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Re: "Spuren" bei Erdnussallergie

Beitrag von Chris-Cross » 11.07.2017, 07:24

Frage hat sich erledigt,
das Kind sieht immer noch aus, als ob es einen Boxkampf hinter sich hätte.
Dann also zum Arzt.
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Re: "Spuren" bei Erdnussallergie

Beitrag von Giraeffchen » 12.07.2017, 13:01

Ach Chris, so ein Mist. :( Wie gehts ihm heute?
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Re: "Spuren" bei Erdnussallergie

Beitrag von Chris-Cross » 13.07.2017, 00:36

Danke der Nachfrage, ihm geht es mittlerweile gut, die Schwellung ist weg gegangen.
Allerdings erst durch spezielle Augentropfen, die die Kinderärztin verschrieben hat.
Irgendwie dachte ich ja, dass das Antiallergikum wirken müsste, aber Linderung gab es erst mit den Tropfen.
Er hat allerdings auch durch Kontaktlinsen empfindliche Augen, vielleicht liegt es daran.

In der Kita, die sein Auge gesehen haben, weil ich wegen der Wäsche in der Kita war (ich hatte Waschdienst) ist jetzt absolutes Erdnussverbot, also nicht nur für die Kinder, sondern auch für das Personal in der Mittagspause,
da es offenbar schon zur Reaktion kommt, wenn er nur Erdnuss berührt. Eine solche Reaktion ist schon echt abschreckend..

Sowas vergisst man aber auch schnell.. Also dass Berührung so schlimm sein kann. Ich z.B. esse gerne Erdnüsse und hätte ihn wahrscheinlich bedenkenlos abgeknuscht, obwohl ich vielleicht noch Spuren von Erdnuss am Mund hätte, was dann direkt zu einer Reaktion führt. Ich lass es einfach komplett sein und esse nichts mehr mit Erdnüssen..
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Re: "Spuren" bei Erdnussallergie

Beitrag von kerstins » 13.07.2017, 06:34

Ja, das ist besser so. Ich habe auch Jahrelang nichts dergleichen in der Wohnung gehabt. Inzwischen geht es bei Nüssen anscheinend mit leichten Spuren.
Und ab jetzt hast du sicher immer Ceterizin und Kortison dabei - bei meinem Sohn reicht das inzwischen aus zum Glück.
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