Gewichtsabnahme nach Beikosteinführung

Was kommt nach dem Vollstillen?

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Franziklein
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Gewichtsabnahme nach Beikosteinführung

Beitrag von Franziklein » 29.11.2019, 21:59

Hallo ihr Lieben,

Zu aller erst, bitte keine Diskussionen warum ich nicht stille. Ich habe fast 5 Monate abgepumpt, da meine Tochter nach einer eitrigen Brustentzündung eine Saugverwirrung hatte. Die nachfolgende Beschreibung war aber unabhängig davon ob Mumi oder Pre gefüttert wurde.

Ich bin leider total verzweifelt und weiß mir mittlerweile keinen Rat mehr. Unsere Tochter ist nun 6 Monate alt und seit sie 3 Monate ist, ist sie eine recht schlechte Trinkerin. Es fing damals an, dass sie an der Flasche schrie und nicht mehr ihre Mengen trank wie zuvor. Wir waren damals auch im Krankenhaus, jedoch ohne Erfolg. Die Kleine wurde lediglich beobachtet, da organisch alles ok war. Wir wurden als Helikoptereltern betitelt, ich erhielt sogar psychologische Betreuung, da sie das Problem bei mir sahen, nicht bei unserer Tochter. Wir wurden nach einer Woche wieder entlassen. Seitdem haben wir aber immer wieder Phasen wo sie z.T. sehr schlecht trinkt, sie meldet sich auch nicht wenn Sie Hunger hat. Nichts desto trotz haben wir ihr die Flasche immer noch ca. 3-4h angeboten und hat sie immer an Gewicht zugenommen, trotz der geringen Mengen (im Durchschnitt 700ml, mal mehr, mal weniger). Seit 5 Wochen haben wir jetzt mit der Beikost begonnen. Lediglich Kürbisbrei, den sie am Anfang jedoch kaum angenommen hat (immer nur so 20-60g). Sie nahm aber komischerweise danach nie eine Flasche, obwohl sie eigentlich Hunger hatte. Ich habe ihr die Milch immer wieder angeboten, aber sie wollte einfach nicht. Mittlerweile isst sie ganz gut, ca. 130g, aber bislang immer noch nur Kürbis. Pastinake hat sie verschmäht, Karotte trau ich mich nicht, da sie an einem Säuglingsekzem leidet. Ich traue mir auch ehrlich gesagt nichts anderes anzubieten, da sie den Kürbis nun so gut isst. Ich habe Angst davor, dass sie wieder den Brei verweigert (hatten wir zwischenzeitlich auch immer mal für 1-2 Tage). Seit wir den Brei eingeführt haben, haben sich die Essenspausen sehr vergrößert, sie isst teilweise über 5h nichts, somit kommen wir trotz Brei nun mehr auf 500ml pro Tag. Am Tag trinkt sie z.T. nur 40ml, in der Nacht holt sie sich jedoch das Meißte und trinkt gerne mal 200ml. Wir bieten es ihr immer wieder an, sie will einfach nicht trinken. Wir hatten bereits Tage wo sie schon beim Anblick der Flasche schrie. Das ist Gott sei Dank wieder vorbei. Heute hatten wir nun die U5 und natürlich hat sie seit dem letzten Wiegen vor 3 Wochen 50g abgenommen. Leider interessiert es unsere Kinderärztin überhaupt nicht. Sie wäre lediglich gering von ihrer Perzentilen verrutscht aber motosich, neurologisch und emotional top fit. Sie meinte nach meinem Schildern lediglich, dass das Kind aus dem Rhythmus gekommen sei, daran müssten wir etwas ändern. Wir könnten allerdings die 1er Nahrung probieren, meinte sie. Sie ist mittlerweile schon derart genervt von mir, dass sie mich das auch spüren lässt. Ich war schon mehrfach bei ihr, weil ich mir natürlich Sorgen mache. Natürlich war ich schon vor einiger Zeit bei einem anderen Kinderarzt. Damals stagnierte das Gewicht aber noch nicht, deswegen auch hier kein Handlungsbedarf. Ich bin mittlerweile wirklich mit meinen Kräften am Ende. Das ganze Füttern, das ewige Zählen der Trinkmengen, es macht mich verrückt. Nun ist auch noch ein Todesfall in meiner Familie hinzugekommen, was mich völlig aus der Bahn wirft. Und nun heute der Gewichtsverlust :(. Ich komm einfach nicht zur Ruhe was die Nahrungsaufnahme unserer Tochter betrifft. Nun habe ich ständig Angst, dass sie nicht mehr richtig an Gewicht zunimmt und das Ganze evtl. in einer Gedeihstörung mündet...

