[Bio/Öko] Thema: Plastik und Lebensmittel und mehr

für die schwangere und/oder stillende Mutter (und ihre Familie)
Elena
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Re: [Bio/Öko] Thema: Plastik und Lebensmittel und mehr

Beitrag von Elena »

carolina hat geschrieben:
30.09.2019, 08:36
Sonst Stoffbeutel aus alten Baumwollsachen, die sonst im Textilmüll landen würden selbernähen.
Ich habe mir einen Gemüsebeutel aus einem Stück alter (Kunstfaser-)Gardine genäht.

Sonst weiß ich auch nicht genau, was ich nehmen würde. Mir wäre nicht auf Anhieb klar, welcher die bessere Ökobilanz hat. Besser als ständig eine neue Plastiktüte ist aber beides bestimmt. :wink:
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ixmix
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Re: [Bio/Öko] Thema: Plastik und Lebensmittel und mehr

Beitrag von ixmix »

Ich habe mich auch für Baumwolle entschieden. Gebe aber zu bedenken, dass die (leer) relativ viel Platz im der Tasche wegnehmen. Zumindest wenn man immer mehrere dabei hat für alle Fälle.
Naja. Ich hab jetzt eine extra Tasche zum einkaufen, da sind die drin verstaut (statt nur einer kleinen Handtasche)
LG Miriam
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Melody
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Re: [Bio/Öko] Thema: Plastik und Lebensmittel und mehr

Beitrag von Melody »

Habt ihr nicht gerade diese jenke-Doku über Plastik gesehen?
Es wird deutscher plastikmüll nach Asien gekarrt, und dort gelangen durchaus große Mengen in Gewässer und die freie Natur. Mir würde es fast schlecht als ich das gesehen hab, dieses Recycling ist lange nicht so toll wie wir glauben.
Und ich denke auch der Vorgang des recyclens verbraucht Ressourcen - wäre aber auf einen Vergleich mit Baumwolle gespannt.
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britje
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Re: [Bio/Öko] Thema: Plastik und Lebensmittel und mehr

Beitrag von britje »

Wir haben uns auch für die Baumwollnetz Variante entschieden.

Mein Fazit aus den ersten zwei Wochen meines deutlich weniger Plastik-Projektes:

Es ist finanziell nicht wirklich komplett umsetzbar.

Meine Ziele waren:
1.Badezimmer plastikfrei:
Zahnbürste und Zahnpastatube aus werden bleiben.
Zahnputztabletten oder Pulver sind geschmacklich einfach nur BÄH und machen bei mir die Zähne auch nicht ordentlich sauber. Die Holzzahnbürste hat bei mir das Zahnfleisch so sehr gereizt, dass ich sie wieder weg gestellt habe. Shampoo und Duschgel sind durch Haarseife und Körperseife ersetzt. Alle Flüssigseifen sind durch Handseifen ersetzt. Kosmetika sind weiterhin mikroplastikfrei, aber leider auch noch in Plastikverpakungen.

Küche (das Projekt geht immer Stück für Stück weiter, da man nicht auf einmal die komplette Kücheausstattung austauschen kann, also, wir finanziell jedenfalls nicht) und mir ist aufgefallen, dass wir schon einiges in Holz oder Edelstahl haben, was viele eher aus Plastik haben.
Wir haben unseren Soda*tream gegen einen mit Glasflaschen ersetzt, einige der Aufgbewahrungsdosen sind durch Glasdosen ersetzt worden, zwei Kochlöffel sind durch Holzlöffel, ein Schneebesen und eine Kelle durch Metallteile ersetzt, ein großes Holzschneidebrett ist ein-, dafür alle kleinen Plastikbrettchen ausgezogen. Das Kindergeschirr aus Plastik ist weg und wir haben in einer Töpferei einmal eine Großbestellung aufgegeben, damit wir dann genug Geschirr im Schrank haben.
Ich habe gestern mehrere Stofftücher gesäumt, die wir heute Nachmittag in Wachstücher verwandeln, ein Nudelvorratsglas für 2kg Nudeln ist angeschafft, Babybreilöffel aus Holz (für demnächst). Zwei Edelstahlschüsseln, Edelstahlwurst- und Käsedosen für den Kühlschrank, Nudelsiebe weg, Tupperschüsseln weg.
Tja und vielleicht fällt mir noch was ein, was ich vergessen habe.
Ich finde, das war schon ganz schön viel, aber wenn ich eine Schublade öffne...
Plastiklöffel, Zitronenpresse, Butterdose, Brotdosen der Kinder und überhaupt noch zu viele Plastikdosen, Spühlmittel ... kein Ende in Sicht...

