Nachhaltig, klimafreundlich, vegan, kompromissbereit ernähren

für die schwangere und/oder stillende Mutter (und ihre Familie)
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Pungl
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Re: Nachhaltig, klimafreundlich, vegan, kompromissbereit ernähren

Beitrag von Pungl »

bluestar hat geschrieben:
16.09.2020, 15:31
Ich ess auch total gern Fleisch und tu mich auch schwer auf bestimmte Gerichte zu verzichten (Schmorgerichte im Winter zB). Aber wir kaufen fast nur noch Rindfleisch, das hilft schon mal. Da suche ich in der Gegend auch noch nach nem Bauern der in größeren Einheiten verkauft. Das ist ein Projekt für nach unserem Umzug. Dann werden wir auch einen Garten haben und wieder mehr selbst anbauen.
Ich bin auch am Umstellen. Schweinefleisch, Wurst, Schinken reduziere ich eh schon deutlich bzw vermeide es komplett. Seit der Schwangerschaft Müsli mit Hafermilch, inzwischen Sojajoghurt.
Grundsätzlich kaufen wir alles lieber bio und am liebsten bio+regional, letzteres ist aber schwierig.

Vom Fleisch- und Wurstverzicht muss ich den Rest noch überzeugen. Mein Mann macht mit, sobald er genug Kapazitäten hat, sich damit zu beschäftigen.

@bluestar: Inwiefern hilft nur noch Rindfleisch schon mal?

LG Pungl
mit dem Kampfkekskrümel (12/16) und
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bluestar
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Re: Nachhaltig, klimafreundlich, vegan, kompromissbereit ernähren

Beitrag von bluestar »

Soweit ich weiß kann Rinderhaltung nicht so katastrophal schlimm sein wie Hühner- und Schweinehaltung, das halten die Rinder nicht aus. Und Rindfleisch ist eben (in Deutschland) deutlich teurer, so reduziert sich unser Konsum automatisch. Ist aber meine Herleitung, ich weiß nicht ob das so allgemeingültig ist...
Ich finde es auch einfach hochwertiger, gerade dieses Supermarkthühnchen finde ich so eklig, ich kann das nicht mehr kaufen (und ich hab schon selbst Hühner geschlachtet, ich finde Fleisch an sich nicht eklig).
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jessy80
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Re: Nachhaltig, klimafreundlich, vegan, kompromissbereit ernähren

Beitrag von jessy80 »

Wir holen die eier bei einen Bekannten, die Hühner im Garten hat. Rindfleisch kaufen wir über kaufnekuh.de, ansonsten gibt es noch Wildschwein vom Jäger.
Sonst kein Fleisch.
Wurst theoretisch beim landmetzger im Nachbarort, praktisch leider oft schnell nur bio aus dem Supermarkt.
Ich versuche Plastik zu reduzieren.
Mango hab ich jetzt mal 5 Kilo direkt bei einem Bauern in Spaniern geordert. Ob das nachhaltiger als discounter ist? MeinGewissen fühlt sich besser.
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Kohlmeise
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Re: Nachhaltig, klimafreundlich, vegan, kompromissbereit ernähren

Beitrag von Kohlmeise »

Larala hat geschrieben:
16.09.2020, 10:35
Ich finde Eier, Milch und Milchprodukte auch megalecker und möchte nicht ganz darauf verzichten. Aber etwas reduzieren möchte ich trotzdem. Ich gönne mir diese Produkte deshalb "pur", aber z.B. im Pfannkuchenteig oder Milchreis versuche ich sie zu ersetzen.
Genauso mache ich es auch! Pfannkuchenteig bereite ich mit Hafermilch und Süßlupinenmehl statt Ei zu, schmeckt super. Überhaupt finde ich, dass vegan backen völlig problemlos geht und ich muss auf nichts verzichten. Kochen geht auch gut mit Hafer-/ Sojasahne oder Kokosmilch. Wobei, wie nachhaltig ist Kokosmilch eigentlich, frage ich mich gerade? Kommt ja tendenziell von weit her...