Habt ihr einen guten Rat, ich wäre euch unendlich dankbar.

Liebe Grüße

Franzi
Maikäfer 2019

pqr
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Re: Gewichtsabnahme nach Beikosteinführung

Beitrag von pqr » 29.11.2019, 22:07

Hallo Franzi

Das klingt anstrengend.
Den Rat mit der 1er halte ich für kontraproduktiv, da diese Milch die selbe Kalorienzahl hat, aber länger sättigt , was eher dazu führt dass am Tag insgesamt weniger getrunken wird.

Ich bin nur Laie, mag Dir aber dalassen, dass mit 6 Monaten die Zunahme generell langsamer wird.
Ob die 50 g wirklich Abnahme sind oder dem Wägefehler, Tageszeit, Blasen- und Darmfüllung etc. geschuldet sind , kann man bei 2 Werten ja nicht so genau sagen.
Viele Grüße
pqr

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pqr
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Re: Gewichtsabnahme nach Beikosteinführung

Beitrag von pqr » 29.11.2019, 22:10

Die Breie, die Du anbietest, klingen eher kalorienarm.
Kennst Du die Grundinfo Beikost hier?
Gehen z.b. kalorienreiche Getreide- Obst-Breie mit Öl oder Mandelmus?
Machst Du ordentlich Öl in den Gemüsebrei?
Viele Grüße
pqr

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pqr
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Re: Gewichtsabnahme nach Beikosteinführung

Beitrag von pqr » 29.11.2019, 22:11

viewtopic.php?f=176&t=208349

Hier die Grundinfo
Viele Grüße
pqr

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Franziklein
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Re: Gewichtsabnahme nach Beikosteinführung

Beitrag von Franziklein » 29.11.2019, 22:39

Ja, ich mache einen Teelöffel Rapsöl in den Gemüsebrei!
Maikäfer 2019

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Re: Gewichtsabnahme nach Beikosteinführung

Beitrag von Franziklein » 29.11.2019, 22:40

Mandelmus habe ich auch schon überlegt, allerdings habe ich da Angst wegen dem Allergierisiko.
Mein Partner hat eine Kreuzallergie gegen viele Nüsse, Samen, rohes Obst etc.
Maikäfer 2019

Serafin
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Re: Gewichtsabnahme nach Beikosteinführung

Beitrag von Serafin » 30.11.2019, 03:34

Du kannst auch Butter nehmen. Und vielleicht ist Kürbis wirklich nicht so lecker. Ich würde auch viel kalorienreichere Sachen anbieten. Also Getreide mit dazu, und immer gut Fett. Oder Kartoffeln. Und vielleicht mag sie Fingerfood ja lieber? Das kann man auch kalorienreich gestalten. Avocado z.B...
kleiner Maulwurf 12/15
kleiner Schildkröterich 05/19

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Re: Gewichtsabnahme nach Beikosteinführung

Beitrag von splischsplasch » 30.11.2019, 07:12

Franziklein hat geschrieben:
29.11.2019, 21:59
Hallo ihr Lieben,

Zu aller erst, bitte keine Diskussionen warum ich nicht stille. Ich habe fast 5 Monate abgepumpt, da meine Tochter nach einer eitrigen Brustentzündung eine Saugverwirrung hatte. Die nachfolgende Beschreibung war aber unabhängig davon ob Mumi oder Pre gefüttert wurde.