Ernährung (verdammt schwierig):
Es war wahnsinnig aufwändig, weil man in zig Läden musste, um zu schauen, was man wo bekommt.
Obst und Gemüse in Baumwollbeuteln zu Kaufen ist schwierig. Äpfel, Bananen, Nektarienen, Gurken, große Tomaten... so das Gängige ist kein Problem und mir ist aufgefallen, ja es ist hier zwar teurer, die Sachen einzeln zu kaufen als in großen Gebinden, aber ich schmeiße auch weniger weg, weil ich nur das kaufe, was ich brauche. Aber vieles bekommt man eben doch nur in Plastikverpackung zB. Salatherzen, kleine Snacktomaten...
Liebe Grüße von Christiane mit Nr. 1 ('14), Nr. 2 ('16) und Nr.4 ('19) an der Hand und mit stiller Nr. 3 (*'18+) im Herzen.

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britje
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Re: [Bio/Öko] Thema: Plastik und Lebensmittel und mehr

Beitrag von britje »

Handy hat gesponnen...

Wurst und Käse ließ sich hervorragend überall an der Frischetheke in eigene Dosen packen lassen, aber ist bis zu drei mal so teuer.
Vorräte: Nudeln, Reis, Mehle, Saaten im Unverpacktladen sind auch immer fast doppelt oder dreifach so teuer wie in Plastik, da häufig dann gleich bio.
Säfte in der Glasflasche... drei Saftsorten von einem Hersteller, der so weit ich weiß, eher politisch rechts einzuordnen ist (habe ich mit schlechtem Gefühl im Bauch gekauft) habe ich hier gefunden, sonst alles in PET Flaschen. Es gibt wohl noch einen Lieferservice hier in der Nähe, der auch alles in Glasflaschen hat, da mache ich mich noch mal schlau.
Joghurt im Glas war gut zubekommen und das werde ich weiter bei behalten. Milchflaschen sind mega unpraktisch im Kühlschrank. Da weiß ich noch nicht, ob ich nicht doch zu Tetrapack zurückkehre.
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Elena
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Re: [Bio/Öko] Thema: Plastik und Lebensmittel und mehr

Beitrag von Elena »

britje hat geschrieben:
01.10.2019, 09:27
Ernährung (verdammt schwierig):
Es war wahnsinnig aufwändig, weil man in zig Läden musste, um zu schauen, was man wo bekommt.
Obst und Gemüse in Baumwollbeuteln zu Kaufen ist schwierig. Äpfel, Bananen, Nektarienen, Gurken, große Tomaten... so das Gängige ist kein Problem und mir ist aufgefallen, ja es ist hier zwar teurer, die Sachen einzeln zu kaufen als in großen Gebinden, aber ich schmeiße auch weniger weg, weil ich nur das kaufe, was ich brauche. Aber vieles bekommt man eben doch nur in Plastikverpackung zB. Salatherzen, kleine Snacktomaten...
Ich glaube, da kommt es auch sehr drauf an, was man für Möglichkeiten in der Nähe hat. Wir bekommen den Großteil unseres Obst/Gemüses von einem Bioladen, der einmal pro Woche ausliefert. Hervorragende Qualität, nichts verpackt außer Pilzen und Trauben in Papier, alles andere einfach in der Pfandkiste gestapelt. Aber natürlich zu Bioladenpreisen.

