Kommentare zur Beikost

Was kommt nach dem Vollstillen?

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IdieNubren
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Re: Kommentare zur Beikost

Beitrag von IdieNubren »

Erdnuss hat geschrieben:
17.09.2019, 21:02
klecksauge hat geschrieben:
17.09.2019, 13:32
Fernweh hat geschrieben:
17.09.2019, 12:40



Auch wenn (warum auch immer) nicht gestillt wird, kann man BLW machen.
Absolut.

BLW heißt ja nicht breifrei, sondern lässt sich mit babygeleitetes Abstillen am besten übersetzen.
Und das passt dann auch wieder zum Begriff babygeleitete Beikost. Oder Bedürfnis orientierte Beikost.

Brei und Fingerfood sind erstmal nur Darreichungsformen. Beide können selbstbestimmt gegessen werden. Und selbstbestimmt ist der Kern von BLW.
Das ist natürlich grundsätzlich so, klar :)

Nur: ich hatte das auch vor kurzem im Stillforum angesprochen und aus der Diskussion festgestellt, dass babygeleitete Beikost bei Pre in der Praxis für mich kaum vorstellbar ist. Weil Pre ja nur im ersten Jahr Hauptnahrungsmittel sein darf und mit Beikostbeginn wirklich ersetzt werden sollte. Wie das dann entspannt passieren kann, weiß ich nicht - das hieße ja z.B., keine Pre vor einer Mahlzeit, dass da auch genug gegessen wird. Das bedeutet auch, feste Mahlzeiten. Und Brei, falls Fingerfood nicht in austeichender Menge gegessen wird. Möglicherweise sogar Abwiegen von Essen. Usw. Auf jeden Fall deutliche Kontrolle der Mengen. Das hört sich eher nach Stress an.

Aber vielleicht gibt es jemanden hier, der Erfahrung damit hat und das in der Praxis doch anders läuft - ich würde mich echt über einen positiven Bericht freuen, damit könnte ich dann bei meiner Freundin werben)
Ich komme in keinsterweisse durch teazers Antwort auf deine Schlussfolgerung dass man bei pre aus der Beikost Einführung eine Wissenschaft machen muss 😳

Man kann Babys mit Flasche Bedürfnis orientiert füttern und muss nicht nach Stunden und Plan gehen. Brei/BLW ist natürlicher und demnach ab einem gegewissen alte
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Erdnuss
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Re: Kommentare zur Beikost

Beitrag von Erdnuss »

Teazer hat geschrieben:
26.06.2019, 20:54
Weil PRE nunmal nicht Muttermilch ist. ;) Es gibt dazu meines Wissens keine Studien. Und es hat seine Gründe, warum Formula nach Plan durch Beikost ersetzt wird. Es ist nunmal kein Naturprodukt.
und
Wir wissen schlichtweg nicht, ob eine längere/höhere Gabe von PRE (was blw i.d.R. mit sich bringen würde) im Vergleich zum "Abflaschen" nach Breifahrplan neutral zu betrachten ist oder negative Auswirklungen hat.
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Re: Kommentare zur Beikost

Beitrag von Krachbum »

Ja das macht Sinn :wink:
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Fernweh
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Re: Kommentare zur Beikost

Beitrag von Fernweh »

Erdnuss, ich habe Erfahrung damit.

Ich musste zufüttern, wir hatten dann eine Saugverwirrung, Rückführung an die Brust ist gescheitert, habe 10 Monate abgepumpt (tlw. nur wenige ml) und das Kind hat Pre nach Bedarf bekommen.
Mit zirka 5 1/2 Monaten gabs das erste Mal Fingerfood (nach Beikostreifezeichen). Zuerst gedämpftes Gemüse und Gurke (lange Zeit das absolute Highlight).
Es gab keine bestimmte Tageszeit, wann etwas angeboten wurde. Hat es gepasst, dann gab es was. Nach einiger Zeit war es dann so, dass sie zB auf dem Mittagsteller 4 - 5 versch. Sachen liegen hatte (inkl. hochwertigem Fett). Brot habe ich ohne Salz selbst gebacken und da fing dann auch die Haferkeksproduktion an. Sie hatte immer ein kleines Glas mit Wasser daneben stehen, aus dem sie bei Bedarf trinken konnte. Joghurt wurde selbst gelöffelt bzw. wurde uns der Löffel gegeben (oder eher auf die Seite geworfen) und wir haben ihn befüllt und ihn ihr dann wieder in die Hand gelegt.
Währenddessen gab es Pre immer nach Bedarf, wann sie wollte. Sie hat dann mit knapp einem Jahr (+/-) angefangen tagsüber keine Pre mehr trinken zu wollen und mit zirka 14 Monaten auch nachts damit aufgehört. Danach gabs ein paar Wochen lang Nächte mit Brot o.ä. und Wasser, weil sie ja trotzdem wach wurde und Hunger hatte, aber eben die Pre verweigert hat. Sie hat die Flasche also selbst abgeschafft, ohne unser zutun.