Ich bin leider total verzweifelt und weiß mir mittlerweile keinen Rat mehr. Unsere Tochter ist nun 6 Monate alt und seit sie 3 Monate ist, ist sie eine recht schlechte Trinkerin. Es fing damals an, dass sie an der Flasche schrie und nicht mehr ihre Mengen trank wie zuvor. Wir waren damals auch im Krankenhaus, jedoch ohne Erfolg. Die Kleine wurde lediglich beobachtet, da organisch alles ok war. Wir wurden als Helikoptereltern betitelt, ich erhielt sogar psychologische Betreuung, da sie das Problem bei mir sahen, nicht bei unserer Tochter. Wir wurden nach einer Woche wieder entlassen. Seitdem haben wir aber immer wieder Phasen wo sie z.T. sehr schlecht trinkt, sie meldet sich auch nicht wenn Sie Hunger hat. Nichts desto trotz haben wir ihr die Flasche immer noch ca. 3-4h angeboten und hat sie immer an Gewicht zugenommen, trotz der geringen Mengen (im Durchschnitt 700ml, mal mehr, mal weniger). Seit 5 Wochen haben wir jetzt mit der Beikost begonnen. Lediglich Kürbisbrei, den sie am Anfang jedoch kaum angenommen hat (immer nur so 20-60g). Sie nahm aber komischerweise danach nie eine Flasche, obwohl sie eigentlich Hunger hatte. Ich habe ihr die Milch immer wieder angeboten, aber sie wollte einfach nicht. Mittlerweile isst sie ganz gut, ca. 130g, aber bislang immer noch nur Kürbis. Pastinake hat sie verschmäht, Karotte trau ich mich nicht, da sie an einem Säuglingsekzem leidet. Ich traue mir auch ehrlich gesagt nichts anderes anzubieten, da sie den Kürbis nun so gut isst. Ich habe Angst davor, dass sie wieder den Brei verweigert (hatten wir zwischenzeitlich auch immer mal für 1-2 Tage). Seit wir den Brei eingeführt haben, haben sich die Essenspausen sehr vergrößert, sie isst teilweise über 5h nichts, somit kommen wir trotz Brei nun mehr auf 500ml pro Tag. Am Tag trinkt sie z.T. nur 40ml, in der Nacht holt sie sich jedoch das Meißte und trinkt gerne mal 200ml. Wir bieten es ihr immer wieder an, sie will einfach nicht trinken. Wir hatten bereits Tage wo sie schon beim Anblick der Flasche schrie. Das ist Gott sei Dank wieder vorbei. Heute hatten wir nun die U5 und natürlich hat sie seit dem letzten Wiegen vor 3 Wochen 50g abgenommen. Leider interessiert es unsere Kinderärztin überhaupt nicht. Sie wäre lediglich gering von ihrer Perzentilen verrutscht aber motosich, neurologisch und emotional top fit. Sie meinte nach meinem Schildern lediglich, dass das Kind aus dem Rhythmus gekommen sei, daran müssten wir etwas ändern. Wir könnten allerdings die 1er Nahrung probieren, meinte sie. Sie ist mittlerweile schon derart genervt von mir, dass sie mich das auch spüren lässt. Ich war schon mehrfach bei ihr, weil ich mir natürlich Sorgen mache. Natürlich war ich schon vor einiger Zeit bei einem anderen Kinderarzt. Damals stagnierte das Gewicht aber noch nicht, deswegen auch hier kein Handlungsbedarf. Ich bin mittlerweile wirklich mit meinen Kräften am Ende. Das ganze Füttern, das ewige Zählen der Trinkmengen, es macht mich verrückt. Nun ist auch noch ein Todesfall in meiner Familie hinzugekommen, was mich völlig aus der Bahn wirft. Und nun heute der Gewichtsverlust :(. Ich komm einfach nicht zur Ruhe was die Nahrungsaufnahme unserer Tochter betrifft. Nun habe ich ständig Angst, dass sie nicht mehr richtig an Gewicht zunimmt und das Ganze evtl. in einer Gedeihstörung mündet...

