Welche Essensregeln habt ihr?

Was kommt nach dem Vollstillen?

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soda
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Re: Welche Essensregeln habt ihr?

Beitrag von soda »

Ich finde es immer irgendwie befremdlich, wenn es angeblich sutig oder unsutig sein soll, etwas so oder so zu tun.
Wenn ich in meiner Familie ein harmonisches Zusammenleben erzielen möchte, ohne jemanden in der Durchführung zu quälen oder seine Bedürfnisse ständig geringzuschätzen, ist das ja nicht „unsutig“.

Sutig kann ja für ein Kind wohl kaum meinen, losgelöst von allen familiären oder gesellschaftlichen Normen draufloszuleben.
Was ist überhaupt sutig? Meint das eine Betrachtungsweise, in der die Bedürfnisse der Menschen gleichwürdig sind oder sein sollten?
Hallo - dann sind Essensregeln sicher kein Problem und die Aufforderung zum Probieren ohne endgültigen Zwang auch nicht.
Tina + T (* 2013) und T (05/2017)

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Schnatzmama
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Re: Welche Essensregeln habt ihr?

Beitrag von Schnatzmama »

Gerade Essen und probieren müssen sind hier im Forum aber tatsächlich ein heißes Eisen... :wink:
Liebe Grüße!

Schnatzmama mit Schnatz (5/09) und Maus (2/12) und Ameisenbärin (8/14) und Schlumpf des Hauses (9/17)

Elena
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Re: Welche Essensregeln habt ihr?

Beitrag von Elena »

soda hat geschrieben:
02.02.2020, 21:47

Sutig kann ja für ein Kind wohl kaum meinen, losgelöst von allen familiären oder gesellschaftlichen Normen draufloszuleben.
Was ist überhaupt sutig? Meint das eine Betrachtungsweise, in der die Bedürfnisse der Menschen gleichwürdig sind oder sein sollten?
Hallo - dann sind Essensregeln sicher kein Problem und die Aufforderung zum Probieren ohne endgültigen Zwang auch nicht.
Das möchte ich mal unterschreiben.

Wir haben "Regeln" beim Essen, die dazu dienen, allen ein gemütliches Beisammensein zu ermöglichen. Wir fordern nicht bei jedem Essen zum Probieren auf und es muss auch nicht probiert werden. Das wäre dem Familienfrieden nicht zuträglich und nicht zielführend. Unsere Mittlere hat sogar mit ihrer unglaublichen Sturheit als 4jährige die Abschaffung der Probierregel im Kindergarten völlig selbständig durchgesetzt. :lol: Wir haben ein sehr probierwilliges Kind, das auch relativ viel mag, ein Neues eher skeptisch gegenüber stehendes Kind, das aber gesellschaftskompatibel ist in seiner Essensauswahl und notfalls auch mal was isst, was es nicht mag, und ein unglaublich pingeliges, skeptisches Kind. Die drei reagieren völlig unterschiedlich auf Neues und auf Probieraufforderungen. Alle drei ernähren sich aber grundsätzlich sehr gesund, deshalb sehe ich akuten Handlungsbedarf nur da, wo es schwierig wird, die Mittlere z.B. auf Reisen zu versorgen. Mittlerweile ist sie aber 8 und sieht das Problem selbst. Und macht sich jetzt durchaus einen Spaß daraus, mal einen Teelöffel Maultaschen, eine Erbse oder sogar eine Messerspitze Quinoa zu probieren. :lol: Ich glaube, sie wird immer etwas picky bleiben, aber ihren Horizont im Laufe der Zeit durchaus noch erweitern. Alles ohne Zwang und Theater, aber durchaus mit Gesprächen darüber.
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Schnatzmama
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Re: Welche Essensregeln habt ihr?

Beitrag von Schnatzmama »

Solange das, was meine Kinder essen, eine einigermaßen ausgewogene Ernährung ist, bin ich zufrieden. Nur war es das bei uns eben nicht mehr, deswegen haben wir uns entschieden, da gegenzusteuern - ja, mit Zwang, weil es anders nicht ging. Übrigens haben wir sie auch gebeten, verschiedene Süßigkeiten zu probieren als Nachtisch, einfach, damit sie unterschiedliche Geschmacksrichtungen kennenlernen. Das ging aber nur, weil wir wussten, dass sie eh nicht so auf Süßes stehen. Der Große hat noch seinen Osterhasen vom letzten Jahr da, und die beiden mittleren Mädels essen ein Teil nach Mittagessen, mehr auch nicht 8)
Liebe Grüße!

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soda
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Re: Welche Essensregeln habt ihr?

Beitrag von soda »

Schnatzmama hat geschrieben:
03.02.2020, 14:55
Solange das, was meine Kinder essen, eine einigermaßen ausgewogene Ernährung ist, bin ich zufrieden. Nur war es das bei uns eben nicht mehr, deswegen haben wir uns entschieden, da gegenzusteuern - ja, mit Zwang, weil es anders nicht ging. Übrigens haben wir sie auch gebeten, verschiedene Süßigkeiten zu probieren als Nachtisch, einfach, damit sie unterschiedliche Geschmacksrichtungen kennenlernen. Das ging aber nur, weil wir wussten, dass sie eh nicht so auf Süßes stehen. Der Große hat noch seinen Osterhasen vom letzten Jahr da, und die beiden mittleren Mädels essen ein Teil nach Mittagessen, mehr auch nicht 8)
Aber dann ist ein Durchsetzen der elterlichen Vorgaben erst recht nötig, wenn die Eltern wissen, dass sein Verhalten dem Kind schaden wird und das Kind nicht in der Lage ist, das selbst zu erkennen und evtl Probleme dadurch bekommt, die über ein Loch in der Hose oder eine aufgeschürfte Hand hinaus gehen. Ich bin echt keine Helikoptermutter, aber Verantwortung hat man schon auch und da gehören auch mal unangenehme Aufgaben dazu, die dem Kind in dem jeweiligen Augenblick missfallen oder zu denen man sich kurz überwinden muss, weil sie unbequem sind oder die mühevoll oder den Unwillen des Kindes heraufbeschwören.

Also ich bin keine Freundin des Sich-entschuldigens für Erziehung. Egal ob beim Essen oder Zusammenleben. Das fasst es vielleicht zusammen. Aber das ist ja sehr individuell.
Tina + T (* 2013) und T (05/2017)

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