Für mich war klar, dass die Beikost im ersten Lebensjahr zum Spaß, Erkunden und Kennenlernen da ist, und die Hauptnahrungsquelle (im 1. Lj.) Muttermilch bzw. Pre ist. Somit hatte ich in diese Richtung gar keinen Stress. Aber ich muss auch sagen, dass wir hier einen richtigen Fingerfood-Profi hatten, es gab zB nie Probleme mit Verschlucken.
Schnucks 08/16
Wuzi 02/20

klecksauge
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Re: Kommentare zur Beikost

Beitrag von klecksauge »

Moin!

Auch bei Pre nach Bedarf ist Beikost nicht kompliziert. Auch da braucht man keinen Breifahrplan, der eine Mahlzeit nach der anderen ersetzt.
Auch bei Stillkindern sollte zum ersten Geburtstag mindestens 50% über die Beikost kommen.
Es gibt ganz viel zwischen BLW in Reinform ( was ist damit überhaupt gemeint?) und strengen Breifahrplan mit Füttern.

Entscheidend ist, dass beim selbstbestimmten Essen eben nicht nur zu einer Mahlzeit angeboten wird, sondern von Beginn an zu jeder Mahlzeit, bei der Baby wach ist. Und dann auch bitte nicht nur mit Gemüse.

Und die Erfahrung von Fernweh kann ich aus meiner Erfahrung der letzten 3 Jahre so bestätigen, die meisten Babys brauchen nach dem ersten Geburtstag nur noch wenig/keine Pre am Tag. Und das mit selbstbestimmten Essen.
Liebe Grüße aus den Norden von
S. mit Sommerbub (08.12) und Herbstmädchen (11.15)
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Rettet die Geburtshilfe!
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Erdnuss
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Re: Kommentare zur Beikost

Beitrag von Erdnuss »

Fernweh hat geschrieben:
18.09.2019, 07:37
Für mich war klar, dass die Beikost im ersten Lebensjahr zum Spaß, Erkunden und Kennenlernen da ist, und die Hauptnahrungsquelle (im 1. Lj.) Muttermilch bzw. Pre ist. Somit hatte ich in diese Richtung gar keinen Stress. Aber ich muss auch sagen, dass wir hier einen richtigen Fingerfood-Profi hatten, es gab zB nie Probleme mit Verschlucken.
Lieben Dank, Fernweh, für deine ausführliche Beschreibung! Das hört sich toll an und echt entspannt ...

Klecksauge, auch dir lieben Dank für die Profi-Erfahrung und -Empfehlung - das ist ein guter "Fahrplan" (um das Wort mal positiv zu gebrauchen ;) )

Einfach laufen lassen & anbieten (da schöpfe ich dann auch aus meinem Erfahrungsschatz) und allenfalls ein bissel im Auge behalten Richtung 2. Lebensjahr, wenn das Kind ein Miniportionen-Esser ist, das werde ich weiterempfehlen :) Ich hoffe mal, dass die Mama sich da locker machen kann ... manch einer ist ja froh, Unsicherheiten über Regeln aus dem Weg schaffen zu können.
Erdnüsslein (9/2014) und Erbslein (11/2017)

nido56
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Re: Kommentare zur Beikost

Beitrag von nido56 »

Mich wundert, dass viele hier Brei so schrecklich und so aufwendig finden. Brei zubereiten fand ich immer einfach: ein bisschen Gemüse in den Dampfkocher (oder Kochtopf) packen, kurz dünsten und anschließend fix den Pürierstab rein halten.

Auch füttern finde ich nicht per se schrecklich. Man muss dem Kind ja nicht die Arme fixieren, ihm den Löffel in den Mund schieben und hinterher den Schnuller reinstecken, damit es nichts wieder ausspucken kann (wie meine Schwiermutter es empfohlen hat). Ich habe meinem Sohn immer den Löffel hingehalten, und er hat dann selbst "zugeschnappt". Und wenn er selbst essen wollte, durfte er das (und ich habe hinterher geputzt und das Kind gesäubert.