Was mir aber zum Beispiel fehlt, ist eine Joghurt/ Quarkalternative. Ich habe Kokos- und Sojajoghurt probiert und mir schmeckt beides überhaupt nicht.
Fleisch essen wir gar nicht.
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Pungl
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Re: Nachhaltig, klimafreundlich, vegan, kompromissbereit ernähren

Beitrag von Pungl »

bluestar hat geschrieben:
16.09.2020, 20:15
Soweit ich weiß kann Rinderhaltung nicht so katastrophal schlimm sein wie Hühner- und Schweinehaltung, das halten die Rinder nicht aus. Und Rindfleisch ist eben (in Deutschland) deutlich teurer, so reduziert sich unser Konsum automatisch. Ist aber meine Herleitung, ich weiß nicht ob das so allgemeingültig ist...
Ich finde es auch einfach hochwertiger, gerade dieses Supermarkthühnchen finde ich so eklig, ich kann das nicht mehr kaufen (und ich hab schon selbst Hühner geschlachtet, ich finde Fleisch an sich nicht eklig).
Okay, danke für die Erklärung. :)

LG Pungl
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samoe
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Re: Nachhaltig, klimafreundlich, vegan, kompromissbereit ernähren

Beitrag von samoe »

bluestar hat geschrieben:
16.09.2020, 15:31
Hühner oder andere Viecher würde ich auch nur bei einem sehr großen Garten empfehlen. Gemüse/ Kräuter muss man einzäunen und die machen schon viel dreck bzw. muss man ja den Stall auch putzen. Sie scharren auch viel, und müssen halt insgesamt versorgt werden.
Und dann entweder Gnadenbrot oder Schlachten, das ist jetzt auch nicht jederfraus Sache. Sie werden krank, hauen ab, dann kommt mal der Fuchs oder der Marder... you get the picture.
Ich verstehe hier nicht richtig, was du sagen möchtest. Ich denke, wenn mehr Leute, Tiere halten würden und Obst/Gemüse anbauen, dann merken sie erst einmal, welche Arbeit dahinter steckt udn können vieles viel mehr schätzen.
Was ist jetzt an Stall ausmisten und jeden Tag füttern das Problem? Gerade Hühner, finde ich, machen gar nicht sooo viel Dreck. Und Fuchs/Marder lässt sich gut vermeiden, durch nächtliches Einsperren, wenn man nicht gerade sehr nah am Wald wohnt.

Mit Rindern, die Überlegung hatte ich auch schon oft. Sie wachsen auch einfach nicht so schnell und sind erst mit 1,5 Jahren schlachtreif.
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7erendipity
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Re: Nachhaltig, klimafreundlich, vegan, kompromissbereit ernähren

Beitrag von 7erendipity »

Bei Rindfleisch habe ich immer den unheimlich hohen CO2-Ausstoß im Kopf, der ist ca. viermal so hoch wie bei Schweinefleisch. Nur Butter ist schlimmer, daher nehme ich zum backen meistens Rapsöl und versuche wenig Butter zu essen.
https://www.google.de/amp/s/www.oekotes ... 1.html.amp
Bei Fleisch ist generell das Problem: kauft man konventionell werden die Tiere meistens nicht regional ernährt, sondern quasi immer aus „Regenwald“, weil das Soja aus abgeholzten Gebieten stammt. Das ist dann doppelt Mist fürs Klima.

Unsere Sünden sind eher ein hoher Käsekonsum, bei allen anderen tierischen Lebensmitteln essen wir zu fünft eher wenig bzw. Versuchen es sehr einzuschränken, wir verbrauchen pro Woche ca. 100g Wurst, alle zwei Wochen mal ein Gericht mit wenig Fleisch, ca. 6 eier pro Woche und gelegentlich Joghurt, v. a. Für die Kinder.
Unser Gemüse beziehen wir vorwiegend regional über unsere Gemüsekiste.

Wir hatten mal eine zeitlang selbst eine Foodcoop mit ein paar anderen Menschen, d. h. Wir haben bei einem Biogroßhandel Trockenlebensmittel in Großgebinden gekauft und dann bei einem gelagert, man konnte sich abwiegen was man wollte und war weitgehend plastikfrei. Das ist aber leider eingeschlafen.

Ansonsten müsste ich dringend meinen Schokoladenkonsum reduzieren :oops:

Samoe, ich bin da bei dir, ich finde Hühner im Vergleich zu anderen Tieren jetzt auch vom Aufwand her ok. Im ganzen Garten wollte ich sie allerdings auch nicht haben...unsere Nachbarn haben ihre Hühner immer auf dem Nachbargrundstück laufen lassen, das ist ein großes verwildertes Stück Land, so haben sie nicht den Garten verwüstet.

Generell müssen wir noch an verschiedenem Arbeiten: mein Mann liebt Avocados, wir haben oft Bananen, wir haben viel in Plastik verpacktes...
Bei Kokosmilch bin ich mir ob der CO2-Bilanz auch unsicher...schwierig. Dafür werfen wir kaum noch essen weg, kochen immer so, dass beim zweiten mal essen alles leer ist.