Außerdem haben wir im Dorf einen kleinen Obst/Gemüseladen, in dem es hervorragende kleine Tomaten ganz unverpackt gibt. Ebenso praktisch alles andere an Obst/Gemüse. Dann gibts noch einen Bauern, der Freilandeier und Kartoffeln vom Hof verkauft und zu dem man die Verpackung wieder zurückbringt, weil er sie wiederverwendet (er verkauft auf Vetrauensbasis aus einem Schrank zur Selbstbedienung heraus, was genial ist, weil man einfach zu jeder Zeit und auch sonntags hinfahren kann, wenn einem gerade die Eier ausgehen). Und im Alnatura-Supermarkt, der praktischerweise bei meiner Arbeit um die Ecke ist, gibt es ebenfalls alles an Obst/Gemüse unverpackt. Auf dem Markt natürlich sowieso.

Ich denke, Obst und Gemüse ist nur dann ein Problem, wenn man vor allem auf klassische Supermärkte oder Discounter zum Einkaufen angewiesen ist? Ich habe eher das Problem, dass ich Wurst und Käse in Bioqualität kaufen möchte, es im Bio-Supermarkt aber keine Frischetheke gibt, bei der ich meine eigene Dose hinhalten könnte. Die Verpackungen für Nudeln, Aufschnitt und ab und zu Convenience-Produkte wie Tortillas, Semmelknödel, frische Spätzle machen bei uns den größten Teil des Verpackungsmülls aus, zusammen mit Tetrapaks für Milch.
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Sandtiger
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Re: [Bio/Öko] Thema: Plastik und Lebensmittel und mehr

Beitrag von Sandtiger »

britje hat geschrieben:
01.10.2019, 09:27
Zahnputztabletten oder Pulver sind geschmacklich einfach nur BÄH und machen bei mir die Zähne auch nicht ordentlich sauber.
Nur mal interessehalber, welche hast du verwendet? Ich bin letztens gerade erst wieder auf Zahnputztabletten gekommen aus einem ganz anderen Thema (Trekking und daher Gewichtsersparnis). Ich hatte vor Jahren mal welche geholt, nachdem ich eine recht erhellende Doku gesehen hatte, konnte die aber nur übers Internet beziehen, ansonsten fand ich sie damals gut. Jetzt gibt es sie aber in diversen Läden vor Ort und ich habe mir wieder welche besorgt und bin wieder ganz begeistert. Meine Zähne werden dadurch deutlich sauberer, als mit der Zahnpasta und auch den Geschmack finde ich ganz ok. Das einzige was gewöhnungsbedürftig ist, dass es nicht so schäumt.
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sanilii
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Re: [Bio/Öko] Thema: Plastik und Lebensmittel und mehr

Beitrag von sanilii »

https://fashionunited.de/nachrichten/mo ... 8120330207

Ich habe zu meiner Frage eben diesen Artikel gefunden.
Sonja mit Bärchen *4/17 und hartnäckigem Fussel vET 9/20

Melody
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Re: [Bio/Öko] Thema: Plastik und Lebensmittel und mehr

Beitrag von Melody »

Danke sanilii!
Also doch weiter Baumwolle.
In den Vereinigten Staaten wurden 2015 laut der US-Umweltschutzbehörde nur neun Prozent der Kunststoffe recycelt. Darüber hinaus fordern diejenigen, die eine weniger positive Sichtweise von rPET haben, dass Modemarken und Käufer ermutigt werden sollten, Naturfasern so weit wie möglich zu bevorzugen. Schließlich benötigt rPET, obwohl es 59 Prozent weniger Energie zur Herstellung benötigt, als reines Polyester, immer noch mehr Energie als Bio-Baumwolle und normale Baumwolle, Hanf und Wolle, zeigt ein Bericht des Stockholm Environment Institute aus dem Jahr 2010.
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britje
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Re: [Bio/Öko] Thema: Plastik und Lebensmittel und mehr

Beitrag von britje »

Definitiv :shock:
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