Mit knapp einem Jahr wollte er keinen Brei mehr. Auch OK, ab da gab es Familientisch. Später hatte er mal eine Phase in der er wieder gefüttert werden wollte. War zwar manchmal nervig, aber fand ich auch nicht dramatisch. Die Phase ging irgendwann auch wieder vorbei.
nido mit dem kleinen Piraten (01/2012)

Serafin
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Re: Kommentare zur Beikost

Beitrag von Serafin »

nido56 hat geschrieben:
08.10.2019, 20:59
Mich wundert, dass viele hier Brei so schrecklich und so aufwendig finden. Brei zubereiten fand ich immer einfach: ein bisschen Gemüse in den Dampfkocher (oder Kochtopf) packen, kurz dünsten und anschließend fix den Pürierstab rein halten.

Auch füttern finde ich nicht per se schrecklich. Man muss dem Kind ja nicht die Arme fixieren, ihm den Löffel in den Mund schieben und hinterher den Schnuller reinstecken, damit es nichts wieder ausspucken kann (wie meine Schwiermutter es empfohlen hat). Ich habe meinem Sohn immer den Löffel hingehalten, und er hat dann selbst "zugeschnappt". Und wenn er selbst essen wollte, durfte er das (und ich habe hinterher geputzt und das Kind gesäubert.

Mit knapp einem Jahr wollte er keinen Brei mehr. Auch OK, ab da gab es Familientisch. Später hatte er mal eine Phase in der er wieder gefüttert werden wollte. War zwar manchmal nervig, aber fand ich auch nicht dramatisch. Die Phase ging irgendwann auch wieder vorbei.
Wann war bei euch die Phase? Hier ist die jetzt mit fast vier. Und nervt mich.
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nido56
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Re: Kommentare zur Beikost

Beitrag von nido56 »

Serafin hat geschrieben:
08.10.2019, 21:01
nido56 hat geschrieben:
08.10.2019, 20:59
Mich wundert, dass viele hier Brei so schrecklich und so aufwendig finden. Brei zubereiten fand ich immer einfach: ein bisschen Gemüse in den Dampfkocher (oder Kochtopf) packen, kurz dünsten und anschließend fix den Pürierstab rein halten.

Auch füttern finde ich nicht per se schrecklich. Man muss dem Kind ja nicht die Arme fixieren, ihm den Löffel in den Mund schieben und hinterher den Schnuller reinstecken, damit es nichts wieder ausspucken kann (wie meine Schwiermutter es empfohlen hat). Ich habe meinem Sohn immer den Löffel hingehalten, und er hat dann selbst "zugeschnappt". Und wenn er selbst essen wollte, durfte er das (und ich habe hinterher geputzt und das Kind gesäubert.

Mit knapp einem Jahr wollte er keinen Brei mehr. Auch OK, ab da gab es Familientisch. Später hatte er mal eine Phase in der er wieder gefüttert werden wollte. War zwar manchmal nervig, aber fand ich auch nicht dramatisch. Die Phase ging irgendwann auch wieder vorbei.
Wann war bei euch die Phase? Hier ist die jetzt mit fast vier. Und nervt mich.
Irgendwann mit 2.5-3, glaube ich.
nido mit dem kleinen Piraten (01/2012)

Serafin
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Re: Kommentare zur Beikost

Beitrag von Serafin »

nido56 hat geschrieben:
08.10.2019, 21:15
Serafin hat geschrieben:
08.10.2019, 21:01
nido56 hat geschrieben:
08.10.2019, 20:59
Mich wundert, dass viele hier Brei so schrecklich und so aufwendig finden. Brei zubereiten fand ich immer einfach: ein bisschen Gemüse in den Dampfkocher (oder Kochtopf) packen, kurz dünsten und anschließend fix den Pürierstab rein halten.

Auch füttern finde ich nicht per se schrecklich. Man muss dem Kind ja nicht die Arme fixieren, ihm den Löffel in den Mund schieben und hinterher den Schnuller reinstecken, damit es nichts wieder ausspucken kann (wie meine Schwiermutter es empfohlen hat). Ich habe meinem Sohn immer den Löffel hingehalten, und er hat dann selbst "zugeschnappt". Und wenn er selbst essen wollte, durfte er das (und ich habe hinterher geputzt und das Kind gesäubert.

Mit knapp einem Jahr wollte er keinen Brei mehr. Auch OK, ab da gab es Familientisch. Später hatte er mal eine Phase in der er wieder gefüttert werden wollte. War zwar manchmal nervig, aber fand ich auch nicht dramatisch. Die Phase ging irgendwann auch wieder vorbei.
Wann war bei euch die Phase? Hier ist die jetzt mit fast vier. Und nervt mich.
Irgendwann mit 2.5-3, glaube ich.
Na ja, hört auch wieder auf die Phase und dann kommt dafür ne neue.
kleiner Maulwurf 12/15
kleiner Schildkröterich 05/19

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