Pflanzenmilch ist definitv gewöhnungssache, aber ich mag mittlerweile auch keine Kuhmilch mehr. Anfangs mochte ich nur den normalen Sojadrink von alpro im Kaffee, mittlerweile sind wir beim Barista Haferdrink von dm gelandet, der schmeckt cremig, neutral und hat eine gute weißwirkung (mit Soja).
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Oft mit dem Handy unterwegs - das hat seine eigenen Rechtschreibregeln...

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bluestar
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Re: Nachhaltig, klimafreundlich, vegan, kompromissbereit ernähren

Beitrag von bluestar »

samoe hat geschrieben:
16.09.2020, 22:14
bluestar hat geschrieben:
16.09.2020, 15:31
Hühner oder andere Viecher würde ich auch nur bei einem sehr großen Garten empfehlen. Gemüse/ Kräuter muss man einzäunen und die machen schon viel dreck bzw. muss man ja den Stall auch putzen. Sie scharren auch viel, und müssen halt insgesamt versorgt werden.
Und dann entweder Gnadenbrot oder Schlachten, das ist jetzt auch nicht jederfraus Sache. Sie werden krank, hauen ab, dann kommt mal der Fuchs oder der Marder... you get the picture.
Ich verstehe hier nicht richtig, was du sagen möchtest. Ich denke, wenn mehr Leute, Tiere halten würden und Obst/Gemüse anbauen, dann merken sie erst einmal, welche Arbeit dahinter steckt udn können vieles viel mehr schätzen.
Was ist jetzt an Stall ausmisten und jeden Tag füttern das Problem? Gerade Hühner, finde ich, machen gar nicht sooo viel Dreck. Und Fuchs/Marder lässt sich gut vermeiden, durch nächtliches Einsperren, wenn man nicht gerade sehr nah am Wald wohnt.

Mit Rindern, die Überlegung hatte ich auch schon oft. Sie wachsen auch einfach nicht so schnell und sind erst mit 1,5 Jahren schlachtreif.
Naja, ich hatte den Eindruck dass einige Linda zu Hühnern oder anderem Geflügel geraten hatten und dazu hab ich meine Meinung gesagt. Ich finde es ist doch ein bisschen was an Arbeit und man übernimmt Verantwortung für die Tiere, das kann schnell viel werden wenn man noch andere Verpflichtungen hat. Und eben keinen sehr großen Garten. Das wollte ich zu bedenken geben.
Ich finde Hühner haben toll und hatte selber welche, solange es die Umstände hergegeben haben. Würde es auch jederzeit wieder machen.
+ die Kleine *04/ 2018

samoe
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Re: Nachhaltig, klimafreundlich, vegan, kompromissbereit ernähren

Beitrag von samoe »

Ja, das stimmt. Hühner im ganzen Garten ist nicht das Wahre. Ich kenne verschiedene Varianten: relativ kleines Areal, wo dann kein Grashalm mehr wächst oder auch der halbe Garten. Da das Grundstück hier riesig ist und weit über 2000qm dürfen sich die Hühner in ca. 2/3 der Fläche bewegen.

Wegen den Rindern: hier in der Gegend sind viele Genossenschaften aus DDR-Zeiten. Was ich sehe, ist dass hier viel Spaß aus Gras und Mais gefüttert wird. Soja denke ich nicht unbedingt.
Was mich allerdings ärgert ist, dass hier im Dorf bald ein neuer Kuhstall mit 700 Kühen gebaut wird. Und wir haben hier in SN übrigens einen grünen(!) Umweltminister.
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ShinyCheetah
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Re: Nachhaltig, klimafreundlich, vegan, kompromissbereit ernähren

Beitrag von ShinyCheetah »

Hi! Mein Thema, ich setz mich mal dazu :) Habe vor ein paar Tagen in einem Bioladen (leider zu weit weg, als dass ich da regelmäßig hin könnte) Hafermilch in der Mehrwegflasche gesehen, auch gar nicht mal viel teurer als die im Tetrapack.

Eier finde ich auch unverzichtbar, wäre aber absolut bereit, hohe Beträge für Eier von glücklichen freilaufenden in Kleingruppen gehaltenen Hühnern, die vernünftig geschlachtet werden, auszugeben. Diese Eier muss es ja irgendwo geben. Nur wo? Ich wohne im Raum MA/LU.

Ich schließe mich der Meinung an, dass Rinder u. a. wegen ihrer Methanproduktion Klimakiller sind. Die Haltung ist oft wohl wirklich ganz OK, aber das ist seeehr relativ. Viel schlimmer als bei Hühnern und Puten geht es eben kaum... Wenn Rindfleisch nur nicht so lecker wär ;)
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