Nachhaltig, klimafreundlich, vegan, kompromissbereit ernähren

für die schwangere und/oder stillende Mutter (und ihre Familie)
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pqr
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Re: Nachhaltig, klimafreundlich, vegan, kompromissbereit ernähren

Beitrag von pqr »

Viele Grüße
pqr

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pqr
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Re: Nachhaltig, klimafreundlich, vegan, kompromissbereit ernähren

Beitrag von pqr »

Serafin hat geschrieben:
29.09.2020, 09:14
carolina hat geschrieben:
29.09.2020, 09:10
Ich muss mal kurz reingrätschen - die Kühe werden tatsächlich das ganze Jahr jeden Tag den ganzen Tag im Stall gehalten? Im Ernst? Auch bei bio?
Jo. Bei Schwager und Schwägerin ist das so. Milchviehbetrieb konventionell.
Genau, bei konventioneller Haltung ist das meist so.
Viele Grüße
pqr

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pqr
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Re: Nachhaltig, klimafreundlich, vegan, kompromissbereit ernähren

Beitrag von pqr »

Bio hat da schon auch tierschutzmässig Vorteile.
Viele Grüße
pqr

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Reh
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Re: Nachhaltig, klimafreundlich, vegan, kompromissbereit ernähren

Beitrag von Reh »

Bei unserer lokalen Molkerei gibt es Weidemilch (konventionell und Bio), da kommen die Kühe an min. 120 Tagen im Jahr für je mindestens 6 Stunden raus und haben dann min. 2.000 qm pro Kuh.
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schneebesen
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Re: Nachhaltig, klimafreundlich, vegan, kompromissbereit ernähren

Beitrag von schneebesen »

Eine Ergänzung, warum Viehbestände im Winter normalerweise im Stall sind: wenn die Tiere ganzjährig auf der Weide sind wäre die Fläche Recht schnell kaputt. Gerade im Winter wenn es nass ist und nichts wächst schaden die hufe ehr der Grasnarbe. Ausserdem gibt's halt kaum noch was zu fressen, dann muss man das Winterfutter (Heu usw) auf die Weide bekommen und das für die Wiese auch nicht besser.
Außerdem sollten Weideflächen grundsätzlich immer im Wechsel beweidet werden, damit es nachwachsen kann und der Parasitendruck auf der Wiese nicht zu hoch wird.
unterwegs mit Frühlingsmädchen ´15, Sommerjunge ´17 und erwartetes Herbstwunder `20

Meist unterwegs mit Handy, sorry für evtl. Rechtschreibfehler

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Jia
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Re: Nachhaltig, klimafreundlich, vegan, kompromissbereit ernähren

Beitrag von Jia »

Aus diesem Grund war/ist die Schweiz schon seit langem ein Kuh-Land. Es gibt so viele Hänge, die sich kaum anders als mit Weidenutzung sinnvoll bewirtschaften lassen. Und damit sich die Weiden erholen können, treibt man die Kühe für die Sommermonate auf die Alp. Bergwiesen sind anders überhaupt nicht nutzbar, in der Höhe wächst nicht viel ausser Gras, und während dieser Zeit können sich die Weiden im Tal vom Getrampel erholen bzw. werden regelmässig gemäht als Futter für den Winter. Und im Winter bleiben die Tiere dann im Stall bzw. auf einer Auslauffläche direkt neben dem Stall, da wächst dann meistens nix.

Dass das nicht dem europäischen Durchschnitt entspricht, habe ich in Berlin dann rasch gemerkt. Auf dem flachen Land ist Rinderhaltung unter ganz anderen Bedingungen ökonomisch sinnvoll. Dass es dann nicht unbedingt unserer Vorstellung von einem idealen Rinder-Leben entspricht, ist natürlich klar. Aber Weidemilch quer durchs Land von den Bergen ins Flachland zu fahren ist auch nicht sinnvoll. Ich bin jedenfalls froh, dass ich jetzt wieder Milch und Käse (und auch Fleisch) direkt vom Bauernhof beziehen kann und die Kühe im Frühjahr und Herbst vom Schlafzimmerfenster aus auf ihrer Weide sehen kann. So bin ich sicher, dass die Tiere ein gutes Leben haben. Trotzdem versuche ich, Milchprodukte und Fleischkonsum wenn möglich zu reduzieren. Käse "muss sein", Joghurt/Quark auch, aber hauptsächlich pur. Für Kaffe und zum Backen brauche ich nur selten tierische Produkte, das geht ohne Milch und meistens auch ohne Eier. Und Butter zum Braten etc. ist auch problemlos ersetzbar. Und seit ich da konsequent darauf achte, haben wir unseren Milch-/Eierbedarf sicher halbiert.
Mit Maikäfer (2014) und Junikäferchen (2016)

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