Sandküste hat geschrieben:Anna: hört sich jetzt so an, als würdet ihr weder Weihnachten noch Ostern feiern - also gar keine christlichen Feste?
Sicher, vieles, was im Namen der Kirche getan wurde ist mehr als fragwürdig - aber trotzdem kann ich als "gemäßigter" Christ aus vielem auch gute Dinge ziehen.
Ich bin kein Christ, ich bin Agnostikerin - da bleiben ja alle Türchen offen
Nein, im Ernst (obwohl ich mich wirklich als Agnostikerin begreife): Ich fühl mich in einer zunehmend säkularen Gesellschaft gar nicht unwohl und muss auch nicht auf Feste verzichten, die für mich einfach eine andere, hauptsächlich kulturelle Bedeutung haben.
Sprich: Weihnachten ist ein Fest, an dem die Familie zusammenrückt. Wenn's allen Spaß macht, warum nicht? Wir singen sogar an heilig abend drei, vier Lieder mit Klavierbegleitung und wenn mein Vater lustig drauf kommt nach zwei, drei Gläsern gutem Roten, dann gibt er auch mal eine Jazz-Version von Stille Nacht zum besten
Ist also bei uns ein Familienfest mit gutem Essen, ein paar Geschenken, alle machen sich nett zurecht und sind beisammen. Dieses Jahr das erste Mal mit Enkelkind, das wird bestimmt ein Spaß.
In die Kirche gehen wir nicht, das wär' dann doch etwas scheinheilig. Wobei ich manchmal mit meinen Eltern gegangen bin, wenn's ein besonders gutes Orgelkonzert am 25. gab. Aber nicht aus religiösen Gründen. Mein Vater ist ja sogar studierter Kirchenmusiker und vor ca. 10 Jahren ausgetreten
Ostern hab ich dann tatsächlich nichts mit am Hut, wobei wir auch auf dem Kreuzberg Eier suchen.
Man kann all diese Bräuche ganz säkular erleben, muss auch kein Kind ausschließen und wenn die Fragen nach dem warum kommen, dann lass ich das den Papa erklären, das ist ja schließlich sein Beruf
Also ich bin einfach unverkrampft in Punkto "christliche Abendlandkultur", wenn man die Hintergründe kennt und die Ausprägungen heutzutage beobachtet, kann man das sowieso alles nicht mehr so gaaanz ernst nehmen - bzw. ich kann das nicht.
Deswegen muss ich ehrlich gestehen, dass mich die Bongotrommeln beim Martinsumzug und die Empörung über den angeblichen Verlust der ach so christlichen Werte ein bisschen zum schmunzeln bringen. Nix für ungut.
[quote="Sandküste"]Anna: hört sich jetzt so an, als würdet ihr weder Weihnachten noch Ostern feiern - also gar keine christlichen Feste?
Sicher, vieles, was im Namen der Kirche getan wurde ist mehr als fragwürdig - aber trotzdem kann ich als "gemäßigter" Christ aus vielem auch gute Dinge ziehen.[/quote]
Ich bin kein Christ, ich bin Agnostikerin - da bleiben ja alle Türchen offen :lol:
Nein, im Ernst (obwohl ich mich wirklich als Agnostikerin begreife): Ich fühl mich in einer zunehmend säkularen Gesellschaft gar nicht unwohl und muss auch nicht auf Feste verzichten, die für mich einfach eine andere, hauptsächlich kulturelle Bedeutung haben.
Sprich: Weihnachten ist ein Fest, an dem die Familie zusammenrückt. Wenn's allen Spaß macht, warum nicht? Wir singen sogar an heilig abend drei, vier Lieder mit Klavierbegleitung und wenn mein Vater lustig drauf kommt nach zwei, drei Gläsern gutem Roten, dann gibt er auch mal eine Jazz-Version von Stille Nacht zum besten :lol:
Ist also bei uns ein Familienfest mit gutem Essen, ein paar Geschenken, alle machen sich nett zurecht und sind beisammen. Dieses Jahr das erste Mal mit Enkelkind, das wird bestimmt ein Spaß.
In die Kirche gehen wir nicht, das wär' dann doch etwas scheinheilig. Wobei ich manchmal mit meinen Eltern gegangen bin, wenn's ein besonders gutes Orgelkonzert am 25. gab. Aber nicht aus religiösen Gründen. Mein Vater ist ja sogar studierter Kirchenmusiker und vor ca. 10 Jahren ausgetreten ;)
Ostern hab ich dann tatsächlich nichts mit am Hut, wobei wir auch auf dem Kreuzberg Eier suchen.
Man kann all diese Bräuche ganz säkular erleben, muss auch kein Kind ausschließen und wenn die Fragen nach dem warum kommen, dann lass ich das den Papa erklären, das ist ja schließlich sein Beruf :mrgreen:
Also ich bin einfach unverkrampft in Punkto "christliche Abendlandkultur", wenn man die Hintergründe kennt und die Ausprägungen heutzutage beobachtet, kann man das sowieso alles nicht mehr so gaaanz ernst nehmen - bzw. ich kann das nicht.
Deswegen muss ich ehrlich gestehen, dass mich die Bongotrommeln beim Martinsumzug und die Empörung über den angeblichen Verlust der ach so christlichen Werte ein bisschen zum schmunzeln bringen. Nix für ungut.