Habt ihr einen guten Rat, ich wäre euch unendlich dankbar.

Liebe Grüße

Franzi
Hey Franzi,
Das klingt total nervenaufreibend und ich kann verstehen, dass du dir Sorgen um deine Tochter machst, das machen vermutlich viele Eltern um ihre Kinder. Ich umarme ich mal virtuell. Wenn die Kinderärztin noch nichts dazu sagt, kann es ja sein, dass noch alles im Rahmen ist. Wie zuvor geschrieben, kann ja das Gewicht auch mal stagnieren, wenn dafür die Länge größer wird etc. Vielleicht lässt du die Moderatoren hier mal über den Gewichtsverlauf rüberschauen? Im Stillforum gibt es eine Info in welcher Form man das Gewicht posten soll, vielleicht ist das hilfreich?
Und ja: Waagen lassen sich leider schlecht vergleichen, mal ist die Blase/Windel voll, mal leer, Kleidung an/aus,... die Bedingungen sind halt nicht immer gleich. Dann könnte stagnierendes Gewicht plus andere Bedingungen schon zu 50 g weniger führen.
Toi, toi, toi das es besser wird, die Beikostinfo hast du ja schon bekommen.
P.s. Ich gehe mal ganz stark davon aus, dass hier keine Diskussionen zu Stillen/Nicht-Stillen kommen. Das ist allein eure gewählte Ernährungsform und du machst das schon genau richtig für deine Tochter und brauchst dich für deinen Weg nicht zu rechtfertigen.
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Franziklein
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Re: Gewichtsabnahme nach Beikosteinführung

Beitrag von Franziklein » 30.11.2019, 07:13

Serafin hat geschrieben:
30.11.2019, 03:34
Du kannst auch Butter nehmen. Und vielleicht ist Kürbis wirklich nicht so lecker. Ich würde auch viel kalorienreichere Sachen anbieten. Also Getreide mit dazu, und immer gut Fett. Oder Kartoffeln. Und vielleicht mag sie Fingerfood ja lieber? Das kann man auch kalorienreich gestalten. Avocado z.B...
Sie isst den Kürbis ja gern, so ist jedenfalls mein empfinden. Nach 130g ist jedoch Schluss, sie ist satt. Fingerfood habe ich auch schon mal probiert, kam nicht so gut an.
Maikäfer 2019

Serafin
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Re: Gewichtsabnahme nach Beikosteinführung

Beitrag von Serafin » 30.11.2019, 08:03

Franziklein hat geschrieben:
30.11.2019, 07:13
Serafin hat geschrieben:
30.11.2019, 03:34
Du kannst auch Butter nehmen. Und vielleicht ist Kürbis wirklich nicht so lecker. Ich würde auch viel kalorienreichere Sachen anbieten. Also Getreide mit dazu, und immer gut Fett. Oder Kartoffeln. Und vielleicht mag sie Fingerfood ja lieber? Das kann man auch kalorienreich gestalten. Avocado z.B...
Sie isst den Kürbis ja gern, so ist jedenfalls mein empfinden. Nach 130g ist jedoch Schluss, sie ist satt. Fingerfood habe ich auch schon mal probiert, kam nicht so gut an.
Dann wirklich gut Fett dran. Wenn es der jungen Dame schmeckt, passt es doch. Mag sie vielleicht Milch vor dem Brei?
kleiner Maulwurf 12/15
kleiner Schildkröterich 05/19

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